Lüneburg – schon vor Weihnachten

Seitdem ich hier im Norden der Republik wohne, fahre ich jedes Jahr an Heiligabend nach Lüneburg, um meinen Weihnachtsfrieden zu finden. Das ist inzwischen mein eigenes Ritual.

Aber ich war noch nie in der Adventszeit dort. Meine Schwester ist nicht allzu weit von Lüneburg in der Reha und wird dort auch bis nach Neujahr dort bleiben. Für meinen Schwager ist die Fahrerei von Flensburg aus zu weit und so haben wir einen Mädelstag gemacht.

Ausgerechnet letztes Wochenende war auf den Straßen echt ne Menge los…zumal der Elbtunnel ja auch mal wieder gesperrt war. Ich bin also an einem Samstagvormittag quer durch Hamburg gefahren, um dann über die A1 zu fahren….das war keine gute Idee. Ich habe Ewigkeiten gebraucht…war ja auch klar, das es auch noch kurz vor dem Reha-Ort, eine weitere Umleitung gab. Meinen Zeitpuffer von fast 1,5 Stunden hab ich komplett verbraucht, habe also mehr als 2,5 Stunden für die eigentlich nur 65km gebraucht. Ich war leicht genervt.

Die Rehaklinik ist echt ein Glücksfall…tolles Haus, tolle Umgebung mitten in der Lüneburger Heide….sogar das Essen schmeckt ihr und in ihrem Zimmer hat es sich meine Schwester schön gemütlich gemacht.

Dann ging es auch schon mit dem Auto weiter nach Lüneburg…zugegebenermaßen hat mich die Parkplatzsuche Samstagmittag in der Innenstadt voll genervt. Vorallem als wir an dem Parkhaus endlich ankamen, war kurz vorher das Schild von „noch Plätze frei“ auf „besetzt“ umgesprungen grrrrrrr….aber dann haben wir im Parkhaus am Bahnhof noch viele freie Plätze vorgefunden.

Nach einem kurzen Spaziergang waren wir auch schon in der Innenstadt und auf dem Weihnachtsmarkt am Rathaus, gab es auch gleich den 1. Glühwein des Tages…für uns Beide mit Alkohol – wir hatten beschlossen heute mal nicht auf die Gesundheit Rücksicht zu nehmen…und gleich im Anschluß gab es dann endlich den erhofften Grünkohl mit Kartoffeln, Kassler und Wurst und der war sooo lecker…gar nicht so salzig, wie man es sooft bekommt.

Zuhause mache ich den Grünkohl ja inzwischen vegetarisch und bin voll zufrieden damit. Aber bei kaltem Regenwetter, auf einem Weihnachtsmarkt muss es eben der klassische Grünkohl sein.

So gestärkt haben wir uns den Rest des Tages durch die Stadt treiben lassen…waren etwas shoppen, haben die verschiedenen Weihnachtsmärkte besucht, haben uns die Stadt angeschaut und den Tag – trotz Kälte und Nässe – genossen.

Für den Abend ging es dann noch in ein thailändisches Restaurant….wir hatten zwar nicht reserviert und es war sehr voll…aber wir bekamen doch einen Tisch…ja klar reicht uns eine Stunde. Die Atmosphäre war sehr schön dort und das Essen richtig gut.

Anschließend gab es noch einen letzten Spaziergang durch die Stadt und zurück ging es zum Parkhaus am Bahnhof.

Dieses Bild an einer Garaganauffahrt fand ich so lebendig und lustig, ich musste es fotografieren.

Dann ging es die knappen 55km zurück zum Reha-Ort, meine Schwester wieder abliefern. Es hat dann noch mal knapp 1,5 Stunden gedauert bis ich auch wieder zuhause ankam. Es war schon spät und ich bin dann auch schnell ins Bett gefallen.

Sonntagsausflug: Wanderup – Weihnachtsdorf

Letzten Sonntagmorgen beim Kaffee-trinken war ich noch auf der Suche nach einem Ausflugsziel für diesen Tag, da kam die Nachricht meiner Schwester, das sie sich mit ihrem guten Freund verabredet hätten, um am Nachmittag in das Weihnachtsdorf Wanderup zu fahren.

Bei dem guten Freund handelt es sich um den „Freund des Hauses“ (also keinen Hausfreund – grins), mit dem ich normalerweise nur zu Ostern oder Weihnachten, als Teil der „erweiterten“ Familie, zusammentreffe. Es ist der beste Freund der Beiden, der schon seit vielen Jahren irgendwie dazu gehört.

Das Weihnachtsdorf Wanderup findet immer am 1.Adventswochenende statt…ich war noch niemals dort und außerdem in Kommunikations- und Reiselaune…hab mich also kurzerhand entschieden mitzugehen.

Meine Schwester freut sich sehr darüber (eigentlich freut sie sich immer, wenn sie mich treffen kann – am liebsten täglich), also hat sie mir die Uhrzeit genannt…Immerhin sind es für mich knappe 130km zu fahren.

Das ganze Örtchen Wanderup verwandelt sich in ein gemütliches Weihnachtsdorf, überall wurden Stände aufgebaut, nicht nur in Straßen, auch in Vorgärten, unter Carports in Garagen, auf den Plätzen sowieso…und bei Kälte und Schnee war es urig gemütlich. Man konnte auch wunderbar mit dem Auto anreisen und vor dem Dorf auf extra eingerichteten P+R-Parkplätzem in Busse umsteigen…Preis: Spende soviel zu möchtest.

Überhaupt geht es nicht nur um ein schönes Fest, sondern auch um das Sammeln von Spenden für Kinderhospize…allerdings wird das nicht aufdringlich eingefordert, sondern ist sehr angenehm eingebettet…so das man gerne gibt.

Am Sonntagnachmittag dahin zu fahren, hatte Vorteile…es war nicht ganz so voll….aber auch Nachteile: es gab einiges nicht mehr: Grünkohl war alle – okay dann eben Erbsensuppe – die war auch fast überall ausverkauft…aber einen Stand haben wir dann doch noch gefunden..boa war die lecker…Kakao war auch fast überall ausverkauft, dafür gab es aber noch genügend Glühwein und Kinder-Punsch…und auch der Crepe-Teig am letzten Stand war verbraucht…das ist natürlich gut.

Die Veranstalter haben keine Reste, die weggeschmissen werden müssen, und wir sind dann doch statt geworden….Blöd nur, das wir Hungrigen auf der Suche nach etwas Ess-und Trinkbarem an einigen Attraktionen achtlos vorbei gelaufen sind….hahaha also sind wir später noch einmal kreuz-und quer durch den Ort gelaufen.

Mein Schwager war ohne Krücken unterwegs….was mich etwas nervös machte, durch die vielen Eis- und Schneemengen auf den teils unebenen Wegen, dazu die Kabel und Kabelbrücken überall und die provisorischen Wege durch Höfe und Vorgärten…aber alles lief glatt. Meine Schwester und ich sind meisten vorneweg und konnten auf rutschige Teilstücke oder fast unsichtbare kleine Unebenheiten aufmerksam machen…Seine Genesung läuft richtig gut…in den nächsten Tagen muss er wieder zum Arzt und dann wird hoffentlich geklärt, was mit seiner 2. Hüfte gemacht werden kann, da hat er ja schon 15 Jahre eine Künstliche, die aber nicht mehr „rund“ läuft….die neue Hüfte auf der anderen Seite sitzt perfekt, er hat überhaupt keine Schmerzen und wird wieder beweglicher.

Ziemlich durchgefroren und zufrieden, haben wir uns dann voneinander verabschiedet und ich bin zurück nach Hause gefahren…das war ein schöner, harmonischer Ausflug.

Weihnachtsmärkte und Glühwein

Ich war in den letzten Wochen doch auch mehrmals auf Weihnachtsmärkten…einmal hab ich mich mit der ehemaligen Kollegin Kim in Hamburg getroffen…wir waren auf den Weihnachtsmärkten am Jungfernstieg und Rathaus unterwegs bei leckerem Grünkohl und Glühwein.

Dann hab ich auch den Weihnachtsmarkt bei mir im Ort besucht, den gab es nur 2 Tage lang…war für mich jetzt auch nicht so der Hit…bei dem Versuch einen Apfelpunsch zu bekommen wurde mir gesagt: Geht gerade nicht – es gibt keine Becher mehr…okay – dafür hab ich mir eine frische Waffel an einem anderem Stand gegönnt…die Schüler dort waren lustig und nett…sie sammeln schon mal für den Abi-Ball im kommenden Jahr.

Den Weihnachtsmarkt in Bad Bramstedt hab ich auch besucht…der war schon größer und bot auch einiges an Budenzauber…leider gab es eine Live-Band und der Sänger war übermotiviert und nur mäßig talentiert…dafür laut, was meinen Ohren nicht so gut tat….der Winzer-Glühwein war jedoch lecker, wenn auch das Pfand mit 5 EUR für den hässlichen Becher etwas überdimensioniert…hahahah in Hamburg nahmen die nur 3 EUR und das hätte sich die Mitnahme echt gelohnt, die schönen schmalen hohen satinierten dicken Gläser waren echt top.

Mein Besuch auf dem Weihnachtsmarkt in Ottensen war eher eine traurige Angelegenheit: der Grünkohl war etwas zu salzig, der Glühwein zu süß….und dazu regnete es auch noch…da hab ich mich dann doch lieber ins Mercado verzogen…war aber überhaupt nicht in Kauflaune für Weihnachten.

Ich entziehe mich mehr und mehr dem Weihnachts-Konsum. Ich hab alles, was ich brauche: Weihnachtsdeko hab ich so viel, das ich jedes Jahr anders schmücken kann…nur einen Weihnachtswichtel hab ich neu dazu gekauft….

Einen Tag später war ich schon wieder dort…dieses Mal aber zum Blutspende-Termin…und da gab es weder vorher noch nachher Glühwein…überhaupt probiere ich inzwischen, wo möglich, auch alkoholfreie Varianten…meinem Blutdruck zu liebe.

Beim Familia gab es einen Bio „Glühapfel-Punsch“ alkoholfrei …also der ist sogar schmackhafter, als der Winzerglühwein, den ich sonst gerne trinke.

Und auch bei der Verabschiedung des Kollegen gab es alkoholfreien Sekt…etwas, was ich bisher als nicht trinkbar weit von mir gewiesen habe….vor ein paar Jahren, hab ich mal so einen Sekt probiert und war entsetzt über den Geschmack…aber weil es den nun mal gab, hab ich ihn wenigstens probiert…und war erstaunt…der schmeckte sogar sehr gut.

Ich bin ein Genussmensch…ich esse und trinke nichts, nur weil es gesund, fair oder ökologisch sinnvoll ist…ich richte mich nur danach, ob mir etwas schmeckt oder eben nicht.

kleiner Grenzübertritt

Samstag letzte Woche bin ich früh am Morgen zu Schwester+Schwager gefahren. Ich liebe gute Frühstücks-Cafes und Flensburg hat wirklich einige davon. Das sind dann nicht, wie bei mir hier, Bäckereien mit angeschlossenem Cafè, sondern moderne Bistros mit reichhaltiger Auswahl an diversen Frühstücken oder Frühstücks-Buffets.

Die Beiden hatten für 10 Uhr im Central Cafe einen Tisch reserviert…die bieten seit Corona ein „Tisch-Buffet“ und auch ein „Luxus-Frühstück“ das ist inclusive Sekt, O-Saft, Kaffee und Tee. Bei Beiden wird in Etageren und kleinen Schüsselchen alles serviert, was ein Frühstücksliebhaber so essen mag…Honig und Nussnougat-Creme kommen auch in kleinen Schraubgläsern, Eiersalat usw. in offenen Glasschälchen, dazu jede Menge verschiedene Aufschnitt und Käse, knusprigen Speck und Rührei, gekochte Eier, Lachs, leckere gebratene Scampis in Kräuteröl, aufgeschnittenes frisches Obst, etwas Roastbeef….dazu Brötchen, Brot und Croissants…

Und obwohl es von allem nur „Etwas“ gab, war das natürlich alles viel zu viel für 3 Personen, Eine gute Idee fand ich aber, das man die Reste direkt eingepackt bekommt und mit nach Hause nehmen kann. So wird es nicht weggeschmissen, sondern kann später noch gegessen werden und das Café spart sich die Entsorgungskosten.

Nach dem ausgiebigen und unterhaltsamen Frühstück – bei dem ich aber gar nicht so viel gegessen habe, sind wir anschließend in die Nähe von Wassersleben gefahren, Das ist eine kleine Siedlung am Rande von Flensburg, hat einen wunderschönen Sandstrand in der Bucht der Flensburger Förde und bietet einen der kleinsten Grenzübertritte Europas: die Schusterkate

Es gibt einen kleinen Pfad bis zu einer schmalen Holzbrücke über den Fluss Krusau und mitten auf der Brücke ist die Grenze zwischen Deutschland und Dänemark.Das alles sieht sehr unspektakulär aus und da zu viele Menschen auf der Brücke waren, gibt es kein Bild davon.

Es ist auch so unspektakulär, weil es keine Landesschilder gibt…man merkt es nur an der Sprache auf den Schildern…ansonsten merkt man nicht, das man von einem EU-Staat in den nächsten gewandert ist. Wir sind auf der dänischen Seite, bei insgesamt trüben Wetter, direkt am Wasser und durch den Wald gewandert. Auf dem Rückweg ging es dann noch auf der deutschen Seite die teilweise etwas höher gelegenen Wanderwege entlang…

Trotz des trüben Wetters haben wir uns noch ganz entspannt an einem Strandcafè den ersten Glühwein der Saison gegönnt…der wurde in herrlichen alten Porzellan-Bechern serviert und wir saßen warm eingepackt draußen ….es war wenig los und wunderbar ruhig

Es war heute auch eher ein gemütlicher Wohlfühltag, als ein strammer Wandertag…also war klar, es geht um Entspannung, ruhige Unterhaltungen und gutes Essen.

So war es nicht verwunderlich als ich später zum Kaffee bei den Beiden zuhause, auf einmal einen gekauften Baumkuchen aufgetischt bekam und mir vor Rührung fast die Tränen kamen. Das muss ich wohl erklären:

Wir sind, zum großen Teil, in Soest aufgewachsen, da gibt es eine Kuchenfabrik…ja wirklich ein Fabrik – also kein kleiner Handwerksbäcker, sondern eine riesengroße Industrie-Anlage, die Fertigkuchen in 80 Ländern der Welt verkauft. Jetzt bin ich ja ein Fan von selbstgemachtem Essen und auch selbstgebackenem Kuchen. Aber diese frischen Baumkuchen aus der Fabrik, das sind nicht nur schöne Kindheitserinnerungen , sondern hat mich auch sptäer immer weiter begleitet…ich hab mit meinem damaligen Mann in einem Wohngebiet gewohnt, wo der Duft der Kuchenfabrik immer zu uns rüber wehte…und wir konnten im Werksverkauf den wirklich frischen Kuchen als 2. oder 3. Wahl (also mit optischen Mängeln) für kleines Geld kaufen.

Ein Baumkuchen der quasi aus der Produktion direkt in den Werksverkauf ging, war somit manchmal nur ein paar Stunden alt…und schmeckt ganz anders, als wenn dieser ein paar Monate später beim Einzelhändler zu kaufen ist. Und jetzt hatten sie ihn hier bekommen…ja okay – also nicht so frisch – aber eben eine schöne Geste der Erinnerung….und entsprechend hat er auch geschmeckt.

Herbstgruß – Glühwein

Ich bin in dieser Woche bisher jeden Tag mindestens 7km gelaufen….soooo, also bisher alles richtig gemacht…damit bin ich zufrieden…und auch mit meiner Arbeitswoche bin ich sehr zufrieden….

Den frühen Feierabend gestern hab ich mir also redlich verdient und bin wieder einmal vom Büro aus nach Ottensen gelaufen….auf dem Weg dorthin, bin ich an einem Cafè vorbeigekommen, das nicht nur Kaffee, Kuchen und Essen außer Haus verkauft, sondern das auch noch einen Glühwein-Stand vor dem Laden aufgebaut hatte….

…. hmmm …. Glühwein….lecker!!

Aber ich bin erst einmal weiter gegangen….durch den inneren Stress und dem hohen Puls/Blutdruck sollte ich jetzt nicht noch Alkohol trinken…

….ach was. !! …das mache ich auf dem Rückweg !

2 Stunden später kam ich auf dem Weg zum Auto tatsächlich genau dort wieder vorbei…was nicht schwer ist…grins…ist der direkte Weg .

und dann gab es ihn, den 1. Glühwein in diesem Herbst:

und er war wirklich lecker …nicht zu süß, nicht zu viele Gewürze…fein zusammen gestellt…ein leckerer Herbst-Gruß .

Und dazu gab es noch einen netten Plausch mit ein paar anderen Gästen, die dort ebenfalls standen….alles natürlich mit gebührendem Abstand und mit Maske (außer beim Trinken selber)….und man hat so richtig gemerkt, alle haben sich gefreut: über den Glühwein und Kaffee usw., darüber das der Außer-Haus-Verkauf so gut angenommen wird, über die Möglichkeit ein wenig dort stehen zu können und auch darüber einfach mal ein wenig ungezwungen zu plaudern…

…. ach ja, das hat so richtig Spaß gemacht…und Zuhause gab es dann auch etwas, was ich schon mehr als 1 Jahr nicht mehr gegessen habe: Hot Wings von KFC. Die hatte ich in Ottensen gekauft und mit nach Hause genommen. Bei mir gibt es ja inzwischen nur noch sehr selten FastFood….und wenn, dann ist es eher Sushi …hahaha.

Aber bereits bei meinem vorherigen Runden durch Hamburg, hab ich den KFC -Laden gesehen…in Hessen gab es das bei mir so ca. alle 1-2 Monate einmal…aber seitdem ich hier in Schleswig-Holstein lebe, war ich nicht ein einziges Mal dort…

Fazit: die ersten Bissen waren lecker…danach war es nur noch naja. Okay – also das brauche ich jetzt auch so schnell nicht wieder…Mein Geschmack hat sich scheinbar noch weiter verändert…

Zweigeteilter Tag

Ich bin heute gegen Abend verabredet….was bedeutet ich bin in meiner Tagesplanung nicht ganz so ungebunden, wie sonst….also hab ich mich entschieden heute mit meinem Ausflug in der Nähe zu bleiben…ich fahre nach Norderstedt.

Zum einen gibt es dort ein Einkaufszentrum in das ich gerne möchte….ich benötige Röcke für´s Büro. Beim Einräumen meines Kleiderschranks hab ich natürlich auch geschaut, was hab ich eigentlich alles und was davon kann ich noch tragen…und musste leider feststellen: ich hab von allem genügend…vor allem genügend Hosen die mir passen…aber bei den  Röcken  fehlt es oft an 1cm um mich wirklich wohl drin zu fühlen… manchmal ist es 1cm im Bund, manchmal 1-2 cm in der Länge…

Zum anderen soll es dort einen schönen Stadtpark geben…und Parks reizen mich ja immer.

Gegen Abend bin ich dann mit einer Kollegin auf einem Weihnachtsmarkt verabredet….es ist keine Kollegin aus meiner Abteilung…aber wir sind öft mal ins Gespräch gekommen weil wir berufliche Berühungspunkte haben. Sie ist in einem ähnlichen Alter wie ich und lebt nach einer Scheidung  auch alleine. Als sie gehört hat, das ich hier gänzlich ohne Familie und Freunde gerade erst hin gezogen bin,  hat sie mich spontan gefragt, ob wir uns nicht mal auf einen Glühwein treffen wollen.

 

Erster Glühwein – gleich 2x

Erster Glühwein – gleich 2x

Auch der Samstag war dann doch anders, als geplant…und das war auch gut so.

Ich hab doch das Auto genommen, um in die Innenstadt zu fahren, WEIL mir wieder einfiel, das ich meinen täglichen Walk-Rundgang mal auf der anderen Seite der Stadt machen könnte…da gibt es einen Pinnau-Wanderweg, bin ja  schön öfter mal dran vorbei gelaufen, aber immer erst als es schon Dunkel war…

Also bin ich in die Stadt gefahren, kenne inzwischen gute Parkmöglichkeiten dort, bin zuerst auf den Wochenmarkt gegangen…und als es Zeit für mein anvisiertes Bistro-Restaurant war, musste ich feststellen: ich hatte überhaupt keinen Hunger…okay…dann macht so ein Besuch ja auch keinen Sinn.

Also bin ich noch in der Fußgängerzone etwas bummeln gewesen und hab nur eine Currywurt gegessen.

Als in NRW-aufgewachsener Currywurst-Fan, wo man quasi an jeder Ecke eine gute Wurst mit guter Soße bekommt (ist vielleicht etwas übertrieben:-))  musste ich schon in Hessen feststellen,  DAS kann nicht jeder…und meine erste Currywurst hier in der norddeutschen Provinz bestätigt es. Also klar gesprochen: das Ding schmeckte einfach nicht. Ich hoffe ich finde noch eine akzeptable Bude.

Beim Schlendern durch die Stadt kam ich am Weihnachtsdorf vorbei…hey klasse….GLÜHWEIN… hmmm. Also Glühwein ist ja quasi kein Alkohol und darf ruhig schon  Mittags genossen werden…oder nicht? Also einen Winzer-Glühwein (mit Weißwein aus der Pfalz)hab ich mir gegönnt und mich dazu unter einem Holzdach auf einem Holzsitz mit einem dicken Fell niedergelassen…sehr gemütlich und LECKER der Glühwein….

So gestärkt hab ich dann den Pinnau-Wanderweg  genommen und bin immer an der Pinnau entlang gelaufen…irgendwie hoffte ich das Pendant zur „Nidda“ zu finden…so mit Bäumen und Büschen am Weg und einem renaturierten Fluß-Lauf  und Wander-/Radweg auf beiden Seiten.

Ganz so idyllisch ist es zwar nicht…die Pinnau ist nicht renaturiert und es gibt auch nur wenig Begrünung, dazu hört man leider ziemlich lange die nahe Autobahn…aber es war trotzdem angenehm dort entlang zu laufen.

Am Rande einer Holzbrücke stand eine Gruppe von Männern. Die hatten einen Bollerwagen mit und  waren  gut gelaunt, was wahrscheinlich auch am Alkohol lag …auf die Frage ob ich ein Foto machen kann, folgte nach meiner Bejahung gleich die Frage ob ich auch einen Schnaps wollte…ähmm nein Danke, lieber einen Glühwein…den hatten die nämlich auch mit dabei.. .Also hab ich erst einmal einen Glühwein ganz stilecht in einem Glas bekommen, wir haben uns ein paar Minuten unterhalten (es war ein Verein der nur aus Lust und Laune heraus von Hamburg bis hierhin gewandert war und nach der Pause jetzt den Rückweg antreten wollte),  ich hab ein paar Fotos  gemacht…weitere Angebote : Schnaps, Glühwein, mit  nach Hamburg zu Wandern dankend abgelehnt und bin meinen eingeschlagenen Weg weiter gelaufen… Das war eine lustige Abwechslung.

Mit einsetzender Dunkelheit war ich wieder an meinem Auto angelangt und bin zufrieden nach Hause gefahren…

Okay, also Wieder kein Besuch im Restaurant…also hab ich einen Pizzateig angesetzt, eine Tomatensoße gekocht und kurzerhand eine leckere Pizza gebacken…

Nun hätte ich den Abend also ganz entspannt Zuhause verbringen können…hab ich aber dann doch nicht

 

Weihnachtsmarkt – Teil II

Der zweite Versuch einen Weihnachtsmarkt zu besuchen fand dann am nächsten Wochenende bei uns im Ort statt. Ein über die Grenzen des Ortes hinaus für seine Gemütlichkeit bekannter Weihnachtsmarkt….wir waren Samstagabend dort und ich fand es toll….

jaaaa bis ich mich in einer sehr engen Gasse nahe einer Panik befand…..es war einfach zu voll…und da verliert sich die Gemütlichkeit ganz schnell…außer den Menschen und den Ständen mit Würstchen und Glühwein konnte ich keinen Einzigen der Stände wirklich betrachten….Es schien als ob es mehr Touristen als Einheimische gab…und das ist schon erstaunlich….denn wir sind nicht in Frankfurt.

Der Glühwein war zwar für einen guten Zweck…man konnte soviel bezahlen, wie es einem Wert war…solche Aktionen finde ich klasse, aber um wirklich gut zu schmecken  hatte der Glühwein aber eindeutig zuviel Gewürzte oder zu wenig Wein für die Menge an Gewürzen…je nachdem wie man e betrachtet.

Das Würstchen war lecker und auf den Crepe als Nachtisch musste man seeehr lange warten.Die Crepe-Macher schienen das noch nie gemacht zu haben…lach…und dementsprechend unsicher und langsam wurde hantiert…aber der Crepe war lecker…naja…also mit Zimt und Zucker kann man ja eh nicht viel falsch machen ….

Und dann der lange Spaziergang den wir durch unseren Ort gemacht haben, war wirklich schön…ich liebe  die Kälte und die Dunkelheit und dann all die liebevoll gestalteten Lichter und Deko…es liegt schon eine gewisse Ruhe über allem….es war ein gelungener Abend….