Spurensuche – in Hamburg

Seitdem ich wieder im Norden bin, gehe ich ab und an auf Spurensuche meiner Kindheit. Viele Erinnerungen habe ich ja nicht, da wir ja nur in den Ferien Verwandte besucht haben.

Aber wo meine Oma und Opa väterlicherseits gewohnt haben, daran kann ich mich sehr gut erinnern….nur nicht an den Straßennamen. Auch meine Schwester konnte sich nicht erinnern und die alten Briefe stecken irgendwo in meiner Erinnerungskiste. Immerhin ist der Tod unserer Oma schon mehr als 25 Jahre her und ich war das letzte Mal zu Ihrer Beerdigung in der Wohnung.

Als ich jetzt, in Vorbereitung auf meinen kommenden Umzug, die letzte Kiste mit Unterlagen meines verstorbenen Vaters aussortiert habe, fielen mir wieder seine, von meiner Schwester achtlos beiseite geschobenen Zeugnisse aus der Schule in Hamburg, Lehrzeugnis von Bloss+Voss, Einberufungsbescheid, Marschbefehle, Urlaubsscheine, Urkunden und Beförderungsurkunden, Ausweise aller Art, Entlassungsschreiben aus der Bundeswehr, Weiterbildungszertifikate usw. in die Hände, die ich dann vor der Vernichtung gerettet habe… und bis Anfang der 60er Jahre stand dort immer die gleiche Anschrift in Hamburg.

Da ist sie ja, die Adresse die ich gesucht habe…..meine Großeltern haben dort über 40Jahre gelebt….Direkt nach dem 2. Weltkrieg, geflüchtet aus Pommern, untergebracht in einer 2-Zimmer-Wohnung mit anfangs noch 5 Kindern…..später dann zu zweit, bis meine Oma dann alleine dort lebte bis zu ihrem Tod.

Eine Bahner-Siedlung nahe Wandsbek. Eine einzelne kleine, enge Straße, die in einem großen Bogen durch die Siedlung führte….rote Klinkerhäuser. Entlang der Straße außen jeweils Haus an Haus mit jeweils einem Eingang zu 6 Wohnungen…..eingerahmt durch die im Bogenverlaufende Straße mit roten Klinkerhäusern in langen Reihen, jeweils 3-4 Eingänge. Keine Balkone, alles dicht an dicht.. zwischen den Häusern jeweils ein Grünstreifen….

Heute nach Feierabend bin ich hingefahren…..schon auf der Hauptstraße hab ich das eine oder andere alte Gebäude erkannt….und dann bog ich von der Hauptstraße in diese kleine Straße….JA – das ist genau so, wie ich es in Erinnerung habe. Die enge Straße ist immer noch eng, die Häuser stehen noch, immer noch Roter Klinker, sie sind gut erhalten, gepflegt, die Häuser wurden saniert….alle haben jetzt Balkone, die Fenster und Türen wurden erneuert….aber der Charme ist noch da….und dann fuhr auch noch die Bahn hinter den Häusern….Erinnerung pur.

Die Erinnerungen hier sind gut, die Großeltern waren liebe, sanftmütige Menschen, sehr fromm….fast fanatisch fromm, aber lieb (evangelische Freikirche).

Ich bin etwas herum gelaufen, hab den Weg gefunden, der in Richtung der Kleingarten-Kolonie ging….wusste dann aber nicht mehr weiter, meine Schwester hat dann später erzählt, das diese Kleingärten schon lange nicht mehr existieren…das hat sie mal mitbekommen….ein paar Fotos hab ich gemacht, vom Haus und der Straße und ihr geschickt…

Mit einem ruhigen Gefühl von: schön das ich hier war, hab ich mich dann durch den Hamburger Feierabend-Verkehr wieder auf den Heimweg gemacht….

Auf dem Wasser

Den Sonntagvormittag hab ich dazu genutzt um erneut ein Kajak auszuleihen…es war aber schon nach 10Uhr, als ich dort ankam….aber noch war es leer….also rein ins Kajak und rauf auf den Alsterkanal.

Wie schon alle anderen Male zuvor hab ich mich sofort wohl gefühlt…und mit langsamen, aber gleichmäßigen Paddelschlägen hab ich mich auf den Weg in Richtung Außenalster gemacht.

Obwohl schon relativ schnell Kanus, Kajak, Sandup-Paddler, Tretboote, Sportruderer in Einer, Vierer oder Achter-Booten und sogar ein paar Schwimmer unterwegs waren und sogar eines dieser flachen Ausflugsschiffe….war es nicht zu voll….Die meiste Zeit war es schön ruhig und entspannt….und ich konnte endlich auch mal sehen, wie geübte Kajakfahrer mit dem Doppelpaddel umgehen.

Die Sonne kam auch schnell raus und es wurde warm…dieses Mal hab ich es tatsächlich geschafft die Jacke im Kajak auszuziehen OHNE das Gewicht zu stark zu verlagern…es hat also gut geklappt….auf der Außenalster angekommen, hab ich dann aber wieder gewendet und bin zurück in und durch die Kanäle gefahren….

Die wirken gemütlicher und durch die Trauerweiden auch etwas schattiger. Außerdem waren dort eindeutig gemütlichere Paddler unterwegs…..ich hab tief eingeatmet und alles um mich herum genossen…..was für eine Aussicht….was für tolle Häuser sich hier aneinander reihen….was für schöne Gärten und kleine Bootsanleger…..wie friedlich alles in der Sonne lag…..ganze Familien waren in den Booten unterwegs…die Kleinen mit Schwimmweste…die SUP-Paddler in gelassener gerader Haltung…Jugendliche die sich entspannt in Schlauchbooten sonnten….Ein paar Angler an den Rändern…

1,5 Stunden war ich auf den kleinen und großen Kanälen unterwegs…..dann kamen zwei Dinge relativ gleichzeitig: es wurden schlagartig immer voller auf dem Wasser und ….ähmm….ich hatte Hunger….hahaha…also hab ich das Kajak wieder am Ausgangspunkt angelegt and abgegeben,….das Aussteigen hat sogar gut geklappt .

Anschließend bin ich dann noch in die Firma gefahren…mein Fahrrad abholen, denn eigentlich hatte ich ja für heute eine kleine Fahrradtour geplant…aber jetzt hab ich nur das Laptop und die Arbeitsunterlagen aus dem Büro geholt und mein Fahrrad wieder eingeladen….ab nach Hause….immerhin hab ich gestern einen Weißkohl-Auflauf vorbereitet.

Und jetzt sitze ich auf dem Balkon unter meinem Sonnendach, bin gut gesättigt und überlege noch, was ich mit dem Rest des Tages anfangen werde.

Im Glashaus

Nach dem Termin beim Zahnarzt bin ich noch weiter durch Ottensen geschlendert …und bei einem kleinen Außencafé namens „Tide“ gelandet…..nur ein paar Tische und ein paar davon standen in kleinen Gewächshäusern…das fand ich witzig…

Es gab frischen Kaffee und selbstgemachten Himbeerkuchen…(zumindest haben mir 2 Frauen von einem Nachbartisch erzählt, das es ihr Lieblingskuchen ist, denn Kuchen gibt es hier immer).

Ich hab mich also mit Kaffee, Kuchen und der Zeitung in einem dieser Glashäuschen nieder gelassen…..ist echt nett dort und der Kuchen war wirklich lecker….aber insgesamt waren mir zu viele Menschen in der Stadt….war dann froh als ich wieder zuhause war

Wie ein Kreuzgang – aus Bäumen

Wie ein Kreuzgang – aus Bäumen

Die ersten beiden Tage in dieser Woche war ich wieder im Homeoffice….und bin am Morgen NICHT vorher meine Runde gelaufen…das war dann richtig komisch.

Ich hab mich so daran gewöhnt den fehlenden Arbeitsweg mit einer Walkingrunde zu kompensieren und erst dann den Computer anzuwerfen, das ich tatsächlich Schwierigkeiten hatte in diesen Arbeitstag hineinzufinden.

Montag Morgen bin ich etwas zu spät aufgestanden, es regnete dazu ziemlich dolle und ich war nervös wegen des Mitarbeitergesprächs am Mittag…also hab ich diesen Teil der Morgenroutine weggelassen und war erst spät am Abend so nach 21.30 Uhr knappe 6 km draussen.

Dienstag Morgen bin ich zwar gut aus dem Bett gekommen, aber es regnete derartig heftig, mir war kalt und ich war müde…und irgendwie konnte ich mich überhaupt nicht motivieren einen Schritt vor die Tür zu setzen…war stattdessen aber in der Mittagspause auf dem Trampolin….na immerhin etwas.

Den Altonaer Volkspark hab ich dann am Mittwoch erklommen hahaha…..na gut….so steil ist es nicht, aber je weiter man rein geht in diesen „Wald-Park“ umso höher kommt man…und weiter oben ist dann auch noch eine kleine Anhöhe mit einem Baum-Gang.

Dieser Baum-Gang geht einmal komplett um die Anhöhe herum und bildet eine komplett geschlossene kleine Baumallee. Ich liebe dieses an einen Kreuzgang anmutende Baumgewölbe…

Es stahlt für mich einfach eine beruhigende und beschützende Stille aus…ich könnte stundenlang im Kreis laufen hahaha…..hab ich aber doch nicht getan…sondern bin noch weiter rein in den Park….der an vielen Stellen mehr Wald, als Park ist….

Es war eine spontane Entscheidung hier zu laufen, da ich täglich zur und von der Arbeit daran vorbei komme….aber ich hatte mich bei meinem Outfit an diesem Tag, für weiße Turnschuhe entschieden….so konnte ich ein paar der Wege leider nicht gehen….(immerhin hatte es die Tage zuvor geregnet).

Trotzdem war es wunderschön….leicht kühl, und nur wenig Menschen …eine schöne Erholung.

Radtour – Hamburgs Industrie-Seite

Neben der schönen Seite für die Touristen, hat Hamburg aber noch Seiten, die anders sind…aber auch schön.

Lässt man Michel, Fischmarkt, Landungsbrücken und die Speicherstadt einmal hinter sich, dann kommt man irgendwann zur robusteren Seite dieser schönen Hansestadt.

Zum Glück hab ich mich heute doch für das Rad entschieden. Gestartet oberhalb vom Fischmarkt bin ich an der Elbe entlang bis zur Elbphilharmonie und daran vorbei gefahren.

Es fühlte sich in diesem Bereich allerdings an, wie auf einem Jahrmarkt, verstärkt wurde das durch die vielen kleine Stände mit allem an Essen und Trinken und Süßem, was das Herz begehrt ….überall rumwuselnde Menschen…kreuz und quer laufend, lachend, lebendig. ..und so voller Lebensfreude….dazu unzählige Cafès und Restaurants mit voll besetzten Außenbereichen.

Mich hat es dann doch weiter gezogen, erst später hab ich mich dann für ein Stück Käsekuchen und ein Glas Grauburgunder in einem Cafè in der Nähe niedergelassen.

Danach hab ich die HafenCitiy endgültig hinter mir gelassen und bin durch das dahinter liegende Industriegebiet geradelt…inclusive kurzer Pause an diesem alten Ladekran.

…und erst jetzt auf der Rückfahrt hab ich hier so eine Art Schnell-Radweg direkt am Wasser gefunden….vorbei an der Rückseite der riesigen Großmarkthallen…das war dann noch viel schöner zu fahren als auf dem ersten Teil. Überall wird gebaut…Hamburg ist eine Stadt die sich wirklich großflächig neu erfindet….neuen Lebensraum schafft und neue Unternehmen ansiedelt….mir ist das fast ein wenig zu viel auf einmal….aber dieses Umfeld hat schon eine besondere Atmosphäre und bietet auf etwas stillere Art, das Flair einer weltoffenen Stadt..

Wieder zurück an der Speicherstadt, ging es dann über die Brücke und quer durch die Stadt…vorbei ich feststellen musste, das viele Menschen vor lauter Freude über Wetter, Sonne und weniger Pandemie-Einschränkungen vergessen, das auf Fahrradwegen auch tatsächlich Fahrräder unterwegs sind…ohne zu schauen….einfach mal vor die Fahrräder laufen….zum Glück konnte ich alle Kollisionsgefahren rechtzeitig erahnen und daher vermeiden.

Das letzte Teilstück war dann noch mal so richtig steil bergauf….hahaha – bis ich dann wieder oberhalb des Fischmarktes beim Auto ankam.

Die gesamte Fahrt über war es angenehm windig…was bei der Wärme sogar bei mir gut ankam. Auch heute waren es wieder 22km….dafür aber quer durch die Stadt.

Hmmm …. beim nächsten Mal möchte ich aber endlich mal eine längere Strecke radeln, aktuell pendel ich immer so zwischen 22-25km, so langsam muss ich mich mal wieder steigern….dann aber lieber in der Natur….das ist ja das Schöne hier…ich kann mich jeden Tag neu entscheiden, was ich möchte: Großstadt, Natur, Provinzstadt….mal am Wasser, mal im Wald, mal am Kanal entlang…

Abkühlung und Aussichten

Heute Nacht kam das Gewitter…Regen, Wind, Blitz und Donner…..alles zusammen hat die stickig schwülwarme Luft vertrieben. Drinnen wie draußen….und auch jetzt ist es immer noch windig und der Himmel ist bedeckt…es sind 22 Grad und ich finde es gerade herrlich.

Ich werde jetzt gleich mal nach Hamburg fahren….Richtung Speicherstadt….ich überlege noch ob ich das Rad mit nehme….das würde meinen Bewegungsradius erheblich erweitern… leider hatte ich nicht daran gedacht es gestern Abend schon ins Auto zu packen. Es steht draußen geschützt unter dem überstehenden Rand des Hausdaches, an der wind-geschützten Seite….trotzdem wird es nass sein. Egal – wozu gibt es Lappen…

Einen kurzen Stopp werde ich noch im Büro einlegen….ich bin ja noch die nächsten Tage im Homeoffice und benötige dringend eine Abrechnung, die hoffentlich noch am Freitag angekommen ist….es war am Freitag niemand da, den ich hätte bitten können, mal nach der Post zu schauen.

Ach – am Montag Mittag hab ich endlich mein jährliches Personalgespräch, also das 1. in dieser Firma…..nachdem ich den DK-Chef dann doch freundlich dazu angeregt hatte, mit mir doch mal einen Termin zu vereinbaren. Der vorgegebene Zeit-Korridor ist sowieso schon vorbei…jetzt wird es langsam Zeit….na ich bin ja mal gespannt.

Sooo, aber jetzt ist erst einmal Sonntag und ich möchte mich nach den heißen Tagen endlich mal wieder vernünftig bewegen… mehr als 28 Grad sind heute für Hamburg auch nicht angesagt….also sollte es ganz erträglich sein…

Tagesausflug: Hohes Elbufer

Sonntag ging es mal wieder an die Elbe….es war zuerst diesig und auch nicht sooo warm, also bin ich am Vormittag los….mit dem Auto bis Blankenese….von dort durch das Treppenviertel bis runter an die Elbe. Und tatsächlich hat das noch trübe Wetter nicht ganz so viele Menschen ans Elbufer gelockt.

Zum ersten Mal in diesem Jahr bin ich eine ganze Weile barfuß durch das seichte Wasser am Strand gelaufen….obenrum aber immer noch mit Jacke an….das hat Spaß gemacht und es fühlte sich auch gleich nach Urlaub an.

Ich bin in Richtung Wedel gelaufen….also weg von Hamburg…zwischendurch hab ich mich im Sand niedergelassen und dabei Wasser und Wellen zugeschaut…..irgendwann klarte das Wetter auf und es wurde sofort voller….also hab ich auf Höhe es alten Wasserwerks den Strand verlassen und dafür den Waldpark erklommen….Im wahrsten Sinne…denn es ging erst einmal bergauf.

Auf 3/4 Höhe verlief der schmale Weg dann parallel zur Elbe….und das war so richtig schön….quasi mitten im Wald. Dabei waren ringsum viele riesige Anwesen mit großen Wald-und Grünflächen….aber alles fügte sich harmonisch zu einer Gesamtfläche….auf der Strecke waren ein paar Parks …es ging über Holzbrücken (um Privat-Anwesen zu überqueren)…und es gab auch immer wieder kleine Abzweigungen zu höheren oder niedriger gelegenen Wegen.

Ich hab jedoch versucht dem sich schlängenden Weg immer auf dieser Höhe zu folgen….Die meiste Zeit lag der Weg auch so einsam, das mir niemand begegnet ist…..

Je näher ich allerdings wieder nach Blankenese und in die Nähe von größeren Seitenwegen kam, umso öfter waren auch Spaziergänger unterwegs und manchmal sogar Radfahrer.

Trotzdem hatte ich größtenteils das Gefühl, diese Pracht ganz für mich alleine zu haben.

Später am Auto angekommen waren es tatsächlich nur knappe 9 km…es fühlte sich aber nach einem ganzen Urlaubstag an …..so abwechslungsreich und unerwartet schön war dieser Ausflug.

Den Rest des Tages hab ich die Anstrengung durch das bergauf-und bergab Laufen doch gemerkt….hahahaha, also hab ich auf die obligatorische Abendrunde verzichtet und es mir stattdessen auf der Couch bequem gemacht.

Feierabend-Vergnügen: Stillstand

Wie kann man doch schön seinen Feierabend verbringen, nachdem man das Büro verlassen hat: Einen Spaziergang gleich vor der Bürotür starten z.B. in Richtung Ottensen oder noch eben einen kleinen Einkauf erledigen….man kann sich in den nahen Park setzen und das mehr oder weniger schöne Wetter geniessen.

..und es gibt Feierabende da wünschte ich, ich wäre im Homeoffice geblieben….denn meinen Feierabend habe ich in einer kleinen Seitenstraße mitten in Hamburg verbracht….es ging nichts vorwärts und auch nichts rückwärts und eine Seitwärtsbewegung war ebenfalls ausgeschlossen….also auch den Wagen kurzfristig einfach zu Parken und etwas anderes zu machen, war unmöglich. Da sich ja NICHTS auf den Straßen bewegte konnte auch keine Parklücke frei werden.

So stand ich für die nächsten 2 Stunden ca. 400m Luftlinie vom Büro entfernt, mitten in Hamburg-Bahrenfeld und habe mich in dieser Zeit nur wenige Meter vorwärts bewegen können. Denn die Seitenstraße führte auf eine etwas größere Seitenstraße und diese hatte mehrere andere Seitenstraßen aus denen überall Autos tröpfelten….wenn man denn mal ein paar Meter vorfahren konnte….und erst viiiiieeeeeelllll später gab es die Abbiegung nach Links…..auf die zweispurige Hauptstraße …die ja auch Stillstand hatte.

Hamburg war durch einen 25km langen Stau vor dem Elbtunnel (von Norden nach Süden), einem Unfall und den vielen Baustellen so überlastet, das auch alle Ausweichstrecken und Schleichwege einfach dicht waren. Es ging gar nichts mehr.

Also blieb mir nur tief durch zu Atmen und Online-Zeitung zu lesen ….später hab ich dann mein Hörbuch weiter gehört…..zwischendurch noch Nachrichten. Durchschnittlich alle 5 Minuten ging es dann mal wieder ein paar Meter weiter….

Trotz dieses allgemeinen Stillstands waren die meisten Autofahrer echt nett, wenn man es denn mal geschafft hatte, aus einer der Seitenstraße auf die nächste Straße vor zurollen und ließen einem quasi im Reißverschluss-Verfahren auch vor und das an JEDER Einmündung.

Die meisten Autofahrer sind hier nicht nur entspannter als in Frankfurt, sondern auch hilfsbereiter…der nette ältere Bulli-Fahrer mit ausländischem Aussehen, der mich am Anfang mittels einer freundlichen Geste vorgewunken hatte, hat am Ende so viele Autos vorgelassen, das ich den eigentlich hohen auffälligen Bulli dann gar nicht mehr sehen konnte, soweit ist er dadurch zurück gefallen…

Aber irgendwann ist auch das schönste Feierabend-Vergnügen einmal vorbei….und als ich es dann endlich auf die zweispurige Hauptstraße geschafft hatte, konnte ich sogar kurzerhand auf die A7 Richtung Norden einfädeln und der Verkehr lief ab da für mich reibungslos…..

Gut das ich bereits am Morgen das Auto vollgetankt hatte und gut das ich vor dem Verlassen des Büros noch einmal auf der Toilette war…hahahaha. DAS hätte sonst Beides zu einem echten Problem werden können….so mitten in Hamburg in einem Wohngebiet mit kleinen Seitenstraßen….

Interessantes Dreieck

Donnerstag nach Feierabend wollte ich noch in der Hamburger Innenstadt einen Brief beim Finanzamt direkt einwerfen…bin mit dem Auto also weit in Stadt rein gefahren, hab einen Parkplatz gefunden und bin den Rest zu Fuß gelaufen…..und prompt stand ich an einer Kreuzung, wo sich nicht nur die Straßen kreuzten, sondern vor allem die dort ansässigen Einrichtungen ein interessantes Dreieck bilden:

In der einen Ecke das Helmut-Schmidt-Haus mit „Der Zeit“, in der zweiten Ecke ein großer HSV-City Store und in der dritten Ecke das Haus von Scientology (die sich selbst als Kirche bezeichnet, in Deutschland als eingetragener Verein organisiert ist, für mich aber weiterhin eine Sekte bleibt).

Weiter bin ich dann noch zu ein paar kleinen Einkäufen im Drogeriemarkt durch die Gegend geschlendert…..und dann in einem großen Bogen wieder zurück zum Auto…..ja es macht so wieder Spaß, jetzt wo es wieder wärmer wird und auch das Leben zumindest ein bisschen weiter auftaut….

Arbeit – in geordneten Bahnen

So gaaaaanz langsam kommen die Jahresabschlüsse 2020 in geordnetes Fahrwasser…also ist gut unter Kontrolle.

Bereits 14 Stück sind jetzt in den unterschiedlichen Stadien von Vorprüfung/ Vorprüfungs-Genehmigung / Nachbuchungen / Entwurf / Entwurf-Genehmigung / endgültiger Abschluss-Bericht/ Unterschrift einholen / Archivierung …es bleiben zwar immer noch 11 Gesellschaften übrig, aber davon haben nur 2 eine wirklich relevante Größe…der Rest sind Nebenbei-Gesellschaften….sie sind einfach da, aber es passiert nicht so viel…reine Fleißarbeit ohne Herausforderung und für diese restlichen Abschlüsse hab ich auch einen lockeren Zeitplan bekommen.

Für die größte und für mich ungewöhnlichste Gesellschaft, hab ich zum Glück noch einen ganzen Monat Zeit…die kommt erst ganz zum Schluss im Zeitplan, weil noch sooo vieles ungeklärt ist….Aktuell warte ich noch auf die jetzt zugesagten Einigungen aus der Zentrale, sonst kann ich gar nicht weiter abrechnen…hahaha.

Unausweichliche UST-Termine sind auch für ALLE Gesellschaften erledigt, dazu auch noch alle anderen offiziellen Meldepflichten wie: ZM-Meldung / Z4-Meldung / Z5-Meldungen (Wem das nichts sagt…keine Sorge das brauchen die meisten Menschen auch gar nicht zu kennen).

Die letzten Wochen waren also sehr geschäftig und nun freue ich mich wieder darauf, ab jetzt wieder etwas mehr Freizeit zu haben. Also hab ich heute schon damit angefangen keine Überstunden mehr zu machen…und ab Morgen werde ich diese wieder abbauen…d.h. ich könnte z.B. in den nächsten Monaten jeden Tag eine Stunde weniger arbeiten….also könnte ich….naja…oder ich nehme mir mal den einen oder anderen Gleittag….mal sehen…..aktuell brauche ich keine zusätzlichen freien Tage…aber im Sommer wäre das noch eine Option.

Wichtig ist mir nur, das ich diesen Wendepunkt jetzt einläute. Das Arbeitspensum für alle Gesellschaften kann ich nun wesentlich besser einschätzen…jetzt wo ich in dieser Firma fast ein komplettes Buchhaltungs-Jahr hinter mir habe…man das ist krass am 1.April wird mein ersten Jahr hier in Hamburg schon rum sein. Und der vorherigen Firma hier im Norden, wo ich nur 1/2 Jahr war….also der trauere ich keine Träne nach….