Im Glashaus

Nach dem Termin beim Zahnarzt bin ich noch weiter durch Ottensen geschlendert …und bei einem kleinen Außencafé namens „Tide“ gelandet…..nur ein paar Tische und ein paar davon standen in kleinen Gewächshäusern…das fand ich witzig…

Es gab frischen Kaffee und selbstgemachten Himbeerkuchen…(zumindest haben mir 2 Frauen von einem Nachbartisch erzählt, das es ihr Lieblingskuchen ist, denn Kuchen gibt es hier immer).

Ich hab mich also mit Kaffee, Kuchen und der Zeitung in einem dieser Glashäuschen nieder gelassen…..ist echt nett dort und der Kuchen war wirklich lecker….aber insgesamt waren mir zu viele Menschen in der Stadt….war dann froh als ich wieder zuhause war

Wie ein Kreuzgang – aus Bäumen

Wie ein Kreuzgang – aus Bäumen

Die ersten beiden Tage in dieser Woche war ich wieder im Homeoffice….und bin am Morgen NICHT vorher meine Runde gelaufen…das war dann richtig komisch.

Ich hab mich so daran gewöhnt den fehlenden Arbeitsweg mit einer Walkingrunde zu kompensieren und erst dann den Computer anzuwerfen, das ich tatsächlich Schwierigkeiten hatte in diesen Arbeitstag hineinzufinden.

Montag Morgen bin ich etwas zu spät aufgestanden, es regnete dazu ziemlich dolle und ich war nervös wegen des Mitarbeitergesprächs am Mittag…also hab ich diesen Teil der Morgenroutine weggelassen und war erst spät am Abend so nach 21.30 Uhr knappe 6 km draussen.

Dienstag Morgen bin ich zwar gut aus dem Bett gekommen, aber es regnete derartig heftig, mir war kalt und ich war müde…und irgendwie konnte ich mich überhaupt nicht motivieren einen Schritt vor die Tür zu setzen…war stattdessen aber in der Mittagspause auf dem Trampolin….na immerhin etwas.

Den Altonaer Volkspark hab ich dann am Mittwoch erklommen hahaha…..na gut….so steil ist es nicht, aber je weiter man rein geht in diesen „Wald-Park“ umso höher kommt man…und weiter oben ist dann auch noch eine kleine Anhöhe mit einem Baum-Gang.

Dieser Baum-Gang geht einmal komplett um die Anhöhe herum und bildet eine komplett geschlossene kleine Baumallee. Ich liebe dieses an einen Kreuzgang anmutende Baumgewölbe…

Es stahlt für mich einfach eine beruhigende und beschützende Stille aus…ich könnte stundenlang im Kreis laufen hahaha…..hab ich aber doch nicht getan…sondern bin noch weiter rein in den Park….der an vielen Stellen mehr Wald, als Park ist….

Es war eine spontane Entscheidung hier zu laufen, da ich täglich zur und von der Arbeit daran vorbei komme….aber ich hatte mich bei meinem Outfit an diesem Tag, für weiße Turnschuhe entschieden….so konnte ich ein paar der Wege leider nicht gehen….(immerhin hatte es die Tage zuvor geregnet).

Trotzdem war es wunderschön….leicht kühl, und nur wenig Menschen …eine schöne Erholung.

Radtour – Hamburgs Industrie-Seite

Neben der schönen Seite für die Touristen, hat Hamburg aber noch Seiten, die anders sind…aber auch schön.

Lässt man Michel, Fischmarkt, Landungsbrücken und die Speicherstadt einmal hinter sich, dann kommt man irgendwann zur robusteren Seite dieser schönen Hansestadt.

Zum Glück hab ich mich heute doch für das Rad entschieden. Gestartet oberhalb vom Fischmarkt bin ich an der Elbe entlang bis zur Elbphilharmonie und daran vorbei gefahren.

Es fühlte sich in diesem Bereich allerdings an, wie auf einem Jahrmarkt, verstärkt wurde das durch die vielen kleine Stände mit allem an Essen und Trinken und Süßem, was das Herz begehrt ….überall rumwuselnde Menschen…kreuz und quer laufend, lachend, lebendig. ..und so voller Lebensfreude….dazu unzählige Cafès und Restaurants mit voll besetzten Außenbereichen.

Mich hat es dann doch weiter gezogen, erst später hab ich mich dann für ein Stück Käsekuchen und ein Glas Grauburgunder in einem Cafè in der Nähe niedergelassen.

Danach hab ich die HafenCitiy endgültig hinter mir gelassen und bin durch das dahinter liegende Industriegebiet geradelt…inclusive kurzer Pause an diesem alten Ladekran.

…und erst jetzt auf der Rückfahrt hab ich hier so eine Art Schnell-Radweg direkt am Wasser gefunden….vorbei an der Rückseite der riesigen Großmarkthallen…das war dann noch viel schöner zu fahren als auf dem ersten Teil. Überall wird gebaut…Hamburg ist eine Stadt die sich wirklich großflächig neu erfindet….neuen Lebensraum schafft und neue Unternehmen ansiedelt….mir ist das fast ein wenig zu viel auf einmal….aber dieses Umfeld hat schon eine besondere Atmosphäre und bietet auf etwas stillere Art, das Flair einer weltoffenen Stadt..

Wieder zurück an der Speicherstadt, ging es dann über die Brücke und quer durch die Stadt…vorbei ich feststellen musste, das viele Menschen vor lauter Freude über Wetter, Sonne und weniger Pandemie-Einschränkungen vergessen, das auf Fahrradwegen auch tatsächlich Fahrräder unterwegs sind…ohne zu schauen….einfach mal vor die Fahrräder laufen….zum Glück konnte ich alle Kollisionsgefahren rechtzeitig erahnen und daher vermeiden.

Das letzte Teilstück war dann noch mal so richtig steil bergauf….hahaha – bis ich dann wieder oberhalb des Fischmarktes beim Auto ankam.

Die gesamte Fahrt über war es angenehm windig…was bei der Wärme sogar bei mir gut ankam. Auch heute waren es wieder 22km….dafür aber quer durch die Stadt.

Hmmm …. beim nächsten Mal möchte ich aber endlich mal eine längere Strecke radeln, aktuell pendel ich immer so zwischen 22-25km, so langsam muss ich mich mal wieder steigern….dann aber lieber in der Natur….das ist ja das Schöne hier…ich kann mich jeden Tag neu entscheiden, was ich möchte: Großstadt, Natur, Provinzstadt….mal am Wasser, mal im Wald, mal am Kanal entlang…

Abkühlung und Aussichten

Heute Nacht kam das Gewitter…Regen, Wind, Blitz und Donner…..alles zusammen hat die stickig schwülwarme Luft vertrieben. Drinnen wie draußen….und auch jetzt ist es immer noch windig und der Himmel ist bedeckt…es sind 22 Grad und ich finde es gerade herrlich.

Ich werde jetzt gleich mal nach Hamburg fahren….Richtung Speicherstadt….ich überlege noch ob ich das Rad mit nehme….das würde meinen Bewegungsradius erheblich erweitern… leider hatte ich nicht daran gedacht es gestern Abend schon ins Auto zu packen. Es steht draußen geschützt unter dem überstehenden Rand des Hausdaches, an der wind-geschützten Seite….trotzdem wird es nass sein. Egal – wozu gibt es Lappen…

Einen kurzen Stopp werde ich noch im Büro einlegen….ich bin ja noch die nächsten Tage im Homeoffice und benötige dringend eine Abrechnung, die hoffentlich noch am Freitag angekommen ist….es war am Freitag niemand da, den ich hätte bitten können, mal nach der Post zu schauen.

Ach – am Montag Mittag hab ich endlich mein jährliches Personalgespräch, also das 1. in dieser Firma…..nachdem ich den DK-Chef dann doch freundlich dazu angeregt hatte, mit mir doch mal einen Termin zu vereinbaren. Der vorgegebene Zeit-Korridor ist sowieso schon vorbei…jetzt wird es langsam Zeit….na ich bin ja mal gespannt.

Sooo, aber jetzt ist erst einmal Sonntag und ich möchte mich nach den heißen Tagen endlich mal wieder vernünftig bewegen… mehr als 28 Grad sind heute für Hamburg auch nicht angesagt….also sollte es ganz erträglich sein…

Tagesausflug: Hohes Elbufer

Sonntag ging es mal wieder an die Elbe….es war zuerst diesig und auch nicht sooo warm, also bin ich am Vormittag los….mit dem Auto bis Blankenese….von dort durch das Treppenviertel bis runter an die Elbe. Und tatsächlich hat das noch trübe Wetter nicht ganz so viele Menschen ans Elbufer gelockt.

Zum ersten Mal in diesem Jahr bin ich eine ganze Weile barfuß durch das seichte Wasser am Strand gelaufen….obenrum aber immer noch mit Jacke an….das hat Spaß gemacht und es fühlte sich auch gleich nach Urlaub an.

Ich bin in Richtung Wedel gelaufen….also weg von Hamburg…zwischendurch hab ich mich im Sand niedergelassen und dabei Wasser und Wellen zugeschaut…..irgendwann klarte das Wetter auf und es wurde sofort voller….also hab ich auf Höhe es alten Wasserwerks den Strand verlassen und dafür den Waldpark erklommen….Im wahrsten Sinne…denn es ging erst einmal bergauf.

Auf 3/4 Höhe verlief der schmale Weg dann parallel zur Elbe….und das war so richtig schön….quasi mitten im Wald. Dabei waren ringsum viele riesige Anwesen mit großen Wald-und Grünflächen….aber alles fügte sich harmonisch zu einer Gesamtfläche….auf der Strecke waren ein paar Parks …es ging über Holzbrücken (um Privat-Anwesen zu überqueren)…und es gab auch immer wieder kleine Abzweigungen zu höheren oder niedriger gelegenen Wegen.

Ich hab jedoch versucht dem sich schlängenden Weg immer auf dieser Höhe zu folgen….Die meiste Zeit lag der Weg auch so einsam, das mir niemand begegnet ist…..

Je näher ich allerdings wieder nach Blankenese und in die Nähe von größeren Seitenwegen kam, umso öfter waren auch Spaziergänger unterwegs und manchmal sogar Radfahrer.

Trotzdem hatte ich größtenteils das Gefühl, diese Pracht ganz für mich alleine zu haben.

Später am Auto angekommen waren es tatsächlich nur knappe 9 km…es fühlte sich aber nach einem ganzen Urlaubstag an …..so abwechslungsreich und unerwartet schön war dieser Ausflug.

Den Rest des Tages hab ich die Anstrengung durch das bergauf-und bergab Laufen doch gemerkt….hahahaha, also hab ich auf die obligatorische Abendrunde verzichtet und es mir stattdessen auf der Couch bequem gemacht.

Feierabend-Vergnügen: Stillstand

Wie kann man doch schön seinen Feierabend verbringen, nachdem man das Büro verlassen hat: Einen Spaziergang gleich vor der Bürotür starten z.B. in Richtung Ottensen oder noch eben einen kleinen Einkauf erledigen….man kann sich in den nahen Park setzen und das mehr oder weniger schöne Wetter geniessen.

..und es gibt Feierabende da wünschte ich, ich wäre im Homeoffice geblieben….denn meinen Feierabend habe ich in einer kleinen Seitenstraße mitten in Hamburg verbracht….es ging nichts vorwärts und auch nichts rückwärts und eine Seitwärtsbewegung war ebenfalls ausgeschlossen….also auch den Wagen kurzfristig einfach zu Parken und etwas anderes zu machen, war unmöglich. Da sich ja NICHTS auf den Straßen bewegte konnte auch keine Parklücke frei werden.

So stand ich für die nächsten 2 Stunden ca. 400m Luftlinie vom Büro entfernt, mitten in Hamburg-Bahrenfeld und habe mich in dieser Zeit nur wenige Meter vorwärts bewegen können. Denn die Seitenstraße führte auf eine etwas größere Seitenstraße und diese hatte mehrere andere Seitenstraßen aus denen überall Autos tröpfelten….wenn man denn mal ein paar Meter vorfahren konnte….und erst viiiiieeeeeelllll später gab es die Abbiegung nach Links…..auf die zweispurige Hauptstraße …die ja auch Stillstand hatte.

Hamburg war durch einen 25km langen Stau vor dem Elbtunnel (von Norden nach Süden), einem Unfall und den vielen Baustellen so überlastet, das auch alle Ausweichstrecken und Schleichwege einfach dicht waren. Es ging gar nichts mehr.

Also blieb mir nur tief durch zu Atmen und Online-Zeitung zu lesen ….später hab ich dann mein Hörbuch weiter gehört…..zwischendurch noch Nachrichten. Durchschnittlich alle 5 Minuten ging es dann mal wieder ein paar Meter weiter….

Trotz dieses allgemeinen Stillstands waren die meisten Autofahrer echt nett, wenn man es denn mal geschafft hatte, aus einer der Seitenstraße auf die nächste Straße vor zurollen und ließen einem quasi im Reißverschluss-Verfahren auch vor und das an JEDER Einmündung.

Die meisten Autofahrer sind hier nicht nur entspannter als in Frankfurt, sondern auch hilfsbereiter…der nette ältere Bulli-Fahrer mit ausländischem Aussehen, der mich am Anfang mittels einer freundlichen Geste vorgewunken hatte, hat am Ende so viele Autos vorgelassen, das ich den eigentlich hohen auffälligen Bulli dann gar nicht mehr sehen konnte, soweit ist er dadurch zurück gefallen…

Aber irgendwann ist auch das schönste Feierabend-Vergnügen einmal vorbei….und als ich es dann endlich auf die zweispurige Hauptstraße geschafft hatte, konnte ich sogar kurzerhand auf die A7 Richtung Norden einfädeln und der Verkehr lief ab da für mich reibungslos…..

Gut das ich bereits am Morgen das Auto vollgetankt hatte und gut das ich vor dem Verlassen des Büros noch einmal auf der Toilette war…hahahaha. DAS hätte sonst Beides zu einem echten Problem werden können….so mitten in Hamburg in einem Wohngebiet mit kleinen Seitenstraßen….

Interessantes Dreieck

Donnerstag nach Feierabend wollte ich noch in der Hamburger Innenstadt einen Brief beim Finanzamt direkt einwerfen…bin mit dem Auto also weit in Stadt rein gefahren, hab einen Parkplatz gefunden und bin den Rest zu Fuß gelaufen…..und prompt stand ich an einer Kreuzung, wo sich nicht nur die Straßen kreuzten, sondern vor allem die dort ansässigen Einrichtungen ein interessantes Dreieck bilden:

In der einen Ecke das Helmut-Schmidt-Haus mit „Der Zeit“, in der zweiten Ecke ein großer HSV-City Store und in der dritten Ecke das Haus von Scientology (die sich selbst als Kirche bezeichnet, in Deutschland als eingetragener Verein organisiert ist, für mich aber weiterhin eine Sekte bleibt).

Weiter bin ich dann noch zu ein paar kleinen Einkäufen im Drogeriemarkt durch die Gegend geschlendert…..und dann in einem großen Bogen wieder zurück zum Auto…..ja es macht so wieder Spaß, jetzt wo es wieder wärmer wird und auch das Leben zumindest ein bisschen weiter auftaut….

Arbeit – in geordneten Bahnen

So gaaaaanz langsam kommen die Jahresabschlüsse 2020 in geordnetes Fahrwasser…also ist gut unter Kontrolle.

Bereits 14 Stück sind jetzt in den unterschiedlichen Stadien von Vorprüfung/ Vorprüfungs-Genehmigung / Nachbuchungen / Entwurf / Entwurf-Genehmigung / endgültiger Abschluss-Bericht/ Unterschrift einholen / Archivierung …es bleiben zwar immer noch 11 Gesellschaften übrig, aber davon haben nur 2 eine wirklich relevante Größe…der Rest sind Nebenbei-Gesellschaften….sie sind einfach da, aber es passiert nicht so viel…reine Fleißarbeit ohne Herausforderung und für diese restlichen Abschlüsse hab ich auch einen lockeren Zeitplan bekommen.

Für die größte und für mich ungewöhnlichste Gesellschaft, hab ich zum Glück noch einen ganzen Monat Zeit…die kommt erst ganz zum Schluss im Zeitplan, weil noch sooo vieles ungeklärt ist….Aktuell warte ich noch auf die jetzt zugesagten Einigungen aus der Zentrale, sonst kann ich gar nicht weiter abrechnen…hahaha.

Unausweichliche UST-Termine sind auch für ALLE Gesellschaften erledigt, dazu auch noch alle anderen offiziellen Meldepflichten wie: ZM-Meldung / Z4-Meldung / Z5-Meldungen (Wem das nichts sagt…keine Sorge das brauchen die meisten Menschen auch gar nicht zu kennen).

Die letzten Wochen waren also sehr geschäftig und nun freue ich mich wieder darauf, ab jetzt wieder etwas mehr Freizeit zu haben. Also hab ich heute schon damit angefangen keine Überstunden mehr zu machen…und ab Morgen werde ich diese wieder abbauen…d.h. ich könnte z.B. in den nächsten Monaten jeden Tag eine Stunde weniger arbeiten….also könnte ich….naja…oder ich nehme mir mal den einen oder anderen Gleittag….mal sehen…..aktuell brauche ich keine zusätzlichen freien Tage…aber im Sommer wäre das noch eine Option.

Wichtig ist mir nur, das ich diesen Wendepunkt jetzt einläute. Das Arbeitspensum für alle Gesellschaften kann ich nun wesentlich besser einschätzen…jetzt wo ich in dieser Firma fast ein komplettes Buchhaltungs-Jahr hinter mir habe…man das ist krass am 1.April wird mein ersten Jahr hier in Hamburg schon rum sein. Und der vorherigen Firma hier im Norden, wo ich nur 1/2 Jahr war….also der trauere ich keine Träne nach….

Schlafanzug und ein Glas Wein

Schlafanzug und ein Glas Wein

Diese Woche war ich mehr als gut beschäftigt und nicht immer war ich so ausgeglichen, wie ich gerne wäre….ich hab gleich an mehreren Tagen mit ausgiebigen IT-Problemen zu kämpfen gehabt.

Heute z.B.: nach regem E-Mail-Austausch zwischen einem Kollegen vom Helpdesk und mir, um den wichtigsten Report endlich wieder ans Laufen zu bekommen, kam dann nach 2 Stunden auf einmal keine Antwort mehr….der Kollege hat inzwischen stillschweigend sein Wochenende eingeläutet….nun …. okay …. hmmm …. Dann eben Montag…da hab ich meinen 1. Abgabetermin und dazu benötige ich diesen Report.

Also hab ich an diversen anderen Problemen und Problemchen weiter gearbeitet…hab gerade ausreichend davon auf dem Tisch…..alles keine großen Sachen, müssen aber erledigt werden….

Und ich bin auch gleich wieder mit unserer Software aneinander gestoßen….die machte nicht das, was sie sollte…und wieder hab ich nicht verstanden, warum diese nicht der allgemein gültigen Buchungs-Logik meines Berufstandes folgte…nach einem telefonischen Hilfeschrei in Richtung des Controllers, hat er mir die „Logik“ unserer Software vermittelt….

….ja prima, nicht schön – aber ich hab es verstanden…..damit konnte ich dann jetzt in 2021, mit Blick auf das Abschlussjahr 2020, die Fehler aus dem Jahr 2019 nun endlich korrigieren…an dieser Stelle hab ich die stringente Logik von SAP mal wieder schmerzlich vermisst.

Dann musste das Buchhaltungsprogramm notfallmässig runter gefahren werden…angeblich nur für 10 Minuten…das dauerte dann doch erheblich länger….danach startete das Bankprogramm nicht mehr….seufz….

Aber dann endlich konnte ich einen großen Schwung reibungslos abarbeiten….und am Ende des Tages hatte ich doch mehr geschafft, als gedacht – aber dafür hab ich auch länger gearbeitet und es hat sich gelohnt….DAS war dann doch noch ein guter Abschluss für diese Arbeitswoche…

Den Feierabend hab ich dann noch genutzt um an den Landungsbrücken ein Fischbrötchen zu angeln (EIN einziger Imbiss hatte tatsächlich geöffnet) und um einen kleinen Spaziergang zu unternehmen….mehr mache ich heute nicht.

Die Woche war anstrengend, aber letztlich gut und heute Abend sitze ich gemütlich im Schlafanzug unter der Wolldecke, bei Kerzenschein, einem Glas Wein und einen spannenden Krimi…und freue mich auf das Wochenende….Zum Wohl !

Stein ist härter

Was gibt es Schöneres als einen Samstag NICHT einkaufen gehen zu müssen?… nicht einkaufen und bei dem trüben Wetter überhaupt nicht vor die Tür gehen zu müssen.

Es war also bisher ein ruhiger, gemütlicher Samstag Zuhause im Warmen…hab gekocht, aufgeräumt, gewaschen und was man sonst so macht und erst als es Draussen dunkel wurde, wurde ich unruhig…ich wollte doch noch zu einer Walking-Runde raus an die frische Luft.

Also flugs umgezogen, die Lichter geschnappt und los ging es. Erst einmal ins Auto und bis zum Elbufer in der Nähe von Blankenese gefahren. Das letzte Mal was es so schön, spät am Abend und bei Nebel…jetzt wollte ich dort noch einmal laufen…dieses Mal ohne Nebel….

Und es war auch zuerst ein toller Ausflug….dunkel aber ohne Nebel konnte ich die Lichter und Industrieanlagen auf der anderen Seite der Elbe viel besser erkennen:

Ich bin ein ganzes Stück weiter gelaufen, als beim letzten Mal..

.und irgendwann kam ich auf die TOLLE Idee, auf dem Rückweg eine Weile direkt am Elbstrand zu laufen…..hmmmm….direkt an der Wasserlinie war eine Art Betonsteg und auch ohne die Taschenlampe hatte ich genügend Licht….

….aber dann war der Betonsteg zu Ende und ich musste auf dem Sand weiter laufen. Was ich leider in der Dunkelheit nicht sehen konnte, direkt unter dem Sand waren große unebene Steine…und bereits mit dem 2. Schritt stolperte ich über einen…konnte mich noch auffangen und stolperte sofort über den Nächsten….

soooo und dann musste ich unbedingt mit meinem Rechten Knie auf einen weiteren Stein prallen und schon lag ich im Sand …..Der Aufprall mit dem Knie war heftig….und ich brauchte eine kurze Weile um mich überhaupt aufzusetzen zu können. Ich jammerte laut vor Schmerzen, wusste aber noch nicht, wo genau der Schmerz eigentlich herkam…und mein 1. Gedanke, als ich wieder denken konnte, war: und ich muss noch ca. 4,5km zurück zum Auto laufen.

Aber noch lag ich im Sand….zum Glück auf der Seite…denn erst so nach und nach merkte ich das meine Hose am Bein zerrissen war und ich eine offene Wunde hatte, die blutete. Nun gut, also bin ich langsam aufgestanden, humpelte jammernd zu einer Treppe in der Nähe, setzte mich hin und hab erst einmal meine Wunde mithilfe der Taschenlampe, die ich immer noch in der Hand hatte, begutachtet.

Alles halb so wild…die Wunde war zum Glück unterhalb der Kniescheibe und ich hab bereits bei den wenigen Schritten bemerkt, das ich beim Laufen das Knie normal beugen kann….es ist nichts gebrochen und scheinbar gibt es auch keinen sonstigen gravierenden Schaden rund um das Knie.

Na ,mit offenen Schürfwunden kenne ich mich ja inzwischen ganz gut aus. Doch jetzt war es schade, das ich dieses Mal nicht meinen Rucksack dabei hatte und damit hatte ich also weder Wasser, noch mein kleines Notfallpack dabei. Konnte die Wunde also weder säubern, noch irgendwie abdecken.

Und immer noch lagen ca. 4,5 Km zwischen mir und meinem Auto. Nun ist der Museumshafen von Hamburg nicht in der Einöde oder in der Wildnis. Ich hätte also ohne weiteres in einen Bus steigen, oder mir ein Taxi nehmen können (zumindest hatte ich etwas Geld dabei)…aber das war für mich überhaupt keine Option, solange ich überhaupt noch laufen kann.

Also bin ich, ohne Wundversorgung, einfach wieder auf die Promenade gegangen und hab einen Fuß vor den Anderen gesetzt und schon nach einer kurzen Weile hatte ich wieder meinen üblichen Rhythmus und bin tatsächlich bis zum Auto zurück gelaufen.

Erst Zuhause hab ich die Wunde dann von Sand und Blut gereinigt und mir einen Verband anlegt…mir ging es ja soweit gut, also hab ich nicht einmal eine Schmerztablette genommen. Die Nacht war allerdings so gar nicht erholsam….als Seitenschläfer wusste ich nicht, wie ich mich positionieren sollte…und das Bein tat einfach mit jeder Bewegung weh….na das kann ja heiter werden.

Bei Morgengrauen hab ich endlich Schmerztabletten genommen und seitdem geht es besser….Später hab ich den blutgetränkten Verband abgemacht, die Wunde noch einmal gesäubert, Wund-und Heilsalbe vorsichtig darüber verteilt und neu verbunden.

Und jetzt? Jetzt geht es mir wieder gut. Kann das Bein beugen und strecken, kann liegen und laufen und habe fast keine Schmerzen mehr. Ich hatte mir schon kurzzeitig Sorgen gemacht.

Na immerhin waren es an diesem Tag insgesamt knappe 11,5km die ich gelaufen bin.