Urlaubs-Start – Sommerurlaub

Wer in den Urlaub fährt, hat ja meistens eine Vorstellung davon, was er erleben möchte. Es wird geplant, voraus gedacht und geträumt…eine gewisse Erwartungshaltung macht sich breit….und je mehr man plant, umso weniger Spielräume bleibt für Unvorhergesehenes.

Wenn jemand eine Reise tut, so kann er was erzählen. Drum nähme ich den Stock und Hut und tät das Reisen wählen.“

Matthias Claudius (1740-1815) 

So hab ich in den letzten Jahren für die Urlaube, fast nie etwas wirklich geplant….bzw. nur eine extrem grobe Grundplanun gemacht. Das führt manchmal dazu, das es dann Vorort aufgrund fehlender Feinplanung etwas holprig wird, bietet andererseits auch unerwartet tolle und spannende Erlebnisse.

Was ich im Voraus für meinen 3-Tage Urlaub in Cuxhaven wirklich geplant und damit auch gebucht hatte, war die Unterkunft in einem Ferienzimmer und zwei Wattwanderungen. Alles Andere wird sich finden.

In der Nacht vor der Fahrt nach Cuxhaven, hab ich kaum schlafen können, denn auf einmal kamen die schlechten Erinnerungen an das Ferienzimmer in Hessen zurück, in dem ich die letzten 14Tage gelebt habe, bevor ich nach Schleswig-Holstein gezogen bin….und mit der Erinnerung an diese wirklich merkwürdige Unterbringung, kamen eben auch einige andere Erinnerungen zurück.

Aber ich wollte mir den Urlaub nicht schon vor der Fahrt mit schlechten Erinnerungen aus der Vergangenheit vermiesen…immerhin hab ich mit diesem Ferienzimmer die Möglichkeit mit einer hoffentlich positiven Erfahrung, die Negative aus 2019 zu überlagern. Bange machen gilt nicht.

Bereits einen Abend zuvor hab ich das Fahrrad ins Auto geladen und die Tasche mit den Schuhen. Morgens kamen dann noch die Reisetasche, Proviantkorb und Wanderrucksack hinzu.

Erster Anlaufpunkt war in 50km die Fähre in Glückstadt…rüber nach Wischhafen….durch die nicht so erholsame Nacht, bin ich erst viel später losgefahren, als ursprünglich anvisiert…aber immerhin ist Urlaub und es gab keinen Zeitdruck….Die Fähre fährt ja alle 30 Minuten.

Um 9:15 Uhr war ich aber bereits auf der Fähre….und das komplett ohne Wartezeit.

Aktuell wird für alle Fahrzeuge ein Treibstoffkosten-Aufschlag von 1,00 EUR zusätzlich erhoben, was bedeutete das ich jetzt insgesamt für mein Auto (7,00) und mich (2,50) insgesamt 10,50 EUR bezahlen musste. Dafür hab ich ber immerhin 120km Umweg eingespart, was bei meinem Auto und den aktuellen Spritpreisen auch ca. 13,50 EUR kosten würde.

Ich mag diese Fahrt auf der Fähre, das ist schon gleich zu Anfang ein Highlight und signalisiert DAS hier, das ist etwas Besonderes – Urlaub.

Nach der Fähre waren es dann auch nur noch knappe 43km bis nach Cuxhaven. Die Fahrt lief recht entschleunigt, da ich in einem Pulk von Autos hinter einem LKW herfuhr und auch keine Veranlassung sah mich irgendwie zu hetzen.

Das Ferienzimmer konnte ich erst am Mittag beziehen, so fuhr ich direkt in die Innenstadt, stellte das Auto ab und die Stadt zu Fuß erkundet.

Der Himmel war wolkenlos, die Sonne gnadenlos …ein Prachtwetter…für viele Jedenfalls…für mich war das Thermometer jetzt überhalb meiner persönlichen Wohlfühlgrenze……ohhha und es soll ja noch heißer werden. Gegen Mittag hab ich mich in einem etwas Abseits gelegen Restaurant mit schattigem Außenbereich niedergelassen und ein ziemlich leckeres Club-Sandwich genossen…bis es Zeit wurde zu meiner Unterkunft zu fahren.

Das Ferienzimmer war dann auch ganz gut….es gab sogar Geschirr, Waserkocher und Kaffeemaschine…und diverse Mülleimer, die man auch benutzen durfte….hahaha….es gab Kühlschrank und Mikrowelle und einen Gemeinschaftsraum, im Bad wurde sogar ein Fön zur Verfügung gestellt …und in den Zimmern gab es sogar Tische und Stühle….jawohl….und auch einen Fernseher. Klingt lustig, aber all das gab es NICHT in dem Ferienzimmer in dem ich vor 3 Jahren 14 Tage gewohnt hatte…..dort gab es nur ein Bett, ein Stuhl und eine Kommode ohne Einlegeböden….

(hier der alte Beitrag aus September 2019 – : Zuhause auf Zeit- 2.Teil )

Nun, mit der Gewissheit in dieser Unterkunft zwei Nächte verbringen zu können, bin ich dann zum Schloss Ritzebüttel gefahren….das klingt jetzt gewaltig…ist aber eher ein unspektakuläres Gebäude…

…dafür mit einem schönen Schlossgarten mit vielen Bäumen und einem Scloßrestaurant mit Außenbereich an der Seite, wo dann auch endlich mal wieder etwas Wind spürbar war.

Das Thermometer war inzwischen bei 32 Grad angekommen und ich hatte das Gefühl gegrillt zu werden….aber im schattigen Aussenbereich mit einem kühlen Getränk hatte ich zumindest das Gefühl, wieder besser atmen zu können…..