Spannungsbogen – Abgabetermine

Die ganze Woche freue ich mich schon auf dieses Wochenende…..und jetzt ENDLICH ….es ist Wochenende.

Was so besonderes ist an diesem Wochenende? NICHTS – absolut nichts.

Und genau das ist es, was ich ich jetzt brauche. Keine Termine, keine Hektik, keine Verabredungen…nichts außer dem, was ich jetzt möchte…Ruhe, Sport machen und mich entspannen.

Wie erwartet, war diese Woche beruflich noch einmal zeitlich herausfordernd: Montag und Dienstag war jeweils ein Jahresabschluss fällig, Donnerstag gleich 2 an einem Tag und gleichzeitig noch die UST-Voranmeldungen für alle Gesellschaften für Dezember/ 4.Quartal 2021…dazu die monatlichen ZM-Meldungen, Z4-Meldungen und für die Monatszahler noch die jährliche UST-Sondervorauszahlung 2022.

Für die Jahresabschlüsse der letzten Woche kamen von den Freigebern noch die letzten Anmerkungen, dann musste ich alle Daten und Nachweise für die Wirtschaftsprüfer zusammen stellen und versenden und von Denen kamen für die ersten Gesellschaften der Vorwoche, auch schon die letzten Anpassungen…dazu noch die Tagesarbeit und die Sonderarbeit mit dem Statistischen Bundesamt für die dänische Kollegin….und gestern war dann auch noch der Jahresabschluss für eine meiner beiden „neuen“ Gesellschaften fällig…da musste ich mich erst einmal noch in die Besonderheiten einarbeiten und die Sheets etwas…naja…nach arbeiten, weil der Kollege in den letzten Monaten keine Zeit mehr gefunden hatte sich darum zu kümmern.

Um 15;48 Uhr hab ich dann auch diese Gesellschaft als „zur Prüfung bereit“ melden können….und das trotz unseres 2-Stunden-Meetings am Vormittag…wie gewohnt hab ich nur mit einem Ohr zugehört und währenddessen weiter gearbeitet….es gab eigentlich nur ein Thema das mich auch betrifft und das sind unsere aktuellen Corona-Regeln…..aus gegebenem Anlass saß ich nämlich am Freitag als EINZIGE im Büro in Hamburg.

SO – Geschafft – fertig für diese Woche!!

Bei jeder guten Erzählung wird langsam ein Spannungsbogen aufgebaut, der steigert sich und steigert sich, bis die gesamte Spannung mit Erreichen des Erzählhöhepunkt schlagartig abfällt.

Genau so fühle ich mich…der Spannungshöhepunkt war Donnerstag mit den Steuerterminen und noch Freitag mit der neuen Gesellschaft …. … …. und jetzt der Druck raus….und ich kann mich entspannen.

Alle Jahresabschlüsse, die jetzt noch kommen (Bis Mitte März muss ich alle Gesellschaften fertig haben) finden nicht mehr unter so einem Druck statt….sind zeitlich entzerrt und kollidieren auch nicht mit anderen dringenden Terminen.

Und deshalb freue ich mich so auf dieses Wochenende…..und sitze jetzt mit frischem Kaffee und frischen selbst gebackenen Brötchen am Esstisch und schaue in den blauen Himmel draußen….es sind frostige 1 Grad…egal…Hauptsache blauer Himmel und die Sonne scheint….und es ist Wochenende…nur für den Fall, das ich es noch nicht oft genug erwähnt habe hihi.

…Der Sekt steht im Kühlschrank

An beiden Tagen in dieser Woche war ich wieder Morgens, vor dem Homeoffice, walken. Noch nicht die ganz großen Runden, aber immerhin jeweils ca. 45 Minuten: der Fuß hält.

Muskelkater hab ich übrigens vom Kajak fahren am Sonntag, dann doch nicht bekommen. Was ich interessant finde….auf der anderen Seite trainiere ich Arme und Oberkörper ja auch sehr regelmäßig mit Gewichten.

Die Arbeitstage waren zwar lang….aber ich hab wieder genügend Energien und so waren sie nicht nur lang, sondern vor allem erfolgreich….und mein Lieblings-Wirtschaftsprüfer hat es quasi mit dem Gong-Schlag zu seinem Urlaub tatsächlich noch geschafft mit der Prüfung für 2020 fertig zu werden.

Ein wenig war ich besorgt, denn das ging ja wirklich sehr schnell….und das bei der komplexen Datenlage.. hab dann seinen Abschluss-Entwurf durch gearbeitet und nun sehe ich zum 1. Mal die übernommenen Zahlen aus 2019 von bisherigen Steuerbüro und meine Zahlen aus 2020 zusammen gestellt von unserem Wirtschaftsprüfer (WP)…also waren 3 verschiedene Computer-Systeme mit unterschiedlichen Kontenrahmen und dazu unterschiedlichen Auffassungen von Bilanzausweis und Darstellung einer Gewinn-und-Verlust-Rechnung beteiligt….

…..und tatsächlich sieht es jetzt richtig gut aus…..die Nachbuchungen / Korrekturen sind marginal….und alles ist stimmig ….trotz der ungewöhnlichen Reihenfolge im zeitlichen Ablauf und der zwischenzeitlich aufgetauchten Probleme bei der Übernahme. Ich muss nur noch einen einzigen Bilanzausweis reklamieren….bei dem ich schon im Vorfeld wusste, das haben die nicht auf dem Schirm…obwohl ich schon zweimal auf das Thema hingewiesen habe….Egal, ich hab es richtig gut getroffen mit diesem WP.

Und auch alles Andere was ich mir vorgenommen habe und neue Problemfälle, die auftauchten, letztlich lies sich alles lösen und mein Urlaub rückt auch immer näher….ich brauche noch ein paar solcher Tage, dann kann ich beruhigt 14 Tage die Seele baumeln lassen.

Sooooo und den Sekt hab ich jetzt doch schon mal in den Kühlschrank gestellt….und sobald die Kollegin aus Brandenburg aus dem Urlaub zurück ist, machen wir einen Termin aus….und dann wird endlich angestoßen…auf unsere tolle Zusammenarbeit und die lange 1,5 Jahre andauernde Phase der Übernahme.

Wie beim puzzlen

Manchmal fügt sich alles perfekt zusammen…..wie bei einem Puzzle.

In den letzten Tagen ist viel Bewegung in die Kontrolle meiner letzten Jahresabschlüsse gekommen…nachdem ich mit einem meiner dänischen Chefs verschiedene Video-Meetings zur Klärung der wichtigsten Fakten hatte, konnte ich nun von meiner akribischen Datenaufbereitung im letzten Jahr und anschließendem ständigem Monitoring profitieren und bis heute alle Fragen der Geschäftsleitung zum Jahresabschluss 2020 beantworten….hab noch ein paar Auswertungen auf die Schnelle zusätzlich gemacht und hoffe, das ich damit bald unter das Thema „Datenübernahme neuer Gesellschaften in 2020“ bald einen Schlussstrich ziehen kann.

…..und auch in das immer noch nicht abgeschlossene Wirtschaftsjahr 2019 kommt wohl nun auch endlich Bewegung (das Thema liegt zum Glück so gar nicht bei mir). Wie sagte es mein Chef in DK: jetzt schließt sich der Kreis.

Zusätzlich hab ich von den Wirtschaftsprüfern für die anderen restlichen Gesellschaften endlich die Entwürfe zur Kontrolle erhalten…und auch schon erledigt.

Ich habe für meine Arbeitsleistung, von mehreren verschiedenen Stellen (nicht von meinem Chef Vorort), sehr positive Rückmeldungen erhalten. Da freue ich mich echt drüber…diese Rückmeldungen kann ich gerade mal gut gebrauchen.

Und auch sonst lief die Arbeit heute sehr geschmeidig und ich bin gut voran gekommen.

Auf dieser positiven Wolke bin ich dann am schon späten Nachmittag ins Wochenende entschwebt.

Also entweder ist das Einbildung oder die Einnahme von inzwischen 2 Eisentabletten zeigt schon eine Wirkung. Egal warum, heute bin ich auf jeden Fall schon viel munterer, fühle mich wach und leistungsstark und gar nicht mehr müde….und das trotz der Blutspende gestern.

Ich hab heute auch schon gleich mal einen Termin bei meinem Hausarzt gemacht….meine Kollegin meinte: mach es doch sofort…ruf an, als ich meinte: ja ich hole mir dann mal einen Termin…hahaha…sie hat ja Recht…Sooo der Termin ist in 1,5 Wochen – das passt prima.

Und zuguter letzt: kaum bin ich zuhause angekommen, hab ich den Sonnenschein gleich für eine Tasse Kaffee auf dem Balkon genutzt…so mit Jacke und Decke…aber DRAUSSEN….soooo das Wochenende kann nun beginnen.

Ich wünsche Euch allen einen schönen Start ins Wochenende….

Spaziergang durch den alten Elbtunnel

Nach 3 Tagen Homeoffice war ich gestern noch der Meinung, ich schaffe das nie mit dem Abgabetermin heute…und bin trotzdem pünktlich in den Feierabend gegangen. Der Tag heute, wieder im Büro, mit 2 großen Bildschirmen und einer Grabesstille auf der gesamten Etage (nanu, wo sind die denn alle hin?) hab ich konzentriert die fertig gestellten Daten verglichen, abgestimmt, nachbearbeitet und erklärt…..sooooo und noch vor meinem regulären Feierabend hab ich die Reports für diese letzte Gesellschaft in die Konzernzentrale gesendet…Geschafft.

Danach hab ich mit dem Prokuristen telefoniert, das er schon mal so ungefähr weiß, wo wir mit den Zahlen gelandet sind und vor allem WARUM die Zahlen so aussehen, wie sie aussehen…..und er damit schon mal ein paar Erklärungshilfen auf dem Schirm hat…danach hab ich noch ein paar Telefonate geführt und mit dem Controller geplaudert und dann ziemlich pünktlich das Weite gesucht.

….im wahrsten Sinne….Feierabend – ab an die Landungsbrücken….erst einmal ein Fischbrötchen essen und dann die kalte Luft um die Nase wehen lassen…

Etwas später ging es dann in und durch den alten Elbtunnel…..da war ich das letzte Mal vor ca. 8 Jahren…da wohnte ich noch in Hessen und war mit meinem heutigen Ex-Freund hier auf Kurz-Urlaub…Aber meine Erinnerungen an den alten Elbtunnel reichen tatsächlich bis in meine Kindheit….

Seitdem ich jetzt hier wohne, wollte ich schon ein paar Mal durch den Tunnel laufen, aber entweder es waren zu viele Leute, oder es war zu heiß, dann kam Corona…aber HEUTE – ganz spontan:

Vor dem Personenaufzug standen Leute und warteten….momentmal – ich wollte doch die Treppe nehmen…hmmm ach ja – da ist ja der „Einstieg“….also erst einmal 24 Meter Treppen runter….

und dann knappe 450 m den Tunnel entlang …..es war fast menschenleer (ein paar Radfahrer und wenige Fußgänger)…..ich mag diese alten Kacheln…und diese unterkühlte Atmosphäre…..am anderen Ende dann wieder über die Treppen 24 Meter nach oben….. und schon ist man ist Steinwerder …..allerdings im Industriegebiet und da macht das Laufen nicht so viel Spaß…da nehme ich bald mal mein Fahrrad mit und erkunde ich weitere Umgebung.

…ich hab also schon nach ein paar Minuten den Rückweg angetreten und dann das gleiche noch einmal in umgekehrter Reihenfolge. Nur dieses Mal hab ich beim Aufstieg am Ende des Tunnels, den Lastenaufzug genommen….hahaha ist doch bequemer….

Das Auto hatte ich in der Nähe vom Michel abstellt…und so bin ich noch ein Weilchen oberhalb der Landungsbrücken und im Alten Elbpark herum gelaufen, hab mich auf einer Bank niedergelassen (Witzig: dieser Flanierweg hat den Straßennamen: „Bei der Erholung“ ) und hab noch etwas auf die Elbe geschaut…..das war ein schöner Abschluss für diesen Tag.

Saison-Finale – im Büro

So langsam nähert sich die jährliche Abschluss-Saison dem Ende…das große Finale steht bevor….hahaha ich muss noch EINE einzige Gesellschaft für die Wirtschaftsprüfer vorbereiten und hab dafür noch eine ganze Woche Zeit….ich liege super in der Zeit.

Die Rückmeldungen der Wirtschaftsprüfer für die bereits fertigen Gesellschaften, trudeln auch nach und nach ein ….und so langsam kapiere ich durch das „try and error“-Prinzip auch die restlichen Besonderheiten unser Software bei den Jahresend-Buchungen…(ich glaub ich hab schon mehrfach erwähnt, das ich SAP doch seeeeehr vermisse).

Die anfänglichen Herausforderungen in dieser Firma gehen mir inzwischen routiniert von der Hand…so das ich zeitlich nicht hinterher hinke…

Ich hab auch meinen Prozess-Ablaufplan rechtzeitig ausgearbeitet, in dieser Woche die verschiedensten Themen per Telefon und Teams-Meetings geklärt, mit der Zentrale in DK einige Themen (freundlich) ausgefochten …und ich hab meine restlichen Urlaubstage aus 2020 verplant und beantragt….jetzt warte ich noch auf die Genehmigung.

Sooo wenn jetzt alles gut geht, ist mein Saison-Finale der 30.03. ….danach hab ich Oster-Urlaub.

Wenn ich jetzt mal die Abschluss-Methodik vergleiche zwischen meinem „alten“ und dem jetzigen Job ,dann ist das schon ein gewaltiger Unterschied.

Die Fast-Close-Methode in Hessen hat mich jedes Jahr an den Rand des Zumutbaren getrieben, wenn am 7.oder 8. Werktag im Januar bereits die Wirtschaftsprüfer meine Gesellschaften prüfen wollten, während ich gleichzeitig noch an den Daten gebastelt habe, ich bereits im November mit Überstunden begonnen habe, um für diese 4 sehr komplexen großen Kapital-Gesellschaften anständige und korrekte Zahlen in der richtigen Form zu liefern. Das ging nur, weil ich an Feiertagen und Wochenenden auch arbeiten war. Und das alles nur, weil die Konzernzentrale kein Pardon kannte. Am 6. Werktag MUSSTEN die fertigen Zahlen gemeldet werden. Ein jährlich wiederkehrendes Wettrennen, welches ich jedes Jahr zwar gemeistert habe….aber mich selber hab ich dabei langsam kaputt gemacht.

Die normale Methode, also der zeitlich nachgelagerte Abschluss (i.d.R. innerhalb der ersten 4 Monate des Folgejahres) ist dagegen wesentlich entspannter.

Hier ist die einzige große Herausforderung keine der aktuell 25 Gesellschaften zu vergessen….hahaha und natürlich zu wissen, wie die Software funktioniert….und da jede Gesellschaft, für sich genommen, eher klein ist und dann auch noch Personenhandels-Gesellschaften sind, ist es von den Sachthemen her wesentlich simpler und daher schneller zu bearbeiten.

Also der zeitlich nachgelagerte Abschluss lässt mich weiterhin Mensch-sein….und genau DAS war mein Ziel mit dem Arbeitgeber-Wechsel….Ich bin sehr zufrieden und freue mich jetzt aufs Wochenende…

Nachtrag: Ehrlichweise muss ich aber auch sagen, das ein Teil der Entspannung auch dadurch kommt, das ich jetzt keine Personalverantwortung mehr habe und nicht mehr für alles selber eine Lösung suchen muss…wenn ich einen Zweifelsfall habe, gibt es jetzt höher-gestellte Abteilungen, die die Antworten geben müssen….grins….

Arbeit – in geordneten Bahnen

So gaaaaanz langsam kommen die Jahresabschlüsse 2020 in geordnetes Fahrwasser…also ist gut unter Kontrolle.

Bereits 14 Stück sind jetzt in den unterschiedlichen Stadien von Vorprüfung/ Vorprüfungs-Genehmigung / Nachbuchungen / Entwurf / Entwurf-Genehmigung / endgültiger Abschluss-Bericht/ Unterschrift einholen / Archivierung …es bleiben zwar immer noch 11 Gesellschaften übrig, aber davon haben nur 2 eine wirklich relevante Größe…der Rest sind Nebenbei-Gesellschaften….sie sind einfach da, aber es passiert nicht so viel…reine Fleißarbeit ohne Herausforderung und für diese restlichen Abschlüsse hab ich auch einen lockeren Zeitplan bekommen.

Für die größte und für mich ungewöhnlichste Gesellschaft, hab ich zum Glück noch einen ganzen Monat Zeit…die kommt erst ganz zum Schluss im Zeitplan, weil noch sooo vieles ungeklärt ist….Aktuell warte ich noch auf die jetzt zugesagten Einigungen aus der Zentrale, sonst kann ich gar nicht weiter abrechnen…hahaha.

Unausweichliche UST-Termine sind auch für ALLE Gesellschaften erledigt, dazu auch noch alle anderen offiziellen Meldepflichten wie: ZM-Meldung / Z4-Meldung / Z5-Meldungen (Wem das nichts sagt…keine Sorge das brauchen die meisten Menschen auch gar nicht zu kennen).

Die letzten Wochen waren also sehr geschäftig und nun freue ich mich wieder darauf, ab jetzt wieder etwas mehr Freizeit zu haben. Also hab ich heute schon damit angefangen keine Überstunden mehr zu machen…und ab Morgen werde ich diese wieder abbauen…d.h. ich könnte z.B. in den nächsten Monaten jeden Tag eine Stunde weniger arbeiten….also könnte ich….naja…oder ich nehme mir mal den einen oder anderen Gleittag….mal sehen…..aktuell brauche ich keine zusätzlichen freien Tage…aber im Sommer wäre das noch eine Option.

Wichtig ist mir nur, das ich diesen Wendepunkt jetzt einläute. Das Arbeitspensum für alle Gesellschaften kann ich nun wesentlich besser einschätzen…jetzt wo ich in dieser Firma fast ein komplettes Buchhaltungs-Jahr hinter mir habe…man das ist krass am 1.April wird mein ersten Jahr hier in Hamburg schon rum sein. Und der vorherigen Firma hier im Norden, wo ich nur 1/2 Jahr war….also der trauere ich keine Träne nach….

Jahresend-Rallye

Jahresend-Rallye

Eigentlich ein Ausdruck aus dem Börsen-Jargon….hier einfach mal umdefiniert.

In dieser Woche verspüre ich beruflich tatsächlich etwas Druck, was auch bedeutet ich muss tatsächlich wieder länger arbeiten…. ich schreibe das mit belustigtem Unglauben.

In meinem Job ist daran überhaupt nichts Ungewöhnliches…und doch fällt es mir ganz bewusst auf…immerhin ist der Job hier wesentlich entspannter, als mein Vorheriger. Hier habe ich nur 2x im Jahr Stresszeiten….in meinem vorherigen Job in Hessen hatten wir Monats-Quartals-Halbjahres-Jahresabschlüsse und ALLE waren immer irgendwie stressig…überhaupt bestand (und besteht auch jetzt noch) der ganze Konzern nur aus Hektik und Zeitnot.

Montag war der 1. Tag nach meinem Kurzurlaub….und zusammen mit all den Daten, die jeden Monat um diese Zeit kommen und ein paar Jahresabschluss-Vorbereitungen der Kollegen….ist da auf einmal ein ganzer Schwung an Arbeit für mich gewesen.

Montag Nachmittag war ich platt und hatte auch kurzzeitig das Gefühl: Das schaffe ich nie….hahaha…(komisch daran ändert sich scheinbar nie etwas…das hab ich in jedem Jahr zum Jahresende)….aber natürlich hab ich konsequent und mit sehr wenig Ablenkung angefangen, alles abzuarbeiten….und schon am nächsten Tag hab ich gemerkt: es läuft alles super…na klar schaffe ich das.

Soooo, jetzt ist Mittwoch der 23.12. und ich bin wieder so gut wie auf dem Laufenden….puhhhh die Tage waren schon sehr konzentriert und anstrengend…aber dafür hab ich jetzt ein gutes Gefühl. Nur diese kleine Einschränkung „so gut wie“ beinhaltet noch einmal Arbeit für ungefähr 2 Stunden…aber dazu hatte ich heute keine Lust mehr….und mein nächster Arbeitstag ist erst wieder nächsten Dienstag….

Hmmm…. okay – also ich werde Morgen doch nocheinmal für ungefähr 2 Stunden ins Büro fahren um auch das erledigt zu bekommen ….und DANN kann ich auch Weihnachten ganz entspannt verbringen…denn dann brauche ich während der nächsten Tage den Computer nicht zu starten.

Hallo Zusammen

Es ist der 18.Januar  und endlich kann auch ich mal wieder Luft holen…heute ist der 1. Tag im Jahr 2018 an dem ich tatsächlich noch im Hellen Feierabend machen konnte.

Wie in jedem Jahr bin ich seit Anfang Dezember  bis Heute fast rund um die Uhr im Büro. Heute ist Reporting-Schluss….und wir haben es tatsächlich mal wieder geschafft.

Anfang Dezember hätte ich nie gedacht, das wir es in diesem Jahr auch schaffen….aber bei  meinen 7-Tagewochen mit 11-14 Stunden haben wir es geschafft.  

Das neue Jahr ist noch keine 3 Wochen alt, aber unser Wirtschaftsprüfer ist schon 1,5 Wochen dabei den Jahresabschluss auf seine Richtigkeit zu überprüfen….lach…dabei waren bei seiner Ankunft die Daten noch nicht einmal fertig…aber so ist es in jedem Jahr…

SOOOO  – tief-einatmen, ruhig ausatmen und endlich einmal aufmerken: Das Jahr 2018 hat Angefangen – FROHES NEUES JAHR.

Aber etwas war anders – ich hab extrem viele Stunden gearbeitet (wie immer) aber trotzdem bin ich innerlich nicht so aufgelöst wie in den Vorjahren. Das ist gut und hat m.E. hauptsächlich mit dem Sport der letzten Monate zu tun….ich bin körperlich fitter und geistig leistungsstärker. Und zusätzlich war ich gewappnet das einige Dinge ungeplant passieren werden….so hat es mich nicht aus der Bahn geworfen als es tatsächlich Probleme auftauchten.

Und kaum lies der Stress letzte Woche so leicht  nach – kam die Grippe angeflogen mit Fieber und Allem was dazu gehört ….na prima !! Aber auskurieren war nicht – hab mich in meinem Büro verschanzt um keine Kollegen anzustecken und mit dem Prüfer per Mail und Telefon gesprochen..

 

Alle Jahre wieder – Dezember

Der Monat Dezember ist für mich Arbeit pur. Erst der November Abschluss am Anfang, dann eine Chefin die extrem unter Druck steht, ich hatte die Einzel-Jahresendgespräche mit meinen Mädels, die permanenten Vorbereitungen für das Jahresende, die Firmen-Weihnachtsfeier mit Verabschiedung eines Geschäftsführers, die Verabschiedung eines lieben Kollegen, die Vorprüfung durch den Wirtschaftsprüfer….

..und wie immer: de Stress und die Hektik durch Kollegen, Lieferanten und Kunden die ebenfalls den Jahresabschluss vorbereiten und jetzt vieles auf den Tisch bringen.

Ich versuche es in jedem Jahr auf´s Neue und bin bis Ende November immer wieder guter Dinge das in DIESEM Jahr der Dezember entspannter wird….aber wenn es mal nicht an mir liegt, dann liegt es den Anderen….

Und was ist bitte schön nach 10-12 Stunden noch am Abend besinnlich? Na gut, die Kerzen, die weihnachtlich geschmückten Wohnungen, der fertige Kaffee von meinem Schatz mit meinen selbst gebackenen Keksen…also schon etwas…

Aber eigentlich will ich mich nur ausruhen und wenn`s geht schlafen. Zumal ich auch in diesem Monat wieder 3-4 Tage hatte, an denen ich mich grippig gefühlt habe…(eisekalt – danach warm, Herzrasen, Kurzatmigkeit, Schlappheit, Gliederschmerzen)…und auch in diesem Jahr ist es wieder genau in der Woche in der die Weihnachtsfeier stattfand…also das muss ich mal beobachten…Heute geht es mir endlich wieder gut…und an diesem Wochenende hab ich auch „Zwangsurlaub“ – Die IT schaltet an diesem Wochenende alle Server zu Wartungszwecken hab…da hilft alles toben und wüten nichts….na gut…dann eben ein freies Wochenende, das tut mir ja auch gut.

Das ganze Jahr arbeite ich auf den 31.12. eines Jahres hin….ich bin mir der Termine stark bewusst und fange extra früh an …und was passiert….letztlich bin ich dann doch überrascht wie schnell die Zeit dann tatsächlich vergeht und der Tag fast da ist….der Hauptteil der Vorbereitung musste bis diesen Freitag fertig sein, weil ab jetzt die meisten im Jahresend-Urlaub sind…

jaja auch in diesem Jahr kommt – trotz aller Vorbereitung – Weihnachten wieder „plötzlich und unerwartet…lach

Erklärungsversuche eines Buchhalters

Ich habe jetzt Urlaub…Weihnachtsurlaub….naja immerhin 2 Tage frei und zusammen mit dem Wochenende sind das ja schon 4 freie Tage.

Wie in jedem Jahr nehme ich im November ein paar Tage frei um Kraft für die kommenden 2,5 Monate zu sammeln…Es ist die Zeit in der ich beruflich komplett abtauche… in die Welt der Zahlen und der Hektik und das bisschen Zeit was dann noch für das Privatleben übrig bleibt wird stereotyp angegangen….Schlafen, aufstehen, duschen, anziehen, zur Arbeit gehen…………………………………, nach Hause kommen, Essen, auf der Couch vor dem Fernseher schlafen, Schlafen….

Ich kenne nur wenige Menschen in meinem Job die das so handhaben…die sich so stark engagieren…und ich kann es auch kaum erklären warum das so ist…

  1. Wir machen einen sogenannten „Fast Close“ – also einen seeeehr frühen Jahresabschluss…schon am 9. Januar müssen meine Zahlen stehen…was schwierig ist, weil die Lieferanten ja mit ihren Rechnungen nicht so schnell sind. Teilweise bekommen wir noch Anfang Februar Rechnungen für den Dezember…und leider hab ich meine Kristallkugel verlegt (GRINS) …und nicht nur die Lieferanten, auch die Kollegen, die externen Dienstleister mit Jahresendgutachten usw., wenn ich also keine Infos über unser Bestellsystem oder durch Kollegen bekomme stehe ich ganz schön im Dunkeln und muss versuchen richtig zu schätzen, was noch kommen könnte…
  2. Außerdem sind es drei Gesellschaften die ich bearbeite  und die miteinander zusammen hängen….aber jede braucht einen eigenen Abschluss.
  3. Obwohl wir einen Fast-Close machen MÜSSEN die Zahlen aber so exakt wie möglich sein….Pauschalisierungen sind da nicht erwünscht, nicht zum Jahresende
  4. Bereits am 11. Januar kommt der Wirtschaftsprüfer um die Zahlen zu prüfen….also müssen bis dahin nicht zur die Zahlen, sondern auch alle Aufschlüsselungen und Erklärungen und das gesamte Reporting so aufbereitet sein, das die Wirtschaftsprüfer arbeiten können
  5. Zudem sind meist schon ab 15. Dezember kaum noch Kollegen und Menschen in anderen Firmen erreichbar um Dinge zu klären…also MUSS ich sehr früh anfangen um offene Fälle auch wirklich bis dahin geklärt zu bekommen und später auftretende Schwierigkeiten meist ohne Hilfe der Kollegen klären…
  6. Freiwillig denkt ja kaum Jemand an die noch zu erledigen Dinge…also muss ich erinnern, anmahnen, einfordern und nachhalten ob alle die Daten entsprechend liefern.
  7. In anderen Firmen sind teilweise die Arbeiten entsprechend auf andere Abteilungen ausgelagert, bei uns nicht…wir sind dafür nicht groß genug…ebenso  gibt es in anderen Firmen mehr Mitarbeiter die sich mit dem Jahresabschluss beschäftigen….wir sind auch dafür zu klein….wir sind zwar groß aber nicht groß genug, aber eben auch nicht wirklich klein…Ein Dilemma welches in auch aus anderen Abteilungen höre…die Verwaltung wächst immer am Langsamsten…und dabei kann ich mich gar nicht beschweren,  wir sind ja schon in meinem Team mit insgesamt 4 Mitarbeitern..(2 davon in Teilzeit).
  8. Es gibt keinen zeitlichen Spielraum, weil wir zu einem Konzern gehören und uns die Termine von der Konzernleitung vorgegeben werden…keine Chance zu trödeln.

Mir macht das ja auch Spaß…aber es ist schon jedes Mal ein Kraftakt…aber mit jedem Jahr werden wir besser und schneller….weil eben auch strukturierter und in diesem Jahr kann ich schon viel mehr vorbereiten als in den Vorjahren…also hoffe ich mal…es wird nicht so stressig, wie zuvor….