Kapriolen mit Koffein und Endorphinen

Seit einiger Zeit darf bei uns jeder Standort in Deutschland einmal im Monat ein allgemeines Frühstück für alle Mitarbeiter, auf Firmenkosten, ausrichten. Es geht um ein zwangloses Miteinander für 1-1,5 Stunden.

Dabei gibt es nichts Überkandideltes…wir sitzen im großen Meetingraum und auf den Tischen stehen jede Menge Brötchen, Butter, Wurst , Käse, Marmeladen, Honig, Nutella, andere Aufstriche und für all das natürlich auch vegane Alternativen, sowie frische Tomaten, Gurken usw….dazu ein paar Säfte, Tee und natürlich Kaffee in großen Mengen. Dann sitzen wir alle an dem großen Meeting-Tisch, schneiden Brötchen auf, belegen diese und unterhalten uns quer Beet.

Wir versuchen dabei, uns immer so neben Kollegen zu setzen, das es eine gute Durchmischung gibt und man dann mit den Kollegen sprechen kann, mit denen man im normalen Berufsalltag nicht viel oder gar nichts zu tun hat. Früher haben dazu unsere Mittagspausen gedient…aber bei so vielen Mitarbeitern bekommt man nicht mehr alle unter einen Hut. Auf ein Firmenfrühstück können wir uns alle einigen.

Diesen Mittwoch war es mal wieder soweit und was mich echt schockiert hat: der Meeting-Raum platzte dabei aus allen Nähten…jaaa man merkt wir werden mehr und mehr im Hamburger Büro..und von denen waren fast alle auch Anwesend.

Ich trinke ja seit fast 1,5 Jahren fast ausschließlich koffeinfreien Kaffee…ins Büro bringe ich meinen Kaffee in Thermobechern mit. Aber bei unserem Frühstück habe ich mich mal wieder für die koffeinhaltige Variante entschieden.

Bei den Gelegenheiten wo ich die Voll-Variante getrunken hatte, spürte ich die Wirkung des Koffeins sehr deutlich und ich verstehe wieder, warum dieser Stoff als Wachmacher gilt.

Wenn man ihn jedoch über Jahre sehr regelmäßig trinkt, spürt man die Wirkung nicht mehr bewusst (man nennt das auch: eine Toleranz entwickeln). Erst wenn man sich davon entwöhnt, erkennt man, das da tatsächlich eine Wirkung war….Jaaa bei der Entwöhnung habe ich es dann auch wieder gemerkt….hahaha die hat ein paar Tage gedauert.

Und auch dieses Mal habe die Auswirkungen der 2 Tassen Kaffee auch noch Stunden später gespürt. Ich war auf eine (inzwischen) unnatürliche Weise wach…leicht aufgekratzt…aber es war dazu sowieso ein extrem kommunikativer Tag:

Erst das Kollegen-Frühstück, dann 2,5 Stunden unser wöchentliches Jour Fixe mit unserem Chef, dann noch berufliche Klärfälle mit Kollegen und ein sehr langes Telefonat mit dem externen Investor. Ich habe zu einigen Problemfällen Stellung beziehen müssen, Daten zusammen gestellt, Begründungen ausformuliert …gefühlt habe ich an dem Tag kaum ruhig am PC gesessen. Ich glaube sogar, der Kaffee hat es mir wahrscheinlich auch etwas leichter gemacht, diese Sabbel-Termine zu überstehen.

Normalerweise wäre ich nach so viel Kommunikation dann am Abend erschöpft in mich zusammengesunken und hätte die Couch nicht mehr verlassen….aber der ungewohnte Koffein-Kick und ein paar Endorphine dazu (Es gab ein paar Gute Nachrichten zu meinen Problemfällen) ließen mich einfach nicht zur Ruhe kommen….ich war immer noch aufgekratzt und sprühte vor Energie.

Ja ich weiß, das Koffein kann es am Abend schon nicht mehr gewesen sein: das baut sich nach 4-6 Stunden wieder ab….wahrscheinlicher ist eher, das die Endorphine erst nach dem Koffein den Booster gezündet haben…ich musste also dringend Energien abbauen.

Bei meiner üblichen Walkingrunde war ich so schnell wie nie und am Abend gab es noch einen Wäsche-Marathon, Treppauf-Treppab zum Wäschekeller, zum Keller und zurück und dann stand ich auch noch lange am Herd und und und….Die Nacht war kurz und mein Ruhepuls immer noch viel zu hoch.

Der Donnerstag fing auch super an…und meine Energie reichte genau bis zur Mittagspause….nach dem leichten Essen (im Büro)…konnte ich spüren, wie die Energie meinen Körper verließ wie die Luft aus einem undichten Luftballon.

JETZT fiel ich zusammen….ich war auf einmal unglaublich müde und kraftlos. Ich wollte nur noch  nach Hause.

Ich habe auch nur kurz überlegt, mich dann aber entschlossen den Arbeitszeit an dieser Stelle tatsächlich zu beenden…ich wollte auf meine Couch und schlafen.

Das war eine gute Entscheidung….und beim nächsten Mal versuche ich 1.) nicht mehr als 1 Tasse Kaffee mit Koffein zu mir zu nehmen und 2.) nicht alle Probleme in meinem Beruf an einem Tag lösen zu wollen

Mein Ruhepuls ist zwar inzwischen wieder gesunken, aber immer noch 2-3 Schläge höher als gewöhnlich…das dauert wieder ein paar Tage bis sich alles normalisiert hat.

Ohne Kaffee geht nicht – oder doch?

Vor fast 14 Tagen hatte meine Schwester mich zu Ihrem Geburtstags-Kaffee eingeladen…also hab ich mir 1/2 Tag Urlaub genommen (und den anderen 1/2 Tag brauchte ich ein paar Tage später für das, länger geplante Treffen, mit dem Rentner und seiner Frau aus Hessen) und bin mal wieder nach Flensburg gefahren.

Unser Verhältnis hat sich weiter normalisiert und es war, zusammen mit ihren Freunden, ein netter Nachmittag.

Ich jedoch war extrem angespannt, was aber nicht an ihr lag, sondern an den beruflichen Veränderungen, die ich die Tage zuvor mitgeteilt bekommen habe….es hat eine ganze Weile gedauert, bis ich das abschütteln konnte und dann war es auch für mich ein lustiger Nachmittag. Hab mich am frühen Abend schon wieder auf die 140km Heimreise gemacht.

An allen Tagen in dieser Woche habe ich abends meine Walkingrunden gedreht und so manch schönes Wolkenspiel und Sonnenuntergänge beobachten können:

Ich war allerdings permanent müde. Das konnte ich aber meinen geändertem Kaffee-Konsum zuschreiben.

In der letzten Zeit hatte ich oft morgens leichte Magenschmerzen und dann hab ich gelesen, das es evtl. am Koffein liegen könnte. Und weil ich meinen Kaffee ja immer bis in den frühen Abend hinein trinke, hab ich kurzerhand beschlossen mal ein paar Tage ganz auf Koffein zu verzichten und trinke seitdem nur noch 2 Becher entkoffeinierten Kaffee am Tag.

Da ich damit am Anfang des Wochenendes anfing, war diese Müdigkeit gut zu überbrücken. Und weil das so gut funktionierte und ich tatsächlich seitdem keine Magenschmerzen morgens mehr habe, möchte ich das mal für ein paar Wochen so machen…

… und siehe da, es gibt noch einen unerwarteten anderen Effekt: Ich fühle mich seit ein paar Tagen auf eine merkwürdige Art und Weise wach und ruhig (mein durchschnittlicher Ruhepuls ist um 3 Punkte runter gegangen)…also irgendwie wacher als sonst und auch ausgeglichener (und das trotz des beruflichen Stresses). Das fühlt sich sehr gut an – aber auch ungewohnt.

Kaffee-Genuss – ausgesetzt

Und während draußen die Welt seinen gewohnten Abläufen folgt, sich Drama an Drama reiht, sitze ich zuhause und versuche mich zwischen Homeoffice und Corona-Infektion hindurch zu manövrieren.

Mein Immunsystem durchläuft die Abwehr der verschiedenen betroffenen Stellen im Schnelldurchgang:

Fieber – check erledigt / Kopfschmerzen – check erledigt / Gliederschmerzen – check erledigt….so es folgt die 2. Welle:

Husten – check – in Arbeit / Schnupfen – check läuft auch / Müdigkeit – check auch da …was fehlt noch? ohhh Halsschmerzen …wie sieht es aus? – negativ, wir haben uns für den direkten Angriff auf die Bronchien entschieden…check – sehr wirkungsvoll.

Allgemein gesprochen geht es mir besser…aber ich bin noch müde und schlapp und seit Donnerstag kommen noch für mich unbekannte Erfahrungen hinzu…die finde ich jedoch sehr interessant, weil ich es mir überhaupt nicht vorstellen konnte, nichts mehr schmecken oder riechen zu können.

Witzigerweise kam es nicht auf einen Schlag, sondern wurde innerhalb eines Tages immer weniger, so das ich es erst gar nicht richtig bemerkt habe. Vormittags hatte ich mich zwar gewundert warum die genaschten kalten Nudeln vom Vortag so fade waren….und auch mein Gulasch am Mittag, mit den Nudeln zusammen, war irgendwie fade…nanu….da ist doch eigentlich sonst immer ganz schön viel Geschmack…Für den Abend hatte ich mir eine Pizza vom Italiener bestellt…da ich ja immer noch Corona-Positiv bin, wollte ich mir wenigstens zuhause etwas leckeres gönnen.

Die Pizza sah lecker aus: mit viel Mozzarella, Thunfisch und Zwiebeln…groß und knusprig….aber bereits nach 2-3 Stücken mochte ich nicht mehr….also ne – davon hatte ich mir ja echt mehr versprochen….hab mich noch beim Telefonat mit meiner Schwester darüber beklagt, das ich selten eine so schlechte Pizza von einem Italiener gegessen habe….

und als mein Husten immermehr zunahm, lutschte ich eins dieser Bonbons mit Honig…die Dinger mag ich gar nicht…der Honig schmeckt immer so unnatürlich und ist sehr präsent im Mund…und erst da hat es irgendwann Klick gemacht…das Bonbon war im Mund, aber vom Honig hab ich nichts gemerkt….Jetzt erst hab ich verstanden, mit meinem Geschmacks- und Geruchssinn stimmt etwas nicht. In der Küche hab ich eine frische Zwiebel aufgeschnitten – Nichts, in meinem Gewürzschrank hab ich die Nase in allerlei Gewürze gehalten – fast nichts zu riechen – ein Hauch von Nelken, eine Ahnung von Curry….das wars.

Es hat mich nicht erschreckt, hoffe doch, das sich ,wie 96% der davon Betroffenen, innerhalb der nächsten Woche alles wieder normalisiert und so lange nehme ich es als interessante Begebenheit. Immerhin bin ich Genussmensch. Ich liebe gutes Essen und leckeren Wein, Sekt oder Anderes (Okay – im Moment gibt es bei mir immer noch die Getränke ohne Alkohol – wegen des Blutdrucks, seit mittlerweile fast 2 Monaten)

Spannend finde ich jetzt die Frage: was Esse ich nun, wo ich es nicht schmecke. Mein erster Gedanke war: Super – ich kann auf die Süßigkeiten verzichten – dann nehme ich evtl. sogar noch 1-2 kg ab. Aber schon noch 1 Tag war klar – so einfach ist das gar nicht…ich meine nicht den Verzicht, sondern das, was ich durch den Hals bekomme. denn am Kauprozess ist ja auch der Geruchssinn beteiligt und der sagt unserem Gehirn dann, ob uns das schmeckt.

Fleisch geht gar nicht….ohne Geschmack/Geruch auf einem Sück Gulasch zu kauen, macht überhaupt keinen Spaß…das kann ich nicht zu Ende kauen und auch nicht runterschlucken. Auch gekochte Nudeln gehen gar nicht. Gekochte Kartoffeln auch nicht….aber was geht sind knusprige Bratkartoffeln (oder Röstkartoffeln aus der Heißluftfritteuse). Eintöpfe und Suppen gehen auch nicht….gebratenes Gemüse mit etwas Biss geht….Was wunderbar funktioniert sind die schwarzen Brotsorten mit Sonnenblumenkernen mit einem frechen Tilsiter belegt.

Alles was beim Kauen im Mund eine gewisse Struktur hat, den Zähnen etwas Widerstand bietet, das kann ich essen und auch schlucken…außer Fleisch. Und was interessanterweise auch geht, sind Süßspeisen…weil ich ganz leicht die Süße erkenne…es gab also gestern süße Pfannkuchen….und heute mache ich Milchreis. Denn als Mensch will ich ja nicht nur satt werden, sondern auch etwas Schönes haben.

Ich schmecke also salzig und etwas süß, rieche ganz leicht Gewürznelken und nehme die Schärfe von Pfefferminzöl wahr…und hoffe das sich bald alles wieder normalisiert.

Was mir WIRKLICH fehlt, ist der Geschmack meines Kaffees am Morgen….jetzt trinke ich das schware Gebräu und mit jedem Schluck suche ich den Geschmack und mit jedem weiteren Schluck bin ich enttäuscht….was fehlt mir doch dieser Genuss der ersten Tasse Kaffee am Morgen…schön heiß und die Finger um meine Lieblingstasse gewickelt…leicht schlürfend (bin ja alleine) und freue mich über den Duft und den Geschmack und dann kann ein Tag ja nur gut werden…jaaa so soll ein Morgen starten…

Bald wieder…ganz bald…hoffe ich

Haarscharf dran vorbei….

Haarscharf dran vorbei….

….am aktuellen Unwetter in Hamburg.

Bereits kurz vor 15 Uhr  war für mich heute Feierabend und da ich mein Rad immer noch im Auto habe, wollte ich jetzt endlich mal mit dem Rad bis zu den Landungsbrücken fahren.

Meine Kollegen meinten, es soll bereits ab 16 Uhr regnen…okay also hab ich zügig Feierabend gemacht…mit einem ruhigen Gewissen, da meine Datenübernahme ja FERTIG ist.

Extra für die Fahrt in Hamburg hab ich mein sonst übliches Cäpi gegen den Fahrrad-Helm getauscht…den trage ich normalterweise nicht wenn ich Über-Land oder in meiner kleinen Stadt hier unterwegs bin…aber der Verkehr in Hamburg ist schon ein anderes Kaliber…

Bis zu den Landungsbrücken waren es nur knappe 6km….und inzwischen hatte sich das strahlende Blau am Himmel schon etwas gewandelt…..Mit Blick auf die Elbphilharmonie und eines der Museumsschiffe hab ich mich am  „Alex“ nieder gelassen…draußen und es war ….. HIMMLISCH.

Gemütlich im Cafe bei Kaffee  und einem kleinen Sorbet hab ich die Atmosphäre entspannt auf mich wirken lassen…erst als es am Himmel bedrohlich dunkel wurde, hab ich mich wieder aufs Rad geschwungen und bin noch kreuz und quer gefahren…

Zurück am Auto war es: 17.01 Uhr,  4 Minuten später kamen unvermittelt Blitz und Donner, weitere 5 Minuten später kam der Starkregen….das war haarscharf…. ich hab keine regentauglichen Klamotten dabei und wäre minutenschnell vollkommen durchnässt gewesen…Glück gehabt.

Jetzt regnet es seit knapp einer Stunde ununterbrochen…also Warten hätte mich auch nicht weiter gebracht.

Und so hab ich zu meiner Feierabend-Erholung  so nebenbei ganz locker zusätzliche  knappe 12km für mein  wöchentliches  „Fitness-Konto“ erhalten…Auch nicht schlecht.

 

 

 

 

Wintersonnenwende – also fast

Heute ist der 21.12.2019, die Wintersonnenwende und der astronomische Winteranfang sind jedoch erst Morgen…Also Morgen ist in Deutschland der kürzeste Tag und die längste Nacht…ab dann wird es jeden Tag, Stück und Stück, länger hell bleiben.

Ich schreibe jedoch heute…weil ich am 21.12. bei 7,5 Grad um 10.20 Uhr auf dem Balkon sitze und gerade Mühe habe, vor lauter Sonne den Bildschirm meines Laptops zu erkennen. Am Himmel ziehen zwar auch viele Wolken, aber die Sonne scheint hindurch.

Eigentlich hatte ich nicht mehr damit gerechnet, in diesem Jahr noch einmal auf dem Balkon sitzen zu können, aber  heute konnte ich nicht widerstehen.

Da alle Bäume inzwischen ihre Blätter verloren haben, hört man allerdings im Hintergrund den Verkehr…nicht laut und unangenehm….aber beständig in einiger Entfernung.  Das war im  frühen Herbst noch schöner.

Aber ich sitze hier nun, in aller Ruhe und genieße meinen Kaffee mit den selbstgebackenen Keksen meiner Schwester und den gekauften Doimino-Steinen…seufz…das Leben kann einfach schön sein.

Mit der überstandenen Firmen-Weihnachtsfeier gestern, habe ich auch keine weiteren Termine, Verabredungen oder sonstige Verpflichtungen an diesem Wochenende….also auf  in den Norden Hamburgs… in die Hummelsbüttler Feldmark, ins Naturschutzgebiet: Raakmoor. Laut Beschreibung des Nabu ist es das kleinste Naturschutzgebiet der Hansestadt.

Nach dem Trubel der letzten Woche bin ich froh mich wieder in die Ruhe der Natur zurück ziehen zu können…

 

 

Bleiernde Müdigkeit

So – nun bin ich also aus dem Rhein-Main-Gebiet in die Norddeutsche Provinz gezogen… das beschriebene Drama war überstanden. Der Möbelwagen war wieder weg, ich hatte wie ein Stein geschlafen bis 6 Uhr….um 7 ca. hatte ich den Möbelwagen wegfahren hören…ich bin noch einmal eingeschlafen und erst danach fühlte es sich so an, als ob meine Lebensgeister so langsam zurück kämen….aber ganz langsam.

Ich war erschöpft….da half auch die heiß/kalte Dusche nicht….ich brauchte Kaffee…ich brauchte so etwas wie Normalität…und zwar schnell… In weniger als 1km Entfernung sind auf der grünen Wiese (ich wohne am Stadtrand) ein großer Lebensmittelmarkt – mit Bäcker, Fleischer und Blumenstand, dazu ein Baumarkt – Tankstelle und Waschstraße und ein Discounter und sogar so ein Autoteile-Service …Also alles was man zum Leben so braucht….und der Bäcker hat einen großen Sitzbereich…fast wie ein Café.

 Da ich ja länger bleiben musste als geplant hab ich kein Ladekabel für mein Handy dabei und der Akku war schon ziemlich leer….4% und ich musste heute ja noch dringend mit meiner Chefin telefonieren und mit meinem Team.

Also erst einmal benötigte ich ein Ladekabel für mein Handy…schön ich hab zwar eines – aber das liegt noch in Schnöselhausen….da ich natürlich nicht wusste, welches nun für mein Handy geeignet ist (mit 4% Rest-Strom funktioniert das Internet ja nicht mehr)….hab ich erst einmal das Falsche gekauft…..grrrrrr – okay das passt dafür aber an ein  E-Book… und beim 2. Versuch bin ich zum Autoteile-Zubehör gegangen und hab den freundlichen Mann an der Kasse gefragt.

Nach dem Einkauf und einem Frühstück bei dem Bäcker mit ausreichend Kaffee löste sich auch so langsam die bleiernde Müdigkeit aus meinen Knochen…und nachdem ich dann reihum alle Telefonate erledigt hatte…hab ich in meiner Wohnung noch die Spuren des Umzugs beseitigt:

Fegen und Wischen in Wohnung und Treppenhaus …den Müll  zusammenklauben…. Abwaschen und dann das Wichtigste…. Meine Möbel (also Couch-soweit vorhanden) und Tisch, Essbereich und vor allem die Matratze mit der Kleidung großzügig mit Abdeckfolie bedecken, so das für die nächsten Wochen nicht alles einstauben kann.

Danach erst hab ich mich auf die Rückfahrt gemacht…Es war um die Mittagszeit als ich losfuhr…und von Anfang an war der Wurm drin…zähfließender  Verkehr, manchmal Stau, dann wieder zähfließender Verkehr….Stau….Stau….zähhhhhhhfllliiiiiiissssender Verkehr…Baustelle an Baustelle.

Das war anstrengend….lustig und erwähnenswert war nur eine Begebenheit…kurz vor Hannover bei immer noch zähfließendem Verkehr wechsele ich die Fahrspur und vor mir ist ein Auto mit einem Kennzeichen das ich kenne…es ist eines unserer Firmenfahrzeuge…aber  wer genau dieses Auto fährt wusste ich nicht…und die Heckscheiben sind abgedunkelt ich konnte es nicht erkennen…bei der nächsten Gelegenheit bin ich wieder auf die rechte Spur und hab mal reingeschaut…Ach – einer meiner Kollegen aus dem technischen Bereich, der sitzt sonst 3 Büros weiter …der kam bestimmt von einem der Kunden die wir in  Hamburg haben…ich mal kurz auf die Hupe gedrückt….später hat er mir erzählt, er wäre etwas irritiert gewesen wer da einfach mal so hupt – bei einem Fast-Stau ist das ja nicht so zielführend…lach…aber dann er  mich auch gesehen…wir haben uns kurz zugewunken, haben einmal mit Handzeichen gezeigt, was wir von der Verkehrssituation halten und dann hab ich mich wieder etwas zurück fallen lassen…. Viel schneller ist er aber auch nicht zuhause gewesen…obwohl ich ihn danach nicht mehr gesehen habe. Als ich am nächsten Tag ins Büro kam, wussten es bereits alle ….

Diese mühselige Fahrt hat wieder meine Kraftreserven aufgezehrt und ich habe 3x Pause gemacht um für jeweils 15-20 Minuten zu schlafen…Powernapping….etwas was ich gut kann.  Ich brauche auf einem Parkplatz nur die Tür von Innen zu verriegeln,  bringe mich im Sitzen in eine bequeme Position – vor allem meinen Kopf schließe die Augen und atme 3-5x tief ein und beim Ausatmen entspanne ich mich…und schon bin ich eingeschlafen.

Von den 20 Uhr Nachrichten hab ich Zuhause nur noch den Wetterbericht mit bekommen…aber immerhin  bin ich heile angekommen… den Rest des Abends hab ich auf meiner „Wander“-Gästematratze verbracht…die Wohnung ist jetzt ja ziemlich kahl… Die zu einem Würfel zusammenfaltbare Matratze hat sich jetzt schon bezahlt gemacht…lach….die ist klein, leicht zu transportieren und ich kann im ausgeklappten Zustand gut darauf schlafen..

 Am nächsten Tag war ja der 1.8. ….  Monatswechsel, Monatsabschluss UND mein Nachfolger kommt…. Mist mir fehlt jetzt der eine Tag…ich hab noch nichts vorbereiten können. Egal…das krieg ich schon irgendwie hin….wie immer ….irgendwie läuft´s  dann doch.

Erhöhter Kaffee-Genuß

Ich liebe Kaffee… schwarz mit Zucker …oder  besser mit Süßstoff.

Süßstoff ist nicht gesund, ich weiß…. nachdem ich mir die Pepsi Light schon abgewöhnt habe, dachte ich, ich könnte mir auch den Süßstoff im Kaffee abgewöhnen.

Auf meinen normalen Kaffee-Becher nehme ich 2 Stck, auf meinen To-Go-Becher  normal groß 3Stck und auf den To-Go-Becher groß 4Stck.

Also habe ich vor ein paar Monaten angefangen den Süßstoff zu reduzieren.  Zuerst auf meine täglichen To-Go-Becher (ich koche zuhause meinen Kaffee und nehme den mit zur Arbeit):

Groß: von 4 auf 3, Normal: von 3 auf 2 und auf einen normalen Kaffeebecher von 2 auf 1. Es hat eigentlich gar nicht lange gedauert, bis mir der Kaffee auch so schmeckte. Und um ehrlich zu sein, jetzt nach ein paar Monaten schmeckt es mir sogar so gut, das ich es gar nicht mehr süßer haben möchte.

Und es hat sogar Auswirkungen auf  Anderes.  Auch  meine Cornflakes, Müsli oder sogar Pfannkuchen esse ich mittlerweile nicht mehr so süß.

Und heute sitze ich wieder auf dem Balkon mit dampfenden Kaffee und ich finde der Genuss beim Kaffee-trinken ist um einiges höher geworden, im Gegensatz zu früher… und dann ist mir aufgefallen das ich heute  vergessen habe überhaupt eine Süßstofftablette in den Kaffee zu tun…lach…also ungesüßt geht auch…und es schmeckt.

Na klar hängt es auch von der Kaffee-Sorte ab und der Röstung. Ich bin durch meinen Ex-Freund auf Dallmayr als Filterkaffee gekommen und als ich letzte Woche zum Vorstellungsgespräch war, hab ich einen ähnlich guten Kaffee in einer Bäckerei getrunken: Darboven – auch als Filterkaffee.

Sehr beruhigend, das es neben den oft bitteren Kaffees der Kaffee-Vollautomaten auch noch wirklich schmackhaften guten Filterkaffee gibt.

Es mag ein Lifestyle-Produkt sein italienischen Kaffee aus Vollautomaten mit Siebträgern, Espresso oder  Kaffee aus Kapsel zu genießen, mit einem Amarettini oder einem  Karamell-Keks…aber für mich geht nichts über guten Filterkaffee… und so ganz ohne Süssung kommt der Geschmack viel besser zur Geltung. Genuss pur

Stille am Morgen

Ich liebe die Stille am Morgen. Es ist Sonntag und ich sitze bei 7Grad auf meinem geschützten Balkon. Natürlich in eine dicke  Jacke und mit Schal, Decke über Füße und Beine. Eine Tasse Kaffee dampft  und schmeckt himmlisch.

Es ist friedlich und still, nachdem die Glocken jetzt fertig geläutet haben. Ich schaue auf die Bäume und Büsche, die von der Sonne  beschienen werden, aber die noch nicht genügend Kraft hat, die Luft zu erwärmen. Aber es ist eine freundliche Atmosphäre. Überall zwitschert es, und es raschelt am Boden… Die Büsche und Bäume haben inzwischen wieder genug Blätter um mir das Gefühl von geschützter Abgeschiedenheit zu vermitteln, so das sogar die Fahrgeräusche der Autos kaum stören…

Mein Balkon liegt weiterhin im Schatten und wird neben mir, auch von Meisen, Rotkehlchen und anderen Vögeln bevölkert. Und die kleinen Eichhörnchen hadern damit, dass neben den Nüssen, nun auch noch ich dort bin…aber langsam gewöhnen sie sich wieder daran.

Mein Körper fühlt sich beansprucht an, ich war gestern wieder einmal beim Pilates-Kurs….Lach und inzwischen hab ich drei verschiedene Trainer erlebt, die es sehr unterschiedlich gestalten. Mir gefallen alle 3 Varianten…und auch dieses Mal merke ich im Nachhinein alle meine Muskeln.

Wie immer, hab ich  wenig Freizeit und schaffe es daher nicht so oft in die Kurse, wie ich gerne möchte. Aber dafür bin ich mehrfach in der Woche spät abends noch wandern … Durch  den Ort und um den Ort herum. Es gibt hier viel Grün…und Felder und Wege. Im Dunkeln gehe ich nicht unbedingt durch den Wald oder Park, möchte mir ja nicht die Haxen brechen….das hebe ich mir für die schönen Tage auf. Solche Abend-Wanderungen dauern zwischen 30 Minuten und  2 Stunden,  je nachdem wie mein Fuß mit macht…länger geht leider nicht, auch nicht mit den Einlagen und Super-Wanderschuhen. Aber ich bin froh überhaupt bis zu 2 Stunden am Stück laufen zu können. Meistens fangen sie Schmerzen aber bereits nach 1 Stunde an und ich muss pausieren, den Schuhe ausziehen, danach die Schnürung noch enger machen…dann geht es wieder ein kleine Weile.