Einfach großartig

Einfach großartig

Freitag, am Nachmittag hab ich mich dann regelrecht von meinem Schreibtisch wegzerren müssen….um noch rechtzeitig bei Tageslicht im nahegelegenen Himmelmoor laufen zu können, aber ich bin dadurch doch später losgekommen, als ich wollte.

…und so kam ich dann quasi „nur noch“ zum Sonnenuntergang…hab den strahlenden Sonnenschein des Tages verpasst, umso schöner war es jedoch die Stimmung der untergehenden Sonne zu geniesaen. Alles war mit Schnee überzogen und der Moorsee und die großen Moorbecken waren komplett zugegefroren.

Es war lausig kalt, windstill und nahezu menschenleer, der Boden war gefroren und der Schnee darüber knirschte unter meinen Schritten. Ich genoss jeden Atemzug…die kalte Luft tief einatmen und langsam wieder ausatmen.

Es gibt solche Momente, da bin ich mir meines Lebens so unglaublich stark bewusst….bin dankbar für all das Schöne, das in solchen Momenten steckt….das war mal wieder solch ein Moment:

Einfach großartig

Im Wintermodus

Endlich hat auch mein Körper in den Wintermodus gewechselt. Nach dem Sommer gibt es immer eine Phase bei mir, in der ich den Herbst tatsächlich als kalt und unangenehm empfinde…vor allem als ich im Herbst ja 2x mit so einem Schnupfen-Virus kämpfte.

Und mit jedem Tag den es mir seitdem gut geht und gleichzeitig die Temperaturen draußen sinken, fühle ich mich wieder in meinem Element. Schon die ganze Woche hat es immer mal wieder leicht geschneit…Straßen und Gehwege sind frei, aber die Felder und Wiesen haben noch eine Frostschicht und Schnee.

Mit dicker Jacke, Schal, Mütze und Handschuhen bin ich auf jeden Fall mindestens 1x am Tag für meine Walkingrunden draußen, meist im Dunklen…klare kalte Luft, gedämpfte Geräusche, Schnee auf den Feldern….oft ist es diesig und der Himmel wolkenverhangen…und doch finde ich es herrlich. Ich atme tief und bewusst die kalte Luft ein und fühle mich großartig (noch großartiger würde ich mich fühlen, wenn mein Fuß dabei nicht ständig schmerzen würde)…draußen in der Natur, außerhalb des Ortes hat sich eine 5,2 km lange Strecke als meine Wohnfühlstrecke etabliert…abseits der größeren Straßen.

Manchmal gehe ich auch durch etwas abgelegenere Wohnstraßen, inzwischen leuchtet es an vielen Stellen in Fenstern und Gärten, mehr als ich gedacht hätte…Aber die meisten Beleuchtungen sind dezent. Natürlich gibt es immer auch die Anderen, bei denen es gar nicht grell, blinkend und bunt genug sein kann…naja – lassen wir Ihnen den Spaß.

Ich jedenfalls mag lieber die dezenten warmen Lichterketten in einem Baum im Vorgarten, einen beleuchteten Stern oder Schwibbogen in einem Fenster….überall ein bisschen eben…so das die Dunkelheit hier heimelig und gemütlich wirkt.

Ich laufe durch die kalte Luft und genieße diese Ruhe, versuche dabei meine innere Unruhe und Nervosität zu besänftigen, was mir leider gar nicht gelingen will.

Dann komme ich nach Hause und empfinde, nach der Kälte draußen, meine Wohnung als warm und kuschelig und gemütlich..mit einer kleinen Lichterkette im Fenster und dezenter Beleuchtung durch echte Kerzen im Wohnzimmer….Und obwohl es inzwischen nur noch um die +2 bis -2 Grad draußen sind, hat das Wohnzimmer, auch ohne das die Heizung läuft, immer noch angenehme 17 Grad. Jetzt schalte ich sie doch schon manchmal abends an….

Inzwischen habe ich an allen Fenstern Thermovorhänge und 2x am Tag lüfte ich quer durch die ganze Wohnung, bei weit geöffneter Balkontür. An meinen Homeofficetagen läuft die Heizung auch leicht im Arbeitszimmer. Durch das stille sitzen vor dem PC, fühlt es sich sonst schnell kühl an.

Meine Kuschelsocken kommen regelmässig zum Einsatz und ich mag meine Wolljacken und im Wohnzimmer auf der Couch hab ich Wolldecken liegen…ich finde es überhaupt nicht kalt oder ungemütlich…eher das Gegenteil….ich liebe diesen Wintermodus und auchauch schon vor der Energiekrise habe ich meine Wohnung nicht über 20-21 Grad temperiert…ich bin der Wintertyp….mag es lieber etwas kühler, als zu warm.

Und genau in diesem Wintermodus, finde ich den Gedanken an Temperaturen im Sommer über 27 Grad als gruselig…im Winter bin ich draußen…im heißen Sommer bin ich antriebslos und verkrieche ich mich lieber.

Kälte draußen – MillimeterArbeit Drinnen

Schön das der Winter sich von seiner schönen Seite zeigt und heute sogar etwas Schnee gebracht hat.

Es ist seit Anfang der Woche lausig kalt…und durch den eisigen Wind fühlen sich auch -1 Grad auf einmal wie -6 Grad oder mehr an…Schön est es bei der trockenen Kälte zu laufen….wozu gibt es gefütterte Wollmützen und Handschuhe…und heute hab ich sogar mal meine Thermohose für die morgentliche Walkingrunde hervor gekramt.

Dienstag war dann endlich auch der Handwerker hier, um im Arbeitszimmer die fehlende Silikon-Dichtung an den Erker-Fenstern anzubringen…und sofort merke ich den Unterschied. Die Temperatur im Zimmer ist jetzt wieder auf Normalmaß und auch die relative Luftfeuchtigkeit hat sich auf einen normalen Wert eingependelt.

Aber seit Montag Mittag hatte ich ein gravierenderes Problem…und zwar im Wohnzimmer. Die Balkontür ließ sich auf einmal nicht mehr richtig schließen….. Tür auf zum Lüften – alles prima…ich mache die Tür wieder zu und sie schließt mit der unteren Hälfte nicht richtig….es blieb ein Spalt von fast 1,5 cm !!!

Jaaaa – sage mal….das kann doch nicht sein…es ging doch bis eben noch….

  • mit Taschenlampe und Leiter hab ich rundherum alle Scharniere überprüft.- alles in Ordnung
  • von Außen geschaut, wo hakt es denn – nichts gefunden
  • von Innen geschaut – nichts gefunden.
  • nach Fremdkörpern in der Zarge und den Scharnieren gesucht – nichts gefunden
  • Mit leichter Gewalt versucht die Tür zu schließen – ging nicht

Das kann doch alles nicht wahr sein….hmmm was jetzt?

Okay, also ich wusste ja das Dienstag früh der Fenstermonteur kommen soll – ich mache jetzt nichts weiter, schlage keinen Alarm bei Vermietern oder Hausverwaltung….hab alles provisorisch abgedichtet, wie bereits im Arbeitszimmer auch….trotzdem war die Temperatur im Wohnzimmer am Abend bei 15 Grad und am nächsten Morgen bei 13 Grad.

Der Handwerker kam auch ziemlich pünktlich mit nur 30 Minuten Verspätung und nachdem die Silkon-Dichtung innerhalb von 2 Minuten erledigt war, hat er sich meiner Balkontür gewidmet.

Was ich nicht wusste, es war ein Glaser….kein Fenstermonteuer….aber er hat sich tapfer meinem Problem gestellt und durch die nächtlichen Frosttemperaturen wollte er mir auch gerne helfen….echt nett.

Aber auch er hat den Fehler nicht gefunden…alle Scharnier geprüft usw….also das, was ich ja auch schon gemacht habe…er hat zusätzlich noch im Türrahmen einige Teile gelöst ob die evtl. doch stören, hat geschaut, ob sich die Tür verzogen hat….nichts…

Ich hab gerade den frisch gekochten Kaffee für ihn aus der Küche geholt, da kam die erlösende Antwort….er hat es durch reinen Zufall gefunden – er weiß jetzt woran es liegt.

Außen an der Balkontür ist im unteren Bereich ein „Ablaufschutz“ angebracht…und der hatte sich etwas verschoben und somit die Tür blockiert…was aber weder von außen noch von Innen zu sehen war.

Mir war nicht einmal klar, das diese Schutzleiste beweglich ist….die Tür sah für mich wie aus einem Guss aus. Also der nette Handwerker hat die Schutzleiste nur ein paar Millimeter verschoben – Tür schließt wieder richtig – Problem gelöst. Das Trinkgeld hatte er sich echt verdient …..

…und jetzt – jetzt ist es wieder warm und gemütlich in den Räumen und zieht auch nicht mehr……