Wechseljahre – Ich bin doch nicht krank

Wäre ich selbst nicht schon seit 10 Jahren in den Wechseljahren, hätte mich das Buch „Woman on Fire“ von Dr. med. Sheila de Liz echt in eine Art Schock versetzt.

Es empört mich, das sie mit dem Buch suggeriert, das die Hormonumstellung vor, während und nach der Menopause als eine zu behandelnde Krankheit anzusehen ist…und was ist ihre Therapie? Alles MUSS mit der Zufuhr von Hormonen oder Hormonersatzstoffen gelöst werden und damit bleibt die Frau attraktiv, gesund und sexuell aktiv.

Ich mag diese Sichtweise nicht, weil hier eine normale Entwicklung im weiblichen Leben pathologisiert wird….genauso gut kann man sagen: die Pubertät ist eine Krankheit.

Lt. statistischem Bundesamt leben 42,1 Millionen Frauen in Deutschland und ganz bestimmt gibt es eine große Anzahl davon, die starke bis sehr starke Probleme mit den Wechseljahren haben und für die es richtig und gut ist, die negativen Auswirkungen mit Hormonen und Hormonersatzstoffen zu behandeln. Aber genauso gut gibt es viele Frauen, die nur wenige bis leichte Einschränkungen haben.

Ich hatte schon mit der Einnahme der „Pille“ so meine Schwierigkeiten….um es mal so auszudrücken, erst nach dem Absetzen der hormonellen Verhütung hab ich gemerkt, das die Zuführung von Hormonen eine Wesens-Beeinflussung beinhaltete….soll heißen: ich hab mich erst ohne zusätzliche Hormone wieder uneingeschränkt lebendig gefühlt.

Die Autorin erklärt sehr anschaulich und richtig klasse welche Hormone in unserem Körper was beeinflussen…das ist wirklich interessant und ich hab auch eine Menge gelernt…aber irgendwann konnte ich ihr einfach nicht mehr inhaltlich zuhören (ich hab das Buch als Hörbuch gekauft und die Sprecherin ist toll) …also ich kann nicht einmal sagen, wie das Buch endet, weil ich mittendrin abgebrochehn habe..aber mit jedem 2. Satz wurde deutlich, wie sie die Wechseljahre zu tollen Jahren machen möchte: mit Hormontherapie.

Ich finde jedoch das meine Wechseljahre auch ohne zusätzliche Hormone tolle Jahre sind…und ich möchte mir nicht anhören müssen, das es NUR mit gehen soll… NEIN…es geht mir auch ohne richtig gut….ja klar hab ich Hitzewallungen – und ja sie nerven manchmal…aber deshalb gleich in die Hormonkiste zu greifen, ist für mich einfach keine Option. Ich fühle mich auch so lebendig, meistens fühle ich mich attraktiv, unternehmungslustig und sehr neugierig auf das Leben.

Meiner wesentlich jüngeren Kollegin, die mir die Autorin empfohlen hat, hab ich davon abgeraten dieses Buch zu lesen, das es eher Angst macht, was sich alles im Körper ändert und zu welchen gesundheitlichen Problemen das führen könnte.. Erst macht die Autorin Angst, um dann mit dem Heilsbringer: Hormonkeule alles wieder ins Lot zu bringen.

(Wie immer gilt: Das ist meine ganz persönliche Meinung und jeder darf gerne seine eigene Meinung dazu haben ….ich möchte niemandem davon abraten oder zuraten….jeder soll es so handhaben wie er es möchte 😇)

AFD – Alternative ins Nichts

Wisst Ihr was ich sehr beruhigend finde? Die AFD schafft es einfach nicht souverän zu wirken, nicht einmal im Ausland…

Ich schaue in den letzten Wochen immer wieder im BBC-Fernsehen Nachrichten und Dokus…um endlich mal wieder mein Selbstverständnis  die englische Sprache zu sprechen und zu verstehen nicht zu verlieren….

Und heute gab es für 30 Minuten eine Sendung mit Namen „Hardtalk“ und wen hatten die heute zu Gast: Peter Böhringer von der AFD.

Nun  bereits zu Anfang hat er bei den Fragen des Moderators ständig die Lippen zusammen gepresst…das wirkt nicht  selbstbewusst und souverän: lt. Samy Molcho  – einem Spezialisten für Körpersprache  bedeutet das: Eine Informationssperre, die Weigerung – irgendetwas aufzunehmen…die Verhaltenspsychologie spricht von Abwehr und Ablehnung.

Nun, der Moderator spricht mit fester klarer Stimme und stellt seine Fragen. Herr Böhringer hat in den ersten 10 Minuten bei jeder Antwort, eine leise unsichere Stimme – untermalt mit ständigem Auflachen –  was sehr unpassend  wirkt und seine Antworten auch nicht besser macht. Er ist bemüht sich nicht unterkriegen zu lassen….aber er fühlt sich und seine Partei im falschen Licht dargestellt, auch wenn der Moderator Aussagen „zitiert“.

Dazu kann er viele der Fragen nicht wirklich beantworten und versucht sich heraus zu winden.

Mit jedem Satz wird deutlich wie unwohl er sich fühlt, was aber nicht (ausschließlich) an der englischen Sprache liegen kann, das kriegt er ganz gut hin….laut wird er immer dann, wenn der Moderator keine Geduld mit seinen Antworten hat und nachfragt oder ihn auffordert sich direkt zur Frage zu äußern und nicht abzuschweifen…

Wie ich  es mir schon gedacht habe…diese Partei hat zum Glück Den Hang sich selber zu demontieren…denn sobald man hinter die Fassade der „Wir sind dagegen“-Phrasen schaut- sieht man….NICHTS

-keine Antworten auf die Fragen unserer Zeit

-keine Ideen was diese Politik und damit das Land positiv verändern kann

-keine Zukunftsvisionen für Deutschland

Warum noch mal, soll man so etwas wählen?

Es ist die Alternative ins Nichts ….