Plan und Planänderung

Das mit dem festen Plan ist immer so eine Sache…an einem Tag passt alles , am nächsten Tag passt der Plan auf einmal gar nicht mehr….so ging es mir am Samstag.

Plangemäß bin ich also früh nach Hamburg gefahren, hab noch im Großhandel eine Dinge für die Firma besorgt (OP-Masken / Papierhandtücher und Büromaterial) und dann gleich weiter ins Büro.

Schon beim Anblick der Bauarbeiter auf der Baustelle nebenan, merkte ich, wie wenig Lust ich hatte, jetzt zu arbeiten…in meiner Vorstellung sollte die Baustelle nämlich heute NICHT aktiv sein…hahaha

Egal, also Laptop angeworfen und los gelegt und dann begann mein innerer Kampf: hab ich gestern noch darüber geschrieben wie sehr ich in eine Aufgabe eintauchen kann, merkte ich schnell, das heute wird nur oberflächliches planschen

Ich hab ein paar Dinge erledigt…aber es lief zäh…ich WOLLTE einfach nicht tiefer eintauchen und lies mich auch immer wieder leicht von der Baustelle ablenken…gut – also Kopfhörer auf und Musik an….besser….

Dann ging es eine Weile ganz okay und dann wieder: jede neue Zahl, jede neue Buchung, jeder neue Check und Querqueck…. ooooch nööööö…..keine Lust….nach knappen 3 Stunden war Schluss….Bringt mich nicht wirklich weiter und birgt dazu die Gefahr für selbst-produzierte Fehler.

Dann zum 2. Programmpunkt des Tages: Das Gut Wulksfelde besuchen – wandern gehen… die Fahrt mit dem Auto brachte mir auch keine bessere Stimmung….es war….na? ZÄHHHHHH….Die Fahrt dauert eigentlich nur 1/2 Stunde, aber es zog sich durch den dichten Verkehr und JETZT ging meine Laune auf Talfahrt….am Ziel angekommen war war es : voll.

Also bin ich einfach nach Hause gefahren…. und hab mich mit einer Tasse Kaffee und einem Stück Nusskuchen (gestern selber backen) auf die Couch verzogen….während die Sonne wunderschön ins Wohnzimmer strahlte.

Schlagartig fühlte ich mich wieder richtig wohl…..DAS war scheinbar der beste Plan !!

zu früh gefreut

Gestern war ich rundum zufrieden. Mit mir selbst, dem Wetter, einem wichtigen Meeting und mit dem Stand meiner Arbeit…aber so in der hintersten Ecke meines Kopfes hämmerte ein kleiner Vogel: zu früh….zu früh…das ging zu einfach…zu früh…zu früh…

Trotzdem war gestern der Tag wo ich innerlich aufatmen konnte…JETZT ist es fast geschafft…noch ein paar Kleinigkeiten und dann ist der Stress vorbei…diesen kleinen Vogel in meinem Kopf hab ich Beiseite geschoben.

Und was soll ich sagen –genau so war es: Zu früh gefreut – wäre ja auch zu einfach gewesen.

Erst einmal lief es heute eh schon nicht gut….alles war irgendwie zäh: Ich war müde, meine Chefin genervt, der Computer langsam und der Wille zu Arbeiten hat sich versteckt…

Und so hat es mich heute echt auf dem falschen Fuß erwischt als klar wurde das es einen „subsequent event“ gibt, der meinen gerade fertigen Abschluss in Frage stellt und das unmittelbar, also wirklich nur ein paar  Minuten nachdem ich die gerade ALLES fertig hatte. Da möchte mich doch jemand veräppeln.

Ich war nicht mehr gewillt das heute noch näher zu diskutieren oder in irgendeiner Form darauf zu reagieren und hab beschlossen – ich mache heute mal regulär Feierabend. Dieser Kram da, ist Morgen auch noch da – nur ich bin dann hoffentlich wieder aus geschlafen , der Computer läuft schneller und meinen Willen zu Arbeiten hab ich dann wieder gefunden.