Lübecker Weihnachtsmarkt

Lübecker Weihnachtsmarkt

Bereits Mittags war ich mit Schwester und Schwager auf einem der Park-and-Ride Parkplätze in Lübeck verabredet…durch einen unvorhergesehen Stau hab ich länger gebraucht als gedacht und so bin ich erst  um 13.03 Uhr angekommen…irgendwie haben BEIDE Stress gemacht: meine Schwester hatte eine WhatsApp in Großbuchstaben und 2 Fragezeigen geschickt: WO BIST DU?? …da war es GENAU 13 Uhr….boaaaa, dabei hatte ich kurz vorher geschrieben das ich noch ca. 5 Minuten brauche ….mein Schwager hat noch während der Begrüssung gedrängt das der Bus in 3 Minuten fährt… Sag mal geht’s noch…. es ist ein Park-and-Ride-Bus…der fährt alle paar Minuten. Was soll diese Hektik.

Mit dieser Art von Stress wollte ich den Ausflugstag eigentlich nicht starten und habe meinem Unmut auch gleich mal Luft gemacht. Und wie immer schiebt meine Schwester die Schuld auf ihren Mann, wenn dieser es nicht mit bekommt…Dabei ist die genauso ungeduldig wie er selbst…

Sooo der Start war ja schon mal …. super –  yiepieh 😦 …. wo geht’s noch mal  zurück zur Autobahn? Das kann ja ein heiterer Tag werden….

Okay,  als wir dann endlich im nächsten Shuttle-Bus sassen, hat sich dann wieder alles beruhigt und es war ein echt gelungener und lustiger Tag… Eigentlich sollte es den ganzen Tag regnen…zum Glück kam der Regen erst viel später.

Wir sind sogar mit dem Riesenrad gefahren….da hatte ich solche Lust zu…und Lübeck von oben….wunderschön anzusehen….20191207_150340.jpg

Wir sind lange durch die Stadt geschlendert, waren in einem der Niederegger Cafès und dann ist die Sonne auch schon untergegangen und es war urgemütlich auf dem Weihnachtsmarkt, in den Straßen und Gassen…. Es gab Punsch ohne Alkohol dazu Grünkohl für mich, später einen  Eierpunsch und  noch später einen Glühwein… alles lecker…Es war zwar viel los…aber auch hier merke ich  positive Auswirkungen auf meine Angst vor Enge in großen Menschenmengen: es war zu jeder Zeit gut auszuhalten…

Als wir später dann bei Regen und Wind nach einem Restaurant gesucht haben, war es schwierig noch ein Plätzchen zu finden….aber wir hatten Glück und sind in einem GUTEN  vietnamesischen Restaurant gelandet….LECKER ….

Ach ja und obwohl es in der Stadt so voll  war,  die Stimmung war überall freundlich und friedlich und entspannt.

 

Mein Alptraum im Zug

Letzte Woche auf der  Zugfahrt zu meinem neuen Auto, hab ich einen dieser Nahezu-Alpträume erlebt, die mich früher öfter  nachts heimgesucht haben….Dabei fing es  erst mal gar nicht schlecht an.

Der Tag startete bereits um 5 Uhr…um 6 Uhr saß ich am Schreibtisch, um noch so viel arbeiten zu können wie möglich. Feierabend um 13 Uhr ….und um 14.08 Uhr saß ich in der S-Bahn in Richtung Frankfurt-Hauptbahnhof.

  1. In der S-Bahn wagen 5 Teenager die sich so unflätig benommen haben, das mir fast die Spucke weg blieb
  2. Auf den letzten 4 Teilabschnitten zum Hauptbahnhof blieb die Bahn derartig lange stehen, so das mein Zeitpuffer von 20 Minuten dahinschmolz, wie Butter in der Sonne.
  3. Den ICE hab ich noch bekommen….aber dieser war extrem voll…Was wollen die alle an einem Donnerstagnachmittag auf dem Weg nach Straßburg?…. Nun gut…bei der Suche nach einem freien Platz, gab es sehr viel unfreundliche Abwehr, obwohl einige Plätze unbesetzt schienen…aber das sah vielleicht auch nur so aus.
  4. In einem 6er Abteil hab ich dann noch einen Platz bekommen….schön…darüber hab ich mich gefreut und nach ein paar Minuten schon überlegt ob es nicht besser sei, sich einfach auf den Gang zu setzen.
  5. Ich hab mich ganz schmal gemacht….die Handtasche auf dem Schoß und die Tasche mit dem KFZ-Kennzeichen zwischen den Beinen…die Dame links von mir hatte ihren Koffer auf dem Tischchen stehen…und hatte ein Notenblatt in der Hand…quasi stumm sang sie vor sich hin und fuchtelte die ganze Zeit mit der rechten Hand den Takt mit…die Dame schräg gegenüber hatte es nicht mal für nötig befunden ihre Beine anzuziehen, als ich versuchte in das Abteil zu kommen, war ansonsten aber eher starr und stumm. Der Herr mir gegenüber, Typ „übrig geblieben“ grinste mich die ganze Zeit stumm an und die beiden älteren Herren am Fenster unterhielten sich über Belangloses
  6. Es war der heißeste Tag der Woche und bei 36 Grad ausserhalb, war es in dem Abteil warm und stickig….Kopfhörer in den Ohren und Sudoku vor den Augen hab ich versucht mich mantra-ähnlich von all dem abzuschotten. Leider ist es mir nicht gelungen dieses Elend von Fuchtelei  in meinem Sichtfeld auszublenden und meine ganze Kraft brauchte ich, um mich ruhig zu halten.
  7. Als nach fast 2 Stunden dann auch noch klar war, das der ICE es nicht rechtzeitig bis nach Offenburg schafft und ich meinen Anschlusszug NICHT erreichen werde, hab ich gedacht, an diesem Tag werde ich mein Auto garantiert nicht mehr erhalten (Ich hatte einen Fixtermin für 17 Uhr) … WAS also mach ich.
  8. In Offenburg also raus aus dem Bahnhof und die Taxen standen am anderen Ende…also durch die pralle Sonne gerannt und den Taxifahrer gefragt, wie lange er bis nach Kehl braucht (20 Minuten – okay, das würde gerade eben noch so passen) und ob er auch EC-Karten annimmt. Seine Antwort: Steigen Sie ein.
  9. Auf dem Weg unterhalte ich mich mit dem Taxifahrer und sage: ohhh gut das ich mit EC-Karte bezahlen kann und er so: WIE EC? Das geht nicht…nur Bargeld….. Ja, aber danach hab ich doch gefragt… ER so: nein ,das haben Sie nicht?….GRRRRR okay wir einigen uns, er hat mir nicht zugehört….kein Problem fahren sie mich einfach zum nächsten EC-Automaten der auf dem Weg liegt…das klappt.
  10. Sooooo wir kommen rechtzeitig in Kehl an, aber es ist Stau auf dem Weg nach Straßburg…das Taxi steckt fest…dabei kann ich das Autohaus schon sehen…ich rufe an, das ich im Stau stehe und den Rest jetzt Zufuss komme….ich also gleich da bin.
  11. Also Taxi mit 40,60 EUR   (und damit teurer als die ganze Bahnfahrt) bezahlt und ab wieder durch die Sonnen-Hitze und an allen Autos vorbei …ich bin quasi schon halbtot als ich das ankomme…ok,ok…etwas übertrieben….aber so hat es ich angefühlt…lach
  12. Danach geht alles ganz glatt. Ich bekomme ein Glas Wasser, einen freundlichen Verkäufer, eine Quittung und mein Auto…HURRA.
  13. Also ab nach Hause….um es kurz zu machen…2x Stau, einmal zähfließender Verkehr…eine Raststätte mit fettigem Essen und dann bin ich Zuhause…

Der Alptraum steckt in der  Enge des vollen Abteils (ich habe Klaustrophobie), in der Hitze und dem nicht voran kommen und über allem trohnt und droht  der Termin….nach 17 Uhr wäre niemand mehr da gewesen um mir mein Auto zu übergeben….Ich bin bedient.