Mein Alptraum im Zug

Letzte Woche auf der  Zugfahrt zu meinem neuen Auto, hab ich einen dieser Nahezu-Alpträume erlebt, die mich früher öfter  nachts heimgesucht haben….Dabei fing es  erst mal gar nicht schlecht an.

Der Tag startete bereits um 5 Uhr…um 6 Uhr saß ich am Schreibtisch, um noch so viel arbeiten zu können wie möglich. Feierabend um 13 Uhr ….und um 14.08 Uhr saß ich in der S-Bahn in Richtung Frankfurt-Hauptbahnhof.

  1. In der S-Bahn wagen 5 Teenager die sich so unflätig benommen haben, das mir fast die Spucke weg blieb
  2. Auf den letzten 4 Teilabschnitten zum Hauptbahnhof blieb die Bahn derartig lange stehen, so das mein Zeitpuffer von 20 Minuten dahinschmolz, wie Butter in der Sonne.
  3. Den ICE hab ich noch bekommen….aber dieser war extrem voll…Was wollen die alle an einem Donnerstagnachmittag auf dem Weg nach Straßburg?…. Nun gut…bei der Suche nach einem freien Platz, gab es sehr viel unfreundliche Abwehr, obwohl einige Plätze unbesetzt schienen…aber das sah vielleicht auch nur so aus.
  4. In einem 6er Abteil hab ich dann noch einen Platz bekommen….schön…darüber hab ich mich gefreut und nach ein paar Minuten schon überlegt ob es nicht besser sei, sich einfach auf den Gang zu setzen.
  5. Ich hab mich ganz schmal gemacht….die Handtasche auf dem Schoß und die Tasche mit dem KFZ-Kennzeichen zwischen den Beinen…die Dame links von mir hatte ihren Koffer auf dem Tischchen stehen…und hatte ein Notenblatt in der Hand…quasi stumm sang sie vor sich hin und fuchtelte die ganze Zeit mit der rechten Hand den Takt mit…die Dame schräg gegenüber hatte es nicht mal für nötig befunden ihre Beine anzuziehen, als ich versuchte in das Abteil zu kommen, war ansonsten aber eher starr und stumm. Der Herr mir gegenüber, Typ „übrig geblieben“ grinste mich die ganze Zeit stumm an und die beiden älteren Herren am Fenster unterhielten sich über Belangloses
  6. Es war der heißeste Tag der Woche und bei 36 Grad ausserhalb, war es in dem Abteil warm und stickig….Kopfhörer in den Ohren und Sudoku vor den Augen hab ich versucht mich mantra-ähnlich von all dem abzuschotten. Leider ist es mir nicht gelungen dieses Elend von Fuchtelei  in meinem Sichtfeld auszublenden und meine ganze Kraft brauchte ich, um mich ruhig zu halten.
  7. Als nach fast 2 Stunden dann auch noch klar war, das der ICE es nicht rechtzeitig bis nach Offenburg schafft und ich meinen Anschlusszug NICHT erreichen werde, hab ich gedacht, an diesem Tag werde ich mein Auto garantiert nicht mehr erhalten (Ich hatte einen Fixtermin für 17 Uhr) … WAS also mach ich.
  8. In Offenburg also raus aus dem Bahnhof und die Taxen standen am anderen Ende…also durch die pralle Sonne gerannt und den Taxifahrer gefragt, wie lange er bis nach Kehl braucht (20 Minuten – okay, das würde gerade eben noch so passen) und ob er auch EC-Karten annimmt. Seine Antwort: Steigen Sie ein.
  9. Auf dem Weg unterhalte ich mich mit dem Taxifahrer und sage: ohhh gut das ich mit EC-Karte bezahlen kann und er so: WIE EC? Das geht nicht…nur Bargeld….. Ja, aber danach hab ich doch gefragt… ER so: nein ,das haben Sie nicht?….GRRRRR okay wir einigen uns, er hat mir nicht zugehört….kein Problem fahren sie mich einfach zum nächsten EC-Automaten der auf dem Weg liegt…das klappt.
  10. Sooooo wir kommen rechtzeitig in Kehl an, aber es ist Stau auf dem Weg nach Straßburg…das Taxi steckt fest…dabei kann ich das Autohaus schon sehen…ich rufe an, das ich im Stau stehe und den Rest jetzt Zufuss komme….ich also gleich da bin.
  11. Also Taxi mit 40,60 EUR   (und damit teurer als die ganze Bahnfahrt) bezahlt und ab wieder durch die Sonnen-Hitze und an allen Autos vorbei …ich bin quasi schon halbtot als ich das ankomme…ok,ok…etwas übertrieben….aber so hat es ich angefühlt…lach
  12. Danach geht alles ganz glatt. Ich bekomme ein Glas Wasser, einen freundlichen Verkäufer, eine Quittung und mein Auto…HURRA.
  13. Also ab nach Hause….um es kurz zu machen…2x Stau, einmal zähfließender Verkehr…eine Raststätte mit fettigem Essen und dann bin ich Zuhause…

Der Alptraum steckt in der  Enge des vollen Abteils (ich habe Klaustrophobie), in der Hitze und dem nicht voran kommen und über allem trohnt und droht  der Termin….nach 17 Uhr wäre niemand mehr da gewesen um mir mein Auto zu übergeben….Ich bin bedient.

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