Interpretations-Spielraum

oder wenn Bilder nicht die ganze Wahrheit sagen

Seit dem Telefonat mit dem Kardiologen Freitag hab ich mich verständlicherweise unwohl gefühlt…aber er hat es vorsichtig formuliert und so war ich zwar besorgt, aber nicht in Panik.

Das änderte sich erst, als ich dann Montag bei seiner Urlaubsvertretung saß. Man merkte ihr an, sie hatte keinen Bock darauf mich als Patientin für diesen Termin zu übernehmen…also wir haben eindeutig nicht auf derselben Ebene kommuniziert…sie war biestig und überheblich…ich nervös und leicht überdreht. Aber okay – da mussten wir jetzt Beide durch.

Ihre Interpretation des Befundes (denn ich bis dato ja noch nicht einmal richtig kannte) malte mir kein ganz so vorsichtiges Bild…ihre Worte waren drastisch und kalt und klangen absolut und unumstößlich. Danach kam erst die Aufklärung, was bei einer Herzkatheter-Untersuchung passieren kann…aber das hat mich dann schon kaum noch interessiert…Ich war einfach nur erschlagen von ihrer „Diagnose“.

Bis zur Untersuchung Mittwoch fühlte ich mich damit dann echt überfordert. Ja klar, ich hab funktioniert, hab meine Wohnung geputzt und mich auf eine längere Abwesenheit eingestellt….hahaha …. hab alles geregelt, was ich so regeln kann, immer alles mit einem mehr als unguten Gefühl.

Hab meinen Arbeitgeber informiert und den letzten Urlaubstag aufgehoben, um noch ein paar wichtige Dinge zu erledigen, bevor ich für 1-2 Tage (oder länger) ausfalle.

Mittwochmorgen ging es dann früh nach Hamburg in die Klinik….und der Leiter der kardiologischen Praxis, war auch der Arzt der diese Untersuchung bei mir durchführte. Ein sehr ruhiger und netter Arzt..hab mich gut aufgehoben gefühlt und er hat aufgrund der Bilder vom Herz-CT auch mit einer erheblichen Störung des Blutflusses durch die Arterien gerechnet…meinte aber auch – dafür machen wir das ja jetzt mit dem Herz-Katheter, um zu schauen inwieweit die 1. Annahme durch das Herz-CT recht behält. Na das klingt doch ganz anders, als die Ärztin aus seiner Praxi.

Die Untersuchung an sich, war absolut schmerzfrei. Bei Frauen wird es meistens über das Handgelenk gestartet, bei Männern eher über die Leiste. Zuerst gab es einen Zugang mit einer örtlichen Betäubung und dann noch ein Medikament zur Beruhigung…ich hatte um ein „LMAA“-Gefühl gebeten…Antwort des Arztes: genau das kriegen sie.

Wie genau dann der Katheter durch die Arterien bis zur linken Herzkammer geschoben wurde, hab ich echt nicht mitbekommen und auch das Kontrastmittel, welches dann noch gespritzt wurde, hab ich nicht gespürt..der Arzt hat sich ruhig und locker mit mir unterhalten…hat mir erklärt was er da sieht. Und jetzt sah das Bild, was er beschrieb, zwar nicht gut aus, aber auch nicht so hochgradig schlecht, wie das statische Bild aus dem Herz-CT vermuten ließ.

Eine Entwarnung hab ich nicht bekommen…ich habe an allen DREI Arterien Verkalkungen, die den Durchfluss des Blutes behindern und das mehr, als für mein Alter angemessen wäre. Bei Zweien sind die Verengungen jedoch „nur“ über 50% (Stents werden erst bei über 70% gesetzt) und bei der Dritten Arterie gibt es eine Abzweigung, die direkt hinter der Abzweigung zu mehr als 90% verengt ist. Aber da möchte er im Moment nichts machen, weil das eine unglückliche Stelle ist, und wenn diese Verästelung auch nicht mehr mit Blut versorgt werden sollte, können das die anderen Arterien noch ausgleichen.

Ich werde jetzt mit Cholesterin-Senkern, Blutdruck-Senkern und Blutverdünner konventionell behandelt, aber langfristig komme ich um eine OP nicht herum…und das wird dann auch nicht unbedingt mit Stents zu lösen sein…und wenn doch, dann ist es nur eine Zwischenlösung. Aber für den Moment kann ich so weiterleben.

Aber um mich nicht allzu sehr jubeln zu lassen, gibt es noch ein weiteres Problem…allerdings betrifft das die Lunge. Die Untersuchung hat eine Auffälligkeit an einem der oberen Lungenlappen sichtbar gemacht…ich werde also jetzt weiter zum nächsten Facharzt pilgern…

Jetzt mit ein paar Tagen Abstand bin ich sehr zufrieden…ich lebe noch und ich kann auch weiter leben … und ja ich werde irgendwann unter dem Messer liegen – aber eben nicht JETZT.

Jetzt erhole ich mich von der ganzen Aufregung und gewöhne mich an den Gedanken nicht mehr ganz so gesund zu sein, wie ich glaubte. Wie immer bin ich sehr dankbar für mein Leben und den Grad der Gesundheit, den ich nun habe. Es hätte auch schlimmer kommen können .

Hätte es nicht so bleiben können?

Und gerade als der Stress im Job und die Herausforderung mit meiner Schwester wieder beherrschbar wurde, kamen ja, so ganz nebenbei, auch schon meine eigenen kardiologischen Untersuchungen, die mich an 4 von 5 Werktagen immer wieder von Termin zu Termin trieben….jaaa so langsam wird es ….und am kommenden Montag hab ich zum vorläufigen Abschluß noch ein Herz-CT.

Samstag war ich dann endlich mal wieder richtig gut entspannt, weil ich nicht die gleiche Problematik mit dem Herzen habe, wie meine große Schwester….mein Lipoprotein A ist fast nicht nachweisbar…nur mein Cholesterin ist leicht zu hoch…alle anderen Blutwerte sind okay und auch mein Herz machte im Ultraschall keine auffälligen Purzelbäume (Verräter – warum versteckst Du Dich ausgerechnet jetzt)…nur der Blutdruck ist permanent, trotz Tabletten, viel zu hoch…es gibt also Neue Tabletten.

Den Samstagmittag war ich mit meiner Schwester in einem tollen Restaurant, in der Nähe der Reha und es regnete und stürmte – aber es war trotzdem ein toller Tag.

Mir ging es am Sonntag soooo gut, das ich morgens ins Fitnessstudio gefahren bin und am späten Nachmittag noch eine Walkingrunde absolvierte….man ging es mir gut – so richtig fit und kraftvoll, wie schon länger nicht mehr. Perfekter Ruhepuls.

Hätte es nicht so bleiben können?

Diesen Montag im Homeoffice lief es ganz okay, aber gegen Abend bekam ich Schüttelfrost und sehr starke Kopfschmerzen…Nanu – vertrage ich die neuen Tabletten nicht? In der Nacht taten mir alle Glieder weh – oder war es Muskelkater vom Fitness-Studio? Ich konnte es nicht einordnen – allerdings konnte ich die Nacht kaum Schlafen vor Schmerzen…konnte nicht liegen und war zu kaputt zum Stehen.

Morgens im Homeoffice fühlte ich mich dann zerschlagen und nach einem Telefonat mit einer Kollegin, hab ich dann vorsichtshalber einen Corona – Schnell-Test gemacht…tja – was soll ich sagen:

Das ist das erste Mal seit fast 3 Jahren das so ein Test bei mir positiv ausfiel…..Okay – jetzt hab ich tatsächlich auch ganz offiziell Corona. Fieber, Kopfschmerzen, Gliederschmerzen und Schlappheit begleiten mich zu den täglich positiven Tests also seit 3 Tagen.

Inzwischen geht es mir wieder besser….aber noch nicht richtig gut. Ich arbeite weiterhin, habe aber nur 3/4 Tage – alles ohne Krankschreibung …aber ich schone mich sehr viel und mache nur das, was gerade am Nötigsten ist…den Rest der Zeit ruhe ich auf der Couch und Schlafen gehe ich auch sehr früh.

Na die restliche Woche schaffe ich so auch noch….hoffe das bis zum Wochenende alles wieder negativ ist…vorsichtshalber hab ich schon mal den Samstag bei meiner Schwester abgesagt. Sie hat bisher keine Symptome und auch die Tests sind negtiv- das soll auch so bleiben.

Rotes Linsen-Dal und Naan-Brot aus der Pfanne

Was ich total lieb fand: als ich mich krankgemeldet habe, hat meine liebe Kollegin gefragt, ob sie etwas für mich einkaufen soll…wie nett ist das denn. Allerdings würde ich nur in einem absoluten Notfall auf so ein Angebot eingehen.

Wie immer kommt augenblicklich meine innere Scheu zurück, Niemandem zur Last fallen zu wollen und das Gefühl, es ist nur eine verbale Nettigkeit (obwohl ich bei ihr weiß, sie hat das Angebot ernst gemeint).

Aber meine Scheu neue Menschen tatsächlich in mein privates Leben zu lassen, ist einfach zu groß geworden – ja ich hab mittlerweile ein echtes Vertrauensproblem (der letzte Versuch war die Einweihungsfeier vor einem Jahr, die ja dann doch nicht stattgefunden hat).

Allerdings war so ein Hilfs-Angebot auch gar nicht nötig. Ich bin für solche Tage ja bestens vorbereitet…hab viele fertig gekochte Gerichte im Gefrierschrank….u.a. auch deftige Rindfleisch- und Hühnersuppen…dazu allerlei Gerichte, die man schnell mit Reis oder Nudeln essen kann. Mein Kühlschrank hatte außerdem genügend frisches Gemüse parat und auch Obst hatte ich für ein paar Tage.

So hab ich außer schlafen, dösen und Essen auftauen, eigentlich nichts weiter gemacht…

Donnerstag war dann der Tag an dem ich mal wieder etwas gekocht habe…auch ein Essen, das durch meine Vorratshaltung schnell und unkompliziert zu machen war: ein Rotes-Linsen-Dal…also ein indisches Curry-Gericht mit Roten Linsen, Zwiebeln, Knoblauch, Koriander, Kreuzkümmel, Tomatenmark, Dosentomaten und Kokosnuss-Milch…den Ingwer hab ich weggelassen, dafür etwas Rotweinessig hinzugefügt und mit einer Zucchini ergänzt…und da ich immer noch kein Garam Masala-Gewürz hab, gab es ein mittelscharfes Thai-Curry-Gewürz und es passt perfekt.

Das ist das tolle an Currys (als Gericht), das man Curry (als Gewürz) in jeglicher Kombination ganz nach eigenem Belieben wählen kann….es schmeckt jedes Mal ein wenig anders…und immer lecker und mach Mal noch leckerererer. Jedes Curry-Gewürz ist ja auch eine Mischung aus verschiedensten Gewürzen.

Für den ersten Tag hatte ich als Beilage Reis. Für Freitag hab ich dann noch frisches Naan-Brot gebacken, nachdem ich noch einen Natur-Joghurt im Kühlschrank fand.

Ich hab schon öfter Naan-Brot in der Pfanne gebacken, aber noch nie ist es so fluffig und lecker geworden…ich hab durch meine eigenen notwendigen Ausruh-Zeiten, die Gehzeiten für den Hefeteig auf 3 x mindestens 1 Stunde herausgezogen…Einmal nach Kneten des Grundteigs, dann nach dem Portionieren und ein drittes Mal nach dem Ausrollen der Fladen, danach ging es direkt in die Bratpfanne bei mäßiger Hitze und das Ergebnis ist phantastisch:

Ich hab gleich alle 6 kleinen Fladen gebacken und 4 davon, nach dem Auskühlen, direkt luftdicht eingefroren….Die anderen Beiden hab ich direkt vertilgt…yummy.

Und weil ich noch von den Vortagen etwas Tomatensoße aufgetaut im Kühlschrank stehen hatte und 2 Paprika verarbeitet werden mussten…hab ich noch einen kleinen Pizzateig fürs Abendessen gemacht und eine sehr dünne Paprika-Zwiebelpizza gebacken. Ganz vorne sieht man wie knusprig sie an den ganz dünnen Stellen geworden ist….wäre ich nicht noch krank, hätte es dazu ein schönes Glas Weißwein gegeben…so blieb mir nur ein Glas Wasser…seufz:

Mit rostiger Stimme – aber es geht aufwärts

Langsam wird es wieder besser….was ich nach der letzten Nacht kaum noch erwartet hatte. Geschlafen habe ich wenig …denn kaum lag ich im frisch bezogenen Bett, schon wurde der Husten immer heftiger, die Nase war zu, genau wie die Nasennebenhöhlen und auf der Brust lag gefühlt immer noch der Sandsack….was für eine bescheuerte Situation. An Schlaf war so nicht zu denken.

Also bin ich mit Bettdecke und Kopfkissen auf die Couch ins Wohnzimmer…mit jeder Menge Kissen hab ich mich fast aufrecht-sitzend in eine Ecke der Couch verzogen….so zumindest lies der Husten etwas nach, zumindest wenn ich nicht versuchte zu tief einzuatmen. Meine Nase fühlte sich vom Schnäuzen schon ganz wund an….aber langsam schien sich der festsitzende Schleim etwas zu lösen.

Die Nacht war auf diese Weise unruhig und sehr kurz….als ich gegen Morgen wieder einmal hochschreckte, bin ich zurück ins Bett gegangen….Der Schnupfen hatte genauso nachgelassen, wie der Husten.

Nach einem erneuten privaten Corona-Test, der noch immer negativ war, bin ich am Morgen zur Apotheke gelaufen…ganz langsam….und hab mir ein pflanzliches Mittel zum Schleimlösen besorgt…es wird Zeit, das der Sandsack auf meiner Brust verschwindet.

Ich bin noch schlapp, vor meiner rostigen Stimme erschrecken sogar die Nachbarn (und auch die Kollegen mit denen ich am Freitag noch telefoniert habe)…aber teilweise kann ich sogar schon wieder durch die Nase atmen…das wiederum schont meine Schleimhäute im Rachen…die jetzt nicht mehr ständig durch die Mundatmung austrocknen.

Und zum ersten Mal seit 6 Tagen fühlt es sich besser an. Noch nicht gut – aber immerhin besser.

Also meine „Grippe“ ist fast überstanden….6 Tage lang hintereinander bin ich nun negativ getestet…also kein Corona…zumindest nicht nachweisbar.

Das Kartenspiel der Symptome

Erfahrungen sind das, was am Ende des Tages übrig bleiben….wieder mal, kommt mir dieser Spruch in den Sinn. Diese Woche war voll von Erkenntnissen: Alten und Neuen…und ich weiß nicht, ob ich alle gut finde.

In den letzten 2 Jahrzehnten kann ich mich nicht erinnern, jemals wegen der richtigen GRIPPE krank gewesen zu sein…ja klar, mal einen grippalen Infekt hier und da, mal 2 Tage, auch mal 3-4 Tage….aber nie, das ich wirklich eine Woche wegen Husten, Schnupfen oder Halsschmerzen ausgefallen bin und schon gar nicht, das ich mich nach 5 Tagen akuten Krankseins immer noch so elendig krank fühle.

Ich habe mir auch nie die Grippeschutz-Impfung abgeholt, die in meiner alten Firma sogar in der Firma für alle ganz unkompliziert angeboten wurde….meine Abwehrkräfte haben alles immer auch ohne die Impfung gut weg gesteckt. Ich bin absolut FÜR Impfungen….hatte aber immer mehr Angst vor der Nadel bei der Impfung – als vor der Grippe (Habe aber ansonsten ALLE empfohlenen und notwendigen Impfungen seit der Kindheit und immer bei Bedarf im Laufe des Lebens aufgefrischt.)

Und auch wenn jetzt alle Antigen-Tests in dieser Woche immer noch negativ ausfallen, während ich gleichzeitig alle Symptome des Corona-Virus habe….bin ich unendlich dankbar, das ich mich rechtzeitig mit allen 3 Schutzimpfungen gegen Covid19 habe impfen lassen. Inzwischen ist meine Furcht vor Nadeln merklich kleiner geworden (hier hat das Blutspenden tatsächlich geholfen die Angst abzubauen).

Ich spiele gerade das Spiel: ziehe maximal 5 Symptom-Karten pro Tag:

1.Tag: starke Halsschmerzen, Schluckbeschwerden, Kopfschmerzen, Müdigkeit,

2.Tag: Halsschmerzen, starke Schluckbeschwerden, Atemprobleme, Kopfschmerzen, starke Müdigkeit

3.Tag: leichte Halsschmerzen, leichte Schluckbeschwerden, Atemprobleme, Schnupfen, Müdigkeit

4.Tag: Atemprobleme, starker Schnupfen, starke Kopfschmerzen, leichter Husten,

5.Tag: immer noch Atemprobleme, starker Schnupfen, starker Husten

Ich mag es mir nicht ausmalen, wie diese Tage ohne die Covid19 Impfungen gewesen wären. Das ist eine gute Erkenntnis.

Eine positive Erkenntnis ist auch, das meine restliche Kern-Familie (Schwester+Schwager) sich jetzt wirklich täglich erkundigt, wie es mir geht….

Eigentlich wollte ich jetzt noch über die weniger guten Erkenntnisse scheiben…aber das mache ich doch lieber zu einem anderen Zeitpunkt…wahrscheinlich bin ich gerade nicht objektiv genug…meine angeschlagene physische Situation macht mich empfindlich.

Pläne durchkreuzt

Nach dem schönen Ausflug am Samstag, blieb ich am Sonntag bis zum Nachmittag zuhause…dann bin ich ins Fitnessstudio gefahren.

Ich hab moderat trainiert…d.h. mich nicht ausgepowert, aber trotzdem die Gewichte etwas erhöht….außerdem hab ich 3,5km auf dem Rudergerät verbracht…immerhin startet in der kommenden Woche jetzt endlich der Kajak-Grundkurs.

Frisch geduscht und total zufrieden komme ich wieder zuhause an…und nach ca. 2 Stunden starten die Halsschmerzen…schnell wird aus dem leichten Halskratzen mehr….viel mehr, dazu kommen Kopfschmerzen und die Nase läuft auch…

In der Nacht bekomme ich, auf dem Rückenliegend nur schwer Luft ( die Nase war zu und durch den Mund ging es gerade so eben)…wären meine Mandeln nicht schon entfernt, hätte ich vermutet, das diese stark geschwollen sind…aber es waren wohl die Lymphknoten die anschwollen…ich bekam starke Schluck-und Atemprobleme…das hatte ich das letzte Mal kurz bevor mit die Mandeln vor 15-16 Jahren entfernt wurden…damals kam mir das Wasser, welches ich trinken wollte, aus der Nase wieder heraus, so zugeschwollen war mein Hals…Ganz so schlimm war es jetzt zum Glück nicht…aber immerhin so beunruhigend, das ich den Rest der Nacht eher sitzend geschlafen habe….so ging es mit dem Atmen.

Ich hab mich also Montagmorgen erst einmal in der Firma krank gemeldet…im Laufe des Tages kamen dann noch ein paar andere Symptome hinzu…der private Corona-Test war negativ und in die Arztpraxis durfte ich nur mit einem offiziellen Corona-Test, der dann aber auch negativ sein musste…dafür bekam ich dann aber noch einen Arzttermin am frühen Abend.

Der Gang zum Testzentrum in ca. 600m Entfernung, zeigte meine Kurzatmigkeit und mir wurde schwindelig…war froh als ich wieder zuhause war….Testergebnis: negativ.

Die Autofahrt zum bisherigen Hausarzt in Pinneberg, brachte mir die Erkenntnis, das ich mir wohl doch mal einen hier Vorort suchen sollte…Aber inzwischen vertraue ich dem Arzt und er hat mich kurz angehört und untersucht und ist der Meinung das ist dann wohl jetzt „meine Portion Omikron ist“, weil alle Symptome darauf hindeuten, auch wenn die Tests bisher negativ sind….was wohl an der 3fach Impfung liegt.

Einen PCR-Test hab ich nicht bekommen…aber eine Krankmeldung bis Ende dieser Woche…und ich hab nicht widersprochen.

Inzwischen ist es der 3. Tag den ich mich elendig fühle…inzwischen sind die Halsschmerzen etwas zurück gegangen, dafür hab ich den Eindruck es liegt ein Sandsack auf meiner Brust.

Das heißt aber auch: es wird nichts mit dem Kajak-Kurs…und DAS macht mich schon sehr traurig…es sind ja nur 4 Termine und 2 werde ich auf jeden Fall verpassen….aber der Verein hat mir ein anderes Angebot gemacht…ich muss mal schauen, ob das für mich infrage kommt.

Naja – ich kann es jetzt nicht ändern….und versuche bestmöglich gesund zu werden: schlafe viel und ruhe mich tatsächlich aus…mein Körper arbeitet sich an den verschiedenen Symptome nacheinander ab, das ist nervig und es ist nicht schön sich so krank zu fühlen…aber so geht es immerhin voran…und dann hoffe ich das ich bis Ende der Woche wieder fit bin…wenn nicht geht es noch einmal zum Arzt…

beginnendes Sehnen nach….

…Bewegung in der Natur.

So langsam bekomme ich einen Wohnungs-Koller…und ich werde ungeduldig. Wie lange dauert das denn noch, mit dem Gesund-werden.

Montag Abend war mein letzte Walkingrunde….heute ist Sonntag. Gestern Abend hab ich mich zu einem kleinen Spaziergang motiviert und der tat schon mal gut. Aber ich bin ganz langsam und nur etwas mehr als 2km gegangen….das tat nicht nur meinem Körper, sondern auch meiner Seele gut.

Dieser grippale Infekt ist hartnäckiger als erwartet, da ich nach jeder kleinen Aktion außer Atem bin…selbst wenn ich nur Wäsche auf eine Leine hänge…danach bin ich wieder müde und schlafe eine Weile…meine Nase läuft dabei ununterbrochen und die Niesanfälle sind so heftig und langanhaltend, das zweitweise mein Zwerchfell zu verkrampfen scheint….das Luftholen zwischen den einzelnen Niesern wird dadurch beeinträchtigt. Zum Glück hab ich kein Fieber mehr und die Gliederschmerzen gehen zurück.

So langsam bin ich es leid…ich hab eine Menge Geduld bewiesen in dieser Woche…aber jetzt werde ich ungeduldig…ich möchte wieder RAUS…ich möchte in die Natur…ich möchte wieder gesund sein.

Wahrscheinlich kommt meine Ungeduld 1-2 Tage zu früh…weil eben so ein Infekt i.d.R. bei 7-8 Tagen liegt… aber ich MAG nicht mehr….manno

Dieser Sehnsucht nach Natur werde ich jetzt nachgeben. Ich hab beschlossen einen Spaziergang im Wald zu machen….gaaaaanz sutsche …immer schön langsam.

Ich werde auf jeden Fall Morgen wieder arbeiten gehen, da unser 3er Team aktuell nur aus 1 Person besteht…und die braucht am Montag einen freien Tag….also hab ich mich bereit erklärt, auf jedne Fall  am Montag wieder arbeiten zu kommen…aber mit dem Hinweis, das ich wahrscheinlich noch nicht voll einsatzfähig sein werde…

 

 

 

Essen für die Gesundheit

Also nach der leckeren Hühnersuppe gestern, und gleich mal 2 Notfall-Rationen eingefroren, hab ich heute mit dem Gesund-Essen weiter gemacht.

Und selbst wenn es nicht hilft – so schmeckt es wenigstens….und belastet meinen Magen nicht zu sehr.

Frühstück: Quark mit Joghurt gemicht, etwas Regionalen Bio-Honig untergerührt …dazu Haferflocken (senken den Blutdruck und sättigen lange) und Blaubeeren (die haben soooo viel gesunde Inhaltsstoffe die ich hier gar nicht in aller Kürze aufführen kann: auf jeden Fall viele Antioxidantien, Polyphenole und Vitamine) und  2 Walnüsse (die Omega3-Fettsäuren und vieles mehr)

Mittagessen: Milchreis  (B-Vitamine im Reis)   mit Zimt und Zucker (DIE Kombination  ist gut für die Seele)

Abendessen: gegrilltes Lachssteak (Omega3 Fettsäuren) mit frischen gebratenen Paprika, Lauchzwiebeln und Tomaten

Na – das ist doch wohl mal ein gesundes Tagesmenü oder?  Gut das ich mich nach Jeder Kochaktion wieder hinlegen konnte. Denn mehr muss ich aktuell nicht tun, außer gesund werden…

…..gut das ich  jetzt eine Spülmaschine habe….so bleibt mir zumindest der größte Teil des Abwaschs erspart.

 

Hühnersuppe – macht gesund?

Krank sein macht  einfach keinen Spaß.

Nach knappen 2 Tagen zuhause, musste ich heute

  1. meine Krankmeldung abgeben
  2. Lebensmittel einkaufen

Da inzwischen meine Nase einem tropfenden Wasserhahn gleicht, fand ich die Idee aus dem Haus zu gehen, jetzt nicht soooo dolle…aber was sein muss – muss sein.

Bin also erst mal zur Firma gefahren um die Krankmeldung abzugeben…die beiden Damen am Empfang schauten mich schon ganz erschrocken an… ich hab aber nur den Schein rüber gereicht und bin gleich wieder los.

Mit einer Kollegin und Chefin hab ich noch per WhatsApp gechatted….leider bin ich nicht die Einzige aus unserem 3er Team, die krank ist….ohhha.

Als nächstes bin ich zum großen Supermarkt zum Einkaufen, da bekomme ich relativ schnell was ich haben möchte. Ich brauchte so ziemlich alles, was ich jetzt gerne hätte: frisches Obst, frisches Gemüse, Milch für Milchreis, Fadennudeln und  Hühnerfleisch für eine Suppe, frischen Fisch….Also hab ich mal „kurz“ einen Rundumschlag gemacht…und zum Schluss war nicht nur das Einkaufen beendet…sondern auch ich am Ende meiner Kräfte.

Also nun schlafe ich gleich erst einmal eine Runde auf der Couch….und später koche ich eine frische Hühnersuppe.

Wissenschaftlich ist inzwischen erwiesen, das Hühnersuppe zwar keine aktiven Wirkstoffe zur Linderung von Erkältungssymthomen hat, aber sie ist eben heiß und hat viele Nährstoffe die ein geschwächter Körper brauchen kann. So eine heiße Suppe fördert die Durchblutung und damit verteilen sich auch  die Immunzellen besser  im Körper. Also eher eine Art  Placebo-Effekt führt dazu, das die meisten Menschen sich nach dem Verzehr einer frischen Hühnersuppe einfach besser fühlen. Und bekommt man sie dann noch ans Bett gebracht, ist das genau so viel Wert, als wenn die Mutter ihrem Kind über den Kopf streichelt…es hilft der Seele.

Okay, also ich muss mir die Suppe schon selber kochen….aber ich freue mich schon darauf..später…denn  erst muss ich noch etwas schlafen…

 

 

 

So…jetzt aber

…jetzt bin ich wenigstens nicht mehr halb-krank….sondern krank.

Heute Vormittag ging es mit mir derartig bergab, das ich mich bei meiner Vorgesetzten abgemeldet habe und nach Hause gegangen bin. Mir tun alle Knochen weh, mir ist schon seit gestern erbärmlich kalt, mein Kopf schmerzt und ist zu. Ich hab erhöhte Temperatur und mir ist schlecht.

Eigentlich wollte ich mich nur heute ausruhen und morgen dann wieder arbeiten. Aber dann musste ich mich übergeben und zusätzlich hab ich das Gefühl als ob ich „Muskelkater“ in den Rippen habe…also mein Rippenfell tut ebenfalls weh.

Also bin ich heute Nachmittag dann doch zum Arzt gegangen. Gut das ich mir bereits einen Hausarzt gesucht hatte, so ging es unkompliziert…auch wenn ich fast 1,5 Stunden im vollen Wartezimmer saß.

Na …wer bis dahin nicht krank war, ist es spätestens dann. Bis Ende der Woche bin ich jetzt krank geschrieben…Das fand ich zuerst übertrieben, aber inzwischen bin ich ganz froh…Jetzt kann ich mich auskurieren.