Erdbeeren – mit einem Gefühl von Luxus

Gestern hatte ich so ein leichtes Gefühl von Luxus.

Jeder definiert Luxus allerdings für sich selbst anders. Für mich war es nach dem Großeinkauf (Vorräte auffüllen) das Gefühl, ohne weitere Verpflichtungen, zuhause auf dem Balkon zu sitzen und eine große Schale der süßesten Erdbeeren zu verspeisen, die ich seit langem bekommen habe.

Das Kilogramm Erdbeeren vom Erdbeerhof kostete 9,90 EUR und ich habe 2 Schalen mit je knappen 500g gekauft.

Eine Schale davon habe ich nur gewaschen und geputzt…und mit dieser Schale saß ich dann draußen und habe eine Erdbeere nach der anderen, genüsslich verputzt.

Ich habe nichts nebenbei gemacht…und fühlte mich einfach glücklich und empfand es als unerhört luxuriös diese sehr süßen Früchte essen zu können.

Ich habe die Erdbeeren gekauft, ohne ein Ziel damit zu verfolgen…also ich wollte keine Marmelade kochen und auch keinen Kuchen damit backen….ich wollte es normal als Obst essen.

Und ja, natürlich kann man auch Erdbeeren günstiger kaufen, im Supermarkt, beim Discounter….aber die schmecken eben nicht so gut, wie die frischen Erdbeeren von nebenan. Ich kaufe keine Erdbeeren aus dem Ausland und auch nicht außerhalb der Saison. Erdbeeren im Winter galt mal als Luxus…für mich ist das eher Unsinn, als Luxus.

Gemüse und Obst aus heimischem Anbau, direkt nebenan ist teurer, weil bei uns die Kosten, vor allem für Löhne höher sind, als anderswo. Aber wenn wir wollen, das unsere Bauern auch weiterhin produzieren, dann benötigen wir auch die Konsumenten die es kaufen…sonst brauchen wir uns nicht zu wundern, wenn unsere Bauern einer nach dem Anderen aufgibt.

Und ja, na klar – man muss es sich auch leisten können…ich weiß, das kann oder will aktuell nicht jeder. Auch ich achte auf das Geld und kaufe nicht wahllos…aber manchmal – manchmal müssen es eben genau diese Erdbeeren sein….deshalb hab ich wahrscheinlich das Gefühl von Luxus.

Erdbeeren sind teilweise sogar teurer als unser Edelgemüse Spargel….und eigentlich ist es schade, das gerade die deutschen Erdbeeren so teuer sind…aber es ist auch echte Knochenarbeit diese Früchte zu ernten….und ich bin dankbar, das die Erntehelfer diesen Job übernehmen.

Noch vor ein paar Jahren bin ich manchmal zu den Erdbeerfeldern gefahren und habe mir meine Portionen selber gepflückt…mehr so als Event…aber wenn ich das stundenlang machen müsste, um mir mein Geld damit zu verdienen…ohhhje – Respekt wer das macht, damit ich mir, in relaxter Liegestuhlhaltung, diese Erdbeeren gönnen kann.

Schwimmbad – warten und ausweichen

Es ist immer noch stürmisch, nass und kalt und so wirklich wollen, außer ein paar kurzen Momenten, keine Frühlingsgefühle aufkommen….ich ziehe immer noch meine Winterjacke an und bei meiner Walkingrunde gestern Abend, hab ich neben der Mütze auch die Kapuze meiner Sweatjacke und die Kapuze meiner Winterjacke drüber gezogen….der Wind blies heftig-böig über die Felder…brrrrrrr

Relativ spontan hatte ich gestern Mittag meine Tasche fürs Schwimmbad gepackt. Ich will schon seit ein paar Wochen endlich mal wieder schwimmen gehen, hatte aber immer noch die Befürchtung, das das Wasser jetzt zu kalt ist und die Duschen nicht heiß. Aber wenn ich nicht endlich mal hinfahre, werde ich es nie herausfinden.

Ich hatte bewusst den Mittag ausgewählt, in der Hoffnung, das dann die meisten Menschen eher beim Mittagessen sitzen, anstatt im Wasser zu planschen….der Parkplatz war voll…na das kann ja heiter werden.

In den Umkeide-Räumen für Frauen war dann ein lautes herumgewusele von ca. 15 Mädchen zwischen ca.14-18 Jahre…alle waren aufgedreht und laut und es hallte in dem Raum und mir klingelten die Ohren….ohhhhhje….in den Duschen dann das Gleiche und ich musste warten…die wollten und wollten einfach nicht fertig werden mit dem Duschen…ohhh Leute…das ist doch kein Cafe…ich hab mich dann immer unter die Dusche gestellt, die mal für eine Weile unbenutzt blieb, weil das entsprechende Mädel erst einmal mit einer anderen Plaudern musste…hatte es ihnen auch gesagt, aber sie verstanden kein Deutsch und scheinbar auch kein Englisch…egal…ich hab mich ja nur kurz geduscht: nass machen, einseifen, abbrausen…fertig und raus war ich. Es war ein osteuropäischer Akzent…den ich im gesamten Bad noch öfter gehört habe….vermutlich ein Ausflug für Flüchtlinge…aber das ist reine Spekulation…mich stört Lautstärke immer – egal in welcher Sprache.

Dann endlich hinein in das kalte Sportbecken. Es war schon immer kalt und ich hätte nicht zu sagen vermocht ob es nun ein Grad kälter war, als vor der Energiekrise…es war auf jeden Fall wie immer: ziemlich kalt. Da hilft bei mir nur schnell die Schwimmbrille aufziehen und mit dem Bahnen-Schwimmen zu beginnen.

Das war jedoch gar nicht so einfach…Ein Teil war abgesperrt, damit Kinder schwimmen lernen konnten…das ist wirklich super und ich meine es so….aber das, was dann noch vom Becken übrig blieb, mussten sich die Schwimmer mit dem Einer-Sprungbrett und teilweise mit dem 3-Meter Sprungturm teilen, der immer mal wieder freigegeben wurde.

In den ersten 10 Minuten war ich mehr mit ausweichen, als Schwimmen beschäftigt…aber dann sind die meisten Kids in den anderen Teil des Bades gegangen und ich konnte endlich ruhig und bewusst meine Bahnen ziehen….Einatmen, Kopf-unter-Wasser, ausatmen mit Schwimmzug, auftauchen, einatmen….40 Bahnen sind „Pflicht“, also 1 km….und es lief jetzt einfach gut…diese Bewegung tat einfach gut.

Auch mit dem Atmen klappte es soweit…allerdings hab ich es nicht geschafft, den Atem auf 2 oder gar 3 Schwimmzüge zu strecken…aber das hätte mich auch eher gewundert, war ich doch das letzte Mal im Herbst schwimmen. So war Ich mit meinen 1,3 km am Ende sehr zufrieden. Wie immer habe ich mir vorgenommen jetzt öfter mal wieder schwimmen zu gehen…immerhin hab ich noch 16x Eintritt auf meiner „Dauerkarte“.

Ich hatte gelesen das in diesem Sommer das Freibad für Quickborn wieder öffnet (im letzten Jahr mussten die schließen, weil es nicht genügend Personal für die Badeaufsicht gab)…aber der Eintritt soll auf 6,80 EUR erhöht werden…. und auch in der Badebucht kostet ein Besuch 6,50 EUR für 1,5 Stunden….Da wird Schwimmen ja echt zum Luxus.

Erholung mit Marmorkuchen

So langsam komme ich endlich zur Ruhe….kein Wunder – ich schlafe so viel wie seit Jahren nicht. Mal im Ernst – ich kann mich nicht erinnern  wann in den letzten Jahren ich tatsächlich mal 9 Stunden geschlafen habe…um dann noch eine Stunde im Bett zu lesen.

Ich leiste mir den unglaublichen Luxus einfach mal NICHTS zu tun, um mich wirklich zu erholen…soll heißen ich mache wirklich nicht viel – und schlafe dazu sogar noch tagsüber auf der Couch immer wieder ein.

Kein Handschlag für die Wohnung, nur keine Bewegung zu viel…meine Muskeln  fühlen sich immer noch schwer an und meine Rippen tun immer noch weh…alles ist wie Blei und auch mein Kopf ist noch nicht wieder fit.

Aber der Peak ist nun erreicht…ab jetzt geht es wieder aufwärts.

Als erste Maßnahme hab ich heute am späten Nachmittag einen langen Spaziergang gemacht…danach war ich zwar wieder müde, aber als zweite Maßnahme hab ich dann sofort einen Kuchen gebacken…einen Marmorkuchen.

Als Geheimtipp für einen „extra-saftigen Marmorkuchen“ hab ich im Internet gelesen, das man jedes Eigelb einzeln in die Butter-Zuckermasse geben und mindestens eine Minute unterschlagen soll…das soll den Kuchen so saftig machen….bei 6 Eiern ist das eine Menge Zeit….dazu dann  das Eiweiß steifgeschlagen unterheben….Der Kuchen ist extrem „fluffig“ geworden und auch nicht trocken…als saftig möchte ich es aber nicht bezeichnen…..aber trotzdem seeeehr lecker….