Nachts an der Elbe

Als ich aus den Tiefen meines Buches und der Putzaktion wieder auftauchte, war der helle Teil des Tages schon vorbei…nach einigem Zögern, hat mich die Sehnsucht nach einem Spaziergang an der Elbe doch noch aus dem Haus gelockt.

Es war dann auch fast 21 Uhr….in der Nähe vom Teufelsbrück hab ich mein Auto abgestellt….und bin dann immer direkt an der Elbe in Richtung Altonaer Fischmarkt gelaufen…es war HIMMLISCH. Wenn man die schönen Wege und den Elbstrand so richtig geniessen möchte, sollte man das dann machen, wenn alle Anderen nicht da sind…..dann wenn es Dunkel und kalt ist….hahaha – aber gleichzeitig auch sooo schön.

Ich bin dann bei Övelgönne, erstmalig wieder an dem Stück Elbstrand gelaufen, wo ich vor GENAU 3 Monaten den Unfall hatte (es war der 6.Dezember: Stein ist härter). Wollte doch jetzt mal sehen, ob an der Stelle immer noch die Steine im Sand sind, über die ich gestolpert und letztlich mit dem Knie aufgekommen bin. Nicht das ich glaubte noch Blut meiner tiefen Wunde dort zu finden GRINS….aber ich dachte – ich könnte diese Steine, die ja mit Sand bedeckt und dadurch nicht sofort sichtbar waren, aus dem Weg räumen.

Vorsichtig, dieses mal mit eingeschalteter Taschenlampe, hab ich mich der Stelle genähert…aber die Steine waren nicht mehr da wo man den Beton-Sockel-Weg verlässt und die ersten Schritte in den Sand macht…wahrscheinlich sind auch andere Spaziergänger auf die hinderlichen Steine gestoßen und haben diese auf den seitlich liegenden Steinhaufen verfrachtet….

Ich war mehr als 1,5 Stunden unterwegs und bin insgesamt 8,5 km gelaufen…zusammen mit den Schritten meiner Aufräum-Putzaktion hab ich damit mehr als 21.000 Schritte gemacht…ein durchweg positiver Tag mit dem schönen Abschluss an der Elbe.

Nachts an der Elbe

Nachts an der Elbe

Wenn man in Hamburg einmal in Ruhe an der Elbe entlang spazieren möchte, dann geht das nur spät am Abend.

Ich bin also gestern, nach meinem sehr späten Einkauf, nach Blankenese gefahren. Warm angezogen und mit genügend Licht ausgetattet bin ich von Blankenese, über Teufelsbrück bis kurz vor Övelgönne gelaufen….Immer auf der Promenade an der Elbe entlang….

Dabei war es nicht nur kalt und trübe, sondern es wurde auf dem Wasser immer nebeliger und nebeliger, während aber der Mond über mir klar strahlte…was die Stimmung durch die spärliche Beleuchtung an der Promenade noch einmal verstärkte…

….dafür war es nahezu menschenleer.

Kurz vor Övelgönne bin ich dann von der Promenade direkt über den Elbstrand bis ans Wasser gegangen (dort wo es möglich war, ohne sich gleich alle Gräten zu brechen…und die Dunkelheit und der Nebel auf der Elbe waren sehr dicht….die Wellen rauschten an den Strand und aus dem Nebel hörte man die Maschinen der vorbeifahrenden Schiffe …von denen sah man nur die Lichter…mehr nicht.

Genau in diesem Moment musste ich an die alten Edgar Wallace Filme denken ,mit dem Londoner Nebel über der Themse…hahaha…fühlte mich aber NICHT unwohl dabei.

Es war ein schönes Gefühl von Leben und von Freiheit.

Von Himmelsleitern und Dichter -Treppen

Von Himmelsleitern und Dichter -Treppen

Der Brite hat mich Sonntagmittag zu einem Ausflug nach Hamburg abgeholt…mit einigen Umwegen (also mit meinem Auto wären wir schneller da gewesen…das  hat ein Navi – lol) sind wir dann auch in Övelgönne gelandet und sind von der Elbchaussee (ich hab dabei immer das Lied „Monopoly“ von Herbert Grönemeyer im Ohr) runter zur Elbe gelaufen…es sind steile Treppen dort und die haben auch lustige Namen….

…runter ging es über die Ringelnatztreppe  und passend dazu bekam ich tatsächlich ein paar Reime von Joachim Ringelnatz zu hören…das hat mich beeindruckt, da ich mich tatsächlich an kein einziges mehr erinnern konnte….erst heute ist mir wieder eines eingefallen, das ich mal gelernt habe…allerdings fiel mir nur ein das es um ein Sauerampfer geht…musste es erst mal Googlen: „Arm Kräutchen“ heißt es. Ohhh man ist das lange her.

…Auf dem Rückweg ging es dann, nach Sonnenuntergang, über die Himmelleiter wieder hinauf bis zur Elbchaussee.

Und dazwischen lagen sehr angenehme Stunden direkt am Elbstrand…bei herrlich strahlendem Wetter und ca. 8 Grad…solange wir direkt am Strand liefen konnte ich die Menschenmassen auf der Promenade tatsächlich ausblenden, aber dort zu Laufen fühlt sich an wie Samstag Mittag auf der Zeil (Fußgängerzone von Frankfurt)… DAS hat dann so gar nichts mehr mit einem erholsamen Spaziergang zu tun…sondern eher „wie manövriere ich mich ohne Zusammenstoß durch die Rushhour“….

Wir sind dann bis zum Museumshafen gelaufen und genau zu dem Zeitpunkt fuhr ein für mich unglaublich riesiges Containerschiff vorbei….das war so groß, das ich es erst gar nicht als Schiff begriffen habe…lach….Wow – das so ein Riese überhaupt im Wasser liegt und nicht untergeht ist schon ein Wunder der Technik. Na klar hab ich die schon im Hafen liegen sehen….oder im Fernsehen ….aber das hier war DIREKT vor uns.

Dieser Nachmittag hatte echtes Urlaubsfeeling….seufz….ach ja….