Samstag – Radtour mini

Im Moment versuche ich jedes Wetter so sinnvoll wie möglich zu nutzen…

Samstagmorgen bei 22-24 Grad und Sonnenschein gab es ein kleines Frühstück auf dem Balkon. Schnell hab ich noch mein Sonnendach aufgespannt, sonst hätte ich in der prallen Sonne gesessen und nichts auf dem Laptop-Bildschirm gesehen.

Da ich noch etwas in der Nähe vom Krupunder See zu erledigen hatte, hab ich das Fahrrad genommen…..das war um die Mittagszeit, der Himmel war zwar schon bedeckt, aber trotzdem waren es noch 22 Grad. Regen war erst für den Abend angesagt.

Mit dem Rad sind es nur ca. 9 km….aber nach 1,5 km ist mir dann auch mal aufgefallen, das ich gar keine Maske dabei hatte…obwohl ich dachte, inzwischen in JEDER Jacke und JEDEM Rucksack mindestens eine Maske deponiert zu haben. Es war Zufall das ich es so früh gemerkt habe. Am Sportplatz traffen gerade jede Menge Jugendliche in Sportkleidung zusammen und da dachte ich auf einmal an Maske und Abstand….MASKE?….also hab ich etwas entfernt angehalten und nachgeschaut.

Kommando: Kehrt um, ab nach Hause und hab das Versäumte nachgeholt. Ich hätte ja nicht mal eine Maske kaufen können….weil dazu hätte ich ja eine Maske benötigt um in einen Laden zu gehen…hahaha. Egal – der Weg ist ja auch das Ziel.

In dem Elektronikfachmarkt war es erstaunlich leer….es gab mehr Verkäufer als Kunden….das fand ich schon ungewöhnlich, aber auch gut für mich. So hab ich gleich einen freundlichen Verkäufer gefunden, der sich als sehr kompetent und erklär-freudig meiner Ratlosigkeit vor der unglaublichen Auswahl an Kopfhörern für Mobiltelefone annahm…

und ich hab mir noch eine 3. externe Festplatte für die Datensicherung zugelegt. Das Cloud-Prinzip hab ich zwar mal für Fotos genutzt….aber inzwischen speichere ich lieber alles auf meiner eigenen Festplatte…und alle paar Jahre soll man ja auch die alten Daten auf den Externen Speichermedien umspeichern…nichts hält ewig.

Später am Krupunder See hab ich mich direkt am flachen Wasser niedergelassen ….da wurde es langsam schwül, aber am See ging noch etwas Wind. Hätte ich an das Handtuch gedacht, wäre ich sogar mit den Füßen reingegangen…so blieb ich nur eine Weile sitzen…

Es waren insgesamt zwar nur 23km…aber das reichte mir für diesen Tag…. zuhause hab ich alle Fenster aufgerissen, doch die Luft blieb stickig….da mir ohnehin mehr als warm war, hab ich gleich mal in der Küche das Abendessen gebrutzelt: Schweinefilet mit gebratenen Kartoffeln und gebratenem weißen und grünen Spargel….lecker war`s.

Erst später hab ich die immer kühler werdende Abendluft wieder auf dem Balkon genossen, wenn die innere Hitze mal wieder hervor brach…Geregnet hat es dann in der Nacht….und heute ist es wieder angenehm kühl in der Wohnung….

Wieder auf dem Rad…..

Es ist bereits Mai und bisher hatte ich bei dem unsteten Wetter kein gesteigertes Verlangen, mein Fahrrad aus dem Winterschlaf zu holen. Bei wechselhaften oder schlechtem Wetter ist mir das Walken/ Wandern lieber.

Aber heute nun, hab ich den Garten meiner Vermieterin betreten und aus dem klapprigen Schuppen mein Rad nach vorne geholt…dann erst einmal mit Lappen und einem Rad-Reiniger Staub und Dreck vom letzten Jahr entfernt und die Luft in den Reifen kontrolliert…es fehlte nur ein kleines bisschen.

Und dann hab ich bei Sonnenschein und 24 Grad die erste Runde in diesem Jahr gedreht. Es fühlte sich toll an…mein Hintern hatte keine Anpassungsschwierigkeiten und so bin ich rund 19km gefahren, ohne Einspruch meiner Kehrseite. Scheinbar haben die regelmäßigen Ausritte auf dem Drahtesel im letzten Jahr, sich positiv ausgewirkt.

Natürlich täuscht das sonnige Wetter ein wenig über den tatsächlichen Fahrtwind beim Radeln….und so bin ich die meiste Zeit gegen den Wind gefahren….und da hab ich es schon gemerkt….trotz des vielen Laufens und der Beinübungen mit Gewichten, fehlte mir die lockere Kraft gut trainierter Beinmuskulatur und die lässig lockere Atmung wohltrainierter Ausdauer….grummel….grumm…

Mit anderen Worten: ich brauchte mehr Kraft und am Ende fühlte ich mich ein wenig aus der Puste. Es wird also jetzt echt Zeit, das schnellstmöglich wieder herzustellen.

Um das zügig zu erreichen, werde ich also wieder häufiger kleine Fahrten machen….dafür brauche ich das Rad aber jederzeit fahrbereit, quasi vor der Nase…..also hab ich das Rad nicht wieder in den Schuppen gestellt (wie vorgeschrieben) sondern genauso abgestellt, wie im letzten Jahr, an der Seite des Hauses. Eigentlich sollte es dort niemanden stören…es ist quasi unsichtbar, verstellt nichts, beschädigt weder Haus, noch Rasen, es sind keine Fenster an der Seite …..und warte darauf, ob es in diesem Jahr auch zu Problemen mit meiner Vermietern führen wird. Wenn nicht – würde ich mich sehr freuen und könnte mich auch längerfristig mit allen anderen Regeln gut arrangieren.

Also drücke ich Uns (mir und ihr) die Daumen, das wir den Burgfrieden so aufrecht erhalten können….ich bin immer für friedliche Co-Existenz.

Schön war die Tour durch den nahen Forst :

Fahrrad-Tour #7 – Das war Mist heute

Fahrrad-Tour #7 – Das war Mist heute

Also der Plan war mit dem Auto bis in die Nähe des Teufelsbrück Fähranlegers zu fahren, dann mit dem Rad die Fähre über die Elbe zu nehmen, um dann von Finkenwerder grob in Richtung Buxtehude / Stade zu fahren…..

Irgendwie war ich voll in Gedanken als ich losfuhr…also hab ich erst einmal meinen Proviant und andere Dinge zuhause vergessen.

Dann bin ich dem Navi gefolgt…immer noch in Gedanken und hab mich auf die A23 lotsen lassen… Schwerer Fehler!  Durch den Stau auf der Autobahn hat es fast 1 Stunde gedauert. Wäre ich, wie eigentlich vorgehabt, über Schenefeld/Lurup gefahren wäre ich in weniger als der Hälfte der Zeit am Zielpunkt angekommen.

Die Parkplatzsituation war jetzt auch nicht so dolle und so hab ich in einiger Entfernung geparkt…kein Problem…wollte ja eh mit dem Rad fahren….noch war ich guter Dinge….

Da ich in dieser Gegend ja schon mehr als einmal war, dachte ich …den Weg  zum Anleger finde ich locker. Jaaa – neee…gefunden hab ich ihn erst, nachdem ich mich immer wieder in die falschen Richtungen bewegt hatte….bis ich mir dann endlich von Google Maps habe helfen lassen..

Am Fähranleger angekommen, hätte mich die Menge an Menschen mit Rädern eigentlich warnen sollen…ach quatsch…das geht schon, die Fähre bietet bestimmt viel Platz.  Hmmm – Es ist eine Personenfähre auf der Fahrräder in bestimmten Bereichen erlaubt sind. Also eine geschlossene Fähre…d.h. es gab zwar für Personen ein Oberdeck und drinnen auch viel Platz zum Hinsetzen…das ist aber mit Rad illusorisch….also haben sich  ALLE Radfahrer mit ihren Rädern auf engsten Raum zusammen gedrückt….während der Rest der Fähre so gut wie leer war. Nur gut, das die Überfahrt nur ein paar Minuten dauert…puh.

Also JETZT war meine Lust auf diese Tour schon fast auf dem Nullpunkt angekommen. Mir war viel zu warm, es waren viel zu viele Menschen (aber immerhin mit Mund-Nase-Schutz), das Wetter war bedeckt und schwül-warm…keine Sonne und ich hatte Hunger.

Und jetzt habe ich das mit dem Proviant gemerkt …Gaaaanz schlecht…ich hatte noch nicht wirklich viel im Magen und wollte später noch auf dem Balkon grillen…also wollte ich nicht irgendwo Einkehren….Mist hätte ich das vorher gemerkt, wäre da noch mein kleiner „Notfall-Proviant“ (Kekse und Schokoriegel) im Auto gewesen….na gut…dann muss es eben so gehen. Ich neige bei Unterzuckerung leider manchmal zu Hunger-Aggressionen…das ist mittlerweile zwar sehr selten bei mir geworden….aber heute fühlte es sich so an, als ob es nicht mehr lange dauern würde…

Ich bin trotzdem gestartet und hatte wie erwartet Gegenwind…und dann war der Weg einfach blöd….in Richtung Industriegebiet und um Airbus herum: immer an der Straße entlang und es kam Auto um Auto um Auto….und auf der anderen Seite war der Deich….und immer wieder Auto um Auto um Auto um Auto…. neeeee – so macht das keinen Spaß. Da war ja sogar die Fahrt in Frankfurt um das Hoechster Industriegebiet ein Hochgenuss…da waren am Wochenende wenigstens kaum Autos unterwegs…

Ich bin dann ein paar km genau so gefahren…immer an der Straße entlang mit Auto um Auto um Auto um Auto um Auto. Dann hat es mir gereicht: ich hab angehalten, gewendet und  bin zurück gefahren… an einem Obststand hab ich noch Erdbeeren, Kirschen und  Äpfel gekauft und mich an einem See niedergelassen. Endlich etwas zu Essen. LECKER das Obst…es war immerhin schon nach 15 Uhr….die Ameisen fanden mein Obst auch lecker…glaub ich…. zumindest waren genügend dieser Tieren bei mir.

Also wieder zum überfüllten Fähranleger, wieder eng-an-eng auf der Fähre….und dann endlich war ich wieder am Auto…auf dem direktesten Weg zurück nach Hause und erst einmal Hitze, Staub und schlechte Laune abduschen….Ab auf den Balkon.

Und dann war alles wieder gut…Ich hab schnell Pellkartoffeln aufgesetzt, das Bauchfleisch gewürzt, die Maiskolben vorbereitet , mein Brot  geschnitten und den Grill angeschmissen….die Sonne kam raus und ich war froh wieder Zuhause zu sein. Das Essen war klasse lecker und ich jetzt zufrieden und friedlich…

Das waren heute zwar auch 35km mit dem Rad….fühlte sich aber nicht gut an….hahaha  Da meine Ausflüge in der Regel sehr schön und entspannend sind, fällt das heute unter die Regel der Ausnahme…

Ach ja eine lustige Anekdote gibt es doch noch: Als ich das Fährticket für die Rückfahrt am Automaten gekauft habe…spuckte der Automat jeeede Menge 10Cent Stücke aus….ich hatte mit einem 5 EUR -Schein bezahlt….als ich aber sah, das da auch  je ein 1 und ein 2 EUR Stück dabei war ,hab ich mal grob überschlagen….der Automat hat mir viel zu viel zurück gegeben…mehr als ich eigentlich eingeworfen hatte…. Der Mann vor mir meinte auch, er hätte mehr zurück bekommen, als er eingeworfen hat…okay – so hab ich die Fähre quasi umsonst benutzt…und kann nicht mal etwas dafür….