Radfahren – Strand – Pizza und ich will doch nach Hause

Also SO konnte dieser Tag nicht bleiben…nach der Enge und dem gefühlten Zwang im Auswanderer-Museum, bin ich zurück nach Cuxhaven, hab erst einmal in Ruhe in einem Cafe eine kleine Auszeit eingelegt.

Später ging es dann mit dem Auto nach Sahlenburg, einem Ortsteil von Cuxhaven, der liegt an der Elbemündung. Mitten im Ort hab ich mein Fahrrad aus dem Auto geholt und mich auf dem Sattel gleich wieder entspannter und freier gefühlt….hahaha.

Nach kurzer Zeit bin ich sogar in einer kleinen Heide-Landschaft gelandet….

und hatte noch versucht für den gleichen Abend einen Platz in einer der Pferdekutschen, die bei Ebbe zur Insel Neuwerk fahren, zu bekommen…leider war bis einschließlich Sonntag bereits alles ausgebucht.

Funfakt am Rande: Cuxhaven liegt in Niedersachen und ist ca. 130km (incl. Fahrt mit der Fähre) von Hamburg entfernt. Die Insel Neuwerk liegt 10km von der Küste Cuxhavens entfernt, gehört aber zu Hamburg.

Mit dem Rad kam ich dann irgendwann an den Strand. Mein Badeanzug hatte es zum Glück mit in den Rucksack geschafft und auch ein Handtuch…..heiß genug war mir ja…das Umziehen ging schnell und rein ins Wasser….aaaach wie erfrischend.

Ein Nachteil, wenn man alleine unterwegs ist, man muss seine Sachen immer selber im Blick behalten…also bin ich nicht wirklich weit geschwommen…sondern hab in relativer Ufernähe einfach das kühle Nass genossen, und dabei meinen kleinen Turm aus Rucksack und Kleidung, abgedeckt mit meinem leuchtend-orangenem Handtuch, im Auge behalten.

Nach der tollen Abkühlung hab ich mich für kurze Zeit im Sand niedergelassen und bin später noch ein weiteres Mal ins Wasser gegangen. Aber so richtiges Sonnenbaden – das kann ich nicht….es ist mir viel zu langweilig und auch zu heiß in der prallen Sonne.

Am Abend wollte ich dann endlich die Pizza essen, die ich gestern nicht mehr bekommen habe….leider war auch das kein ungetrübter Genuss….was aber eindeutig nicht an der Pizza lag, die war mega lecker, sondern an den räumlichen Gegebenheiten.

Ich war bei dem italienischen Restaurant, dem tagszuvor der Pizzateig ausgegangen war. In meiner Vorstellung war das immer noch ein gemütlicher Abend im Aussenbereich mit Pizza und Wein. Die Realität sah jedoch anders aus:

Das Restaurant lag im 1.Stock eines Industriegebäudes und bei 32 Grad Aussentemperatur und ohne Klimaanlage war es in dem Gebäude mehr als stickig und enorm warm….auch wenn es mehrere Standventilatoren gab….

Ich hab also auf den Wein verzichtet und mir stattdessen eine große Flasche Wasser und ein kühles großes Alsterwasser bestellt, damit ging es mir dann auch wieder besser…wie gesagt, die Pizza war super lecker: dünner knuspriger Boden, saftig und lecker belegt…was bei einer Pizza Magherita nicht so leicht ist.

Trotzdem war ich froh, als ich, nach dem Essen, das Gebäude wieder verlassen konnte….und ich hatte jetzt auch genug von diesem Tag….früh ging es daher zurück zum Ferienzimmer, unter die erfrischende Dusche und ab auf das Bett.

Eigentlich wollte ich nur noch nach Hause….wenn ich nicht für den nächsten Tag noch diese spannende Wattführung gebucht gehabt hätte wäre ich tatsächlich gefahren…soo aber blieb ich und dachte immer wieder: also eigentlich will ich nur noch nach Hause.

Wie schon öfter beschrieben, bin ich kein großer Urlaubs-Fan….und spätestens nach 2-3 Tagen freue ich mich immer wieder auf mein Zuhause.

kleine Radtour – die andere Seite

Die nächte Radtour in dieser Woche, führte mich am Abend auf die gegenüberliegende Seite meines kleinen noddeutschen Wohnortes, in dem ich jetzt schon fast 1 Jahr lebe.

Auf diese andere Seite hat es mich, aufgrund meines regulären Walking-Radius von 5-6km (hin-und zurück), bisher nicht verschlagen.

Jetzt aber, mit dem Rad, entdecke ich auf dieser Seite ebenso tolle, verschlungene und versteckte kleine Wege, vor der Sonne geschützt durch Bäume…teilweile neu angelegte Wege durch oder an Wohnsiedlungen vorbei….kleine Waldstücke….

….und ich hab ein sehr einladend gemütlich wirkendes italienisches Restaurant gefunden…im Internet hat es sehr gute Bewertungen…das werde ich bald einmal ausprobieren….

Ansonsten hat mir die Fahrt einfach gut getan nach all der Hitze in dieser Woche…und mit knappen 18,5 km war das eine tolle kleine Abend-Tour….

Radfahren macht mir wieder richtig Freude – ich weiß gar nicht, warum ich in diesem Jahr erst so spät damit gestartet bin….na egal….Hauptsache ich bin jetzt wieder im Sattel….

Gestrandet in Bad Bramstedt

Nach einem echt merkwürdigen und heißen Arbeitstag im Büro, hab ich weit nach Feierabend mein Fahrrad geschnappt…Bewegen wollte ich mich – einfach den Stress wegstrampeln. Es war nach 19 Uhr, als die ganz große Hitze schon wieder vorbei war, aber mit 29 Grad war es, für meinen Geschmack, immer noch viel zu heiß und sonnig.

Sonnenhut auf, Sonnencreme an den notwendigen Stellen verteilt, die Wasserflasche gefüllt, Geld und Handy, Luftpumpe alles in einen meiner kleineren Rucksäcke gepackt…den hatte ich schon länger nicht genutzt…mein Notfallpack mit allerlei Kram (Pflaster, Masken, Schmerzgel und kleines Verbandszeug usw.) hatte ich aber noch im großen Rucksack…. oooch nö, nicht notwendig, ich will ja nicht querfeld-ein fahren und soo lange bin ich ja nicht weg.

Dann ging es locker durch die Hitze….auf schönen kleinen Wegen, vereinzelt durch Waldstücke, Schlenker hier und Schlenker da…. immer in der Nähe und manchmal auch direkt entlang der B4 in Richtung Bad Bramstedt. Der Radweg hier lässt sich gut fahren…und es waren auch nicht so viele Autos auf der Bundesstraße.

So langsam reifte der Plan: ich fahre auf jeden Fall bis Bad Bramstedt…das sind ja auf dem direkten Weg nur ca. 23km..und zurück nehme ich dann locker die Bahn (das 9EUR-Ticket für August hab ich ja schon).

Aus den direkten 23km wurden es dann mit allen Schlenkern und kleinen Stopps zum Wassertrinken 32km und es war kurz vor 21 Uhr…Ganz passend kam auch gerade die Privatbahn….also stand ich vor der Bahn und wollte einsteigen….

…..Maske?….Maske!- ich brauche eine Maske!…Himmel – daran hatte ich ja gar nicht gedacht. Hektisch hab ich den kleinen Rucksack durchsucht…keine Masken….hätte ich doch bloß mein Notfall-Pack eingesteckt …grummel….

Wo bekomme ich hier bloß nach 21 Uhr noch eine Maske her?….Tankstelle….an der Tankstelle war ein junger sehr zuvorkommender Mann, der sogar noch seinen Chef angerufen hat, aber sie hatten keine…nicht mal für sich selbst ….aber eine Zigarette könnte er mir anbieten….Echt nett – aber ich rauche nicht – danke schön…. Hab noch eine Flasche Wasser gekauft und bin dann weiter gezogen….

Dann sah ich schon die nächste Tankstelle in einiger Entfernung und als ich näher kam, sah ich ein Schild eines Supermarktes der bis 22 Uhr geöffnet hat…also rein in den Laden – jawohl Masken waren noch genügend da..

Inzwischen war es schon kurz vor 21.30 und in der Hoffnung, das die nächste Bahn bestimmt gleich kommt, ging es zügig zurück zum Bahnhof. Doch die Nächste fuhr erst um 21.58 Uhr….na gut – dann warte ich eben.

Hab mich in der Nähe auf eine Bank gesetzt…Hier saß ich nun gestrandet in Bad Bramstedt, mir wurde es mit dem ärmellosen Top langsam kühl, ich war verschwitzt und es fing an sich unangenehm anzufühlen….die Sonne war unter gegangen…und so langsam wollte ich einfach nach Hause.

Aber es war angenehm ruhig, ich hatte etwas zu trinken und die Bahn kam dann auch mit ein paar Minuten Verspätung. Die Fahrt dauerte erstaunlich lange…ich wusste nicht, das es sooo viele Haltestellen auf diesem Stück gibt.

Letztlich war ich um kurz vor 23 Uhr zuhause und hab erst einmal Schweiß, Staub und den Stress des Tages abgewaschen….und bin anschließend zufrieden ins Bett gefallen.


In der Bahn sassen übrigens sehr viele Menschen komplett ohne Maske…oder wenn mit, dann aber nicht richtig….Aber nein, soetwas ist keine Option für mich….Kontrolliert hat aber auch Niemand….

Einfach draus los – kleine Radtour

Einfach draus los – kleine Radtour

Das war mein Tag…Sonntag….ich bin frisch und munter aufgewacht, nachdem ich lange geschlafen hatte…blieb den Vormittag über auf dem Balkon und hab bis in den Nachmittag hinein allerei Kleinkram in der Wohnung erledigt…nichts weltbewegendes…aber irgendetwas gibt es ja immer zu tun…zum Beispiel die inzwischen trockene Wäsche von den Wäscheleinen im Keller nehmen, damit der Nachbar weiter waschen kann.

Zum Essen gab es die Reste vom Tag zuvor und was der Kühlschrank sonst noch so hergab. Der Nachmittag war sonnig und mit 22 Grad auch angenehm, aber wie fast immer, ging etwas Wind. Ich hab also meinen Rucksack und eine leichte Jacke und ein Sonnenkappi geschnappt und mein Fahrrad aus der Tiefgarage geholt. Das Fahrrad jetzt in der Tiefgarage stehen zu haben ist super praktisch, dann brauche ich es nicht erst aus dem Fahrradkeller zu holen, sondern kann direkt starten.

Mit dem Rad ging es dann einfach draus los…zuerst auf den Wegen, die ich inzwischen ziemlich gut durch meine Walking-Runden kenne…und dann einfach immer weiter, dorthin wo es schön aussah….an Feldern in der Sonne vorbei, durch kleine Waldstücke, über kleine Nebenstraßen und durch Bäume überschattete Landschwirtschaftliche Wege ….wunderbar. Manche Felder waren bereits geerntet…der Sommer schreitet voran.

DAS ist meine Form der absoluten Freiheit: einfach mit dem Rad drauflos – ohne Weg und Ziel ….super sonnig und entspannt…Seit meinem Einzug, hab ich hier noch keine Radtour gemacht….und zufuß ist mein Radius ja doch etwas eingeschränkter.

Nun hab ich sogar noch einen Hof gefunden, der 1x im Monat frisch gebackenes Holzofenbrot verkauft….und noch einen anderen Hofladen für Eier und Gemüse….dabei blieb ich mit 25km insgesamt doch noch in der näheren Umgebung.

Mein Hintern hat sich wieder an den Sattel gewöhnt und muckt nicht auf…und durch das Kraft-Training und auch das Kajak-Training haben meine Beine wunderbar viel Kraft, die ich direkt auf die Straße bringen konnte. Normalerweise starte ich mit einer geringeren Durchschnitts-Geschwindigkeit und steigere mich erst im Laufe des Sommers…hahaha ein schöner Effekt.

Es war so herrlich unspektakulär…so unaufgeregt und doch mit so viel Freude….ich bin wieder da: fit und entspannt.

Wieder auf dem Sattel

Es ist früher Morgen und ich sitze auf meinem Balkon und freue mich über die noch morgentliche Stille ….es sind angenehme 18 Grad…da nutze ich doch diese frühe Stunde für einen Kaffee draußen. Der Tag soll ja noch richtig warm werden.

Ich weiß gar nicht warum, aber inzwischen ist schon Mitte Juni und bisher hab ich mein Fahrrad in diesem Jahr noch gar nicht genutzt. schon vor Wochen hatte ich es aus dem Fahrradkeller geholt und in die Tiefgarage gebracht. Der Boden im Fahrradkeller wurde neu gemacht und alle Räder mussten für eine kurze Zeit weichen. Nun steht es also hinter meinem Auto und wartet darauf, das es endlich los geht….und es wartet und wartet und dann laufe ich doch wieder meine Walkingrunden und lasse das Rad außer Acht.

Gestern Abend nun hab ich die Luftpumpe und einen Lappen geschnappt…und nach ein paar Minuten war mein inzwischen schon fast 16jahre altes Trekking-Cross-Rad schon wieder einsatzbereit.

Der Standplatz in der Tiefgarage hat einen enormen Vorteil…ich kann sofort ohne Mühe losfahren und noch besser, ich darf das Rad sogar hochoffiziell da stehen lassen…das hat mir meine Vermieterin im Frühjahr erzählt. Die Eigentümer-Gemeinschaft hat nämlich festgelegt, was jeder auf seinem Autostellplatz neben dem Auto, noch da abstellen darf. Einige hatten angefangen Koffern und Getränkekisten und alles Mögliche dort zu lagern…Jetzt gibt es Regeln und ein Fahrrad ist erlaubt. Hab ich schon erwähnt, das ich echt gerne hier wohne? Aaach ist das schön, es gibt klare Regeln und die hängen nicht von den Launen eines einzelnen Drachen ab.

Also hab ich mich in den Sattel geschwungen und bin ein paar Kilometer gefahren….und sofort war es wieder da, dieses Gefühl von Freiheit, welches ich immer verspüre, wenn ich ohne Weg und Ziel, ohne Verpflichtung und Zeitdruck mit dem Rad unterwegs bin….unbändige Freude, wie ich sie ja auch beim Kajak-Fahren erlebe.

Diese Leichtigkeit der Bewegung wurde aber dann schon nach ein paar Kilometern durch meinen Hintern beeinträchtigt….ach ja, da war noch was…Meine Kehrseite muss sich erst wieder an den Sattel gewöhnen.

Aber mein Ziel für diesen Tag hatte ich schon erreicht: die Hemmschwelle zum Rad zu Greifen ist wieder weg – keine Ahnung warum die überhaupt da war.

Jetzt können die kleinen Radtouren wieder beginnen…und die Kombitouren: Rad ins Auto, ferneres Ziel ansteuern, Radtour machen und später wieder mit dem Auto zurück. Die Kombination mit dem 9EUR-Ticket für die Bahn hatte ich zuerst ins Auge gefasst…das würde aber nur gehen, wenn ich morgens früh zu einem Ziel mit der Bahn fahre und den Rückweg per Rad antrete…denn ich denke an den Wochenenden werden die Züge weiterhin überfüllt sein. Aber es ist schön, jetzt wieder mehr Möglichkeiten zu haben…auch wenn ich vielleicht nicht alle nutzen werde.

Ich bin auf jeden Fall wieder auf dem Sattel.

Kleine Radtour

Kleine Radtour

Also heute hatte ich keine Lust mich schon wieder in ein Auto zu setzen…..eine kleine Radtour gegen Abend sollte mir die notwendige Ruhe bringen.

Der Tag heute war tatsächlich mal trocken und als ich direkt vor meiner Haustür los fuhr, waren es angenehme 20 Grad….ich hatte ein ärmelloses Shirt an und der Fahrtwind kühlte die Haut auf den Armen.

Als erstes ging es in und durch den Stadtforst Klövensteen….und dann immer weiter in Richtung Wedel….allerdings mit leichtem Linksdrall….also durch das Schnaakenmoor, eine sehr schöne Strecke….da hab ich gemerkt, das ich mein Mobiltelefon vergessen hatte, wollte ein Bild der blühenden Heide machen…dann ging es weiter zum Wildgehege…und als ich den Rückweg einschlagen wollte, hab ich es mal wieder geschafft, in die falsche Richtung zu fahren….also anstatt in Richtung der Holmer Sandberge, fand ich mich auf einmal in Rissen wieder…die Wege hier waren toll zu fahren und nach einem nochmaligen Richtungs-Fehlgriff war ich auf dem Weg nach Sülldorf….auch dies eine sehr schöne Strecke für das Rad….nur nicht der Weg, den ich mir als Rückweg vorgestellt hatte…..ich hätte jetzt bis Schenefeld fahren können und von dort kenne ich schöne Strecken oder aber ich versuche es noch einmal durch den Wald…irgendwo muss ich ja mal wieder auf den richtigen Radweg treffen….so hab ich es dann gemacht.

Ja das Smartphone hilft mir normalerweise schon, den richtigen Weg zu finden falls ich mal wieder mitten im Nichts stehe…so aber musste ich mich auf die wenigen Schilder verlassen und diese spärlichen aber großen Schilder des Naturparks „Wedeler Aue“…

Irgendwann war ich endlich wieder auf der richtigen Fährte und ab ging es nach Hause.

Die gesamte Strecke mit 36 km lief prima….Meine Ausdauer ist wieder ausreichend da, die Beinmuskulatur hat die Strecke ohne Probleme bewältigt und ich hatte locker eine für mich zügige Reise-Durchschnitts-Geschwindigkeit….es hat mir großen Spaß gemacht und nun sitze ich, frisch geduscht und mit einem Glas Wein auf dem Balkon, zur Abend-Entspannung.

Und stelle fest, das diese nette Kerze zur Mücken-Abwehr die Mücken gut vertreibt…aber mich auch gleich mit…der Geruch ist nicht auszuhalten….hahaha….ich glaub ich hole lieber eine normale Kerze.

Abkühlung und Aussichten

Heute Nacht kam das Gewitter…Regen, Wind, Blitz und Donner…..alles zusammen hat die stickig schwülwarme Luft vertrieben. Drinnen wie draußen….und auch jetzt ist es immer noch windig und der Himmel ist bedeckt…es sind 22 Grad und ich finde es gerade herrlich.

Ich werde jetzt gleich mal nach Hamburg fahren….Richtung Speicherstadt….ich überlege noch ob ich das Rad mit nehme….das würde meinen Bewegungsradius erheblich erweitern… leider hatte ich nicht daran gedacht es gestern Abend schon ins Auto zu packen. Es steht draußen geschützt unter dem überstehenden Rand des Hausdaches, an der wind-geschützten Seite….trotzdem wird es nass sein. Egal – wozu gibt es Lappen…

Einen kurzen Stopp werde ich noch im Büro einlegen….ich bin ja noch die nächsten Tage im Homeoffice und benötige dringend eine Abrechnung, die hoffentlich noch am Freitag angekommen ist….es war am Freitag niemand da, den ich hätte bitten können, mal nach der Post zu schauen.

Ach – am Montag Mittag hab ich endlich mein jährliches Personalgespräch, also das 1. in dieser Firma…..nachdem ich den DK-Chef dann doch freundlich dazu angeregt hatte, mit mir doch mal einen Termin zu vereinbaren. Der vorgegebene Zeit-Korridor ist sowieso schon vorbei…jetzt wird es langsam Zeit….na ich bin ja mal gespannt.

Sooo, aber jetzt ist erst einmal Sonntag und ich möchte mich nach den heißen Tagen endlich mal wieder vernünftig bewegen… mehr als 28 Grad sind heute für Hamburg auch nicht angesagt….also sollte es ganz erträglich sein…

Hitze-Strategien

Fast jeder sagt, das er bei der Hitze gerne ins Freibad oder an den nächsten See fährt. Das ist natürlich die beste Idee…aber ich verbringe i.d.R. nicht meine gesamten Tage am Baggersee.

Für mich ist es daher viel wichtiger, das ich es während solch akuter Hitzephase auch Zuhause gut aushalten kann…

  • Solange auch nur ein wenig Wind gibt, ist es phantastisch, dass ich eine Wohnung über die gesamte Etage habe und sich somit Fenster zu jeder Himmelsrichtung öffnen lassen…ich kann also richtig durchlüften. Nutzt aber nichts, wenn es windstill ist
  • Die Sonne startet bei mir in Küche und erst gegen Mittag wandert sie zum Kleiderzimmer…Leider hat mein Velux-Fenster in der Küche kein Rollo. Also hab ich bereits im Frühjahr eine Hitzeschutz-Folie von innen auf der Scheibe angebracht….die verhindert den Sonnenschein-Einfall in dem kleinen Raum schon um ca. 30% (Laut Hersteller-Angabe) und zusätzlich hab ich heute von Innen ein leichtes Badetuch vor dem Fenster angebracht (einfach oben mit kleinen Gummibändern angeknotet und den unteren Teil aus dem Fenster hängen lassen….

Und DAS macht sich echt bemerkbar….Während mein Außen-Thermometer in der Sonne 45 Grad anzeigt und es 44 Grad zwischen Scheibe und Badetuch sind, sind es im Raum vor dem Badetuch am Fenster nur 31 Grad. Ja das kann ich gut aushalten.

Im Kleiderzimmer und im Wohnzimmer hab ich die Außen-Jalousien erst gegen Mittag zu 3/4 geschlossen, aber gleichzeitig die Balkontür geöffnet gelassen…so kam immer noch ein Hauch von Luft herein und es wirkte nicht stickig….

Erst jetzt am Nachmittag sind es in der gesamten Wohnung 29-30 Grad….und langsam wird es hier etwas unangenehmer. Aber durch die noch leicht geöffneten Dachfenster auf der anderen Seite des Wohnzimmers und des Schlafzimmers kommt immer noch etwas angenehme Luft hinein.

Ich dusche inzwischen komplett abends….so kann ich erfrischt mit einem T-Shirt und nur mit dem Bettbezug als Decke angenehm und gut schlafen….Tagsüber brause ich Arme und Beine gerne mal zwischendurch mit warmen Wasser ab…das kühlt dann im Nachhinein (nur kein zu kaltes Wasser…davon bekomme ich innere Hitze, die dann noch zusätzlich belastet hihihi).

Zu späterer Stunde, wenn die Sonne nicht mehr so unerbittlich auf die Wohnzimmerseite knallt, bin ich dann gerne wieder auf dem Balkon….oder auch früher – dann aber nur mit Sonnendach…..Und so ab 20 Uhr machen dann auch meine kleinen Radtouren wieder Spaß.

Vor 2 Tagen hab ich mich am Abend aber etwas verausgabt…..und das bei nur 23 km Strecke und bei immer noch 23 Grad…eigentlich perfekt, weil es schönen Fahrtwind gab. Aber mich hatte der Ehrgeiz gepackt und ich war viel zu schnell unterwegs. Später konnte ich an meinem Fitness-Tracker ablesen, das ich mich über eine längere Strecke mit dem Puls in meinem persönlichen „Höchstleistungs-Bereich“ aufgehalten hatte…kein Wunder also, das ich im Gesicht knallrot war…hahahaha….also hab ich unterwegs kurz pausiert…

…und für heute Nacht (Die Temperatur soll hier in dieser Nacht nicht unter 21 Grad fallen) werde ich auf dem Balkon schlafen…..Grins…gut das Morgen Samstag ist….

Samstag – Radtour mini

Im Moment versuche ich jedes Wetter so sinnvoll wie möglich zu nutzen…

Samstagmorgen bei 22-24 Grad und Sonnenschein gab es ein kleines Frühstück auf dem Balkon. Schnell hab ich noch mein Sonnendach aufgespannt, sonst hätte ich in der prallen Sonne gesessen und nichts auf dem Laptop-Bildschirm gesehen.

Da ich noch etwas in der Nähe vom Krupunder See zu erledigen hatte, hab ich das Fahrrad genommen…..das war um die Mittagszeit, der Himmel war zwar schon bedeckt, aber trotzdem waren es noch 22 Grad. Regen war erst für den Abend angesagt.

Mit dem Rad sind es nur ca. 9 km….aber nach 1,5 km ist mir dann auch mal aufgefallen, das ich gar keine Maske dabei hatte…obwohl ich dachte, inzwischen in JEDER Jacke und JEDEM Rucksack mindestens eine Maske deponiert zu haben. Es war Zufall das ich es so früh gemerkt habe. Am Sportplatz traffen gerade jede Menge Jugendliche in Sportkleidung zusammen und da dachte ich auf einmal an Maske und Abstand….MASKE?….also hab ich etwas entfernt angehalten und nachgeschaut.

Kommando: Kehrt um, ab nach Hause und hab das Versäumte nachgeholt. Ich hätte ja nicht mal eine Maske kaufen können….weil dazu hätte ich ja eine Maske benötigt um in einen Laden zu gehen…hahaha. Egal – der Weg ist ja auch das Ziel.

In dem Elektronikfachmarkt war es erstaunlich leer….es gab mehr Verkäufer als Kunden….das fand ich schon ungewöhnlich, aber auch gut für mich. So hab ich gleich einen freundlichen Verkäufer gefunden, der sich als sehr kompetent und erklär-freudig meiner Ratlosigkeit vor der unglaublichen Auswahl an Kopfhörern für Mobiltelefone annahm…

und ich hab mir noch eine 3. externe Festplatte für die Datensicherung zugelegt. Das Cloud-Prinzip hab ich zwar mal für Fotos genutzt….aber inzwischen speichere ich lieber alles auf meiner eigenen Festplatte…und alle paar Jahre soll man ja auch die alten Daten auf den Externen Speichermedien umspeichern…nichts hält ewig.

Später am Krupunder See hab ich mich direkt am flachen Wasser niedergelassen ….da wurde es langsam schwül, aber am See ging noch etwas Wind. Hätte ich an das Handtuch gedacht, wäre ich sogar mit den Füßen reingegangen…so blieb ich nur eine Weile sitzen…

Es waren insgesamt zwar nur 23km…aber das reichte mir für diesen Tag…. zuhause hab ich alle Fenster aufgerissen, doch die Luft blieb stickig….da mir ohnehin mehr als warm war, hab ich gleich mal in der Küche das Abendessen gebrutzelt: Schweinefilet mit gebratenen Kartoffeln und gebratenem weißen und grünen Spargel….lecker war`s.

Erst später hab ich die immer kühler werdende Abendluft wieder auf dem Balkon genossen, wenn die innere Hitze mal wieder hervor brach…Geregnet hat es dann in der Nacht….und heute ist es wieder angenehm kühl in der Wohnung….

Wieder auf dem Rad…..

Es ist bereits Mai und bisher hatte ich bei dem unsteten Wetter kein gesteigertes Verlangen, mein Fahrrad aus dem Winterschlaf zu holen. Bei wechselhaften oder schlechtem Wetter ist mir das Walken/ Wandern lieber.

Aber heute nun, hab ich den Garten meiner Vermieterin betreten und aus dem klapprigen Schuppen mein Rad nach vorne geholt…dann erst einmal mit Lappen und einem Rad-Reiniger Staub und Dreck vom letzten Jahr entfernt und die Luft in den Reifen kontrolliert…es fehlte nur ein kleines bisschen.

Und dann hab ich bei Sonnenschein und 24 Grad die erste Runde in diesem Jahr gedreht. Es fühlte sich toll an…mein Hintern hatte keine Anpassungsschwierigkeiten und so bin ich rund 19km gefahren, ohne Einspruch meiner Kehrseite. Scheinbar haben die regelmäßigen Ausritte auf dem Drahtesel im letzten Jahr, sich positiv ausgewirkt.

Natürlich täuscht das sonnige Wetter ein wenig über den tatsächlichen Fahrtwind beim Radeln….und so bin ich die meiste Zeit gegen den Wind gefahren….und da hab ich es schon gemerkt….trotz des vielen Laufens und der Beinübungen mit Gewichten, fehlte mir die lockere Kraft gut trainierter Beinmuskulatur und die lässig lockere Atmung wohltrainierter Ausdauer….grummel….grumm…

Mit anderen Worten: ich brauchte mehr Kraft und am Ende fühlte ich mich ein wenig aus der Puste. Es wird also jetzt echt Zeit, das schnellstmöglich wieder herzustellen.

Um das zügig zu erreichen, werde ich also wieder häufiger kleine Fahrten machen….dafür brauche ich das Rad aber jederzeit fahrbereit, quasi vor der Nase…..also hab ich das Rad nicht wieder in den Schuppen gestellt (wie vorgeschrieben) sondern genauso abgestellt, wie im letzten Jahr, an der Seite des Hauses. Eigentlich sollte es dort niemanden stören…es ist quasi unsichtbar, verstellt nichts, beschädigt weder Haus, noch Rasen, es sind keine Fenster an der Seite …..und warte darauf, ob es in diesem Jahr auch zu Problemen mit meiner Vermietern führen wird. Wenn nicht – würde ich mich sehr freuen und könnte mich auch längerfristig mit allen anderen Regeln gut arrangieren.

Also drücke ich Uns (mir und ihr) die Daumen, das wir den Burgfrieden so aufrecht erhalten können….ich bin immer für friedliche Co-Existenz.

Schön war die Tour durch den nahen Forst :