Lila im Regen

Lila im Regen

Man sieht ihn nicht…aber man hört ihn…den Regen, der sanft auf die Blätter fällt.

Ich sitze jetzt, am Abend, auf dem Balkon und lausche den Vögeln und dem Regen…ein so friedliches Geräusch….vor allem weil es die restlichen Bäume vor meinem Balkon jetzt tatsächlich geschafft haben ein dichtes Blätterkleid zu bilden, so das der Balkon doch jetzt zum Teil gemütlich abgeschirmt von der S-Bahn und den dahinterliegenden Häusern ist.

Der NDR meinte heute, es hätte in Hamburg seit 1 Monat nicht geregnet, das passt auch auf meinen kleinen Wohnort hier.

Jetzt ENDLICH: Regen! Eine Erholung für die Atemwege und das nicht nur wegen der Allergene, die mal für einen kurzen Moment nicht mehr durch die Luft schweben, sondern auch für Rachen und Nase, die schon stark unter dem trockenen Wetter gelitten haben. Hatte sogar schon Angefangen in den Räumen ein wenig Wasser zu Zerstäuben, um die Luftfeuchtigkeit etwas zu puschen.

Als der Regen vorhin anfing, hab ich mir meine Regenjacke geschnappt und bin zu einem kleinen Spaziergang aufgebrochen….und auf einmal leuchtete es mir entgegen – ein so intensives Lila….das sieht einfach toll aus (also wenn sich die App jetzt nicht vertan hat nennt sich diese Pflanze: „Einjähriges Silberblatt“)

Ich mache seit Anfang der Woche schon wieder Spaziergänge…aber ganz langsam und in Ruhe…nicht im Sportmodus…aber immerhin so, das ich auf diese Weise ca. 30 Minuten unterwegs bin. Ich arbeite auch wieder…bin aber noch nicht wieder komplett hergestellt…aber das „Schlimmste dieser Grippe hab ich jetzt wohl hinter mir.

Sonntags-Ausflug im Regen

Der ständige Regen schlägt mir zwar leicht aufs Gemüt, aber ich schaffe es trotzdem immer wieder mich zu einem Ausflug zu motivieren…auch wenn meine Ziele aktuell eher in der Umgebung liegen…auf lange Anfahrten hab ich so gar keine Lust.

Also war ich am Sonntag mal wieder im Naturschutzgebiet Duvenstedter-Brook (Hamburg)….hab sogar den „richtigen“ Parkplatz wieder gefunden und damit auch die Wege, die ich im letzten Jahr schon erkundet hatte….ebenfalls bei Regen – nur war da noch mehr Sturm als jeztt am Sonntag.

Allerdings hatte der Regen einige Wege überspült und auch die Überquerung von Brücken damit zu einer Herausforderung werden lassen, liefen die Bäche doch teilweise über der Brücke entlang….Ja Gut also mit Regenjacke und Thermohose ausgestattet wurde ich zwar von oben her ziemlich nass, aber die die Füße waren ja gut und trocken in ordentlichen Wanderstiefeln verpackt.

Nutzt bloß alles nichts, wenn der Sprung über ein Rinnsal oder eine Riesenpfütze im Schlamm beginnt und in der schlammigen Pfütze endet….Zweimal landete ich IN der Pfütze und einmal blieb ich noch im Schlamm stecken….hahaha…die Nässe kam so von oben in den Schuh…dumm gelaufen.

Irgendwann war mir die Kombination aus Nässe von oben und Nässe von unten dann zu viel und ich hab mich nach einer Stunde doch schon wieder auf den Rückweg gemacht.

Mein Wochenergebnis lag mit ziemlich genau 70 gelaufenen km jedoch über meinem normalen Durchschnitt – bin ziemlich zufrieden, das ich trotz meiner Unpässlichkeit, der Müdigkeit und dem schlechten Wetter so oft und viel gelaufen bin.

….und dann kam auf dem Rückweg noch ein Moment an dem sogar für einen Augenblick die Sonne schien…

Zuhause hab ich mich bereits auf der Türschwelle meiner durchnässten Klamotten entledigt (ähmm also ich hatte noch etwas an)….hahaha….und die schlammig-nassen Wanderstiefel hab ich gleich mal direkt mit Zeitungspapier ausgestopft und auf eine Gummimatte gestellt….Regenjacke und Thermohose landeten in der Badewanne…da können die kein Unheil anrichten…

Nachdem ich mich abgetrocknet hatte und frisch eingekleidet auf der Couch saß…dazu einen heißen Tee und warmen Milchreis mit Zimt und Zucker (jaaa, das musste sein) hab ich mich wohlig unter die Wolldecke verzogen und den Rest des Tages nahezu verschlafen.

Spektakel am Himmel

Spektakel am Himmel

Meine Silvester Walking-Runde am Nachmittag fiel meiner ungenauen Planung zum Opfer.

Neeein – aus dem Fenster hab ich vorher nicht wirklich geschaut. Das Thermometer zeigte 11 Grad….nun gut, dann also lieber keine Winterjacke, sondern eine Übergangsjacke aus Baumwolle, keine Mütze…los ging es um 15.30 Uhr…schon etwas spät, wenn der Sonnenuntergang bereits um 16.08 Uhr stattfinden soll. Die Taschenlampe hab ich natürlich mit genommen.

Kaum stand ich vor der Tür ,musste ich meinen Plan überdenken, denn es regnete…ach, das wird schon gehen….ich bin also ins Himmelmoor gefahren…unterwegs wurde der Regen immer heftiger…hmmmm ?

Gut das die Jacke wenigstens eine Kapuze hat und im Auto lag noch eine Mütze…aber Baumwolle bleibt nun mal Baumwolle und die Jacke wurde nass und schwer….der Boden im Moor war extrem aufgeweicht, durch getauten Schnee und getautes Eis und nun der Regen…hmmmmm??

Nach knappen 45 Minuten war meine Jacke nur noch nass und sehr schwer und durch 2-3 unbedachte Schritte in riesige Pfützen auf nachgebendem Boden, waren auch meine Füße inzwischen nass……nein – so macht das keinen Sinn und Dunkel war es ja auch schon fast…also bin ich zurück zum Auto und ab nach Hause.

Den 2. Teil der Walking-Runde hab ich dann auf den späteren Abend gelegt….und das nur noch in der unmittelbaren Umgebung am Rande der kleinen Stadt….da war es dann auch noch wärmer, trocken von oben und ich blieb auf Wegen, die man noch gefahrlos nutzen konnte, ohne einzusinken…..dafür war es aber so rund um 22 Uhr dann schon extrem laut mit der Knallerei….aber es gab auch schon schöne Silvester-Raketen-Bilder am Himmel zu sehen….aber WARUM muss das immer bereits so früh losgehen….was ist aus der guten Tradition es Böllerns ab Mitternacht geworden? – Seufz, das frage ich mich aber schon seit ein paar Jahren.

Durch meine ungenaue oder sagen wir lieber, überhaupt nicht wirklich vorhandene Silvester-Planung, gab es dann auch nur ein einfaches Abendessen:

Selber geschnittene, geklopfte und panierte Schnitzel und dazu Bratkartoffeln aus dem Backofen…richtig lecker. Auf Gemüse hatte ich keine Lust…hahaha das werde ich heute erst verarbeiten.

Den restlichen Abend hab ich dann noch ein paar Knabbereien aus den Untiefen meines Vorratsschrankes hervor geholt und eine Flasche Sekt geöffnet….und einen ruhigen Abend verbracht OHNE diese Shows im Fernsehen zu sehen, die sonst so üblich sind und die ich nicht leiden kann. Kurz vor Mitternacht hab ich den Krimi gestoppt, den ich aus einer der Mediatheken geschaut hatte und hab für den Countdown dann doch auf ein aktuelles Programm geschaltet….aber stumm….nur damit ich die Uhrzeit sehen kann.

In eine dicke Jacke verpackt und in einem Schal gehüllt und mit dem Sektglas bewaffnet hab ich mich dann um 24.00 Uhr auf den Balkon gesetzt und den Silvester-Raketen zugeschaut…wie erwartet, hab ich von hier eine gute Sicht auf das Geschehen am Himmel…und obwohl ja auch in diesem Jahr der Verkauf von Böllern verboten war, war es doch ein ziemliches Spektakel am Himmel…Schön anzusehen.

Sooo jetzt ist es da, das Jahr 2022…..für mich ganz unspektakulär und doch sehr schön ruhig und entspannt.

Ein neues Jahr ist ja jedes Mal auch ein kleiner Neuanfang. Mein Jahreshoroskop (das lese ich tatsächlich jedes Jahr, obwohl ich nicht wirklich an so etwas glaube) prophezeit mir ein gutes Jahr…ich bin auf jeden Fall neugierig auf das neue Jahr und freue mich auf viele Unternehmungen.

Geschlafen hab ich dann sehr gut……kein Herzstolpern mehr, kein unruhiges Wachwerden….soooo ist es gut…DAS ist ein guter Start.

Wie ein Kreuzgang – aus Bäumen

Wie ein Kreuzgang – aus Bäumen

Die ersten beiden Tage in dieser Woche war ich wieder im Homeoffice….und bin am Morgen NICHT vorher meine Runde gelaufen…das war dann richtig komisch.

Ich hab mich so daran gewöhnt den fehlenden Arbeitsweg mit einer Walkingrunde zu kompensieren und erst dann den Computer anzuwerfen, das ich tatsächlich Schwierigkeiten hatte in diesen Arbeitstag hineinzufinden.

Montag Morgen bin ich etwas zu spät aufgestanden, es regnete dazu ziemlich dolle und ich war nervös wegen des Mitarbeitergesprächs am Mittag…also hab ich diesen Teil der Morgenroutine weggelassen und war erst spät am Abend so nach 21.30 Uhr knappe 6 km draussen.

Dienstag Morgen bin ich zwar gut aus dem Bett gekommen, aber es regnete derartig heftig, mir war kalt und ich war müde…und irgendwie konnte ich mich überhaupt nicht motivieren einen Schritt vor die Tür zu setzen…war stattdessen aber in der Mittagspause auf dem Trampolin….na immerhin etwas.

Den Altonaer Volkspark hab ich dann am Mittwoch erklommen hahaha…..na gut….so steil ist es nicht, aber je weiter man rein geht in diesen „Wald-Park“ umso höher kommt man…und weiter oben ist dann auch noch eine kleine Anhöhe mit einem Baum-Gang.

Dieser Baum-Gang geht einmal komplett um die Anhöhe herum und bildet eine komplett geschlossene kleine Baumallee. Ich liebe dieses an einen Kreuzgang anmutende Baumgewölbe…

Es stahlt für mich einfach eine beruhigende und beschützende Stille aus…ich könnte stundenlang im Kreis laufen hahaha…..hab ich aber doch nicht getan…sondern bin noch weiter rein in den Park….der an vielen Stellen mehr Wald, als Park ist….

Es war eine spontane Entscheidung hier zu laufen, da ich täglich zur und von der Arbeit daran vorbei komme….aber ich hatte mich bei meinem Outfit an diesem Tag, für weiße Turnschuhe entschieden….so konnte ich ein paar der Wege leider nicht gehen….(immerhin hatte es die Tage zuvor geregnet).

Trotzdem war es wunderschön….leicht kühl, und nur wenig Menschen …eine schöne Erholung.

Wald und neue Wege

Sonntag war ich dann lieber wieder in meinen optimalen Wanderschuhen in meinem inzwischen lieb-gewonnenen Forst „Klövensteen“ zu einer Walkingrunde unterwegs…die großen und kleinen Wege kenne ich inzwischen sehr gut….auch so manch verborgene Pfade…

….also war es mal Zeit, weitere Anschluss-Wege zu erforschen…und hab dadurch einen größeren Kreis gezogen….das Wetter zeigte schon eine Weile, das es bald regnen würde…aber ersteinmal blieb es trocken.

Eine mit Regenschirmen gut ausgestattete Familie hab ich beim ersten Zusammentreffen überholt und beim 2.mal haben sich unsere Wege gekreuzt….und beide Male sind wir kurz ins plaudern gekommen…die waren nett.

Zwischen beiden Treffen kam der Regen und verschwand auch schnell wieder…..zum Glück war es noch windstill (das Sturmtief „Eugen“ mit starkem Wind und noch mehr Regen kam ja erst später).

Während jetzt der Wald endlich wieder von braun auf grün umstellt, konnte ich einen Tag zuvor schon die ersten Rapsfelder sehen, die langsam anfangen gelb zu werden.

Ja der Frühling tut sich etwas schwer in diesem Jahr…aber es ist auch gut, das es immer wieder mal regnet…..die Wälder waren tatsächlich schon wieder viel zu trocken….das ist erschreckend, so kurz nach dem Winter.

Mein neuer Rundweg ist mit knappen 9km etwas länger, also meine bisherigen in diesem Gebiet. Das Ziel wird sein, den Regionalpark Wedeler Aue immer weiter zu Fuß (und bei schönem Wetter auch mit dem Rad) zu erkunden….immerhin geht dieser Zusammenschluss mehrerer Gemeinden zwischen Pinneberg und Hamburg bis an die Elbe und ein großer Teil lässt sich über Wald- und Feldwege und ruhige Straßen zusammenhängend erfahren.

Den Rest des Sonntags hab ich dann mit einigen Aufräum-Putz-und Kocharbeiten verbracht und noch ein paar sportlichen Übungen.

Und einen kleinen Kaffeezeit-Kuchen hab ich noch gebacken: So einen einfachen schnellen Rührteig mit weniger Zucker als normal, trotzdem lecker….perfekt zu einer Tasse Kaffee oder Tee:

Tagesausflug: Marne (Dithmarschen)

Gestern tat ich mir schwer, mich zu irgendetwas zu motivieren….ich hatte mich zuhause eingeigelt und wenn ich darüber nachdenke was ich bis zum Mittag mit dem Tag angefangen habe, fällt mir kaum etwas anderes ein, als lesen.

Es war Samstag, 1.Mai, Tag der Arbeit…und gearbeitet hatte ich in dieser Woche ja schon eindeutig genug.

Ich hab mich also über die abonnierte Online-Zeitung, andere frei zugängliche Nachrichten, WhatApp, und eMail so ziemlich durch alles gelesen, was mir über den Bildschirm flackerte.

Am späteren Vormittag hab ich in der Küche hantiert und dabei ein Hörbuch angeschaltet….es ist mittlerweile mein 31. Buch, dem ich auf diese Weise folge.

Gegen Mittag hab ich mich dann zu meinem Tagesausflug aufgemacht (mit Butterbroten und frisch gebratenen Schnitzeln im Gepäck) Mit jedem Kilometer weiter in den Norden wurde die Sonne weniger und kaum war ich an meinem heutigen Ausflugziel: Marne (Kreis Dithmarschen) angekommen, wollte die Sonne gar nicht mehr.

Mitten im kleinen Ort Marne angekommen, wirkte es schon richtig trostlos und der Gang durch die kleinen Straßen und Gassen mit einigen schönen Häusern schaffte es heute nicht, lebendig und freundlich zu wirken….und auch die Dithmarscher Privatbrauerei war geschlossen, also die hätte mich schon interessiert.

Dann fing also der Regen an, kein Problem hatte ja entsprechend vorgesorgt….nur das ich meine normale Jeans an hatte und keine regen-abweisende Hose…….Den Stöfenpark hab ich nur kurz durchquert…..danach bin ich durch ein Wohngebiet gelaufen, mit vielen Rot-Klinkerhäusern…das war nett und dann war ich auch irgendwann am Neufelder Fleth.

Hier am Rande des Ortes gibt es schöne Wege entlang des Fleth (lt. Wikipedia: die Bezeichnung eines ehemals natürlichen Wasserlaufs in den Elbmarschen)

Der Regen war moderat – aber beständig…und so perlte zwar der Regen wunderbar an meiner Jacke und der Kapuze ab, nur um sich in meiner Jeans festzusaugen….und so bin ich grösstenteils an diesem Wasserlauf entlang gelaufen….mitten im Regen, ein paar wirklich freundliche Menschen sind mir dort auch begegnet, aber ansonsten war es einfach nur schön und still und nass.

Die Umgebung dort ist echt schön….das Fleth, die Felder dahinter und dazu in einiger Entfernung viele Windräder.

…und bei schönerem Wetter hätte das richtig malerisch aussehen können.

So wurde es mir aber mit der Zeit einfach nur kalt…meine Jeans war durchnässt und ich bekam Probleme mit meinem Fuß, weil ich unbedingt die leichten Sommer-Wanderschuhe einlaufen wollte.

Mein Problemfuß mag sich aktuell mit leichten Schnürschuhen oder Sneaker einfach nicht anfreunden (egal ob mit Fußbett, Memory-Effekt-Sohle, eng oder weit geschnitten oder geschnürt, egal ob mit Einlagen oder ohne).

Ich kann im Sommer aber unmöglich immer nur in meinen dicken Wanderstiefeln oder den hohen Schnürboots rumlaufen…das sind aktuell die einzigen Schuhe in denen ich keine Probleme habe und wirklich lange ohne Probleme laufen kann. Es gibt für alles eine Lösung – ich muss sie nur noch finden.

Nun gut, auf dem Weg zurück zum Parkplatz hab ich, immer noch mitten im Regen, auf einer Parkbank eine Pause einlegen müssen: Schuh aus, Fuß vorsichtig massieren und die Knochen wieder zurecht drücken, die Zehen zurecht ziehen…das ist Beides schmerzhaft, aber danach geht es dann wieder eine Weile mit dem Laufen…

Bei mir waren es heute knappe 7,5km…

Es regnet – ich tropfe

Heute ist es mir schwer gefallen mich zu einem Ausflug zu motivieren…und so hab ich den Vormittag auf dem Balkon verbracht…über Mittag hab ich die Wohnung aufgeräumt und es mir danach auf der Couch bequem gemacht…

….Als ich mich dann endlich für eine kleine Runde mit dem Rad überredet hatte, waren es noch 23 Grad und nur leicht bewölkt…aber  es sollte später ja noch regnen…also fahre ich jetzt oder heute gar nicht mehr….

Kaum im Naturschutzpark Wedeler Aue angekommen, hab ich  mich in Richtung Schnaakenmoor gewendet und um den Wildpark herum  wollte ich wieder zurück….ich hab mal wieder für mich neue kleine Wege genutzt…und eine sehr schöne Strecke gefunden.

Während ich also kreuz und quer den verschlungenen Wegen zwischen Moor und Wald gefolgt bin, zogen sich Wolken immer weiter zu und der Himmel verdunkelte sich ….aber Lust die Fahrt abzubrechen hatte ich jetzt nicht. Nicht JETZT – wo ich doch endlich unterwegs war …dann frischte der Wind auf….und die ersten Tropfen fielen…das ist ein schönes Geräusch…ich hatte eine leichte Regenjacke  mit Kapuze und kurze Hosen an…kein Problem also…. aber der Regen wurde heftiger…

Als ich dann wieder vor meiner Haustür stand ,war ich ein einiger nasser Tropf…..hahaha   Jacke,  Schirm-Kappe,  Hose, Socken und Schuhe…alles tropfte…und ich?

Mir hat der Ausflug Spaß gemacht…trotz des heftigen Regens…jetzt bin ich wieder munter und fühle mich frisch….und den Rest des Abends kann ich jetzt mit kochen und bügeln verbringen…man bin ich froh das ich doch noch raus gegangen bin…

so waren es in dieser Woche immer hin 43 km die ich zu fuß unterwegs war und 21km mit dem Rad….okay – es hätte mehr sein können…normalerweise komme ich immer über 50km ….auf der anderen Seite ist Sommer und da bin ich manchmal schon etwas faul…ähmmm  ich meine gemütlicher….

 

 

Auszug – erledigt

Um dann doch noch alles in meinem Auto verstauen zu können, hab ich einige Zeit gebraucht um jeden Winkel des Autos auszunutzen. Nun gut – ein paar Dinge gingen nun wirklich nicht mehr hinein…lach…aber den Wäschekorb hätte ich sowieso nur noch mit genommen, wenn der Platz gereicht hätte…hat er aber nicht.

Das Auto vollbepackt –  bin ich zur Arbeit gefahren, hab im hintersten Winkel der Tiefgarage geparkt…hab noch gut und in Ruhe gearbeitet, bin mit der S-Bahn später wieder nach Schnöselhausen und hab die Übergabe mit meinen Vermietern gemacht.

Ach, das sind echt tolle Vermieter…nett von Anfang an, bis zum Schluß. Die Übergabe lief unproblematisch …dann bin ich mit dem Fahrrad noch einmal zur Firma gefahren…hab auch mein Fahrrad in der Tiefgarage geparkt, meine gepackte Tasche für eine Nacht genommen und bin zum Hotel gelaufen….

Nach 2 Wochen mal wieder in einem Bett, anstatt auf einer Matratze zu liegen tut gut (ohwohl:  eine Nacht hatte ich ja mit meinem Team in einem Hotel…davon erzähle ich noch mal extra)….und jetzt weiß ich ein Bett doch wieder zu schätzen.

Mit den ersten Regentropfen bin ich im Hotel angekommen, hab mich erfrischt und erhole mich jetzt erst einmal vom Tag. Obwohl – lange werde ich nicht hier liegen…ich habe HUNGER.

Da ich mich hier ja auskenne, hab ich die Qual der Wahl was ich heute Abend Essen werde…ich lauf einfach mal drauf los und entscheide mich spontan, das hat gestern ja auch gut geklappt.

Ich wünsche ALLEN einen schönen und entspannten Sonntag-Abend.

MIST – es regnet

Regen der auf Bäume trifft, das hat etwas Beruhigendes. Ein schönes gleichmäßiges ruhiges Geräusch.

Obwohl für viele Menschen Regen als etwas Negatives gesehen wird, hat es doch so viel Positives. Ist Lebensspender. Unsere Wasserspeicher sind durch den extrem trockenen Sommer im letzten Jahr IMMER noch nicht wieder ausgeglichen…In einem Bericht über das Baumwohl wurde noch einmal darauf hingewiesen, die Schäden an den Bäumen sind massiv und noch so ein trockener Sommer und gerade junge Bäume oder nicht so tief verwurzelte Bäume könnten das kaum überleben.

Ich weiß, das klingt schon sehr nach den düsteren Prophezeiungen Ende der 70er Jahre mit dem Waldsterben durch Sauren Regen. Aber nur, weil kaum noch jemand darüber redet heißt es nicht, das es das nicht mehr gibt. Nur „…aus der akuten Erkrankung ist inzwischen eine chronische Vergiftung geworden“ (Zitat aus: www.Fortpraxis.de)

Wir Menschen sind Meister darin, unangenehme Dinge zu verdrängen, einfach auszublenden oder sie uns schön-zu-Reden. Das ist in vielen Dingen sehr gut und nützlich, wie sonst könnte man nach Schicksalsschlägen einfach weiter leben?

Dieses: Weiter-so, was uns so zu eigen ist, führt aber in den letzten 100 Jahren dazu das wir wider besseren Wissens Dinge machen, die uns und unserem Planeten nicht gut tun. Und was machen wir? …einfach weiter wie bisher.

Ich will hier auf keinen Fall der Moral-Apostel sein, denn ich mache ja auch mit. Ich finde es nur äußerst spannend wie wir Menschen „ticken“.

Um bei dem Beispiel mit dem Regen zu bleiben: Wir WISSEN wie dringend nötig wir den Regen  brauchen…und trotzdem jammern die Meisten darüber, wenn es denn tatsächlich mal regnet.

Der Mensch ist ambivalent. Regen bedeutet Leben in einer puren Form.  Wasser brauchen wir alle: Felder und Bäume, und die Tiere und auch der Mensch. Die Sonne ist ein ebenso wichtiger Bestandteil des Lebens, steht bei dem normalen Bürger aber meistens für Freizeit, Entspannung, Lebensfreude und für eine angenehme Zeit in netter Atmosphäre. Obwohl der Mensch also BEIDES braucht, beschränkt sich die Sehnsucht der Menschen auf die Sonne…Und Wasser höchstens im Glas oder im Schwimmbecken des Freibades.

Ich sitze mal wieder auf meinem Balkon und lausche dem Regen der auf die Bäume fällt…und es ist ein schönes Geräusch….und auch ich wünschte die Sonne würde scheinen…ich wollte heute nach Kassel fahren um dort mit dem Rad durch den Volkspark zu fahren, wollte an der Orangerie anhalten und in dem Café  eine Pause einlegen…wollte zum Bergpark fahren und dort vom Schloß Wilhelmshöhe aus bis zur Herkules-Statue laufen  um den Ausblick zu genießen… jaja…auch ich wünsche gerade für heute die Sonne herbei …ich habe immerhin Urlaub und Urlaub ist nun einmal auch Sonnenschein.

Der Verstand und eigenes Wohlbefinden gehen oft getrennte Wege.

Gewitter, Schlaf und Melancholie

Der Regen und das Gewitter haben heute einen unglaublichen Effekt auf mich….ich bin sentimental –melancholisch….

Den ganzen Tag über hab ich immer wieder aus dem Fenster geschaut und dem Regen zugehört….lach…nicht ganz so effektiv zum Arbeiten, aber es fühlte sich so vertraut und lang vermisst an…Das klingt blöd – aber ich mag Gewitter, mit Blitz, Donner und starken Regen. Ich finde es beruhigend….schon als Kind bin ich oft bei Gewitter gerne raus gegangen – OHNE Regenschirm…und mein ganzes Erwachsenenleben über  bin ich immer wieder bei starkem Regen und bei Gewitter stundenlang durch die Gegend gelaufen…ohne Grund, einfach nur, weil ich es schön finde. Es fühlt sich so lebendig an….Und auch heute hätte ich es gerne getan – aber die Arbeit hat mich dann doch daran gehindert….

Kaum war ich nach der Arbeit wieder zuhause fiel ich erst einmal für eine Weile  in einen tiefen Schlaf….letzte Nacht hab ich insgesamt nicht mehr als 5 ½ Std. Schlaf bekommen und wurde auch noch mittendrin von einem Ellenbogen auf meiner Unterlippe sehr unsanft geweckt…AUA…

Heute Abend hab ich mir eine „Schnelle Pizza“ gemacht und dazu ein Glas Wein….Schnelle Pizza heißt nicht: Tiefkühlpizza, sondern ist ein schnell zusammengekneteter Hefeteig – extrem dünn ausgerollt, mit einer einfachen schnell gekochten Tomatensoße und  mit Mozzarella belegt….dann 6 Minuten in den Backofen….und schon war mein Essen fertig.

Zusammen mit dem Glas Wein war das ein schönes und schnelles Abendessen. Der Wein und das Gewitter am Tag haben mich in eine Melancholie geführt…und der Wein entfaltet gerade seine Wirkung….auch das Gefühl  gefällt mir gerade….

Ich bin heute Allein zuhause und wollte mich eigentlich um die Wäsche kümmern…..aber egal – das geht auch noch an einem anderen Tag. In den letzten Tagen habe ich mal wieder viel mehr erfahren,  als mir eigentlich lieb ist. Nur ein Beispiel: ein Kollege dessen Frau an Brustkrebs erkrankt ist, die Therapie gut überstanden hat und jetzt wahrscheinlich Metastasen in den Hüftknochen hat…das hat mich aufgewühlt…eine Frau von nicht einmal 52 Jahren…und dem Kollegen geht es eh nicht gut und jetzt auch noch die Sorgen um Frau und die Kinder…..

Ich fühle mich durch den Alkohol etwas betäubt….und wundere mich mal wieder wie leicht wir immer wieder solche Schicksale Anderer ausblenden und uns trotzdem wieder dem Alltäglichen widmen….wahrscheinlich weil es uns Halt und Sicherheit vermittelt…. Das Wunderwerk „Mensch“  besitzt die Gnade des Verdrängens und des Vergessens.

Dieser tiefe Schlaf in den ich jetzt immer öfter direkt nach Feierabend falle, ist sehr verlockend…ich hole damit mein Schlafdefizit auf, aber manchmal denke ich, es wäre schön einfach weiter zu schlafen…das ist so friedlich und schön…was passiert eigentlich wenn ich den Schlaf irgendwann einmal schöner finde als das Leben? Das ist ein merkwürdiger Gedanke ….und ich schiebe ihn schnell wieder zur Seite….wie gesagt, ich bin gerade in einer  sentimentalen Stimmung und dazu noch leicht alkoholisiert.