über mich

Nach dieser Woche bin ich froh das nun endlich Wochenende ist….. PUHH…

Nun fühle ich mich doch wieder wie ein Rekonvaleszent….denn obwohl ich dachte, ich hätte mich inzwischen gut vom Stress der letzten Jahre erholt, stimmt das nur zum Teil. Aber das hat sich erst jetzt gezeigt, wo mein persönlicher Stresslevel wieder etwas angestiegen ist.

Und prompt bin ich wieder in einer Art Ausnahme-Zustand. Wie leicht es doch ist, mich aus meinem Gleichgewicht zu katapultieren, wie schnell man mich doch verletzen kann…wie ich es hasse, mich so schwach zu fühlen…obwohl ich doch eigentlich stark bin….ich bin doch Jemand der mit viel Optimismus und Fröhlichkeit durch mein eigenes Leben geht.

Aber Menschen können mich sehr schnell aus der Fassung…aus dem Gleichgewicht bringen…ich bin seelisch leicht zu verletzen…auch wenn das Niemand glauben würde, der mich nur oberflächlich kennt.

..ein schräger Blick, ein blöde Bemerkung, eine Situation die mich überfordert-..und schon ist meine verletzliche Seele in einer Art Krisenmodus…kein Wunder also, das ich lieber alleine durchs Leben gehe…Menschen nur sehr zögerlich in mein Leben lasse…

Man – erst ganz allmählich wird mir bewusst, wie haarscharf ich tatsächlich zum 2. Mal in meinem Leben an einem Burnout vorbei geschrammt bin (auch wenn das jetzt schon mehr als 1 Jahr her ist)…..aber ich muss mir selber eingestehen, ich habe trotzdem innere Verletzungen davon getragen (beruflich, wie auch privat)…auch wenn ich diese im Normalfall ganz gut in meinem Innersten isoliert habe….

Bin ich verkehrt?

Seit gestern Abend bin ich ins Grübeln gekommen.

Ich hatte mit einem meiner Ex-Kollegen für gestern Abend eine Telefon-Verabredung. Er musste in Hessen ja arbeiten…und da er als Abteilungsleiter gerade ein Teammitglied verloren hat und ein Zweites sich gerade offen nach einem anderen Job umschaut, war der Kollege in der letzten Woche ziemlich deprimiert…und ich hab mir Sorgen gemacht das er alles einfach hinwirft (er hat inzwischen auch seine Bewerbungs-Unterlagen aktualisiert).

Wir haben also eine ganze Weile telefoniert…und irgendwann meinte er, er würde sich Sorgen um MICH machen. Ähmm WARUM? Mir geht es doch blendet… das schreibe ich ja auch und schicke Bilder meiner Ausflüge, erzähle von meinem Leben….und ich hab aktuell bestimmt mehr Spaß am Leben als er…

Ja – das schon, aber ich würde eben immer „ich“ schreiben., so als ob ich immer alles alleine machen würde und er hätte die Sorge das ich vereinsame.

Er kennt mich, er kennt mich auch eben als Jemanden der Menschen emotional nicht so leicht an sich heran lässt, der mit physischer Enge Probleme hat und eben auch als einen Menschen der im Sozialverhalten öfter mal dazu neigt sich zurück zu ziehen…

Und trotzdem bin ich gerade in den letzten Monaten viel lockerer und entspannter geworden, lache und rede gerne, unternehme viel … ja fast immer unternehme ich etwas alleine, aber ich bin nicht einsam.

Im Gegenteil ich genieße das Alleine sein…und hoffe das ich rechtzeitig merke werde, wenn es mir nicht mehr gut tun. Ich persönlich bin also rundherum zufrieden mit meinem Privatleben…und hätte nicht gedacht, das trotz meiner aktuell sehr positiven Art mein Kollege Angst um mich hat, das ich in die Einsamkeit abrutsche.

Bin ich verkehrt, weil ich aktuell zufrieden bin, so wie es ist?

Ich hab versucht ihm zu vermitteln, das ich schon genug damit zu tun habe meine neuen Kollegen und neuen Chefs kennen zu lernen…und meine neue Arbeit und meine neue Umgebung. In dieser Phase auch noch neue Bekanntschaften oder Freundschaften zu schließen, wäre mir schlichtweg zu viel…zu anstrengend für meinen Kopf.

Denn eigentlich fühle ich mich wie ein Rekonvaleszent…ich regeneriere meinen Geist und Körper von einer über Jahre andauernden stressbedingten Überlastung. Auch wenn ich offiziell nie krank deswegen war…aber es fühlt sich einfach so an.

Meine gesamte Freizeitgestaltung ist ein Ausdruck von: ich kann, ich will, ich darf….mich einfach so entspannt fühlen und einfach machen was ich möchte…

Aber seit mein Ex-Kollege das so gesagt hat, fühle ich mich schon wieder etwas unter Druck…so als ob ich Freundschaften schließen MUSS um anderen zu zeigen, das es mir gut geht….aber das ist natürlich Quatsch….

Ich muss Niemandem beweisen das es mir gut geht…Hauptsache es geht mir tatsächlich gut! … und das kann man eben nicht an der Anzahl von Freundschaften ablesen. Es ist sogar so, das ich jetzt ohne Beziehung und enge Freunde MEHR mit anderen Menschen kommuniziere, als während meiner langjährigen Beziehung.