Die Mücken-Verschwörung

Da Verschwörungs-Theorien ja gerade so populär sind, bastele ich mir gerade meine eigene…die Mücken-Verschwörung:

Ich war am ersten Tag im Urlaub, noch nicht ganz vom Parkplatz zum Hotel gelaufen, da wurde ich bereits Opfer einer riesigen Mücke….was es war, oder wie sie aussah: KEINE Ahnung so ohne Lesebrille….aber das Viech hat mich gestochen oder vielleicht auch gebissen…der Moment des Angriffs tat jedoch richtig weh…und auch jetzt ,4 Tage danach, ist mein Unterarm immer noch etwas geschwollen, leuchtet in verschiedenen Rottönen, die Haut spannt und fühlt sich heiß an, juckt ziemlich und in der Mitte prangt ein kleiner Krater in meiner Haut.

Das war das Signal, damit fing alles an…..für alle insgemein verbündeten Mücken und sonstigen Stech-Viecher in der Umgebung war ich damit markiert, zum Abschuss freigegeben.

Das ich vorher den ganzen Tag im Wald unbehelligt unterwegs war mit ärmellosem Shirt und kurzen Hosen…egal…ab dem Zeitpunkt des ersten Angriffs stand ich im Fokus einer im geheimen operierenden Terror-Mücken-Zelle….

Sobald ich auch nur einen Schritt vor die Tür des Hotels trat, startete eine fast unsichtbare Armee ihren Angriff…. blieb ich stehen, konnte ich sogar dabei zuschauen, wie sich die etwas Größeren ihren Teil meines Blutes sicherten…die ganz Kleinen hab ich nur daran erkannt , das es hinterher juckte und ein dicker werdender roter Fleck blieb…

Mein Hotelzimmer besaß 3 Fenster…nur das ich bereits ab dem 2. Tag keines mehr davon aufmachte….wer kennt es nicht, dieses hohe unverkennbare Sirren einer herannahenden Mücke…. EINER? ….bei mir war es ein kleines Angriffs-Kommando von mindestens Dreien… ich habe Stunden in der Nacht damit verbracht mich gegen die Eindringlinge zu wehren und war kurz davor mich in meinem Auto in Sicherheit zu bringen….da endlich war ich der Sieger…für diese Nacht…in den darauffolgenden Nächten hab ich die Fenster dann überhaupt nicht mehr geöffnet.

Aber die Mächtigen Verschwörer gaben nicht auf, warteten im Hinterhalt darauf, das ich vor die Türe trat….jawohl ich bin Opfer einer global agierenden, national-verbundenen Vereinigung verschiedenster Stech-Tiere….Ihr Ziel ist es maximale Verunsicherung und Angst vor den Stichen zu erzeugen…

…schon fing ich an bei kleinsten Viechern in meiner Nähe, bei kleinsten Berührungen auf meiner Haut hektisch mit der Hand alles weg zu wischen….nicht noch mehr Stiche/ Bisse….

Hocherhobenen Hauptes, aber dafür mit Jacke und langen Hosen gewappnet, habe ich am Ende meines Urlaubs die Heimreise angetreten….und damit der Verschwörung das Ziel genommen….aber es wird neue Ziele geben…ich bin dann aber 300km entfernt…und hier in meiner norddeutschen Provinzstadt sind die Mücken wieder zu ertragen.

Auf Augenhöhe mit 1000jährigen Eichen

Schon gleich bei der Ankunft wurde ich von einer freundlichen Stechmücke empfangen…die war ca. 3 cm groß….und als sie sich dann sehr schmerzhaft bemerkbar gemacht hatte….hab ich sie nur noch mit dem Autoschlüssel von mir runter gekratzt…..so ohne Lesebrille konnte ich sie auch nicht näher begutachten.

Der freundliche Herr am Empfang bot mir an, NACH der Anmeldeprozedur mit doppeltem Eintragen meiner persönlichen Daten (einmal fürs Hotel , einmal als Corona-Nachweis) mir einen Eiswürfel für meinen Arm zu besorgen.

Mein Unterarm schwoll dann auch schön an…aber mit Hilfe eines Kühlakkus aus meiner Kühltasche konnte ich die Schwellung stoppen…aber weh tut es immer noch…aua…dabei ist es schon ein paar Stunden her.

Nach dieser kurzen unangenehmen Episode hab ich mich auf den Weg zum Ivenacker Baumwipfelpfad gemacht. Dieser liegt in einem Tierpark….aber es ist mehr ein Baumpark…Tiere gab es wirklich nur sehr wenige zu sehen….nicht mal die Wiesente….und DIE hätte ich gerne gesehen.

Aber alleine für den Baumwipfelpfad hat sich der Eintritt von 9 EUR gelohnt…Ich war erst am Nachmittag dort, und da waren die meisten Besucher schon wieder auf dem Weg zum Auto…so hatte ich den größten Teil des Parks fast für mich alleine….

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Der Aufstieg zu den Baumwipfeln war schön…die teilweise bis zu 1000jährigen Eichen sind wirklich imposant und so bin ich zwei entspannte Stunden durch einen wunderschönen alten Baumbestand gelaufen…dicht an dicht … so war die Hitze des Tages sehr gut auszuhalten und meine Seele konnte ich baumeln lassen.

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KLeine Anekdote am Rande:  Eine Frau hat sich auf diesem Weg verlaufen…..Wie man evtl. auf dem Bild oben sehen kann, ist der Pfad nicht sehr breit und  die Besucher wurden mit Text und Pfeilen auf als „Einbahnstraßen-System“ hingewiesen….der Weg führt langsam und mit einigen Schlenkern auf insgesamt 20 m Höhe. Es ist also nicht schwer ihm zu folgen und am Ende ist ein Turm mit einer Aussichtsplattform auf 30m Höhe und gleichzeitig mit einem Abstieg um die Besucher wieder zum Boden zu bringen.

Auf dem 1. Drittel kam mir eine Frau (Ohne Maske – bei Maskenpflicht) entgegen, als sie mich sah, zog sie schnell den Mund-Nase-Schutz über. Als ich sie auf das Einbahnstraßen-System aufmerksam machte, meinte sie, es würde da oben nicht weiter gehen…es gäbe keinen Abstieg…und ist dann weiter runter gelaufen…nur das Unten am Eingang zwar eine Drehtür ist, aber die ist so gebaut, das man zwar rein, nicht aber raus kann….

Später als ich am Ende der schönen Tour  von der Aussichtsplattform nach unten laufen wollte, traf ich die Frau wieder….jetzt hätte sie es doch noch gefunden hahaha- sehr schön…