Draußen – auf dem Balkon

Wie herrlich jetzt wieder öfter morgens auf dem Balkon sitzen zu können, wie jetzt…mit einem heißen Kaffee (wenn auch erst einmal entkoffeiniert), einer warmen Jacke, Schal und einer Wolldecke…aber eben draußen.

Heute Morgen ist es windstill und der Himmel ist blau….die Vögel zwitschern und noch ist es drumherum still….eine wunderbare Stille. In dieser Woche war es gar nicht so einfach, ruhige Zeiten auf dem Balkon zu ergattern…und so weiche ich gerne auf die Zeiten auf, die für Andere nicht attraktiv sind: früh am Morgen bei relativer Kälter (12 Grad) oder Abends spät.

Gestern hab ich bereits schon sehr früh Feierabend gemacht. SO -jetzt hab ich tatsächlich ein paar Tage Urlaub…bis einschließlich nächsten Donnerstag (Christi-Himmelfahrt)…das sind insgesamt 6 freie Tage PLUS den Nachmittag gestern. Das hab ich einfach gemacht. Basta…alles Wichtige war erledigt und jetzt will ich in den nächsten Tagen nichts mehr von der Firma hören.

Es war also erst 14.30 als ich zuhause ankam…die Nachbarn unter mir waren gerade auf dem Weg aus dem Haus…..prima – also bin ich sofort auf den Balkon gegangen und hab es mir bei dem schönen Wetter (21 Grad) bequem gemacht….einfach himmlisch.

Seit der männliche Teil der Nachbarn unter mir, so krank ist, bleiben die fast ununterbrochen zuhause und nutzen auch ihre Terrasse viel öfter und bekommen so auch mehr Besuch. Die haben ihre Terrasse im letzten Jahr etwas verbreitert, so das sie jetzt quasi nicht mehr direkt unter mir sitzen, sondern schon leicht neben meinem Balkon, so das jedes Wort und jede Bewegung unmittelbar bei mir oben ankommt. Wenn die Beiden alleine sind, dann geht das, dann unterhalten sie sich ruhig und unaufgeregt….sobald jemand anderer Dabei ist, wird es lebendig und laut.

Da helfen mir auch meine Kopfhörer nicht und ich räume dann freiwillig meinen Platz….und nutze dann andere Zeiten. In den ersten Tagen fiel es mir wieder einmal schwer zu akzeptieren, das natürlich auch andere Nachbarn ihre Balkone und Terrassen nutzen. Inzwischen hab ich mich wieder daran gewöhnt und meine Wohlfühl-Formel lautet jetzt wieder:

Also EINMAL am Tag möchte ich wenigstens für 30 bis 60 Minuten meine Ruhe auf dem Balkon haben…DANN bleibe ich entspannt und ausgeglichen. Da ich so eine Ruhezeit nicht aktiv einfordern kann (nicht mal in der Mittagszeit)….muss ich mir diese eben bewusst suchen…natürlich sitze ich oft länger hier…aber dann muss ich akzeptieren, das hier auch Leben herrscht mit Kindergeschrei, lauten Unterhaltungen und telefonierenden Menschen. Leben eben.

Und dann kommt wieder der Wunsch irgendwo in der Einöde zu leben…direkt am Waldrand, möglichst ohne Nachbarn…oder außerhalb eines Dorfes…umgeben von viel Grün…hab früher in NRW für ein paar Jahre am Rande eines Dorfes gewohnt….am Ende eines Weges nur mit wenigen Nachbarn und einer Straße die ansonsten nur von den Bauern drumherum genutzt wurde…jaaaa das hatte etwas.

Okay, es war natürlich nicht nur schön,…..die Bauern kamen mit ihren Landmaschinen oft schon vorbei gerasselt, wenn andere noch schlafen wollten und die Maschinen liefen auch an den Wochenenden, manchmal bis spät am Abend…und wenn das Feld dahinter mit Gülle besprüht wurde, war das schon sehr unangenehm…nicht nur durch den Geruch, sondern auch durch die vielen Insekten, die dann kamen….bis ich die Fliegenschutzgitter anbrachte. Zu unserer Wohnung gehörte auch eine schöne geschützte Loggia und mein damaliger Mann hatte kein Interesse am diesem „Zimmer draußen“…also war es meine eigene kleine Oase.

Genau wie heute noch. Wenn ich einen Balkon oder eine Loggia habe, dann nutze ich diese auch gerne.

Projekt : Sichtschutz durch Pflanzen

Für den Samstag hatte ich alles vorbereitet….ich war bereit meinen Balkon zu Bepflanzen….ein paar zusätzliche Pflanzen hatte ich besorgt, dazu neue Blumenerde…denn es musste auch einiges umgetopft werden, ein paar Töpfe und Untersetzer hatte ich schon vor einiger Zeit besorgt. Das Tagesziel schien erreichbar: Neue Balkonbepflanzung als Sichtschutz.

Einzig das Wetter wollte so gar nicht mitspielen…keine Sonne, dazu etwas Wind und nur 11 Grad. Okay ich hatte schon mollig-warm eingepackt 1,5 Stunden auf dem Balkon gesessen mit dem Laptop auf den Knieen. Immerhin war das eine Zeit, wo kein Nachbar sich draußen aufhielt…ich liebe diese Ruhe.

Scheinbar waren ohnehin viele Menschen lieber in der Wohnung, denn auch im Supermarkt um die Ecke war gar nichts los…achja es war der Krönungstag in Großbritannien…hahaha – das hat bestimmt viele Menschen vor den Fernseher gezogen.

Ich hab am frühen Nachmittag die Kopfhörer auf die Ohren gezogen und auch den Fernseher angemacht und mir die Nachbesprechung der Krönung mit ihren Highlights auf BBC angehört, während ich gleichzeitig mit den Händen in der Erde wühlte, um die vorhanden Gewächse auf dem Balkon umzupflanzen….und ca. 4 Stunden später hatte ich tatsächlich alles umgetopft und eingetopft, umgruppiert und verschoben und den gesamten Balkon, auf den Knieen rutschend, wieder sauber gemacht. Der Rücken tat mir im gleichen Verhältnis weh, wie meine Zufriedenheit mit dem Ergebnis zunahm….

Hmmm aber mir fehlt tatsächlich noch eine kleine Blumenbank und ein weiterer Hängekasten für das Balkongeländer…..Die gesamte Breite des Balkongeländers möchte ich mit halbhohen Pflanzen bestücken…

Meine Sitzecke ist jetzt schon richtig gut geschützt :

Als kleines Experiment hab ich mir sogar eine Clematis zugelegt….ich konnte nicht dran vorbeigehen….und die ersten Blüte ist sogar schon aufgegangen.

Ich muss nur noch ein paar zusätzliche Ranggitter besorgen und mich um die Unterbepflanzung kümmern, damit das Wurzelwerk beschattet bleibt… eine Clematis ist etwas Besonderes aus meiner Kindheit für mich…ich hab es immer mit perfekter Schönheit und Zerbrechlichkeit gleichgesetzt….und mich bisher nie selber an eine Clematis gewagt. Mal schauen, ob diese Pflanze sich jetzt bei mir wohlfühlt.

Balkon-Hoheit

Balkon-Hoheit

Bereits das 3.Mal in dieser Woche gab es auf dem Balkon/Terrasse von Nachbar Mirko lautstarke Abendaktivitäten…spätestens wenn die Musik lauter wird und die Unterhaltungen dadurch ebenfalls, ist der Punkt erreicht den eigenen Balkon zu räumen und die Tür zu schließen.

Es sind weder geistreich-lustige Unterhaltungen, noch ist die Musik nach meinem Geschmack…zumal zwischen den immer gleichen deutschen Liedern, dann auch noch lautsark die Werburg vom Handy über einen drahtlosen Lautsprecher rüberschallt.

Jedem das seine…aber schön finde ich das nicht….das waren dann meistens die Momente wo ich mich leicht zum Walken oder Radfahren aufraffen konnte….so zwischen 20-22 Uhr…so passte es dann für mich auch wieder.

Dafür hab ich morgens die Balkon-Hoheit und auch jetzt sitze ich bereits seit Stunden auf dem Balkon und geniesse die Ruhe…während es fast unterbrochen vor Vögel nur so wimmelt.

Es ist ein beständiges Ankommen und Abfliegen…und viele der kleine Meisen haben scheinbar nur wenige Flugstunden hinter sich…sind unsicher beim Anfliegen der Futterstationen oder versuchen immer wieder vergeblich auf den langen Gräsern zu landen…es gibt viel Gezeter und sie vertreiben sich gegenseitig….ach das ist so schön.

Was ist normal?

Sonntagmorgen auf dem Balkon…heute ist es wieder windstill und da reichen die 13 Grad, um sich mit Kaffee, Jacke und Decke nach Draußen zu setzen…Füße auf dem Hocker und Laptop auf den Knien, aus dem Kaffeebecher neben mir, dampft der heiße Morgenkaffee.

Da das Haus in dem ich wohne, nicht mitten im Nirgendwo steht, sind auch jetzt schon Menschen in den Häusern drumherum, auf ihren Balkonen, vor den Häusern….telefonieren bei geöffnetem Fenster, unterhalten sich,….jetzt nicht laut oder durchdringend…alles im normalem Rahmen….angemessen für einen Sonntagmorgen um 9.18 Uhr….

…und doch fällt es mir gerade schwer, das hinzunehmen…hatte ich mich doch sofort nach dem Aufstehen flugs hierhin gesetzt, um noch für ein paar Minuten, 1/2 Stunde wenigstens, die Stille des Morgens für mich zu haben.

Da ist es mal wieder… dieses Extreme bei mir. Flugzeuge die über das Haus fliegen oder die S-Bahn, die alle 20 Minuten vorbei fährt, stören mich nicht….aber Menschen die weit entfernt sind und normal laut sprechen, Wecker die leise irgendwo klingeln, Musik die von irgendwoher leise rüberschallt, triggern mich so, das ich es nicht schaffe, es zu ignorieren.

Ich verstehe ja, das laute Musik, lautes Reden und Party (wie in der letzten Nacht aus dem Nebenhaus) mich stören….aber an einem Samstagabend hab ich dafür Verständnis…setze die Kopfhörer auf, mache die Balkontür zu und gut ist.

Aber normale Lebens-Geräusche sollten mich doch nicht so triggern, das ich schon wieder nach den Kopfhörern greife.

Das hier ist normales Leben, mit normalen Geräuschen…nichts davon ist unnormal…nur ich – ich fühle mich mit dieser Überempfindlichkeit auf Geräusche mal wieder wie ein Exot – wie ein Fehlexemplar.

…noch während ich das hier schreibe, ist alles um mich herum wieder ruhig geworden und ich lausche wieder auf das Vogelgezwitscher und schaue einem Eichhörnchen beim Klettern zu….jetzt ist meine Welt wieder in Ordnung…und ich bin wieder entspannt.

Seit ich hier wohne, hab ich mich bereits an viele Lebensgeräusche gewöhnt….und meistens schaffe ich es auch, mich nicht davon triggern zu lassen….und falls doch, dann setze ich eben die Kopfhörer auf und höre ruhige Musik oder „Weisses Rauschen“.

Meine Nachbarn unter mir haben z.B. wieder einmal vergessen über das Wochenende ihren elektrischen Wecker auszustellen und sind weggefahren…..also tutet es jetzt ZWEI Stunden von 5:30 – 7:30 Uhr ununterbrochen….und ich höre es in jedem Raum.

Durch die Party nebenan bin ich letzte Nacht erst spät zum Schlafen gekommen und wurde dann um 5.30 vom Wecker der Nachbarn wach….hab die APP für „Weißes Rauschen“ angeschaltet, die kleinen Kopfhörer in die Ohren gestopft und konnte dann noch etwas weiter schlafen. In der kommenden Woche werde ich das Gespräch mit den Nachbarn suchen. Der Wecker ist scheinbar neu, denn bisher hab ich das Geräusch noch nie von unten gehört. Das ist zwar störend, weil ich davon wach werde, aber es triggert mich nicht so stark, wie ich es vermutet hätte.

Ich muss aber immer wieder bewusst Geräusche zulassen, akzeptieren und annehmen….und es geht schon bei vielen Geräuschen besser….manche kann ich inzwischen sogar gut ignorieren…aber manches Mal, wie heute, fällt es mir sehr schwer.

Ich hatte ja gehofft, das durch den Hörsturz vor ein paar Wochen ein paar der ganz hohen Töne gar nicht mehr bei bei mir ankommen….hahaha mein Ohr hat sich aber (zum Glück natürlich) vollständig davon erholt.

Triggern bedeutet, das auf einen bestimmten Reiz (Geräusch, Wort, Verhalten) eine heftige emotionale Reaktion ausgelöst wird. Bei mir sind es Geräusche und das nennt man dann auch Misophonie…eine neurologische Störung. Die negativen emotionalen Reaktionen, die viele Geräusche bei mir auslösen, kann ich dabei nicht wirklich kontrollieren…ich kann nur versuchen mich der Situation zu entziehen oder mich abzulenken.

Ein ruhiger Tag

Für heute hatte ich mir nichts vorgenommen, außer einem Termin für meine Kontaktlinsen am späten Vormittag…der ganze Tag war heute … ruhig. So ohne Sonne, mit bedecktem Himmel und dazu die Kälte…mir war heute nicht nach Unternehmungen außerhalb der Wohnung.

Dafür hab ich heute mal wieder einige Zeit mit Kochen verbracht…und den Rest des Tages irgendwie zuhause vertrödelt… das tat erstaunlicherweise richtig gut…und nach dem Kommunikations-Overflow gestern, war es  gut heute mal still zu bleiben…

Am Abend dann wollte ich dem Wetter trotzen, hab mich in ein wind-und regenfestes Outfit geworfen und  bin walken gegangen…nur das es inzwischen WEDER kalt, windig noch nass war….um genau zu sein war es am Abend so warm, wie es tagsüber hätte sein sollen…so bin ich ganz in aller Ruhe ganze 7km gelaufen…und meinem Fuß geht es gut….aaaahhh das tat wieder gut.

 

 

 

 

 

 

 

Stille

Stille

Der Tag gestern war schon aufregend…und irgendwie war es auch etwas zu aufregend für mich… jetzt sitze ich hier bei geöffneter Balkontür (es regnet draussen), lausche der Stille draussen…und atme tief diese Stille ein…

Stille ist relativ…ich höre Vögel zwitschern, in ganz weiter Ferne höre ich das Rauschen vorbeifahrender Fahrzeuge und aus dem Kindergarten 2 Strassen entfernt, hört man leise ein paar Kinder herum toben….aber alles ist gedämpft durch die Entfernung….im Vordergrund ist die Stille.

Okay jetzt häckselt ein Nachbar Äste…hahaha…ach das war nur kurz…

Diese äußere Stille unterstreicht meine innere Stille. Ich fühle mich ruhig und gelassen und bin gerade zufrieden und entspannt mit mir selbst…

Innerer Frieden

hier und jetzt

Wie herrlich

Plädoyer für den Wald…und die Stille

Wenn die Schule  zu meiner linken Seite und der Kindergarten zu meiner rechten Seite gleichzeitig die Kinder in die Pause schicken, bin ich immer wieder überrascht WIE laut das ist. Scheinbar jedes Kind dort kann nur durch Schreien kommunizieren oder sich mittels Brüllen durchsetzen. Und damit meine ich nicht mal die kreischenden Aufschreie der kleinen Mädchen die erschreckt werden….

Ich weiß das ist politisch unkorrekt…und ich weiß auch das man das akzeptieren muss…tue ich ja auch…aber dadurch wird es nicht leiser oder melodischer….es ist einfach laut.

Wenn ich das Dauer-Gebrülle der Kinder höre frage ich mich, was sich wahrscheinlich alle Erwachsenen früher oder später auch fragen: Waren wir auch so?

Dann versuche ich mich an meine Schulzeit zu erinnern…oder an die Ausflüge in das Freibad…und muss leider sagen: JA – auch wir waren genau so laut auf dem Schulhof und im Freibad. Haben es aber anders wahrgenommen.

WAS aber wesentlich lauter geworden ist, sind  Kinder UND Erwachsene in der Öffentlichkeit, weil einfach weniger Rücksicht auf Andere genommen wird…. Mir fällt es vor allem im Wald auf.

Unser Vater ist mit uns oft in den Wald gegangen und hat uns beigebracht:  Nehmt im Wald Rücksicht auf die Tiere…dann habt auch Ihr etwas davon…ihr könnt dann nämlich viele Tiere sehen…und genau so war es.

Wenn ich heute im Wald unterwegs bin höre ich lautstarke Unterhaltungen, und manchmal sehe ich diese Menschen erst Minuten-später….es wird telefoniert und laute Musik gehört… Und hier rede ich nicht von Kindern – sondern von Erwachsenen.  Der Blick ist auf das Handy gerichtet oder auf den Boden.

Diese Menschen gehen in den Wald – können die Wirkung des Waldes jedoch gar begreifen….weil sie schlichtweg nichts wahrnehmen was den Wald ausmacht. Für solche Spaziergänger wäre ein Park oder ein Feldweg genauso gut…lach.

Der Wald ist voller Geräusche, voller Leben und doch ein Ort der Ruhe …wenn man es zulässt. Wer selber laut ist, wird davon jedoch nichts merken…und verpasst damit die Kraft die ein Waldspaziergang geben kann. 

Neiin – ich bin nicht esoterisch … ich liebe einfach nur den Wald und habe endlich wieder die Gelegenheit:

– die Ruhe des Waldes aufzusaugen: unser Leben findet i.d.R. in lauter Umgebung statt…überall wird man beschallt durch Musik, Fernsehen, Straßenverkehr, laute Maschinen usw.  Wer kann Stille überhaupt noch aushalten?

-den Blick entspannt in die Ferne zu schicken: unsere Augen müssen viel zu oft nur im Nahbereich tätig sein, durch Bildschirme, Fernsehen und Handys-das strengt die Augen an. Wie schön es ist in einen Wald hinein zu schauen…um so auch scheue Tiere in der Entfernung wahr zu nehmen…oder die Vögel die in unmittelbarer Nähe im Wald nach Nahrung suchen…

– die warmen Farben der Natur aufzunehmen: gerade das beruhigende Grün der Blätter – vor allem im Frühjahr wenn alles mit einem zarten Lindgrün anfängt  und noch mehr im Herbst wenn alles bunt wird. In unserer Stadtwelt ist Vieles bunt und grell und hell erleuchtet…alles muss markant hervorgehoben werden…wie schön ist es da, wenn die Augen mal nicht visuell überfordert werden

– den Duft des Waldes aufsaugen: Je nach Tageszeit riecht es im Wald anders oder geht mal in den Wald kurz nachdem es geregnet hat (okay – also nicht nach einem Sturm  oder Starkregen, das wäre zu gefährlich) das riecht so schön…und auch je nach Jahreszeit….für mich typisch für den Herbst ist der Pilzduft…

Und man kann sich ruhig mal bei trockenem warmen Wetter auf den Waldboden setzen oder auf einen gefällten Baum, dazu benötigt man keine Sitzbank…lach…

Vor ein paar Tagen war ich im Wald unterwegs und hab mich auf einem Stapel gefällter Bäume niedergelassen…ich war alleine  weit und breit…und es gab sehr viele gefällte Bäume, die entlang des Waldweges zum Abtransport aufgestapelt waren.

Keine 15 Minuten später hörte ich zwei Frauen schon aus großer Entfernung ….und als sie dann später an den Punkt ankamen, wo ich saß, fanden die die Idee wohl so gut das sie sich auf dem Stapel gegenüber niederließen und redeten und redeten… Ich bin dann gegangen…weiter rein in den Wald – weg vom Weg und weg vom Geschnatter ….bis ich an einen kleinen Bachlauf kam  der munter vor sich hin plätscherte…da hab ich mich gerne hingesetzt und hab den Geräuschen des Waldes gelauscht…

Meine Oase auf dem Balkon

Gestern hab ich angefangen meinen Balkon in eine Blumen-Oase zu verwandelen…..es fehlt zwar noch Einiges….aber dafür hab ich neben meinem eigenen Balkon auch den Balkon meines Freundes bearbeitet.

ich war den ganzen Nachmittag allein zuhause und es  hatte meditative Züge stundenlang aus den Kästen die Blumenzwiebel der Frühjahrsblumen zu entfernen und die Erde für die Neubepflanzung vorzubereiten….und dann all die schönen Blumen neu in die Kästen zu pflanzen….. Jetzt fehlen nur noch die Hochstämme mit Jasmin, Enzian und Dipladenie….Die Hortensien sind verteilt auf verschiedene Töpfe auf der anderen Seite und dann kommen noch die großen Gefässe mit den Sommerblumenzwiebeln und den Dahlienstämmen.

Auf dem kleineren Balkon wartet das Vertikalbeet auf die Gewürzpflanzen…incl. Cocktailtomaten, Naschpaprika und gelbe Rübchen…lach…ein paar Kohlrabi hab ich auch noch…. und an dem Nektarinenbäumchen sind jede Menge kleine Fruchtansätze.

Der Nachteil ist nur mein Blumenbalkon ist ein Schattenbalkon und bekommt nur ca. 2 Std. am Tag direkte Sonne….aber ich versuche trotzdem so viel blühende Blumen zu pflanzen wie möglich…auch wenn diese nicht ganz so üppig werden, wie in der Sonne.

Bei meinem Freund oben hab ich reine Sonnenanbeter gepflanzt, ein großer Oleanderbusch und eine Schmuck-Lupine bilden dabei die Mittelpunkte…lach

das Rote was Ihr da sehen könnt ist ein Teil der Kirche nebenan….rundherum sind viele Büsche und Bäume und ein Streifen Waldboden…..es gibt hier keine Straße, nur der Pfarrer kommt mit seinem Auto  und Fahrrad  hin…ansonsten ist es hier sehr ruhig…aber heute ist hier Konfirmation…also ist es etwas unruhiger als erhofft, also hab ich die Kopfhörer auf und höre etwas Musik.

Ich liebe diese Oase hier….mein Refugium des Rückzugs…mit Eichhörnchen und Vögeln, dazu die Blumen…am Liebsten würde ich die  Seite die auf der ganz linken Seite (nicht im Bild) die um die Ecke zur Kirche zeigt noch etwas weiter abschotten….wir haben schon den Sichtschutz gekauft und weiter Rechts ausserhalb des Bildes wachsen hohe Büsche so das wir auch zum Eingang des Hauses geschützt sind….die Nachbarn können uns so kaum sehen…vorallem jetzt wo die Büsche dicht und hoch zugewachsenen sind…wenn ich nicht die neugierige und meckernde Nachbarin über mir hätte, wäre es ein fast perfekter Rückzugsort…..

 

Verordnete Auszeit

Die verordnete Auszeit tut gut…mein Körper kommt zur Ruhe und der Endlos-Schnupfen ist auf dem Rückzug…nur um einem Reizhusten Platz zu schaffen…ist ja auch besser…so eines nach dem Anderen: erst Halsschmerzen, dann Schnupfen, nun Husten…so hat man länger etwas davon…grrrrrr.

Aber mal im Ernst….einfach mal die Füße stillhalten und dabei den Kopf ausschalten…da ist Erholung für mich.

Schon  eine relativ kurze Aktion in der Küche, z.B. eine Suppe kochen oder abwaschen und ich brauche wieder eine Erholungsphase…also wieder zurück auf die Couch und schlafen.

Zur Unterhaltung lese ich, schreibe etwas und höre Dokumentationen/Reportagen im Fernsehen…

Sauna gegen Musical

Nach dem Desaster mit der Erholung in den Nächten zuvor, hab ich die letzten 2 Nächte alleine in meiner Wohnung geschlafen….obwohl ich ja zugeben muss. sooo gut hab ich dann leider auch nicht die Nacht verbracht…

Gestern und heute Abend ist mein Schatz mit einem Freund unterwegs und ich hab nichts dagegen…da der Freund jedoch wieder mal „seinen Marktwert“ testen will und mein Schatz mit geht…mache ich mir zwar keine Sorgen….also nicht wirklich….aber ich bin beruhigter wenn ich wenigstens mal zwischendurch mit bekomme, das er heile nach Hause gekommen ist…

Ich hab gelernt zu vertrauen…manchmal fällt es mir leichter – manchmal schwerer. Gestern war es leicht…und trotzdem schlaf ich besser, wenn ich weiß es ist alles i.O.  das war schon die letzten 2 Jahre so, erst wenn ich wusste, er ist Sonntag Nachts wieder gut 400km entfernt angekommen, dann konnte ich gut schlafen. Es war schon nach 3 Uhr herum als ich nicht mehr schlafen konnte – hab ein Sudoku gelöst und ihm eine Nachricht geschrieben…als dann postwendend eine Antwort kam, war ich beruhigt und konnte weiter schlafen.

Heute bin ich bereits vor ihm am Nachmittag aus dem Haus gegangen um mal wieder in die Sauna zu gehen…Tja aber dieses Mal wurde meine Gutscheinkarte aus 2011 nicht mehr akzeptiert… nur 5 Jahre gültig – bis 31.12.2016….Pech gehabt.

Nun gut dann eben eine 3-Stundenkarte für 17,50 Uhr…3 Stunden sind eigentlich etwas wenig, um so richtig zu relaxen…weil ich innerlich immer die Uhr im Auge behalte. Eigentlich mag ich Tageskarten und bleibe trotzdem nur max. 4 – 4,5 Stunden…hab aber das Gefühl alle Zeit der Welt zu haben…das entspannt mich besser….

Aber egal…an einem Sonntag späten Nachmittag ist das eh keine ganz so tolle Idee gewesen…es war voll… aber die ersten 3 Saunagänge waren echt cool…und auch im Ruheraum bzw. in der Salzhöhle war es wunderbar still (nur einmal kamen 4 junge Männer und waren sehr laut, ich hab „Pssssst“ gemacht und auf das Schild mit der Aufforderung „Absolute Ruhe“ hingewiesen….die haben mich zwar ausgelacht, waren aber dann doch leise…zumindest eine ganze Minute…und dann sind sie wieder abgezogen…lol…war wohl etwas zuu langweilig so ganz ohne Reden)

Erst beim 4. Saunagang  ging es dann nicht so ganz nach meinem Geschmack:

  • Bei der ersten Sauna die ich mir dafür ausgesucht hatte (95-100Grad / großer Raum / fast leer) wurden bereits nach ca. 5 Minuten alle Fenster geöffnet und der Saunameister kam mit Eimer, Handtuch und jede  Menge Leute…ich bin geflüchtet
  • Bei der zweiten Sauna (wieder 95-100Grad / kleiner Raum / fast leer) kamen dann nacheinander mehrerer Pärchen und es wurde voll und laut…ich bin geflüchtet
  • Bei der dritten Sauna ( 65Grad / kleiner Raum / fast leer) lag der Warmbadepool direkt vor der Tür und es war draussen sehr laut…ich bin geflüchtet
  • Also ab in den Hamam….in die Dampfsauna….hier fühlten sich mehrere Nationalitäten genau in ihrem Element und verhielten sich wie andere in einer Bar…sehr laut und lustig…nix für mich …ich bin geflüchtet
  • Also auf in eine Bio-Sauna (50Grad / mittlerer Raum / halb-voll) ….und endlich hatte ich die Ruhe die ich wollte…

Beim Saunieren liebe ich vor allem die schnellen kalten Duschen nach einer Sauna…und dann ab ins Kaltbadebecken, 2-3 Runden schwimmen und dann  ca. 15 Minuten ruhen….herrlich entspannend…obwohl ich jedes Mal Panik bekomme ob ich die kalte Dusche tatsächlich überlebe….und auch dieses Mal war es einfach nur herrlich.

Okay und jetzt bin ich zuhause, während mein Schatz heute in  ein Michael-Jackson-Musical geht…LOL…bin ich froh das ich nicht mit muss….hahahaha das ist ja so gar nichts für mich.  Ich kann dagegen den Abend entspannt auf der Couch verbringen…und ach ja – ich hab Morgen noch freiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii…..so fühlt sich das Leben gut an.