Meine Arbeitsbelastung in dieser Woche war moderat….um nicht zu sagen, es hätte fast langweilig sein können….hahaha und ich habe tatsächlich jeden Tag etwas weniger als 8 Stunden gearbeitet – also wenn ich schon mal die Gelegenheit habe…Mein Überstundenberg ist auf diese Weise ja eh nicht abzubauen, also habe ich ein ruhiges Gewissen.
In der nächsten Woche wird es dafür bestimmt wieder Action-geladen sein…wir bekommen Besuch aus DK…auch die Finanzchefin kommt….da bin ich gleich alarmiert. Ich denke sie wird uns mitteilen, was demnächst noch weiter auf uns zukommen wird und das wird nichts Schönes werden.
Aus den Quartalsabschlüssen sollen ja „bald“ Monatsabschüsse werden….auch sollen wir demnächst unsere Zahlungsläufe nicht mehr selber machen, sondern zentralisiert über eine spezielle Abteilung in DK….und wer weiß, was die sich sonst noch so haben einfallen lassen. Das Reporting-Vorbereitungs-Tool soll sich ja auch noch verändern….ich erwarte das Schlimmste…hoffe aber geichzeitig das es nicht so schlimm wird.
Zumindest in meinen Problembereichen kommen wir mit den Lösungen voran…das was jetzt noch da ist , ist im besten Fall nur noch etwas unangenehm – das belastet mich aber nicht mehr nach Feierabend….Und heute in 14 Tagen habe ich für 1,5 Wochen Urlaub und fliege für 4 Tage nach Venedig. Das sind doch mal schöne Aussichten
Die Woche plätschert unauffällig vor sich hin…letzten Freitag hatte ich ein Online-Meeting mit meinem Chef und er hat versprochen, sich nun endlich um mein dringendstes Thema zu kümmern…das hatte er allerdings bereits im Dezember auch schon gesagt…und nichts ist passiert. Vor ein paar Wochen hatte ich noch einmal eine Mail an die noch höheren Entscheidungsträger und meinen Chef geschrieben und dringend um Klärung gebeten.
Denn nun wird die Zeit knapp…spätestens Ende Juni wird mein Chef das Unternehmen verlassen. Er hat mir erzählt, das es schulische Probleme mit einem seiner Söhne gibt…er hat 3 Kinder unter 10 Jahren…und um sich besser um Frau und Kinder zu kümmern und da dieser eine Sohn auch die Schule wechseln muss, haben sie sich jetzt entschieden, wieder nach Kopenhagen zu ziehen…und das ist nun einmal zu weit weg von der Firmenzentrale, denn in seiner Position muss er eben oft Vorort sein.
Ich verstehe seine Beweggründe und finde sie auch richtig….aber gefallen tut mir sein Weggang trotzdem nicht.
Nächste Woche fahre ich mit dem Controller für 2 Tage in die Zentrale….wir haben uns für die „kurze“ Variante mit nur einer Übernachtung entschieden. Also Dienstag ganz früh geht es los und Mittwoch kommen wir am Abend bereits zurück. Wenn man die Fahrtzeit abzieht, bleibt ca. 1 Arbeitstag übrig…aber das ist für mich ausreichend.
Mein Chef hat für das noch ausstehende (und letzte) jährliche Beurteilungsgespräch zugestimmt, das wir uns in der Zentrale treffen. Der Controller hat sein Gespräch „anders“ gelöst….er führt das bereits mit dem deutschen GF. Trotzdem kommt er mit…er möchte noch ein paar Kollegen sprechen.
Dieses ruhige und konzentrierte Arbeiten in dieser Woche, macht mich sehr zufrieden und gibt mir auch viel Freude.
Ich habe auch privat ungewohnt viel ungestörte Zeit, weil meine Schwester genau das gemacht hat, was ich mir schon gedacht habe…sie meldet sich jetzt gaaar nicht mehr. Sie kennt eben nur Extreme. ganz oder gar nicht – dazwischen scheint nichts anderes möglich zu sein. Ich hatte ihr per Whatsapp ein schönes Wochenende gewünscht und auch eine Rückmeldung bekommen….ansonsten herrscht Funkstille.
Auf der einen Seite macht mir das zwar ein schlechtes Gewissen, weil ich weiß, das es sie eigentlich etwas ganz anderes möchte und sich nun verletzt und angegriffen fühlt,…andererseits ist es für mich so entspannend und ich werde jetzt erst einmal nichts weiter unternehmen, sondern abwarten.
Ich mache das, was ich immer gerne mache: Ich genieße meine Zeit zuhause, walke fast täglich meine 4-5 km, jetzt wieder etwas später am Abend so gegen 21.30…dann ist es kühler und ruhiger draußen und manchmal gibt es schön Sonnenuntergänge zu beobachten:
Mit viel Elan hab ich mich in den letzten Wochen um meinen Balkon gekümmert….fast alle Pflanzen haben den Winter gutüberstanden und überall grünt es.
Mit 3 weiteren schlanken, aber höheren Grünpflanzen und Pflanzgitter arbeite ich weiter an meinem grünen Kokon auf dem Balkon…und sogar die Clematis blüht schon wieder…die steht aber auch gut geschützt und überdacht vor meinem Wohnzimmerfenster:
Hab gestern mit dem Rentner aus Hessen gesprochen. Wir telefonieren aktuell so im 2-Wochen Rhythmus und es war wieder einmal sehr lustig…den Beiden geht es gut und im Juni fahren sie für 10 Tage an die Ostsee….wir werden uns dann einen Tag treffen…ich hab Lübeck als Treffpunkt vorgeschlagen, dann brauchen die Beiden nur ca. 20 Minuten zu fahren und ich etwas mehr als 1 Stunde.
Immerhin ist er schon 70 und sie kurz davor….aber sie sind Beide so jung in ihrem Wesen, so agil, witzig und voller Tatendrang….so ganz ohne Jammern, und das trotz körperlicher Probleme.
Wir reden auch über Krankheiten, Zipperlein, Tod, Politik, Kinder, Sport, Soziologie, über seelische Wunden und über Früher…über neue Ängste und übers Wandern, über ehemalige Kollegen und über Buchhaltung. Er war – genau wie ich es ja noch bin, mit viel Leidenschaft Bilanzbuchhalter…er versteht wovon ich spreche, versteht meine beruflichen Probleme und mein ungläubiges Kopfschütteln über gewisse Vorgehensweisen und Aktionen in der Firma…wir denken in Vielen Dingen ganz ähnlich.
Ich wünsche Euch noch einen schönen Feiertag heute
Die restliche Woche plätscherte völlig unaufgeregt und im Gleichklang dahin….viel Regen, fast keine Sonne, ich war jeden Tag im Büro (also kein Homeoffice, weil der Controller im Urlaub war), viele nette Unterhaltungen im Büro, insgesamt war ich aber in dieser Woche insgesamt weniger aktiv mit Sport und Kochen.
Ohne die Homeoffice-Tage gab es auch keine Walking-Runden am Morgen….dafür bin ich abends nach 22 Uhr los gegangen…aber immer nur in meiner direkten Umgebung…also auch nichts Erwähnenswertes.
Was ich aber schon seit ein paar Monaten im Job feststelle: Je mehr Banken mit Negativzinsen (auch Strafzinsen oder Verwahrentgelt genannt) arbeiten, umso mehr verändert sich das Zahlungsverhalten der Firmen und ich stelle es auch bei mir selbst fest…also im Job).
Hat man zu normalen Zeiten die Zahlungsfrist von Rechnungen bis aufs Letzte ausgereizt, also erst immer bei Fälligkeit oder manchmal erst kurz danach, macht es heute oft mehr Sinn die Rechnungen vor der eigentlichen Fälligkeit zu bezahlen, wenn man das Geld ohnehin auf dem Konto hat hahaha. Lässt man das Geld nämlich auf dem Konto stehen, bekommt man dafür Strafzinsen berechnet. Es für ein paar Tage aufs Tagesgeld umzubuchen ist mehr Aufwand, als das daraus ein sichtbarer Ertrag generiert wird….ach die Rechnung muss ich in 3 Tagen bezahlen…na dann bezahle ich lieber sofort…Problem gelöst.
Bei allen Gesellschaften, die ich betreute, erhalte ich die Abrechnungen und damit auch die Geldeingänge durchschnittlich 8-10 Tage früher, als noch vor 3/4 Jahr…hahaha und bringt damit meinen Arbeits-Ablaufplan durcheinander…muss ich doch jetzt auch schneller die eigenen Abrechnungen fertigstellen, damit ich das Geld schnell weiter geben kann….hahaha. Entweder ich bezahle Rechnungen damit, zahle Gutschriften aus, reduziere Darlehn oder gebe aktuell nicht zu verwendende Geldmittel an den Konzern weiter.
Es ist geradezu eine Challenge geworden, eingehendes Geld so schnell wie möglich weiter zu geben, denn Strafzinsen schmälern den Gewinn, Darlehnszinsen allerdings auch. Daher ist es wichtig immer im Blick zu behalten, wieviel Geld man in den nächsten Wochen tatsächlich benötigen wird. Das Cash-Planning erhält damit einen viel höheren Stellenwert.
In meinem früheren Job, noch bevor es überhaupt Strafzinsen gab, musste ich am Ende jeder Woche rollierend für die kommenden 5 Wochen die Geldmittel planen…es war zwar immer einiges an Aufwand, aber ich hab es echt gerne gemacht.
Und so mache ich das auch hier sehr gerne…aber eben nur 1-2x im Monat. Immer die Gratwanderung nicht zu viel Geld auf den Konten zu haben, aber auch nicht zu wenig….und dann noch immer die Abschätzung, wann zahlt wohl der Kunde…..kommt die Zahlung rechtzeitig um den folgenden Zahlungsverpflichtungen gerecht zu werden, oder muss ich doch mehr Geld verfügbar halten, um nicht in die Bredouille zu kommen ….hach mein Job macht mir Spaß.