Ruhige Woche und Strafzinsen

Die restliche Woche plätscherte völlig unaufgeregt und im Gleichklang dahin….viel Regen, fast keine Sonne, ich war jeden Tag im Büro (also kein Homeoffice, weil der Controller im Urlaub war), viele nette Unterhaltungen im Büro, insgesamt war ich aber in dieser Woche insgesamt weniger aktiv mit Sport und Kochen.

Ohne die Homeoffice-Tage gab es auch keine Walking-Runden am Morgen….dafür bin ich abends nach 22 Uhr los gegangen…aber immer nur in meiner direkten Umgebung…also auch nichts Erwähnenswertes.

Was ich aber schon seit ein paar Monaten im Job feststelle: Je mehr Banken mit Negativzinsen (auch Strafzinsen oder Verwahrentgelt genannt) arbeiten, umso mehr verändert sich das Zahlungsverhalten der Firmen und ich stelle es auch bei mir selbst fest…also im Job).

Hat man zu normalen Zeiten die Zahlungsfrist von Rechnungen bis aufs Letzte ausgereizt, also erst immer bei Fälligkeit oder manchmal erst kurz danach, macht es heute oft mehr Sinn die Rechnungen vor der eigentlichen Fälligkeit zu bezahlen, wenn man das Geld ohnehin auf dem Konto hat hahaha. Lässt man das Geld nämlich auf dem Konto stehen, bekommt man dafür Strafzinsen berechnet. Es für ein paar Tage aufs Tagesgeld umzubuchen ist mehr Aufwand, als das daraus ein sichtbarer Ertrag generiert wird….ach die Rechnung muss ich in 3 Tagen bezahlen…na dann bezahle ich lieber sofort…Problem gelöst.

Bei allen Gesellschaften, die ich betreute, erhalte ich die Abrechnungen und damit auch die Geldeingänge durchschnittlich 8-10 Tage früher, als noch vor 3/4 Jahr…hahaha und bringt damit meinen Arbeits-Ablaufplan durcheinander…muss ich doch jetzt auch schneller die eigenen Abrechnungen fertigstellen, damit ich das Geld schnell weiter geben kann….hahaha. Entweder ich bezahle Rechnungen damit, zahle Gutschriften aus, reduziere Darlehn oder gebe aktuell nicht zu verwendende Geldmittel an den Konzern weiter.

Es ist geradezu eine Challenge geworden, eingehendes Geld so schnell wie möglich weiter zu geben, denn Strafzinsen schmälern den Gewinn, Darlehnszinsen allerdings auch. Daher ist es wichtig immer im Blick zu behalten, wieviel Geld man in den nächsten Wochen tatsächlich benötigen wird. Das Cash-Planning erhält damit einen viel höheren Stellenwert.

In meinem früheren Job, noch bevor es überhaupt Strafzinsen gab, musste ich am Ende jeder Woche rollierend für die kommenden 5 Wochen die Geldmittel planen…es war zwar immer einiges an Aufwand, aber ich hab es echt gerne gemacht.

Und so mache ich das auch hier sehr gerne…aber eben nur 1-2x im Monat. Immer die Gratwanderung nicht zu viel Geld auf den Konten zu haben, aber auch nicht zu wenig….und dann noch immer die Abschätzung, wann zahlt wohl der Kunde…..kommt die Zahlung rechtzeitig um den folgenden Zahlungsverpflichtungen gerecht zu werden, oder muss ich doch mehr Geld verfügbar halten, um nicht in die Bredouille zu kommen ….hach mein Job macht mir Spaß.

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