Haferflockenbrot – ohne Hefe

Heute hab ich endlich mal wieder ein Brot gebacken…hatte ja bewusst in den letzten 6 Wochen fast gänzlich auf Brot (und Nudeln komplett) verzichtet. Das ist mir erstaunlicherweise gar nicht so schwer gefallen…obwohl ich sehr gerne Brot esse und vor allem auch gerne backe.

Ich bleibe weiterhin bei dem 16:8 Intervallfasten, weil es mir leicht fällt…bleibe weiterhin bei dem vielen Gemüse und wenig Fleisch, weil es mir schmeckt und versuche weiterhin Brot, Nudeln, Kartoffeln und Reis als Beilage zu betrachten und nicht als Hauptbestandteil, weil es meinem Magen + Darm gut tut.

Aktuell habe ich überhaupt keine Probleme in dem Bereich…und das soll möglichst auch so blieben. ABER: Das ist alles locker und ohne Dogma – ohne Verbote – und ich esse worauf ich Lust habe…aber eben in Maßen, nicht in Massen. Meinen Gewichtsverlust von 4kg halte ich jetzt schon seit einigen Wochen und bin hochzufrieden damit.

Nun hab ich heute ein Haferflocken-Quark-Brot gebacken, lustigerweise ist das ohne Hefe und was soll ich sagen: mir schmeckt es prima

Das Grundrezept ist ganz einfach und ich habe es noch etwas abgewandelt.

Grundteig lt.Rezept: 500g Quark mit 2 Eiern cremig rühren und mit etwas Salz, 1 P. Backpulver, 250g zarte Haferflocken, 250g kernige Haferflocken zusammen rühren und bei 200 Grad im Umluftherd für 50 Minuten backen.

Meine Variante: 400g Skyr (stand noch im Kühlschrank) mit 2 Eiern cremig rühren, und mit etwas Salz, 2 P. Backpulver (wegen der zusätzlichen Kerne), 200g zarte Haferflocken, 200g kernige Haferflocken, 70g Sonnenblumenkerne, 30g Kürbiskerne zusammen rühren und bei 200 Grad im Umluftherd für 50 Minuten backen und anschließend noch 10 Minuten im ausgeschalteten Ofen stehen lassen.

Das Brot ist klasse geworden und schmeckt wunderbar. Außen ist es knusprig und innen saftig. Durch die zugegebenen Kerne bietet es auch den Zähnen etwas Widerstand, dazu gab es nur etwas Butter.

Ich hätte nie gedacht das ich mal so gerne mit Haferflocken backe, aber sie bieten mir den Vorteil, ich bleibe lange satt, so das mein Blutzuckerspiegel nicht Jojo spielt, ich mag den Geschmack und mein Magen-Darmtrakt bleibt ruhig. Das ist natürlich keine repräsentative oder allgemeingültige Aussage, sondern nur meine ganz subjektive Erfahrung.

Quiche mit Lauch und Skyr

Was mir immer mehr Spaß macht, ist, das es tatsächlich möglich ist, leckere und einfache vegetarische Gerichte zu kochen, auch ohne zu irgendwelchen Industrie-Ersatzprodukten zu greifen…ich verzichte ja nicht freiwillig auf Fleisch, sondern reduziere meinen Fleischkonsum aus Gesundheitsgründen…aber nach einem Jahr fehlt mir fast gar nichts auf meinem Teller…und für das restliche Yummy-Gefühl hab ich ja 2x in der Woche Fleisch auf dem Speisezettel…

Angelehnt an eine „Quiche Lorraine“ hab ich eine vegetarische Quiche mit Lauch, Zucchini, Frühlingszwiebeln und grünem Spargel selber gemacht.

Bereits im letzten Jahr hatte meine Schwester eine Tarte- oder Quiche-Backform, mit Wellenrand, aus Silikon übrig und ich hab sie mal „vorsichtshalber“ mitgenommen….man weiß ja nie, wann man die mal gebrauchen kann. Silikon-Backformen hab ich sonst eigentlichen nur für Kleingebäck und war etwas skeptisch.

Nun hab ich mich, beim Blick in meinen Kühlschrank, mal wieder an die ungenutzte Form erinnert und schon war der Plan da: es Wird eine Gemüse-Quiche geben…aber in der etwas gesünderen Variante: also ohne Sahne – dafür mit Skyr und Milch, der Mürbteig mit etwas weniger Butter, dafür einem Schuss Wasser extra, und das Mehl war 50/50: Weizenmehl 550er/ Vollkornweizenmehl

Der Mürbteig-Boden ist super lecker, schön mürbe, die Gemüseauswahl perfekt und die Entscheidung für die Masse mit Eiern, Milch, Skyr und Käse zu machen, war echt ein Gewinn….ist saulecker:

Teig: 125g Weizenmehl 550er, 125g Weizenvollkornmehl, 100g kalte Butter, etwas Wasser, etwas Salz schnell zu einem Mürbeteig kneten und für 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen

Gemüsefüllung: 2 Stangen Lauch, 2 Stangen Frühlingszwiebel, 1/2 Bund grünen Spargel, 1 Knoblauchzehe, 1 Möhre, 2 Zucchini klein schneiden und in Olivenöl mit etwas Pfeffer, Majoran und Thymian anbraten und abkühlen lassen

Soßen-Füllung: 200g Skyr (oder Quark), 3 Eier, 110ml Milch, 20ml Wasser, 100g geriebener Käse, Pfeffer aus der Mühle, Cayenne-Pfeffer und Salz mit einer Gabel zu einer zähflüssigen Masse rühren.

Den Teig zügig ausrollen und in die Quiche-Form drücken (ich hab auch die Silikonform leicht eingefettet) mit einer Gabel den Boden mehrfach einstechen, das Gemüse darauf verteilen, danach die Käsesoße und bei 170Grad für 50 Minuten im Backofen garen.

Ich war echt verwundert, wie gut sich die Silikonform anschließend vom Ergebnis lösen lief und die Quiche ist einfach lecker und unkompliziert.

Suppe als Medizin

Mittwoch hab ich mich ja so krank gefühlt, das mir nur eines der allgemeingültigen Hausmittel als Medizin helfen konnte: eine frisch gekochte Suppe.

Meistens reden wir dabei von Hühnersuppe…es geht aber auch, genauso gut, eine frisch gekochte Rindersuppe. Die letzte Portion meiner Hühnersuppe hatte ich schon Anfang Herbst gegessen.

Aber es schlummerten im Gefrierschank noch Rinderbeinscheibe und Markknochen…und zusammen mit dem frischen Gemüse (Knollensellerie, Kartoffeln, Möhren, Porree) vom Markt, hab ich daraus eine kräftige Suppe gekocht. Die Fadennudeln wurden separat gekocht und dann nur noch beim Anrichten in die Suppe getan.

Mein Vater hatte früher die Nudeln direkt in der Suppe gekocht, so das man am nächsten Tag dann immer eine „Scheibe“ Suppe aus dem Topf schneiden musste….da sich die Nudeln mit der Brühe vollgesogen hatten…schmeckte zwar immer noch…sah aber irgendwie merkwürdig aus.

Also hab ich mich 2 Tage von dieser Suppe ernährt…und das tat mir einfach gut…ein Seelenwärmer und es bleibt ein schönes Gefühl von: ich habe mir etwas Gutes getan….wer braucht das nicht, ab und an.

Natürlich waren die Erkältungs-Symptome auch die nächsten Tage noch da…auch heute noch…aber ich hab mich insgesamt besser gefühlt.

Freitagabend gab es dann bei mir eine Reis-Paprikapfanne: schnibbeln, braten, würzen, fertig in ca. 15 Minuten…ich hab gestern eine Doku gesehen, wo sich eine moderne 4köpfige Familie, wo die Eltern auch anspruchsvolle Berufe haben, am Liebsten von Fertiggerichten ernährt, die wollen es unkompliziert und haben sogar keine Lust auf Gemüse schneiden…für mich ein gruseliger Gedanke…so stumpfen doch die Geschmacksnerven komplett ab.

Na klar kann man sich das Leben mit einigen Convenience Produkten leichter machen, aber so gar nicht frisch zu kochen, sondern nur noch das Essen zu erwärmen ist eigentlich traurig.

Ich auf jeden Fall mag mein selbst gekochtes Essen.

Dazu gehören auch die Laugenbrezel…der Teig war dieses Mal so perfekt, das die Brezel beim Backen aus diese weiße Bruchstelle entwickelt haben….hahaha super – darüber freue ich mich sehr….auch wenn das Formen der Teiglinge noch ausbaufähig ist..na immerhin erkennt man, was es sein soll…

Die kleinen verhunzten „Unfälle“ haben es gar nicht erst auf das Bild geschafft…die hab ich noch warm mit etwas Butter verputzt….

DER Schokoladenkuchen

Was macht eigentlich einen guten Schokoladenkuchen aus: Viel Schokolade und viel Kakao…

Genau…und die Idee einen Schoko-Kuchen nur mit den elementarsten Zutaten zu backen, um den meisten Geschmack aus Schokolade und Kakao herauszuholen, finde ich einfach nur frech und gut gelungen…hahaha

Also den Schokokuchen ohne Mehl zu backen (und auch ohne Backpulver, Mandeln oder ähnlichem…wie soll da der Kuchen eigentlich zusammenhalten ?????) ..war eine klasse Idee…und macht mich immer noch etwas sprachlos….er ist einfach unbeschreiblich LECKER:

Lieben Dank an dieser Stelle an Idgie13 🌼 mich überhaupt mit dem Thema „Backen ohne Mehl“ zu beschäftigen…(Dein Rezept mit der Schokorolle werde ich auch noch ausprobieren).

Also der Kuchen sieht nicht nur klasse aus, sondern ist auch super lecker und saftig….aber eben auch sehr süß….beim nächsten Mal würde ich etwas weniger Zucker nehmen…und es ist natürlich überhaupt KEIN adequates Rezept für eine Diät hahaha…

Wer aber mal Lust auf einen unkomplizierten und puren Schoko-Genuss hat, hier das Rezept:

120g Schokolade (ich habe Vollmilch genommen, aber ich glaube es geht mit jeder Lieblingsschokolade) mit 120g Butter zusammen im Wasserbad schmelzen

3 Eier mit 150g Zucker (lieber etwas weniger nehmen) und etwas Vanillesirup schaumig schlagen (das geht sogar gut und schnell von Hand), das geschmolzene Schoki-Butter-Gemisch dazugeben und mit 90g ungesüßtem Back-Kakao ergänzen…alles zu einem glatten Teig rühren.

Eine 20cm Springform einfetten und mit etwas Kakao bestäuben…den Teig einfüllen und bei 150Grad backen und nach ca. 35 Minuten mit einem Holzspieß prüfen ob er schon fest ist….meiner brauchte noch ein paar Minuten länger.. Dann etwas abkühlen lassen und evtl. mit etwas Puderzucker bestreuen….

Ohne Mehl, ohne Nüsse, ohne Schwierigkeiten…dafür mit viel Geschmack…

Schoko-Crossies optimiert

Mal im Ernst, es gibt ja so viele tolle schnelle und unkomplizierte Rezepte….aber  ich hab das Rezept für mich jetzt optimiert. Es geht nun noch unkomplizierter und ist der Hit…also wie immer gilt diese Annahme nur für mich.

Zuerst einmal hab ich die Schokolade aus der „Not“ heraus verändert. Wir hatten eine große Menge Kinderriegel gekauft, die jedoch vom Händler falsch gelagert wurden, naja die Kakao-Butter hat sich etwas verändert, obwohl die Schokolade noch lange haltbar war…und mein Schatz mochte die so nicht essen. Also hab ich 2/3 Kinderriegel und 1/3 Milka-Vollmilchschokolade genommen. Das Ergebnis ist sooooo lecker.

Und warum soll ich mir eigentlich die Mühle machen die Schoko-Crossies einzeln zu portionieren? Es kommt ja gar nicht darauf an, das alle Stücke gleich groß sind oder gleich dick oder das unbedingt alle Stücke mit Schokolade überzogen sind. 20181123_095909.jpgAlso  die fertige Masse einfach auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech geben, mit dem Teigschaber gleichmässig über das gesamte Backblech dünn verteilen und kühl stellen (Ich hab es bei 2 Grad Plus abgedeckt auf den Balkon gestellt) und danach vorsichtig vom Backpapier lösen und es in Stücke teilen.  Es gibt größere und kleine Stücke und auch ein bisschen Brösel.

Diese Art spart dafür eine ganze Menge Zeit und das Ergebnis ist einfach herrlich lecker und was jetzt am längsten dauert ist das schmelzen der Schokolade.

Das ganze Rezept: 300g Cornflakes, 200g Mandelstifte, 500g Kinderriegel, 250g Milka Vollmilchschokolade. Zeit ca. 10Minuten + Zeit zum trocken und verpacken