Kleine Zimtschnecken am Morgen

Kurz nach dem Aufstehen heute Morgen…es ist ja Sonntag, wollte ich mich mit dem Kaffee ganz entspannt ins Wohnzimmer setzen und erst einmal gar nichts tun.

Das hat definitiv nicht geklappt, bereits im Flur – mit dem Kaffeebecher in der Hand – habe ich kehrt gemacht…ach ich könnte ja mal eben den Hefeteig ansetzen…dann hab ich am späten Vormittag schon meine kleinen Zimtschnecken fertig.

Im Internet ist mir ein Rezept für „Zimtschnecken vom Blech“ zugelaufen (also wurde mir angezeigt). Das Rezept war sehr einfach – und ich hab es dann noch einmal etwas abgewandelt, weil ich diese Zimtschnecken eben nicht groß und nicht so hyper fluffig wollte…sondern eher Kleinere und das ist mir tatsächlich gelungen, auf dem Bild täuscht die Größe etwas..ich habe auch nur die Hälfte des Teigs genommen:

Das Besondere an meinen Zimtschnecken ist, das die Füllung eben nicht zu gleichen Teilen aus Butter, und Zucker, sowie Zimt besteht, sondern aus viel weniger Butter, dafür mehr Dattelsirup und viel Zimt und sie sind super lecker geworden..

Beim Aufstreichen der Füllung war ich jedoch nicht so exakt und so haben einige Schneckchen weniger Füllung und bei anderen ist die Menge einfach perfekt. Und auch für das Schneiden der gefüllten Teigrolle hatte ich nicht das optimale Messer genommen…so habe ich eher den Teig gedrückt, als geschnitten…die Form der einzelnen Schnecken ist daher nicht wirklich rund – aber dafür sind sie hausgemacht.

Und während die Schneckchen noch im Backofen waren, habe ich aus 2 übrig gebliebenen Bananen mal wieder ein Bananenbrot gebacken…das ist jetzt noch im Backofen.

Ich habe es jetzt bis ins Wohnzimmer geschafft und freue mich bei einem weiteren Kaffee und lauwarmen Zimtschneckchen auf einen entspannten Sonntag.

Protein Bagel ohne Hefe

Mit Blick auf einen Becher Skyr im Kühlschrank, hab ich mich an ein Rezept aus dem Internet erinnert….Protein-Bagel ohne Hefe, dafür mit Skyr und Dinkelmehl…

Ich hab alle Zutaten zusammen gemischt, Bagel daraus geformt, jeden Teigling für 20 Sekunden in heißem Wasser gesiedet, in Sesamkörnern gewälzt und dann für 30 Minuten im Backofen gebacken…und natürlich hab ich die ersten Beiden noch heiß mit Butter und etwas Käse belegt, gleich gegessen…hmm erstaunlich luftig und lecker:

Hier das ganze Rezept für den Teig:

450g Dinkelmehl 630, 400g Skyr, 4 TL Backpulver, 80ml Öl, 100ml Wasser, etwas Salz, etwas Thymian/Oregano, Sesam nach Geschmack…und noch mehr Sesam, um die Teiglinge nach dem Sieden darin zu wälzen. Dann bei 190Grad für 30 Minuten bei Umluft backen.

Laugen-Brezeln

Bevor ich mit meiner Aufräumaktion startete, hatte ich noch schnell einen Hefeteig für Laugen-Brezel geknetet…die hatte ich ewig nicht gemacht und jetzt mal wieder richtig Lust darauf….

Der Teig hatte danach ausreichend Zeit zum Ruhen und dann hab ich mich ans Brezel-Formen gemacht….hmmm ist eigentlich gar nicht so schwer….aber dann doch irgendwie nicht ganz so leicht…aber bei den Meisten kann man die Form gut erkennen.

Die Lauge hab ich dann mit 50g Natron auf 1 Liter aufgekocht….da ich ja ansonsten alles ohne festes Rezept mache…ist die eine oder andere Brezel zu lange oder zu kurz in der Lauge gewesen…zumindest optisch sind sie jetzt nicht ganz perfekt…aber Geschmack und Konsistenz sind super.

Natürlich hab ich die Ersten noch warm aus dem Ofen, nur mit etwas Butter, sofort gegessen…und die Restlichen, nach dem Auskühlen, sofort eingefroren.

Heute Morgen gab es dann auch gleich Eine davon zum Frühstück…nur ein paar Minuten in der Heißluftfritteuse auf Stufe „reheat“ und fertig ist meine selbstgemachte Aufback-Brezel.

Laugen-Brötchen

Nach einem unerfreulichen Vormittag mit meiner Steuererklärung für 2020, hab ich mich nun schöneren Dingen zu gewendet: dem Essen.

In den letzten 1,5 Wochen hab ich weder Brot, noch Brötchen gebacken…und nun wird es mal wieder Zeit. Es gibt Laugen-Brötchen. Das hab ich noch nicht sooft gemacht und war entsprechend gespannt, ob alles klappt.

Aus meinem üblichen Hefeteig mit Weizenmehl hab ich kleine Teiglinge geformt. Dann aus 50g Kaisernatron und 1Liter Wasser eine Lauge hergestellt. Über den Begriff Lauge und was man nun als Lauge bezeichnen darf und ob diese oder jene Laugenkonzentration gefährlich ist, wird im Internet viel geschrieben und zum Teil sogar echt Angst erzeugt.

Wichtig zu wissen: bei jeder Lauge sollte man sehr vorsichtig sein. Einmalhandschuhe um die Hände zu schützen und noch viel wichtiger: eine Schutzbrille für die Augen….keine Art von Lauge darf in die Augen geraten. Ich hab z.B. meine Sonnenbrille genommen, die umschließt die Augen ziemlich gut….dafür musste ich zwar das Licht in der Küche anschalten, während es draußen wieder einmal regnet, aber es dauert ja nicht allzu lange.

Nachdem das Natron im Wasser einmal aufgekocht wurde, kann der Herd wieder ausgeschaltet werden….nun jeden Teigling für ca. 30 Sekunden hineintauchen und anschließen mit dem Schöpflöffel daraus retten und auf das mit Backpapier ausgelegte Backblech geben…..

Den Ofen auf 200 Grad vorheizen, die Teiglinge einritzen (wer mag noch mit grobem Salz bestreuen) und für 20 Minuten im Ofen backen (hier aber ohne Wasserdampf).

Das Ergebnis ist echt toll geworden….die Brötchen schmecken herrlich und sind innen richtig luftig.

Ich hab früher immer gedacht, das Laugengebäck und auch Laugen-Croissants gesünder sind, als normale Brötchen und Croissants, weniger Kalorien und Fett haben…hahahhaha…das ist aber nicht der Fall: der einzige Unterschied ist die Lauge. Der Teig ist Derselbe.

Sauerteigbrot mit Weizenmehl

Das Weizenmehl-Sauerteigbrot ist super gelungen.

Dazu habe ich einen (fertig gekauften) Roggen-Sauerteigansatz genommen und mit 550er Weizenmehl verarbeitet…es ist immer noch ein helles Brot, aber mit etwas kräftigerem Geschmack:

Die meisten Brote die ich backe, mache ich ja freihändig…also ohne Backform. Dieses hab ich mal wieder im gusseisernen runden Bräter gebacken, dadurch ist die Form sehr schön geworden…aber es kommt ja vor allem auf Konsistenz und Geschmack an….ich bin sehr zufrieden damit…es schmeckt lecker und ist schön saftig und der Duft erst….hmmm

Wieder ein Brot wozu ich einfach nur etwas Butter brauche…

Vor kurzem erst hab ich einen praktischen Tipp für das Backen im Bräter gelesen: Damit das Brot nicht anbackt, einfach ein Bogen Backpapier nassmachen und zusammenknüllen….danach wieder auseinanderziehen und damit den Bräter auslegen. Das nasse geknüllte Backpapier lässt sich so ganz leicht an jede Backform anpassen…hat toll funktioniert.

Ich bin ja ein Bekenner von Produkten aus Weizenmehl und finde den Trend „Glutenfrei“ eher befremdlich. Außer natürlich für das 1% der deutschen Bevölkerung, die an Zöliakie leiden…also der tatsächlichen Gluten-Unverträglichkeit – die haben mein volles Mitgefühl, weil ihre Essensvielfalt ist schon sehr stark eingeschränkt.

Glaube ich doch inzwischen, das viele Probleme die durch den Verzehr von Weizenmehl-Produkten entstehen, eben nicht durch das Gluten selber, sondern durch andere Faktoren beeinflusst werden:

Die industrielle Produktion von Brot, die sich nicht mehr die Zeit nimmt Brotteige selber herzustellen, die dem Teig nicht mehr ausreichend Zeit gibt, damit er bekömmlicher wird, die Zusatzstoffe verwendet, die das Brot haltbarer und schmackhafter machen sollen oder um den Teig geschmeidiger und industriell besser verarbeiten zu können. Die Zutaten verwendet die nicht hochwertig sind und die Malz oder Zuckercoeleur verwendet um Verbraucher über die Art des Brotes zu täuschen.

Es gibt kein Reinheitsgebot für Brot….und jeder kann natürlich das Brot essen, das er möchte…egal ob Weizen-,Roggen-, Dinkel-, Glutenfei-, Lowcarb-. Eiweiß-…oder Sonstwie – Brot….aber für mich gehört in ein gutes Grundbrot nur Mehl, Salz, Hefe-/Sauerteigansatz und Wasser …und dann eine Menge Zeit um den Teig ruhen zu lassen.

Funfakt am Rande: Dinkelmehl wird ja immer beliebter, im gleichen Maße wie Gluten von Vielen an den Pranger gestellt wird….dabei hat Dinkelmehl sogar einen höheren Glutenanteil als Weizenmehl….

Fladenbrot – leckere Erinnerungen

Seit einiger Zeit schon backe ich gerne mal Fladenbrote aus Weizenmehl mit Hefe. So ein Brot ist ideal als Beilage für Salate, Gemüsegerichte oder auch gerne mal mit Frischkäse-Dips oder auch auf italienische Art; im Backofen  geröstet mit Tomate, Knoblauch und Olivenöl.

Das gestern ist mir besonders luftig und fluffig gelungen und endlich hab ich das richtige Verhältnis von Mehl zu Salz. Ich bin ganz begeistert vom Geschmack.

…und Geschmack ist ja auch Erinnerung und  so hat mich der Geschmack meines Brotes  an ein ganz besonderes leckeres Fladenbrot erinnert, das ich das letzte Mal 2002 gegessen habe.

Als ich noch in NRW in Hamm gearbeitet habe, sind wir öfter in der Mittagspause in ein türkisches Restaurant gegangen, das hatte sooo leckeres Fladenbrot. Viele sind dorthin gegangen, nur um das Brot zu kaufen.

Ob es das Restaurant (also es war ein RICHTIGES Restaurant mit Außerhaus-Verkauf und kein Schmuddel-Imbiss) heute noch gibt, weiß ich nicht. Hamm hab ich das letzte Mal besucht, als mein Vater am Rande der Stadt im Krankenhaus war, das müssen jetzt auch schon mehr als 8 Jahre her sein…und da wohnte ich schon lange Jahre in Hessen.  Ich hab zwar einen Spaziergang durch die Innenstadt gemacht, an meinem alten Arbeitgeber vorbei….aber mehr Zeit blieb mir nicht.

Hier das schnelle Rezept für eine italienische Kleinigkeit mit Fladenbrot,  ideal zu einem Glas Wein auf dem Balkon:

Fladenbrot in Streifen schneiden, aufschneiden, mit etwas Olivenöl beträufeln und entweder mit Knoblauch einreiben ober eine Knoblauchzehe kleingehackt darauf verteilen. Halbierte kleine Cocktailtomaten darauf geben, mit Salz Pfeffer und etwas Basilikum würzen, mit Mozzarella bedecken und für 15 Minuten in den Backofen geben, bis der Käse geschmolzen ist: LECKER  (geht auch zusätzlich mit Serano-Schinken):

wp-1585679620393.jpg