Silvester – und Arbeitssorgen

Meine Tage sind momentan sehr voll….Hauptsächlich mit meiner Arbeit und seit meiner Venedig-Reise komme ich psychisch schnell aus dem Gleichgewicht…bin oft am Limit bei sozialen Interaktionen…bin ungeduldiger und unausgeglichener.

Um das zu kompensieren, brauche ich noch mehr Ruhe und Rückzug, als ohnehin schon….aber dann geht es mir auch schnell wieder gut….mein Zuhause als Trutzburg und Rückzugsort ist für mich ganz wichtig…und die Tage im Homeoffice geniesse ich sehr.

Das Gefühl auf der Arbeit extrem in eine neue Struktur hineingepresst zu werden, die vorne und hinten nicht passt, nimmt mir oft die Luft zum Atmen. An manchen Tagen bleibe ich ausgelaugt und atemlos zurück und fühle, wie eine diffuse Form von Unwohlsein mich erfasst. Es gibt in der Zentrale keine klaren Ansprechpartner mehr, keine festen Zuordnungen, alles ist im Fluss und niemand weiß mehr, für was der Andere eigentlich zuständig ist. ALLE mühselig aufgebaute Strukturen in der Zentrale, wurden über den Haufen geworfen und eine komplett neue Art „die Arbeit zu denken“ hat begonnen.

Und obwohl ich im Prinzip noch für meine Firmen verantwortlich bin (im Gegensatz zu den Kollegen in dK), sind die Schnittstellen zu den Kollegen gekappt…denn die bisherigen Kollegen sind nicht mehr zuständig…also hänge auch ich in der Luft…vor allem wenn die Systeme nicht so arbeiten wie sie sollen. Meine bisherigen guten Kontakte und die oft tolle Kommunikation zu meinen direkten dänischen Kollegen , hat sich komplett auf 0 reduziert.

Natürlich gibt es neue Schnittstellen, neue Kontakte…aber immer nur für einen ganz bestimmten kleinen Teilbereich…und die Führung haben jetzt die Konzern-Controller…die beschränken den Kontakt aber nur auf das Nötigste.

Es gibt nur noch eine Handvoll Kollegen in der Zentrale, die sich mal die Zeit nehmen, ein paar persönliche Worte mit mir zu wechseln…wir hasten nur noch durch die Anforderungen…der Druck steigt bei Allen.

Meine liebste Kollegin aus DK hatte sich noch von mir verabschiedet, sie wechselt ins Konzern-Controlling und ist damit komplett „raus“ aus aus der Betreuung von Windparks und anderen Gesellschaften….wir hatten über die Jahre einige Firmen zusammen betreut und sie war erst vor 3/4 Jahr aus dem Mutterschutz zurück gekommen

Über diese ganzen organisatorischen Umstrukturierungen in diesem Jahr und die Auswirkungen auf meine Arbeit musste ich jetzt länger nachdenken. Ja – ich hatte mich ja bereits im letzten Jahr dazu entschieden, zu bleiben…und das werde ich auch jetzt.

Aber bei uns Deutschen steigen die Sorgen, wo das noch hinführen soll. Es gibt bereits jetzt schon gravierende Probleme in der Außenwirkung, die in DK leider niemand sehen will. Bestimmte Themen sind jetzt sogar schon bis zum deutschen GF eskaliert und auch unsere Wirtschaftsprüfer betrachten die Änderungen mit steigender Besorgnis.

Als ein Mensch mit hohem Verantwortungsbewusstsein für das, was ich tue, muss ich mich immer öfter zwingen, Dinge einfach laufen zu lassen…nein, das ist nicht meine Verantwortung…da kümmern sich andere drum. Die IT antwortet nicht….dann ist es nicht mein Problem, wenn ich keine Rechnungen schreiben kann…die IT muss erst noch einen neuen Debitor anlegen, wir dürfen ja nichts mehr selber machen…..puhhhh DAS ist echter Stress für mich und entspricht so gar nicht meiner Art zu Arbeiten.

Aber jetzt ist erst einmal Silvester und ich höre schöne ruhige Musik, trinke ein Glas alkoholfreien Sekt,. Es gab eine tolle selbstgemachte Lasagne zum Abendessen und einen gekauften Berliner mit Pflaumenmus. Die Wohnung strahlt sauber und gemütlich… Es ist alles getan für dieses Jahr….

Ich wünsche Euch Allen einen guten Rutsch ins das Jahr 2026…auf das es ein gutes neues Jahr wird….🍀

Die Sorgen der Anderen

Während es mir also gut geht, höre ich aus meiner engeren Umgebung nicht ganz so Gutes:

  • Meine liebe Kollegin in Brandenburg ist geradezu verzweifelt, weil ihre Mutter in dieser Woche nachts einen Schlaganfall bekam. Zum Glück konnte sie noch ihre Tochter anrufen….und kam noch rechtzeitig ins Krankenhaus. Sie hatte wohl noch 2-3 kleinere Schlaganfälle direkt im Krankenhaus und leidet jetzt unter ihrer halbseitigen Lähmung…aber sie lebt …mit ihren erst 65 Jahren ist sie auch noch jung. Meine Kollegin hat ein super enges Verhältnis zu ihrer Mutter und leidet entsprechend stark. Vor allem macht ihr Angst, das die Ärzte das auslösende Gerinnsel bisher nicht lokalisieren konnten. (Boa hab ich Glück, das ich jetzt mit meiner Arterien-Verkalkung unter kardiologischer Kontrolle bin. Hoffe das bleibt mir längerfristig erspart).
  • Eine ehemalige Kollegin aus Hessen macht sich Sorgen um ihre fast erwachsene Tochter, weil diese bei einem Krebstest einen positiven Befund hatte…Der Test sagt aber noch nichts genaues aus, sondern nur, das vermehrt Zellen mutiert sind, nicht aber ob die Veränderungen bösartig sind…Das wird noch 1/2 Jahr dauern bis hier mehr Klarheit rein kommt. Was für eine zermürbende Situation für die gesamte Familie.
  • Meine andere liebe Kollegin, mit der ich viel Kontakt habe, wurde von ihrem Mann verlassen. Wir hatten uns vor ein paar Tagen mal wieder im Büro getroffen und konnten etwas reden. Die Beiden haben keine Kinder, wollten immer gerne welche haben, aber es hat nicht geklappt. Der Mann ist seit Anfang des Jahres jetzt unter der Woche ein paar Hundert Kilometer entfernt tätig und wohnt dort auch. Sie meint es ist die Midlife-Crisis bei ihm, denn so ganz lösen will oder kann er sich dann doch nicht von ihr…er weiß wohl selber nicht, was er möchte oder braucht. Die Beiden waren fast 20 Jahre zusammen und sie leidet jetzt nicht nur unter der Trennung, sondern auch daran das er so zerrissen ist und nicht weiß, was er will,…sie liebt ihn noch immer und natürlich macht sie sich doch noch etwas Hoffnungen, das alles wieder gut wird.
  • Und meine Schwester hat sich gestern ganz fürchterlich mit ihrem Mann gestritten, so das sie ihn der Wohnung verwiesen hat…also nur für den Moment. Es ging mal wieder ums liebe Geld. Er möchte jetzt einen Teil seiner gerade vor Gericht erstrittenen Abfindung ,für einen neuen großen 3D-Fernseher ausgeben. Obwohl er immer noch arbeitslos ist, meine Schwester immer noch im Krankenstand und ich die Beiden finanziell unterstütze. Meine Schwester möchte, das Geld als Rücklage anlegen. Immerhin weiß Niemand, wie sich das bei den Beiden noch so entwickelt. Ich unterstütze den Plan mit der Rücklage. Mein Schwager muss irgendwann noch seine 2.Hüfte operieren lassen, das sind auch wieder mehrere Monate, die er dann nicht arbeiten kann…und bei den niedrigen Gehältern, die Beide ohnehin haben, wenn sie denn arbeiten, führen solche „Ausfälle“ sofort zu existenzieller Not…wie in den letzten Monaten.

Na zum Glück haben sie sich gestern wieder vertragen und mein Schwager hat eingesehen, das jetzt nicht der beste Zeitpunkt für so eine Investition ist. Ich hoffe, das klappt jetzt bald mit einem neuen Job für ihn.

Es sind die Sorgen der Anderen, aber die lassen mich ja nicht kalt. Immerhin sind das Menschen, die ich mag und die mir auch nahe oder näher stehen.

Aufregung- 2.Teil

Schon seit ein paar Wochen ist geplant das Schwester+Schwager Ostern zu mir kommen. Mein Schwager muss unbedingt mal raus …und Beide waren ja lange krank zuhause….Es würde Beiden gut tun, nach so langen Monaten mal wieder für 1 Nacht woanders zu sein.

Also war geplant das sie Ostersamstag zu mir kommen, wir in Pinneberg einkaufen gehen ohne Termin (Flensburg hat aktuell nur Einkaufen mit Terminen)…ich koche für den Abend und Oster-Sonntag bereite ich einen Oster-Brunch …mit anschließender Wanderung irgendwo in der Natur.

Schleswig-Holstein liegt mit der 7-Tage-Inzidenz ja noch weit unter 100 und die Regelung besagt schon seit ein paar Wochen: Es dürfen sich Personen aus 2 Haushalten treffen mit maximal 5 Erwachsenen = Passt also….

Hätte passen können…dumm nur, das seit Montag für 3 Kreise in Schleswig-Holstein verschärfte Regeln gelten werden und zwar ab dem 01.04. und das sind ausgerechnet: PINNEBERG, Segeberg und FLENSBURG…hier sind die Inzidenzen über 100 und steigen weiter …

Und gerade jetzt wäre es wichtig gewesen, das die Beiden mal raus kommen…seit dem Wochenende ist klar, das meine Schwester nun kurzfristig operiert werden muss….und das macht uns allen Dreien Angst. Ja – es ist ein Routine-Eingriff der in Deutschland hunderttausende Mal im Jahr gemacht wird…aber eine Operation am Auge klingt wirklich nicht ungefährlich….Sie hat am linken Auge den Grauen Star….d.h. die getrübte Linse des Auges wird entfernt und durch eine Kunstlinse ersetzt. Wird das nicht gemacht, kann droht langfristig die Erblindung.

Jetzt ist meine Schwester noch kein 55 Jahre alt, also eigentlich noch viel zu jung für diese Krankeit….aber andere Erkrankungen wie Diabetes können schneller zum Grauen Star führen…und das ist wohl bei ihr passiert….Sie hat seit ca.1.5 Jahren ein Mischform Diabetes 1 und 2. Ich mache mir viele Gedanken und bin voller Sorge.

Als mein Schwager mich informierte, das die Besuchsregelungen zu Ostern jetzt verschärft wurden, waren wir uns ziemlich schnell einig, das wir nun etwas umplanen werden….

Mein Vorschlag war: meine Schwester kommt mich am 31.03. alleine besuchen und bleibt über Nacht (mein Schwager hat keinen Urlaub)…zusammen gedenken wir dann am 01.04. dem 3. Todestag unseres Vaters…..sie fährt dann am 01.04. nachmittags zurück …und ich komme Ostern für einen Tag zu Besuch nach Flensburg.

Den Vorschlag konnten wir ihr aber erst Dienstag Abend machen….und freudig hat sie dann zugestimmt…froh – das wenigsten sie mal rauskommt….und auch das wir einen Schwestern-Abend haben können….

Hmmm, nur mir blieb jetzt wenig Zeit, meine Wohnung schon ein paar Tage früher als ursprünglich geplant, in einen für mich akzeptabel vorzeigbaren Zustand zu versetzen…denn ich hatte die restliche Putzaktion wie Bad und Kleiderzimmer auf meine freien Tage legen wollen….

Dienstag hab ich früher angefangen zu arbeiten und bin auch länger geblieben….aber müde und kaputt bin ich immer noch und diese Unruhe in mir ist immer noch da….Ruhepuls und Blutdruck sind weiter viel zu hoch…und ich hab das Gefühl mein Herz schlägt unrund…mein Darm beginnt den inneren Stress aufzugreifen und fängt auch wieder an zu rebellieren….Mist, Mist….

Bin ich verkehrt?

Seit gestern Abend bin ich ins Grübeln gekommen.

Ich hatte mit einem meiner Ex-Kollegen für gestern Abend eine Telefon-Verabredung. Er musste in Hessen ja arbeiten…und da er als Abteilungsleiter gerade ein Teammitglied verloren hat und ein Zweites sich gerade offen nach einem anderen Job umschaut, war der Kollege in der letzten Woche ziemlich deprimiert…und ich hab mir Sorgen gemacht das er alles einfach hinwirft (er hat inzwischen auch seine Bewerbungs-Unterlagen aktualisiert).

Wir haben also eine ganze Weile telefoniert…und irgendwann meinte er, er würde sich Sorgen um MICH machen. Ähmm WARUM? Mir geht es doch blendet… das schreibe ich ja auch und schicke Bilder meiner Ausflüge, erzähle von meinem Leben….und ich hab aktuell bestimmt mehr Spaß am Leben als er…

Ja – das schon, aber ich würde eben immer „ich“ schreiben., so als ob ich immer alles alleine machen würde und er hätte die Sorge das ich vereinsame.

Er kennt mich, er kennt mich auch eben als Jemanden der Menschen emotional nicht so leicht an sich heran lässt, der mit physischer Enge Probleme hat und eben auch als einen Menschen der im Sozialverhalten öfter mal dazu neigt sich zurück zu ziehen…

Und trotzdem bin ich gerade in den letzten Monaten viel lockerer und entspannter geworden, lache und rede gerne, unternehme viel … ja fast immer unternehme ich etwas alleine, aber ich bin nicht einsam.

Im Gegenteil ich genieße das Alleine sein…und hoffe das ich rechtzeitig merke werde, wenn es mir nicht mehr gut tun. Ich persönlich bin also rundherum zufrieden mit meinem Privatleben…und hätte nicht gedacht, das trotz meiner aktuell sehr positiven Art mein Kollege Angst um mich hat, das ich in die Einsamkeit abrutsche.

Bin ich verkehrt, weil ich aktuell zufrieden bin, so wie es ist?

Ich hab versucht ihm zu vermitteln, das ich schon genug damit zu tun habe meine neuen Kollegen und neuen Chefs kennen zu lernen…und meine neue Arbeit und meine neue Umgebung. In dieser Phase auch noch neue Bekanntschaften oder Freundschaften zu schließen, wäre mir schlichtweg zu viel…zu anstrengend für meinen Kopf.

Denn eigentlich fühle ich mich wie ein Rekonvaleszent…ich regeneriere meinen Geist und Körper von einer über Jahre andauernden stressbedingten Überlastung. Auch wenn ich offiziell nie krank deswegen war…aber es fühlt sich einfach so an.

Meine gesamte Freizeitgestaltung ist ein Ausdruck von: ich kann, ich will, ich darf….mich einfach so entspannt fühlen und einfach machen was ich möchte…

Aber seit mein Ex-Kollege das so gesagt hat, fühle ich mich schon wieder etwas unter Druck…so als ob ich Freundschaften schließen MUSS um anderen zu zeigen, das es mir gut geht….aber das ist natürlich Quatsch….

Ich muss Niemandem beweisen das es mir gut geht…Hauptsache es geht mir tatsächlich gut! … und das kann man eben nicht an der Anzahl von Freundschaften ablesen. Es ist sogar so, das ich jetzt ohne Beziehung und enge Freunde MEHR mit anderen Menschen kommuniziere, als während meiner langjährigen Beziehung.

Sorglose Leichtigkeit

Gestern musste ich zu einer Vereins-Versammlung und ich war etwas zu früh. Also blieb ich mitten in Frankfurts Ausgehviertel einfach im Auto sitzen, bis es Zeit wurde.

Es war kurz vor 19 Uhr, einige Geschäfte haben sich auf den Feierabend vorbereitet und es wurde Dunkel. Immer wieder liefen Menschen zügig vorbei,  mal gut gekleidet in Anzug oder Kostüm, mal  leger im Freizeit-Look, mal mit Hund, mal mit Kind, kurz rein in ein Geschäft und schnell wieder raus…

Jeder schien ein Ziel zu haben…keiner schlenderte nur einfach so dahin. Feierabend – ab nach Hause oder  zu einer Verabredung …die allgemeine Stimmung enthielt eine Leichtigkeit. Weil ich diese gerade nicht habe, fiel es mir besonders auf.

Und ich fragte mich bei fast jedem den ich so beiläufig beobachtete: Der Frau geht es gut oder?…die scheint keine Sorgen zu haben?…Dem Mann scheint gar nichts Sorgen zu bereiten oder doch?

In Mitten dieser Situation wurde mir bewusst wie beschwert ich mich gerade fühle… Eine meiner Mitarbeiterin ist ausgerechnet in dieser Woche krank…in der Woche in der wir ohnehin im Monat am Meisten zu tun haben, dann ist auch noch Quartalsende und wir müssen  zusätzlich noch die Revision vorbereiten…also alles muss noch ordentlicher berechnet werden, als wir es ohnehin schon tun.. Ich arbeite jetzt wieder zwischen 9-11  Stunden und hab trotzdem das Gefühl nichts wird fertig und die privaten Sorgen sind auch immer da…Na egal, auch diese Zeit wird vorüber gehen.

Protokoll einer fast schlaflosen Nacht

Passend zu meiner Stimmung ist es herbstlich kühl und regnerisch….seit Wochen  war es zu trocken…und jetzt  schüttet der Himmel seine Wolken aus…und ich  mache mit…mir ist zum Weinen.

Der Streit mit meinem Freund wurde mal wieder sehr heftig…und immer geht es um das gleiche Thema: Jobsuche.

Mit geht das an die Nieren…ich verliere die Fassung, habe Magenschmerzen und Zukunftsangst…und das Schlimmste ist die Hilflosigkeit zu sehen wie er mehr und mehr die Tatsachen verdreht.

Protokoll einer fast schlaflosen Nacht ca.:

23.30 Uhr alleine auf der Couch in meiner Wohnung eingeschlafen

1.00 Uhr  nach Oben in die Wohnung meines Freundes und ins Bett gegangen (er saß vor dem Fernsehe)

1.30 Uhr immer noch wach und wütend  und kann den Kopf nicht abschalten

2.00 Uhr immer noch wach / stehe auf und sag ihm er sollte doch auch mal ins Bett kommen

2.30 Uhr mein Freund kommt ins Bett…ich bin immer noch wach,  kuschel mich etwas an…der Kopf läuft auf Hochtouren

3.00 Uhr ich bin immer noch wach …mein Freund schläft

4.00 Uhr er wacht auf weil er Husten und auf die Toilette muss…ich werde wach…ha…endlich hab ich etwas geschlafen

7.00 Uhr ich werde wach …stehe auf, ziehe mich an, gehe nach Unten und stelle die Futterschalen für die Vögel auf, gehe nach oben, ziehe mich wieder um und lege mich zurück ins Bett, schlafe sofort ein und träume nur Blödsinn.

10.30 Uhr ich werde erneuet wach, stehe auf, koche Kaffee leg mich zurück und wecke meinen Freund.

 

Echte Sorgen….

Dabei haben wir doch ganz andere Sogen…

Es kommen unsichere Zeiten auf uns zu….und da denke ich gerade nicht  an die Welt oder Deutschland…sondern an die kleineste Einheit….meinen Freund und mich.

In weniger als 2 Monaten  kommt mein Süßer nun endlich wieder mit Sack und Pack zurück nach Hause. Dann sind 2 Jahre  Wochenend-Beziehung endlich wieder vorbei.

Das ist klasse…und wäre eigentlich ein Grund sich rundherum zu freuen…aber noch hat mein Schatz keinen Anschlussjob….und so langsam mache ich mir echte Sorgen….allerdings bin ich inzwischen nicht mehr laut in meiner Angst…sondern ich werde leise….und das ist meistens kein gutes Zeichen bei mir.

Wir haben in den letzten Wochen Lebenslauf und die Bewerbungs-grundschreiben neu gestaltet und mein Süßer ist aktiver geworden…. Zum Glück…das ist der Grund warum ich leiser geworden bin…

Ja es wird schwerer wenn man schon fast 50 ist, vor allem in einer Branche die sich gerade selber abschafft…bei einer Bank zu arbeiten ist heute kein erklärtes Ziel mehr…trotzdem gibt es immer noch genug Bewerber für die wenigen Stellen…

Aber wie soll das weiter gehen? Es kommt mir gar nicht so darauf an, das es ein extrem gut bezahlter Job sein soll…es würde ausreichen wenn es ein normaler Job ist….solange es ein Job ist….zusammen gerechnet würden wir so gut über die Runden kommen…

Und wieder mache ich mir Sorgen

Die 2. OP meines Freundes ist  gut gelaufen….nach 4 Tagen war er wieder zuhause. Die OP-Wunden auf dem Rücken und in der Achselhöhle sehen gut aus…. Auch wenn die Narbe auf dem Rücken etwas martialisch wirkt…alles heilt gut ab….und inzwischen sind fast 3 Wochen vergangen und die Tagesroutine hat schon längst wieder angefangen.

…ABER am Freitag ist nun der vorläufig letzte Termin in de Klinik – zur Kontrolle ….und die „Ergebnisse“  werden besprochen… ich hab schon Angst,  das das nicht alles war.

Na und es ist sowieso schon klar, das rein nach dem Vorsichtsprinzip noch einmal etwas am Bein entfernt werden muss, bevor sich das Gewebe verändert. Es ist ein potentieller Gefahrenherd, der beseitigt werden muss.

Außerdem ist nun klar das sein Vertrag in 400km Entfernung bald beendet sein wird….aber wie es weiter geht wissen wir noch nicht….Also wieder ran an den Computer und Bewerbungen schreiben. Naja, auf der einen Seite bin ich froh, dass wir dann nach 2 Jahren endlich keine Fernbeziehung mehr führen müssen, auf der anderen Seite ist es ein Job der Geld zum Leben in die Kasse spült.

Jetzt hilft nur wieder: Daumen drücken …..!!

 

Sorgen und Hoffnungen

Zuerst das bange Warten auf die Antwort meines alten Vermieters. Ich hatte die Kündigung per Express versendet…war schweineteuer und ich sollte eigentlich eine schriftliche Bestätigung über den erfolgreich überbrachten Brief erhalten. Es kam…. NICHTS…weder eine Nachricht vom Vermieter, noch von der Post. Also ist nun meine Kündigung rechtzeitig am 30.11. eingegangen ….oder nicht.

Nach fast 3 Tagen hab ich dann meinen Vermieter in seiner Kanzlei angerufen. Das mag er überhaupt nicht und entsprechend unfreundlich ist er meistens…dieses Mal ging es ja fast. Ja da wäre etwas von mir angekommen…ach das ist meine Kündigung. Naja, wer nicht mehr da wohnen will, den will er ja nicht aufhalten…. Also mal wieder die Freundlichkeit in Person.

Okay, der Brief ist angekommen…Eine Sorge weniger…beruflich bin ich dafür gerade mitten drin, in den Sorgen, im Monatsabschluss…in den Vorbereitungen für den Jahresabschluss…nichts lief so glatt, wie gehofft…aber mit einigen 10-12 Stunden-Tagen bin ich jetzt wieder beruhigt und hab so einiges geschafft, was mir auf der Seele lag… Vor allem die Abrechnung unserer großen Investition…heute, mit mehr als 2 Monaten Verspätung, konnte ich die Daten an die Wirtschaftsprüfer geben…und jetzt ist es wie bei einer Prüfung: jetzt kann ich nichts mehr ändern…jetzt warte ich nur noch auf das okay…oder die daraus entstehende Diskussion.

Mein Freund hat eine Einladung zu einem Bewerbungsgespräch erhalten…und die Hoffnung steigt, das diese Fernbeziehung bald wieder eine Normale ist…es ist aber ein Assessment-Center…und prompt mach ich mir wieder Sorgen, WAS verlangen die…ist er vorbereitet…nein? Gut, dann bereiten wir ihn eben darauf vor….

Jetzt will auch noch mein Vermieter in die Wohnung um zu sehen, was ich alles vor dem Auszug renovieren muss…und da gibt es im Schlafzimmer so ein Problem mit der Decke…die ich aber nicht mehr machen möchte, sonst muss ich erst mehrere cm Farbschichten runter spachteln ….also wieder banges Warten, was die Besichtigung so zum Vorschein bringt…

Und so hangel ich mich tagtäglich von einer Sorge zur nächsten Hoffnung, zur nächsten Sorge…