Gestresster Großstadt-Supermarkt

Nach Feierabend heute hatte ich noch etwas dienstlich zu erledigen…bin also mit dem Auto mitten rein nach Hamburg…und auf dem Rückweg kam ich an einem großen modernen Gebäude vorbei das einen REWE-Supermarkt beherbergt und groß damit wirbt, das das Parken im Untergeschoss des Hauses kostenlos ist…zumindest 1 Stunde, aber den Zusatz hab ich auf die Schnelle nicht lesen können.

Kurzentschlossen bin ich also in die Tiefgarage gefahren – KEINE Schranke und es wurde auch auf den Supermarkt hingewiesen und das es ein öffentliches Parkhaus ist. Soweit – so gut!

Bei Verlassen der Tiefgarage in Richtung Supermarkt stand so ein merkwürdiges Schild und ich blieb stehen um es zu lesen: Also das Parkhaus kostet Geld, wenn man länger als eine Stunde dort parkt und man muss vor Verlassen des Parkhauses (ohne Schranken) das Kennzeichen seines Autos in den Kassenautomaten tippen, um dann dort zu bezahlen.

Ein Parkticket bekommt man nicht, alles wird ganz modern per Kameras geregelt. hmmmmm?? und was heißt das jetzt, wenn ich weniger als 1 Stunde parke…muss ich mich dann auch erst am Kassenautomaten mit dem Kennzeichen „melden“….ein freundlicher Mitarbeiter im Supermarkt hat mir diese Frage dann beantwortet: NEIN – innerhalb der Stunde fährt man einfach wieder raus und kurz vor Verlassen des Parkhauses wird einem auf einem Monitor das eigene Kennzeichen angezeigt und ob man doch noch etwas bezahlen muss. Das Autokennzeichen wird für mehrere Tage gespeichert.

Sehr ungewohnt …und auch der Laden war überhaupt nichts für mich…Alles sehr modern, aber auch extrem eng. Enge Gänge, überall stand zusätzlich Ware herum, keine Frischtheken, eine vorgegebene Gangrichtung….kein Platz vor den Kassen…dahinter erst recht nicht….viele Kunden im Laden und nur eine Kasse auf….PUHHHHH….also da musste ich schon mehrfach tief durchatmen, um die Enge auszuhalten.

Die junge Kassiererin knallte dann auch mein Gemüse mit so einer hektischen Bewegung auf die Waage und dann noch einmal, als sie es vor mir ablegte, das ich gebeten habe doch etwas vorsichtiger damit umzugehen…immerhin möchte ich das noch essen. Sie schaute ganz erstaunt, hielt inne und hat sich entschuldigt.

Da hab ich es auch gemerkt…der gesamte Laden mit seiner Betriebsamkeit und der Enge hat unbewusst Stress erzeugt…nicht nur bei mir, auch bei den Angestellten….das war kein gemütliches: ich gehe mal einkaufen und schau mal was es so gibt – sondern das typische Großstadt-Gehetze: ich muss schnell noch etwas besorgen.

Den gleichen Supermarkt in groß oder auch klein gibt es überall bei mir in der Kleinstadt-Gegend…und da machen auch die kleinen Läden mehr Spaß….ist klar, das ich diesen Laden mitten in der Großstadt, eher nicht noch einmal aufsuchen werde….

14. Urlaubstag Mi 28.06 – Schöner Tag

Heute ist ein schöner Tag. Nach einer entspannten Nacht bin ich heute Morgen fast ausgeschlafen aus dem Bett gekommen, hab ein paar Handgriffe in der Wohnung gemacht, meine Markise verkauft und bin dann ganz entspannt zum Großeinkauf.

Auf meiner Einkaufsliste stehen  2 Supermärkte  und noch ein paar weitere Läden…schon klar, das ist für einen Tag doch etwas viel…aber zumindest die Lebensmittel und Drogerieartikel kaufe ich heute…da gibt es wieder extra-Rabatte bei Abnahme größerer Mengen…unser Vorratsschrank hat bei Duschgel, Haarlack (mein Freund braucht mehr davon als ich hihi) und Toilettenreiniger erheblichen Schwund….das muss ich dringend wieder auffüllen.

Heute Abend gibt es bei uns Rinder-Hüftsteaks zum Abendessen, mit Rosmarinkartoffeln und Kohlrabi. Dazu einen Salat mit Rucola, rote Beete, Tomaten und  gebratenen Garnelen. Ich ahne schon jetzt, dass es wieder einmal viel zu viel sein wird, werde mich also bei den einzelnen Portionen zurückhalten….

Nach dem Regen hier scheint aktuell die Sonne und ich habe noch einen Spaziergang zur Post und zurück gemacht um ein Päckchen für meinen Schatz abzuholen…jetzt sitze ich auf dem Balkon und wundere mich über das sehr warme und daher für mich unverhoffte Wetter…

Nach dem doch leicht anstrengenden Treffen gestern Abend bin ich heute komplett  zufrieden mit meinem entspannten Tag.  Mit unserer ehemaligen Trainerin ist es dann doch immer sehr schnell anstrengend…was hauptsächlich an ihrer Art liegt. Sie ist Ende 60 und möchte immer noch mit uns konkurrieren und sie erzählt immer wieder „NEUE“ Geschichten, die aber genau so klingen, wie die „Alten“… trotzdem war es echt mal wieder schön unsere alte Tradition uns Dienstags zum Apfelwein zu treffen, wieder aufgenommen zu haben.

schöne moderne Einkaufswelt

Als bekennender Freund von Beständigkeit finde ich es meistens nicht so lustig, wenn meine Stamm-Supermärkte  umbauen. Aber natürlich versteh ich die Notwendigkeit, alte verstaubte Methoden der Warenpräsentationen und Kundenbindungskonzepte von Zeit zu Zeit zu überarbeiten.

Eine große Supermarkt-Kette in Schnöselhausen hat damit jetzt den Vogel abgeschossen…. Der Laden ist um einiges vergrößert worden und das Warenangebot wahrscheinlich auch…aber das kann ich noch gar nicht richtig beurteilen.

Der Laden ist auf jeden Fall eines: Hypermodern und extrem verwinkelt und unübersichtlich.  Kein Laden für jemanden der klare  und gerade Strukturen liebt.

Konzept: der Kunde soll lange im Laden verweilen – ein Einkaufserlebnis haben. Mein schönstes Einkaufserlebnis ist, wenn ich den notwendigen Einkauf so zügig wie möglich erledigt bekomme und alles finde, was ich suche.

Positiv ist: auch an einem Samstagabend um 21.20 Uhr (eigentlich nicht meine reguläre Zeit – aber ich war den ganzen Tag beschäftigt und froh das der Laden bis 22 Uhr geöffnet hat) waren alle Frischtheken noch besetzt…ALLE: Aufschnitt, Käse, Fisch, Fleisch und Brot….und es liefen – oder mehr gesagt – hetzten noch viele  weitere Marktmitarbeiter durch das Geschäft.

Die Hilfe der Mitarbeiter musste ich gleich mehrmals in Anspruch nehmen, weil das ganze moderne Konzept leider  für mich überhaupt nicht durchschaubar war.

1.Versuch: Hollandaise Sauce

Ich suchte  einen TetraPack „Hollandaise Sauce“ die isst nur mein Freund in minimal-Portion und deshalb kommt diese eben aus dem TetraPack.

-Okay, also bei den Fertiggerichten und –saucen war sie nicht.

-auf den Sonderflächen mit „Saison-Ware“ auch nicht

-nicht bei Mayonnaise / Remoulade usw.

-Da bei  den frischen Erdbeeren auch gleich die Sahne und der Tortenboden stand, dachte ich: sei schlau und schau beim frischen Spargel : nein auch hier gab es das nicht

Warum sich diese dann im Regal „internationale Spezialitäten“ befand konnte mir auch die Mitarbeiterin im Supermarkt nicht erklären.

  1. Versuch: Frutissima: eine Art Marmelade die jedoch gekühlt werden muss.

Alle Kühlfächer mit modernster Touch-Oberfläche zum Öffnen der Glastüren…über jeder Tür stand genau drauf, was drin sein sollte…..also Milch / Aufschnitt / Schnittkäse / Frischkäse/ Camembert / usw.

Aber in was für eine Kategorie fällt eine Marmelade die gekühlt werden muss…..normalerweise gibt es Marmelade im Glas und die steht eben nicht in der Kühltheke. Also  – schon leicht verzweifelt lief ich ALLE Kühlfächer ab und wieder…NICHTS ….

Also wieder einen Mitarbeiter gefragt und der war schon etwas genervt: da stehen doch die Kühltheken….ja aber WO soll ich denn suchen, wenn ich es nicht finde. Er führte mich dann zu einer extra Abteilung (ganz am Anfang des Geschäfts – als weit weg von Milch und Käse usw.) und dort gab es noch einmal eine Wand voll mit  diesen modernen Kühlfächern . Er meinte vorwurfsvoll: da ist sie doch. Ach ja – da stand sie doch tatsächlich zwischen diversen abgepackten Salaten und einigen Fertigabgepackten  Salatsaucen – ja also DA wäre ich ganz BESTIMMT als nächstes drauf gekommen. ER fand das  Fach absolut logisch – ich nicht.

HAAAA und WIE komme ich jetzt an die Marmelade? Die Tür ging nicht auf…diese neue moderne Technik war an diesem  Kühlfach nämlich defekt…..ja da war dann der Mitarbeiter doch etwas sprachlos und nach einigen Versuchen auch etwas ratlos….aber irgendwann ging eines der Nebenfächer dann doch auf und er hat dann nach der richtigen Sorte geangelt…..hihihi  – da musste er sich schon ziemlich strecken.

Nun gut, so langsam hatte ich alle Dinge zusammen – zum Glück war es kein Großeinkauf.

An der Kasse bemerkte ich dann erst, das ALLE Mitarbeiter so einen „Knopf im Ohr“ hatten….Sprechverbindung….so dass die Vorgesetzten  jederzeit mit jedem Mitarbeiter in Kontakt treten können….

Jaaaaa und ich war froh als ich endlich wieder draußen war…das reicht mir für den ersten Versuch. Gut das ich meistens nicht bei uns im Ort einkaufen gehe….sondern zu einem altmodisch anmutenden Supermarkt in der Nähe.

Lieber Lieblings-Supermarkt wenn Du vorhast umzubauen, kannst Du bitte bei der Planung auch die berücksichtigen, die einfach nur einkaufen müssen….und daraus keinen abendfüllenden Event machen wollen.