Urlaubtag – Wasserfreuden

Urlaubtag – Wasserfreuden

Seit ich aus dem Kurzurlaub in Hessen wieder zurück bin, warte ich schon jeden Tag ungeduldig darauf, das der Regen in Hamburg wenigstens mal für ein paar Stunden verlässlich aufhört…ich wollte doch unbedingt ein weiteres Mal zu dem Bootsverleih an der Alster, um noch einmal ein Kajak auszuleihen.

Gestern Nachmittag hat es dann geklappt…..bei trübem, aber trockenem Wetter war ich wieder auf einem der Alsterkanäle unterwegs….wieder war es zu der Uhrzeit fast leer ..wie ich später feststellte waren nach 19 Uhr die Vereine unterwegs, als die Bootsverleiher schon geschlossen hatten.

Mit fast kindlicher Freude und tiefliegender Ruhe ging es mit ruhigen Paddelschlägen durch den Kanal….ich bin in die gleiche Richtung wie beim letzten Mal gefahren, dieses Mal aber weiter und ich war mit 1,5 Stunden auch auch länger unterwegs.

Hab mit dem Rumpf ein paar Gleichgewichtsübungen im Kajak gemacht, nur um zu Testen, wie gut und sicher ich mich dabei fühle: Ergebnis: gut fühle ich mich dabei – richtig gut….und schon nach knappen 30 Minuten konnte ich meine tiefliegenden Bauchmuskeln bei der Arbeit spüren….hahaha sehr schön.

Mir ist ein 2er Kanu begegnet, das zusätzlich mit einer Mülltonne bestückt war…die beiden Frauen haben tatsächlich Müll aus dem Kanal geholt. Klasse Aktion, das habe ich ihnen auch gesagt und sie freuten sich sichtlich über meine Respektsbezeugung. Später fiel mir ein, ich hätte fragen wollen ob sie das privat machen oder ob es eine Vereinsaktion ist….noch am gleichen Abend hab ich gelesen, das man so ein Kanu kostenlos bei einem Bootsverleih ausleihen kann, wenn man sich dazu verpflichtet auf der Fahrt eben Müll zu sammeln…..KLASSE.

Ansonsten sind mir noch ein paar Kinder in 2er Kanus begegnet….und das waren für 1,5 Stunden tatasächlich die einzigen Menschen, die mir auf dem Kanal begegnet sind.

Meine Geschwindigkeit im Kajak war gefühlt sehr langsam…also gemütlich. Etwas ungewohnt so keine Kontrolle über meine Geschwindigkeit zu haben…und auch kein anderes Boot, das in meine Richtung fuhr, um auch nur einen Anhaltspunkt zu bekommen, wie langsam oder schnell ich eigentlich unterwegs bin. Ich bin ja sonst immer in einem sportlichen Modus….hierbei fehlte mir nun jedes vergleichende Element….okay…also mit einem jungen Paar, das am Kanal entlangspazierte blieb ich eine Weile gleichauf.

Dann schob ich den Gedanken an einen sportlichen Vergleich schnell wieder weg und genoss einfach die ruhige Fahrt. Das Wetter blieb trübe, aber die Temperatur war angenehm auf dem Wasser und ich hatte an vielen Stellen sogar Gegenwind.

Und wieder stellte sich das Gefühl von unglaublicher Freiheit ein, obwohl einige Menschen auf den Brücken standen oder am Kanal entlang liefen. Ein Gefühl das ich oft verspüre, wenn ich mit dem Fahrrad im Sommer an Feldern vorbei fahre…wenn ich ohne Zwang und festem Ziel einfach drauf los im Wald wandere.

Am Ende meiner Tour angekommen, war wieder der schwierigste Teil vom Kajak auf den höherliegenden Steg auszusteigen….also ohne Hilfe wäre mir das nicht geglückt….ich fühlte mich wie eine Robbe…hmmm….das muss aber auch besser gehen oder nicht? fühlte mich wie eine alte Frau hahahaha

Der Bootsverleiher meint, das es durch den hohen Steg so schwierig ist und tatsächlich hab ich später eine Vereinspaddler gesehen, die an einem niedrigen Steg ausstiegen, das sah wesentlich leichter aus….- okay die sind natürlich geübt.

Zufrieden mit meiner Tour (okay also das Gefühl einer alten Frau beim Aussteigen vergessen wir mal schnell wieder) wollte ich diesem Tag noch ein weiteres richtiges Urlaubsgefühl geben…also bin ich nur ca. 2 km weiter gefahren und hab in dem tollen vietnamesischen Restaurant, in dem ich jetzt schon ein paar Mal war, zu Abend gegessen…allerdings lieber drinnen….so langsam wurde mir doch kalt mit meiner halblangen Sporthose und dem dünnen Shirt mit dünner Regenjacke drüber.

Hamburg hat ja schon wieder eine hohe Inzidenz und ich musste meinen Impfnachweis vorzeigen, um drinnen sitzen zu dürfen…kein Problem…..hab ich ja auf dem Mobiltelefon.

Nach dem leckeren Essen hab ich zum Abschluss noch eine kleine Walkingrunde an der Alster gemacht….auf der Suche nach

  • einem Restaurant direkt am Wasser. Ich bekomme ja sehr bald schon Besuch meines Rentner-Kollegen aus Hessen mit seiner Frau….die Beiden sind inzwischen echte Freunde geworden und ab jetzt nenne sie hier: „Die Rentner“.
  • weitere Bootsverleiher mit Kajaks (bei dem ich bisher war, der hat nur 2Stck. Einer-Kajaks und möchte auch eigentlich lieber SUP vermieten)
  • Kanu-/Kajaksport-Vereinen mit ihren Anlegestellen

Als ich, auf einer Brücke stehend, zwei Herren beim Aussteigen aus ihren Kajaks beobachtete, hab ich gefragt, zu welchem Verein sie gehören ….und ob der Verein auch Anfänger aufnimmt….und hab gleich mal für nächste Woche Tag und Uhrzeit genannt bekommen, wo ich mal kommen und reinschnuppern kann, immerhin hat jeder mal als Anfänger angefangen……prima – DANKE…

Sooooo – das war doch ein schöner und zufriedenstellender Urlaubstag….

Menschen im Urlaub – Jever

Menschen im Urlaub – Jever

Viele bleiben im Urlaub jetzt in Deutschland….und das macht sich bemerkbar.

Nicht nur, das die schönen Seiten Deutschlands wieder von mehr Deutschen gewürdigt werden, sie werden quasi überrannt. Das ist auf der einen Seite natürlich schön und auch gut für Händler und Gastronomen, auf der anderen Seite ist es für Menschen wie mich, echt blöd….weil ich es lieber beschaulich mag und ich mich in Gesellschaft zu vieler Menschen unwohl fühle und für manche Tiere ist es wohl auch nicht so spaßig.

Zeichnen deutsche Urlauber oft im Ausland ein skurriles Bild….findet man dieses Verhalten jetzt auch immer öfter im eigenen Land.

Benehmen? ach was…wir sind doch im Urlaub.

Natur wertschätzend? wozu – wir sind hier doch Zuhause.

Tiere achten: na klar, aber es soll machen, was ich möchte

Da bin ich mitten in Jever (Kreis: Friesland) im Schlosspark…es ist ein schöner, sehr gepflegter und ruhiger Park… mit freilaufenden Enten, Schwänen und auch einigen Pfauen.

Und na klar, wollen die meisten Mensch bei einem Pfau nur sein prachtvoll aufgestelltes Federkleid sehen…und wenn er es nicht freiwillig macht, dann muss man eben nachhelfen.

Ich war sprachlos als ich 2 (vermutliche) Ehepaare in meinem Alter (also ca. Mitte 50) gesehen habe, wo die Frauen einen männlichen Pfau versuchten mittels Lufttritten in seine Richtung, dazu bewegen wollten, sein Rad zu schlagen…und die beiden Männer ihre Frauen mit Rufen und in die Händeklatschen dabei unterstützten.

Unglaublich !

Wieviel Egoismus, Achtlosigkeit und Respektlosigkeit gegenüber den Tieren da zum Vorschein kam.

Ein Pfau stellt sein Rad auf, um entweder einem Weibchen zu imponieren oder einem Konkurrenten zu signalisieren, das er viel toller ist…natürliches Balzverhalten eben.

Da ist es absolut idiotisch und kontraproduktiv einem Tier ein Verhalten abtrotzen zu wollen und ihn dabei auch noch bedrohlich mit Lufttritten zu begegnen……wenn das Kinder machen würden….okay – aber die kleinen Kinder erfreuten sich an den auch so farbenprächtigen Vögeln mit respektvollem Abstand.

Ich hab meine Meinung dazu auch laut gesagt, erntete aber nur Unverständnis.

Ein Tier hat sich sogar auf ein Gerüst an einem der Schloss-Türme verzogen….versteckte seinen Kopf in seinem Gefieder und als ich von einer kleinen Anhöhe aus den Pfau dort sitzen sah, hob er den Kopf, schaute zu mir und legte den Kopf dann schief, so als wollte er mich einladen ihn zu fotografieren:

Später in der Stadt hatte gerade eine rustikale Bar seine Außenplätze geöffnet….und natürlich hab ich in Jever auch ein Jever Pils getrunken…..hahaha…das musste einfach sein…..

Öl-Rausch

Für diesen Sonntag hatte ich keinen Ausflug geplant….ich hab lange und gut geschlafen, es mir am Vormittag auf dem Balkon gemütlich gemacht und war ziemlich zufrieden mit meinem Sonntag…..aber dann bekam meine Vermieterin den nächsten Geburtstagsbesuch (das geht schon seit Freitag so) und es wurde mir zu laut….

…also hab ich kurzentschlossen meinen Kaffeebecher, eine Flasche Wasser, Wanderschuhe und -Rucksack und meinen Autoschlüssel geschnappt und bin mit dem Auto los gefahren…OHNE vorher ein Ziel zu fixieren.

….nun gut es ist sehr sonnig und warm…also wäre Wald nicht schlecht…..zuerst ging es mit dem Auto in Richtung Quickborn…..aber dann bin ich doch weiter gefahren und kurz vor Bad Bramstedt hab ich das Auto auf einem Parkplatz abgestellt und wollte durch ein Waldstück laufen.

Sonntag Mittag, Sonnenschein und Blauer Himmel …..da hätte es mich schon stutzig machen sollen, das der direkt neben der Bundesstraße liegende große Parkplatz komplett leer war….aber ich hab mir nichts weiter dabei gedacht und mich sogar gefreut…..

Ich war noch nicht ganz 5 Minuten unterwegs, da waren meine Beine und Arme komplett mit Mücken besetzt….so schnell konnte ich die gar nicht verscheuchen, wie die zustachen….also bin ich schnell wieder zum Auto geflüchtet und musste danach erst einmal die restlichen Mücken, die es mit ins Auto geschafft hatten, erledigen…zum Glück hatte ich in meinem Notfall-Pack dieses kühlende Mücken-Gel dabei….das kühlt und lindert den Juckreiz, hhaaaach herrlich……Also Soooo viele Mücken, die alle gleichzeitig versuchen mich zu stechen…das hatte ich selbst im letzten Jahr an der Mecklenburgischen Seeenplatte nicht….aber die Mückenstiche dort waren eindeutig schmerzhafter und langanhaltender….. Diese Stiche heute waren nach ein paar Stunden wieder weg.

OKAY….also dann doch lieber heute keinen Waldspaziergang….kurzentschlossen bin ich dann nach Bad Bramstedt reingefahren….

Diese kleine niedliche Stadt liegt im Holsteiner Auenland, ist ein Moorheilbad und bietet schöne Wege zum Spazierengehen und Kanufahren auf der Hudau (auch so ein kleiner Fluß von dem ich vorher noch nie gehört hatte).

Ich kam also direkt zur Mittagszeit in Bad Bramstedt an und bin an einem kleinen italienischen Restaurant mit schönem Aussenbereich direkt an dem Flüßchen vorbei gekommen…das sah nett und gemütlich aus …und hab mich dort niedergelassen.

Leider war der italienische Koch der Meinung auf eine Pizza Vegetariana gehört nicht nur tiefend in öl eingelegtes Gemüse, sondern dieses muss man auch nachträglich noch in Olivenöl ertränken nur um ganz sicher zu sein das es wirklich nicht mehr lebt….. Ich hab angefangen mit meiner Serviette und einen (sauberen) Taschentuch und einer weiteren Serviette das Öl von meiner Pizza zu tupfen…..der Koch fragte mich ob es mir zu viel Öl wäre…was ich eindeutig bejahrte….ja er hätte noch extra viel Öl dazu gegeben….zuckte die Achseln und ging wieder….erst als ich weiter meine öltriefende Pizza stückchenweise trockenlegte um sie auf diese weise Stück für Stück zu essen, kam er wieder und fragte ob er mir eine neue machen solle…..Nein – sein Timing war einfach zu schlecht….das hätte er mich schon vorher fragen sollen….jetzt esse ich weiter….

Seine Frau meinte mit einem unschuldigen Augenaufschlag beim nächsten Mal solle ich vorher sagen, das ich das nicht möchte, weil ihre Gäste das mit dem vielen Öl so gerne wollen…..ich hab ihr mit ruhiger Stimme erklärt, das ich mir das nicht vorstellen kann, das jemand eine vollkommen durchtränkte Pizza essen möchte und ich garantiert nicht noch einmal hier essen werde….außerdem wäre die richtige Vorgehensweise den Gast vorher darüber zu informieren und ihn zu fragen…da ja auf der Karte nichts von diesem Öl-Rausch stünde.

Soooo also mit vollem Magen (hab die Pizza immerhin zu etwas mehr als der Hälfte gegessen), mit abgekämpften Muskeln von gestern und zerstochenen Armen und Beinen bin ich gemütlich an der Hudau entlang

und durch die Stadt geschlendert…hab vor dem „Schloss“ lange auf einer Bank gesessen und meinen mitgebrachten Kaffee getrunken….

…..und als ich später wieder zuhause ankam, hat sich der Besuch meiner Vermieterin gerade verabschiedet…wenigstens das war perfektes Timing.

Helgoland  – 1.Teil – Überfahrt

Die zweite Nacht ging zu Ende,  in der ich nicht so richtig schlafen konnte…aber immerhin ist jetzt Wochenende. Nur das mit dem Ausschlafen ging nicht….Heute geht`s von Büsum nach Helgoland.

Samstag Morgen 5.15 Uhr der Wecker klingelt, 6 Uhr fertig mit Duschen, Anziehen und Frühstück bereiten, 6:45 Uhr  fertig mit den sonstigen Vorbereitungen und alles im Rucksack verstaut…noch mal schnell die Adresse des Parkplatzes am Fähranleger Büsum nachgeschaut, den Korb mit Frühstück, Kaffee usw. schnappen und alles ins Auto verfrachtet…incl. Corona-Negativ-Test, Windjacke, Sonnen-Regen-Cappi und……??  Noch einmal aus dem Auto in die Wohnung, das vergessene Halstuch holen….so jetzt aber…. 7 Uhr Abfahrt….

Das Wetter war in Pinneberg bei 16 Grad sehr trübe, dafür ohne Regen und so sollte es auf Helgoland auch werden….

Die Fahrt auf der Autobahn dauerte nur 1 Stunde….wenig Autos unterwegs… hinter dem Nordostsee-Kanal musste ich jedoch die Geschwindigkeit massig reduzieren….ein sehr heftiger Regen kam da runter…kurz vor Heide war wieder alles strahlend schön und fast sonnig…aber nur fast….

Dieses Mal hat das Timing mit Schwester+Schwager besser gepasst…für 5 EUR konnte man quasi direkt am Fähranleger im Hafengebiet Büsum sein Auto den ganzen Tag stehen lassen….und obwohl es langsam voll wurde, stand ich mit meinem Auto dann direkt neben den Beiden….die waren auch erst ein paar Minuten früher angekommen und hatten schon mal unsere Tickets abgeholt.

Es waren auch hier 16 Grad, aber so ganz ohne Sonne und mit einer Menge Wind….Mein Schwager mit kurzer Hose und nur im kurzärmeligen Hemd und Weste fror ein wenig…hätte es aber nie zugegeben….aber sein Gegrummel über die Wetterverhältnisse waren eindeutig. Wir Mädels haben geschmunzelt, aber ich hatte schon Befürchtungen wenn das Wetter so bleibt, wird das für den Schwager keine schöne Fahrt und damit auch nicht für uns…immerhin sind wir 2x 2 Stunden auf dem Schiff unterwegs…..aber mein Schwager, als ECHTER Norddeutscher, weigert sich immer wieder eine Jacke mit zu nehmen….hahaha….aber meine Schwester hatte für den Notfall eine dünne  klein-gefaltete Regenjacke für ihn dabei….aber nur im allergrößten Notfall hätte er diese auch tatsächlich angezogen. Zum Glück konnte sie ihn immerhin davon überzeugen. doch auf seine alten Wanderschuhe zurück zu greifen und nicht die Neuen zu nehmen, die er vorher noch nie getragen hat.

Sooooo wir standen also eine ganze Weile in langer Schlange VOR dem Schiff  (durch Corona-Abstände wirken alle Warteschlangen immer doppelt und dreifach so lang) ca. 1 Stunde und es wurden immer mehr Menschen…..ich glaube einer der Mitarbeiter hatte von 400 Menschen gesprochen die heute mitfahren wollten und damit tatsächlich nur die Hälfte der Passagiere, die normalerweise auf dieses Schiff gehen.

Aber ich hatte einen kleinen Schock, als wir dann unsere reservierten Plätze im 2. Unterdeck einnahmen….Das Schiff sah auch mit 400 Menschen  irgendwie bereits VOLL besetzt aus…..und das auf jedem Deck…..SOOO viele Menschen hab ich schon lange nicht mehr auf einem Fleck gesehen und es gab ja kein Entkommen….wir sind auf einem Schiff.

Da ich damit nicht gerechnet und mich somit auch innerlich nicht damit auseinander gesetzt hatte, traf es mich komplett unvorbereitet…ich brauchte eine Weile um mich damit zu arrangieren.

Ich hab ja ein Problem mit Enge und seit Corona gab es eigentlich NIE eine Situation die für mich unangenehm war….da hatte ich das glattweg vergessen…Aber so leicht gibt die Klaustrophobie nicht auf: und selbst meine Schwester so eng neben mir sitzen zu haben, musste ich erst wieder lernen zuzulassen.

Wir saßen an einem 6 Tisch mit 2 Frauen aus Ostdeutschland, die auch witzigerweise schon in der Warteschlange hinter uns standen….das war zuerst auch ungewohnt wieder mit fremden Menschen an einem Tisch zu sitzen….aber wir hatten es mit den Beiden echt gut getroffen. Unglaublich nett….Wir 3 saßen auf der einen Seite auf der Bank und die Beiden saßen uns Gegenüber….ICH hab mich natürlich auf die Gangseite gesetzt….wo dann aber später die Schlange stand, um im Schneckentempo Kuchen+Getränke oder das Frühstück zu holen…..Auch wir mussten unser bestelltes Frühstück selber abholen….Aber Abstand halten war auf dem Schiff so gar nicht möglich.

Aber nach ca. 1/2 Stunde hatte ich mich gut mit dem Platz und der Situation arrangiert und es war eine lustige zweistündige Fahrt von Büsum nach Helgoland..

Ach ja: den Corona-Test hätten wir uns sparen können….seit Montag baucht man keinen mehr, um auf das Schiff zu kommen. Auf den Gängen herrschte Maskenpflicht, am Platz nicht….und auch draußen trugen die meisten keine mehr….Ich trug die aber immer solange, bis wir auf dem Oberdeck einen Stehplatz ergattern konnten…und dann erst hab ich sie abgenommen….

Gab es noch im Laufe der letzten 1,5 Jahre die Aussagen, das unser Leben sich nach Corona deutlich ändern wird, das wir nur noch online shoppen und weniger Reisen, das wir lernen mehr Rücksicht zu nehmen und eine Art natürlichen Abstand entwickeln, kann ich mit dieser Erfahrung heute mein eigenes Fazit bringen:

NEIN – der Mensch ist so nicht gemacht….wenn irgendwo EIN Mensch ist…rotten sich viele um diesen Menschen herum, möglichst nahe…wir sind Herden-Tiere….und Rücksicht durch Abstand geht nur eine Weile – und das auch nicht freiwillig.

Soooo und dann endlich ging die Fahrt auch schon los…..

Henstedter Moor bis Alsterquelle

Henstedter Moor bis Alsterquelle

Während ich also Samstag den ganzen Tag versucht habe, meine Energien wieder zu finden, mich aber gleichzeitig immer noch schlapp und gerädert fühlte, sind Puls und Blutdruck seit der Impfung immer noch viel zu hoch und heute hat mein Magen-Darm mir dann gleich mal wieder signalisiert: DAS war eine etwas zu unruhige Woche.

Aus diesem Grund hab ich mich heute Morgen für einen nur kleinen und vor allem stillen Wander-Ausflug ins Henstedter Moor begeben…das liegt nur gut 35km entfernt und es war eine gute Entscheidung….

Der Morgen im Moor war besonders ruhig und schön….und ich bin knappe 2 Stunden ganz locker durch das Moor und drumherum bis zur Alsterquelle gelaufen und dann im Bogen zurück…eine phantastische Stille….ein schöner Morgen….

So hab ich mich, bei ziemlich perfekten 21 Grad mit nur leichtem Sonnenschein, auf einer Bank zu einem Frühstück nieder gelassen:  Butterbrot, Frikadellen und Kaffee…das war schön und lecker.

Als ich auf dem Rückweg einen schmalen Weg entlang kam, sah es aus, als ob der Rand des Weges angehoben worden ist….wie bei einem Teppich, unter den etwas gekehrt werden soll….oder als ob sich darunter ein geheimer Zugang zur Unterwelt befindet…hahahaha…

Bereits zur Mittagszeit war ich schon wieder zuhause….und sitze nun auf dem Balkon…während es in der Sonne immer wärmer wird….

Der Haushalt hätte gerne etwas Aufmerksamkeit….saugen, wischen, aufräumen, Spülmaschine ausräumen, Wäsche zusammenlegen…..oooooch – das kann ruhig noch etwas warten….lieber sitze ich hier und versuche aktiv zu entspannen.

Radtour: Meldorfer Bucht

Radtour: Meldorfer Bucht

und rund um das Kronenloch…..heute war alles irgendwie perfekt…also fast.

Das Wetter mit 23-26 Grad, sehr sonnig und nur leichter Wind während der Tour, war einfach perfekt…..

ich hatte die richtigen Klamotten und Schuhe ausgewählt…nicht zu lang, nicht zu eng und mit dünnem Leinen und halblangen Jeans auch den richtigen Stoff – perfekt…

dazu mein Sonnenschup-Cäpi mit eingebautem Lichtschutzfaktor und dazu hab ich ja sogar daran gedacht mich rechtzeitig mit Sonnenschutz-Milch einzucremen – perfekt …

Konditiion, Kraft und mein allgemeines Wohnbefinden passte auch ziemlich perfekt …auf den insgesamt gefahrenen 36,3 km fühlte ich mich zu keiner Zeit aus der Puste oder gar angestrengt…auch nicht als es mehrere Deiche hinauf ging…..die Kraftübungen der letzten Wochen zuhause machen sich wieder positiv bemerkbar – perfekt…

Die Fahrt war einfach klasse….Am Bahnhof Meldorf bin ich gestartet….wollte mich über Komoot durch die vorher geplante Tour führen lassen…nur über die Sprachfunktion…aber die Sprachausgabe ist alles andere als perfekt und die Tour-Führung ist sehr starr…lässt nur „widerwillig“ Anpassungen zu….die häufigste Ansage lautete: „Die Tour wird angepasst – Kehren sie um“….obwohl ich über Google Maps Wege gefunden hatte ohne umzukehren…..also hab ich Komoot wieder gestoppt. Ich hab es jetzt mehrere Male ausprobiert….die App ist scheinbar nur gut geeignet, wenn man sich sklavisch an die Tour hält….. und zu der Sorte Mensch gehöre ich eindeutig nicht.

Ich hab also wieder, wie ich es sonst auch mache, über Maps die grobe Tourenplanung angeschaut…dann das Mobiltelefon wieder weg gepackt und bin einfach drauf los …vage den Wegen folgend …bin dann den offiziellen Rad-Wegzeichen gefolgt und hatte wunderschöne Wege durch Felder und kleine Ortschaften….bis ich am Kronenloch ankam…dann weiter bis zum Deich…und dahinter dann die Meldorfer Bucht….

Dann immer am Wasser entlang…Pause hab ich dort auch gemacht….erst war ich alleine…dann kam ein Schaf und dann immer mehr….am Ende waren es so ca. 20 Stück um mich herum….aber sie blieben auf ca.1 Meter Abstand…. Erst als ich später weiter fuhr, trotteten die Schafe auch weiter.

Dann ging es wieder über den Deich und weiter um das Kronenloch herum….Es handelt sich hierbei um ein Naturschutzgebiet mit einem großen Salzsee in der Mitte. Wie der NABU schreibt, gibt es ein „absolutes Betretungsverbot“, weil hier die Salzwiesen-Pflanzen nahezu ohne menschliches Eingreifen wachsen sollen.

Also ging es im großen Bogen mit dem Rad drumherum…wieder an Feldern und an kleinen Ortschaften vorbei.

Zurück in Meldorf , wollte ich mich zu einer Rast in einem auf dem Hinweg gesehenen Aussenbereich eines Restaurants niederlassen….hmmmm – Mittagsruhe von 14-17 Uhr….und selbst in der Innenstadt gab es nur Cafes….das einzig ansprechende Restaurant bot auch nur Kaffee und Kuchen. Ich wollte aber etwas handfestes.

OKAY – dann nicht…also hab ich das Rad wieder im Auto verstaut und bin ohne Umwege wieder nach Hause gefahren….im Kühlschrank warteten noch die restlichen Nudeln von gestern….hehehe

Radtour – Hamburgs Industrie-Seite

Neben der schönen Seite für die Touristen, hat Hamburg aber noch Seiten, die anders sind…aber auch schön.

Lässt man Michel, Fischmarkt, Landungsbrücken und die Speicherstadt einmal hinter sich, dann kommt man irgendwann zur robusteren Seite dieser schönen Hansestadt.

Zum Glück hab ich mich heute doch für das Rad entschieden. Gestartet oberhalb vom Fischmarkt bin ich an der Elbe entlang bis zur Elbphilharmonie und daran vorbei gefahren.

Es fühlte sich in diesem Bereich allerdings an, wie auf einem Jahrmarkt, verstärkt wurde das durch die vielen kleine Stände mit allem an Essen und Trinken und Süßem, was das Herz begehrt ….überall rumwuselnde Menschen…kreuz und quer laufend, lachend, lebendig. ..und so voller Lebensfreude….dazu unzählige Cafès und Restaurants mit voll besetzten Außenbereichen.

Mich hat es dann doch weiter gezogen, erst später hab ich mich dann für ein Stück Käsekuchen und ein Glas Grauburgunder in einem Cafè in der Nähe niedergelassen.

Danach hab ich die HafenCitiy endgültig hinter mir gelassen und bin durch das dahinter liegende Industriegebiet geradelt…inclusive kurzer Pause an diesem alten Ladekran.

…und erst jetzt auf der Rückfahrt hab ich hier so eine Art Schnell-Radweg direkt am Wasser gefunden….vorbei an der Rückseite der riesigen Großmarkthallen…das war dann noch viel schöner zu fahren als auf dem ersten Teil. Überall wird gebaut…Hamburg ist eine Stadt die sich wirklich großflächig neu erfindet….neuen Lebensraum schafft und neue Unternehmen ansiedelt….mir ist das fast ein wenig zu viel auf einmal….aber dieses Umfeld hat schon eine besondere Atmosphäre und bietet auf etwas stillere Art, das Flair einer weltoffenen Stadt..

Wieder zurück an der Speicherstadt, ging es dann über die Brücke und quer durch die Stadt…vorbei ich feststellen musste, das viele Menschen vor lauter Freude über Wetter, Sonne und weniger Pandemie-Einschränkungen vergessen, das auf Fahrradwegen auch tatsächlich Fahrräder unterwegs sind…ohne zu schauen….einfach mal vor die Fahrräder laufen….zum Glück konnte ich alle Kollisionsgefahren rechtzeitig erahnen und daher vermeiden.

Das letzte Teilstück war dann noch mal so richtig steil bergauf….hahaha – bis ich dann wieder oberhalb des Fischmarktes beim Auto ankam.

Die gesamte Fahrt über war es angenehm windig…was bei der Wärme sogar bei mir gut ankam. Auch heute waren es wieder 22km….dafür aber quer durch die Stadt.

Hmmm …. beim nächsten Mal möchte ich aber endlich mal eine längere Strecke radeln, aktuell pendel ich immer so zwischen 22-25km, so langsam muss ich mich mal wieder steigern….dann aber lieber in der Natur….das ist ja das Schöne hier…ich kann mich jeden Tag neu entscheiden, was ich möchte: Großstadt, Natur, Provinzstadt….mal am Wasser, mal im Wald, mal am Kanal entlang…

Abkühlung und Aussichten

Heute Nacht kam das Gewitter…Regen, Wind, Blitz und Donner…..alles zusammen hat die stickig schwülwarme Luft vertrieben. Drinnen wie draußen….und auch jetzt ist es immer noch windig und der Himmel ist bedeckt…es sind 22 Grad und ich finde es gerade herrlich.

Ich werde jetzt gleich mal nach Hamburg fahren….Richtung Speicherstadt….ich überlege noch ob ich das Rad mit nehme….das würde meinen Bewegungsradius erheblich erweitern… leider hatte ich nicht daran gedacht es gestern Abend schon ins Auto zu packen. Es steht draußen geschützt unter dem überstehenden Rand des Hausdaches, an der wind-geschützten Seite….trotzdem wird es nass sein. Egal – wozu gibt es Lappen…

Einen kurzen Stopp werde ich noch im Büro einlegen….ich bin ja noch die nächsten Tage im Homeoffice und benötige dringend eine Abrechnung, die hoffentlich noch am Freitag angekommen ist….es war am Freitag niemand da, den ich hätte bitten können, mal nach der Post zu schauen.

Ach – am Montag Mittag hab ich endlich mein jährliches Personalgespräch, also das 1. in dieser Firma…..nachdem ich den DK-Chef dann doch freundlich dazu angeregt hatte, mit mir doch mal einen Termin zu vereinbaren. Der vorgegebene Zeit-Korridor ist sowieso schon vorbei…jetzt wird es langsam Zeit….na ich bin ja mal gespannt.

Sooo, aber jetzt ist erst einmal Sonntag und ich möchte mich nach den heißen Tagen endlich mal wieder vernünftig bewegen… mehr als 28 Grad sind heute für Hamburg auch nicht angesagt….also sollte es ganz erträglich sein…

Klein Amsterdam im Norden

Klein Amsterdam im Norden

Wer in Norddeutschland das Bedürfnis nach einem Tapetenwechel hat, sollte wirklich einmal nach Friedrichstadt (Schleswig-Holstein)fahren….dort wo die Treene in die Eider fließt.

Dieses nette Städtchen sollte einmal eine große Handelsmetropole werden, hat es aber nie geschafft mehr als 3.000 Einwohner anzusiedeln….Mit dem Versprechen auf Religionsfreiheit wurden vor mehr als 300 Jahren vor allem Niederländer nach Friedrichstadt gelockt. So ist es auch kein Wunder, das die gesamte Innenstadt niederländisches Flair ausstrahlt…Brücken und Grachten inklusive. Von den ursprünglich 15 verschiedenen Religionen, gibt es heute aber nur noch 5. Außerdem konnte die Stadt nur entstehen, weil man den Boden dem Wasser abgetrotzt hatte…..der liegt nämlich unterhalb des Meeresspiegel.

Die meisten Informationen, die ich hier gerade weitergebe, stammen von einem lustigen, redseeligen AufflugsSchiff-Kapitän mit dem wir eine einstündige Grachtenfahrt durch die Stadt und drumherum unternommen haben. Das hat richtig Spaß gemacht. Das Boot mit ca.35 Personen besetzt, passte an manchen Stellen gerade so durch die Grachten und unter den Brücken hindurch. Und mehr als einmal mussten Tretbootfahrer und Stand up-Paddler zurückweichen, damit unser Boot hindurch passte…

Dabei war das Wetter jetzt nicht hochsommerlich….es gab viel Wind…dafür nur mäßig Sonne….und obwohl der Ort vom Tourismus lebt, konnte man an sehr vielen Stellen sein Auto kostenlos parken.

Ich war mit Schwester+Schwager für 12 Uhr verabredet….hatte aber geahnt, das die Beiden wieder einmal viel früher da sein würden…und so bekam ich tatsächlich schon um kurz nach 11 Uhr die Info: Wir sind da….grummel….grummel. Meine Ankunft war um 11.30 Uhr.

Gemeinschaftlich ging es dann erst einmal auf die Suche nach einer öffentlichen Toilette…..hahaha….es gibt inzwischen sogar Apps dafür…mein Schwager hat die App „Flush“….hab mich halb schlapp gelacht…und denke jetzt selber darüber nach, diese ebenfalls auf meinem Smartphone zu installieren.

Nun konnten wir entspannt mit der Sightseeingtour beginnen. Mein Vorschlag war, erst einmal nach der Grachtenfahrt zu schauen….da ich durch Corona nicht weiß, ob der reguläre Fahrplan überhaupt funktioniert….dort angekommen hieß es….eigentlich geht jede Stunde eine Tour los, wenn mindestens 10 Personen zusammen kommen…..und die nächste Tour startet quasi JETZT…..es war 12 Uhr und die Sonne wagte sich gerade hervor… so haben wir kurzfristig Tickets gekauft.

Also los….ab aufs offene Boot..kaum sassen wir, nahmen wir die Masken runter, wie alle Anderen auch…da kam schon das Kommando: Masken auf….während der gesamten Fahrt (Erst ab der kommenden Woche geht es wieder ohne)…es war eine lustige und kurzweilige Tour.

Die 15 EUR pro Person sind mehr als angemessen….weil man unablässig lustig und locker über die Geschichte der Statdt informiert wurde und die Fahrt einfach Laune macht.

Danach kam der Hunger und in der Nähe des Marktplatzes haben wir etwas gefunden, das uns gefallen hat. Drinnen (mit negativem Corona-Test) in der „Prinzenstube“ fanden die Mitarbeiter noch einen großen freien Tisch für uns, das ganze Ambiente wurde dem Namen gerecht, es wirkte wie aus dem vorletzten Jahrhundert : antiquiert, aber edel.

Für mich gab es Scholle mit Krabben und Pellkartoffeln mit ausgelassener Butter…einfach nur lecker…dazu einen trockenen Weißburgunder.

Wir blieben eine ganze Weile sitzen, bevor wir dann zu Fuß kreuz und quer durch die Stadt gelaufen sind…über Brücken, durch Parks, durch liebevoll restaurierte kleine Straßen und Gassen…..am Wasser entlang….auf die Insel….wieder zurück…..die gesamte Innenstadt wirkt wie aus einer anderen Zeit…..die meisten Häuser mit Blumen dekoriert, viele Bänke vor den Türen….eine Art lebendiges Freilicht-Museum…..

Am späten Nachmittag saßen wir auf dem Marktplatz im Außenbereich eines Eiscafes….mit Milchkaffee und Spaghetti-Eis…und einem Glas Prosecco zum nachträglichem Anstoßen auf den Geburtstag meiner Schwester Anfang Juni.

Dann kam etwas Regen… danach wurde es frischer…..wir haben noch größere Kreise durch die Stadt gezogen…aber die Luft war bei uns raus: ich war kommunikations-müde, mein Schwager bekam Probleme mit der Hüfte und meine Schwester hatte Probleme mit ihren Schuhen (ICH nicht hahaha)…also haben wir den Ausflug beendet und sind zu den Autos zurück.

Der gesamte Tag brachte mir mehr als 20.000 Schritte und 14 km …..Ich war froh, als ich am Abend wieder zuhause war….und für den Rest des Wochenendes hatte ich überhaupt keine Lust mehr mich irgendwie mitzuteilen…..hahaha – also schreibe ich erste heute….

Tagesausflug: Hohes Elbufer

Sonntag ging es mal wieder an die Elbe….es war zuerst diesig und auch nicht sooo warm, also bin ich am Vormittag los….mit dem Auto bis Blankenese….von dort durch das Treppenviertel bis runter an die Elbe. Und tatsächlich hat das noch trübe Wetter nicht ganz so viele Menschen ans Elbufer gelockt.

Zum ersten Mal in diesem Jahr bin ich eine ganze Weile barfuß durch das seichte Wasser am Strand gelaufen….obenrum aber immer noch mit Jacke an….das hat Spaß gemacht und es fühlte sich auch gleich nach Urlaub an.

Ich bin in Richtung Wedel gelaufen….also weg von Hamburg…zwischendurch hab ich mich im Sand niedergelassen und dabei Wasser und Wellen zugeschaut…..irgendwann klarte das Wetter auf und es wurde sofort voller….also hab ich auf Höhe es alten Wasserwerks den Strand verlassen und dafür den Waldpark erklommen….Im wahrsten Sinne…denn es ging erst einmal bergauf.

Auf 3/4 Höhe verlief der schmale Weg dann parallel zur Elbe….und das war so richtig schön….quasi mitten im Wald. Dabei waren ringsum viele riesige Anwesen mit großen Wald-und Grünflächen….aber alles fügte sich harmonisch zu einer Gesamtfläche….auf der Strecke waren ein paar Parks …es ging über Holzbrücken (um Privat-Anwesen zu überqueren)…und es gab auch immer wieder kleine Abzweigungen zu höheren oder niedriger gelegenen Wegen.

Ich hab jedoch versucht dem sich schlängenden Weg immer auf dieser Höhe zu folgen….Die meiste Zeit lag der Weg auch so einsam, das mir niemand begegnet ist…..

Je näher ich allerdings wieder nach Blankenese und in die Nähe von größeren Seitenwegen kam, umso öfter waren auch Spaziergänger unterwegs und manchmal sogar Radfahrer.

Trotzdem hatte ich größtenteils das Gefühl, diese Pracht ganz für mich alleine zu haben.

Später am Auto angekommen waren es tatsächlich nur knappe 9 km…es fühlte sich aber nach einem ganzen Urlaubstag an …..so abwechslungsreich und unerwartet schön war dieser Ausflug.

Den Rest des Tages hab ich die Anstrengung durch das bergauf-und bergab Laufen doch gemerkt….hahahaha, also hab ich auf die obligatorische Abendrunde verzichtet und es mir stattdessen auf der Couch bequem gemacht.