Ein Urlaubstag in Hamburg

Meinen freien Tag am Montag hab ich mal wieder für einen Ausflug nach Hamburg genutzt.

Ja klar, ich arbeite in Hamburg und bin so ca. 2x in der Woche dort…aber ich nutze die Zeit nach Feierabend nur selten, um mal in die Innenstadt zu fahren, an die Binnenalster oder die Landungsbrücken. Das hab ich am Anfang öfter gemacht…in den letzten Monaten aber überhaupt nicht mehr. das liegt auch am Stress.

Früher bin ich noch gerne durch die Geschäfte gestreift, hab mich durch die Straßen treiben lassen…heute schrecke ich vor den Menschen eher zurück…mir wird es schnell zu voll. Heute gehe ich viel lieber in den Wald, ins Moor oder laufe auerßhalb der Ortschaften entlang und durch die Felder.

Aber im Urlaub soll man ja Dinge machen, die man sonst nicht macht…und ich hatte tatsächlich auch mal wieder an Planten und Blomen gedacht…ja warum nicht. Und um das Urlaubsfeeling komplett zu machen, hab ich tatsächlich die Bahn genutzt und nicht das Auto.

Aber als ich dann erst einmal noch fast 20 Minuten auf den Schienenersatzverkehr warten musste, hab ich es schon fast bereut (hätte ja vorher mal auf den Plan schauen können…hab ich aber nicht…manchmal verfluche ich meinen Unwillen vorher zu planen).

Es ging also erst mit dem Bus bis nach Burgwedel, dann in die S-Bahn, noch einmal umsteigen in eine andere S-Bahn und damit bis zum Jungernstieg.

Herrlich war es entlang der Binnenalster zu laufen und ein wenig entlang der schönen Häuser in Richtung Rathaus. es war nicht wirklich kalt, aber mit Sprühregen eher durchwachsen…typisches Hamburg Wetter…und damit genau richtig für mich

Später ging es dann noch in das schöne italienische Restaurant, das etwas abseits der Colonnaden liegt, in dem ich in den letzten Jahren ab und an mal gegessen habe….und auch dieses Mal war es leckeres Essen in einem schönen Ambiente. Für mich gab es frische Pasta mit Lachs und dazu ein Glas Grauburgunder.

Der Wein hat mich fast überrollt…es ist ja schon sehr lange her, das ich Wein getrunken habe und der volle Geschmack des Weins war einfach unerwartet, nein also das kann keine alkoholfreie Variante bieten…sehr intensiv und so lebendig im Mund. Ich bin kein Weinkenner…ich kann nur beschreiben, wie es sich anfühlt/ schmeckt. Jetzt weiß ich wieder, warum ich früher gerne Wein getrunken habe…naja der Arzt hat es mir ja nicht ganz verboten – eher angeraten, auf Alkohol zu verzichten, was ich die letzten fast 2 Jahre auch ziemlich konsequent durchgezogen habe.

Nach dem schönen Essen, ging es dann erst einmal zum öffentlichen Park „Planten und Blomen“…hier war ich viele Jahre schon nicht mehr und der Park ist richtig schön geworden, mit vielen Nischen und Sitzgelegenheiten, kleinen Brücken und schönen Wegen….nur die Gewächshäuser sind geschlossen…die werden längerfristig aufwändig renoviert.

Anschließend wollte ich dann noch noch ein wenig durch die Geschäfte und Passagen der Innenstadt laufen, habe aber schnell gemerkt, das mich das Gewusel in der Stadt an dem Tag eher abschreckt, bin lieber mit der S-Bahn (auch voll) noch zu den Landungsbrücken gefahren und an den Quais entlang gelaufen.

Irgendwann hatte ich vom trüben feuchten Wetter dann auch genug, also wieder rein in die S-Bahn (noch voller als davor, weil jetzt eben Feierabend-Verkehr)…und dann ging es denn ganzen Weg zurück, erst mit der S-Bahn, dann umsteigen in andere S-Bahn, dann ab in den Bus.

Ich bin sehr zufrieden mit diesem einzelnen Urlaubstag….ich war draußen an der frischen Luft, hab mal wieder so einige km zurück gelegt, war am Wasser und im Park, gut Essen und hab mich dabei entspannt.

Perfekter Sonntag

Mit Superlativen sollte man ja vorsichtig umgehen…aber der letzte Sonntag war so ziemlich perfekt für mich.

Ich habe den Vormittag völlig entspannt zuhause verbracht und bin am Nachmittag nach Hamburg gefahren: Stadtteil Alsterdorf…hab dort das Auto abgestellt und bin bei schönsten Sonnenschein direkt am Alsterkanal entlang spaziert…natürlich in einem etwas flotteren Schritt, aber eben völlig entspannt.

Mit einigen Schlenkern ging es die meiste Zeit direkt am Kanal entlang…zeitweile hab ich mich auch auf eine Bank in der Sonne niedergelassen und hab genau das gemacht, was ich im Sommer nie freiwillig tun würde…ich hab mein Gesicht in die Sonne gehalten und mich über die warmen Strahlen gefreut.

Es waren eine ganze Menge Menschen unterwegs, aber irgendwie war es extrem ruhig, so als ob jeder den Nachmittag einfach nur geniessen wollte.

Später hab ich dann für eine Weile den Weg an der Alster verlassen und habe in einem kleinen Cafè einen Kaffee getrunken…bevor ich meinen Weg entlang des Kanals fortsetzte…bis Winterhude bin ich gegangen…und bin dann zurück Richtung Parkplatz gelaufen.

Hmmm warum habe ICH es eigentlich nicht geschafft, in diesem Jahr Kajak zu fahren? Jetzt wo ich mich endlich rundherum fit fühle, ist die Saison schon fast zu Ende…irgendwie hab ich mich gescheut es anzugehen …wie blöde 🙁…dabei hat es mir soviel Spaß gemacht.

Auf der Fahrt hierher bin ich wieder einmal durch Norderstedt gekommen und auch an dem Steakhouse vorbei, wo ich „früher“ gerne mal eingekehrt bin. Jetzt habe ich schon sooo lange kein Steak mehr gegessen (soll ja Schweine- und Rindfleisch meiden), aber jetzt wollte ich mal wieder.

Hab auf der Rückfahrt einen Stopp eingelegt, einen schönen Tisch bekommen und ein tolles Steak mit Salat und Ofenkartoffel….hmmm lecker. Ich sag ja es war ein nahezu perfekter Tag.

Tagesausflug: Herrenteich

Und da ich gerade wieder Lust auf neue Unternehmungen habe, hab ich mal ein neues Ziel für einen Ausflug anvisiert: Reinfeld (Holstein) mit dem „Herrenteich“…das liegt oberhalb von Bad Oldesloe.

Anders als der Name vermuten lässt, ist der Herrnteich kein Teich – sondern ein See und den kann man zu fuß umrunden. Angegeben war er mit einem Rundweg von 5,8 Km…allerdings war der zugängliche Teil dann doch nur 3,6km lang…und so hab ich den See gleich 2x umrundet.

Erst einmal hat es aber fast 45 Minuten gebraucht um dort hinzukommen….man merkt es sind Ferien, denn ich hatte immer wieder diese moderne Schnecken auf der Straße: Wohnmobile…die ja etwas von der Umgebung sehen wollen und so gaaar keine Eile haben.

Das Haus ist immerhin huckepack mit dabei und da kann man über die Landstraßen auch mal gaaaaaaanz laaangsam fahren – um die Aussicht zu geniessen…dumm nur für alle Anderen, wenn es zu kurvenreich zum Überholen ist…manchmal fehlt mir einfach die Geduld…hier blieb mir nichts anderes übrig, als mich dem Tempo anzupassen….nagut – ist ja Sonntag.

Der See hat es aber wett gemacht – denn es hat mir supergut gefallen. Gestartet bin ich mit einem Kaffee in einem Cafè am Rande des Sees…und noch schien die Sonne und die Wege waren meistens durch die Bäume beschattet und schlängelten sich zwischen Wasserlinie und Wald entlang.

An vielen Stellen konnte man dadurch nicht direkt aufs Wasser schauen…für mich war es aber auch so perfekt ab und an sooo einen tollen Ausblick auf den See zu haben.

Bei der 2. Runde rund um den See wurde das Wetter schlechter…der Himmel zog sich zu, es stürmte auf einmal und ein paar Tropfen gab es auch…doch danach beruhigte sich alles schnell wieder – hab nicht mal meine Jacke aus dem Rucksack genommen und sogar die Sonne kam wieder

Das war ein schöner Ausflug und mit mehr als 7km auch eine angenehme Strecke…also hierhin komme ich bestimmt bald wieder…ist genauso schön wie bei der Klosterinsel Bordesholm zu laufen.

Elbstrand am Abend

Ich habe mich jetzt endgültig dazu entschieden, eben nicht in Urlaub zu fahren, jetzt wo meine Schwester wieder im Krankenhaus liegt, sondern wieder vereinzelt Tagesausflüge zu machen.

Für gestern hat es mich dann gegen Abend noch einmal nach Hamburg gezogen…ich wollte bei Övelgönne an den Hamburger Elbstrand. Also bin ich erneut von Quickborn nach Hamburg gefahren.

Das Wetter hatte sich besser gehalten, als angekündigt, es wurde zwar zeitweile bedrohlich dunkel, aber es gab nur ein paar vereinzelte Regentropfen…so konnte ich wunderbar am Elbstrand entlanglaufen.. Hab mich auch eine Weile am Rand des Strandes nieder gelassen und den Wellen zugeschaut, die durch vorbeifahrende Schiffe an den Strand schwappten.

Es war noch ein bisschen zu früh, für eine so ganz magische Abendstimmung, aber trotzdem ausreichend, um mich innerlich zu beruhigen

..und bin später noch knappe 6,5km an der Elbe entlang gelaufen.

Ich wünsche Euch Allen ein schönes Wochenende 🥀

Im Baumwipfelpark

Sonntagvormittag ging es, nach dem Frühstück, los in Richtung Lüneburger Heide….bevor wir nachmittags im Hotel in Soltau einchecken konnten, war unser 1. Ausflugsziel der Baumwipfelpfad „Heide Himmel“ in Hanstedt und dem angrenzenden Wildtierpark.

Der Baumwipfelpfad wurde erst 2019 eröffnet, ist 700 Meter lang, barrierefrei, und mündet auf einem Aussichtsturm, die restlichen Meter, um auf die Aussichtsplattform in 40Metern Höhe zu gelangen, kann man über eine Außentreppe oder den Aufzug erreichen.

Das ist echt sehenswert…vor allem jetzt im Frühling und bei strahlendem Wetter :

Wir hatten einen wunderbaren Blick:

Wir hatten uns für das „Kombi-Ticket“ mit dem Wildtierpark entschieden und der Wildtierpark ist riesig…und wir sind kreuz und quer gelaufen und gelaufen….haben unsere mitgebrachten Butterbrote verspeist und die Sonne genossen…zumindest bist zum Mittag.

Das schöne Wetter hatte Massen an Familien in den Park gezogen…viele mit Bollerwagen vollgefüllt mit Picknickdecken und jede Menge Schüsseln, Flaschen und Lärm. Die kamen uns in solchen Scharen entgegen, das ich schon glaubte, die müssen mit Bussen angekarrt worden sein….da waren wir schon langsam wieder auf dem Rückweg und bis wir wieder am Eingang ankamen, hatte sich die Sonne nicht nur verzogen, sondern Regen prasselte auf uns nieder….zum Glück waren wir auch für dieses Wetter gewappnet…den Kaffee haben wir dann aber doch nicht im Park getrunken…die Lokalität war etwas überlastet – das Thema unsere Zeit: zu viele Gäste, zu wenig Personal…

Das Kombiticket (Wildtierpark+Baumwipfelpark) für einen Erwachsenen liegt bei 23,50 EUR ist also nicht ganz billig, aber für uns hat es sich auf jeden Fall gelohnt….man kann sich den ganzen Tag darin aufhalten und auch zwischen beiden Parks hin- und her wechseln….

Sonntagsausflug: Wanderup – Weihnachtsdorf

Letzten Sonntagmorgen beim Kaffee-trinken war ich noch auf der Suche nach einem Ausflugsziel für diesen Tag, da kam die Nachricht meiner Schwester, das sie sich mit ihrem guten Freund verabredet hätten, um am Nachmittag in das Weihnachtsdorf Wanderup zu fahren.

Bei dem guten Freund handelt es sich um den „Freund des Hauses“ (also keinen Hausfreund – grins), mit dem ich normalerweise nur zu Ostern oder Weihnachten, als Teil der „erweiterten“ Familie, zusammentreffe. Es ist der beste Freund der Beiden, der schon seit vielen Jahren irgendwie dazu gehört.

Das Weihnachtsdorf Wanderup findet immer am 1.Adventswochenende statt…ich war noch niemals dort und außerdem in Kommunikations- und Reiselaune…hab mich also kurzerhand entschieden mitzugehen.

Meine Schwester freut sich sehr darüber (eigentlich freut sie sich immer, wenn sie mich treffen kann – am liebsten täglich), also hat sie mir die Uhrzeit genannt…Immerhin sind es für mich knappe 130km zu fahren.

Das ganze Örtchen Wanderup verwandelt sich in ein gemütliches Weihnachtsdorf, überall wurden Stände aufgebaut, nicht nur in Straßen, auch in Vorgärten, unter Carports in Garagen, auf den Plätzen sowieso…und bei Kälte und Schnee war es urig gemütlich. Man konnte auch wunderbar mit dem Auto anreisen und vor dem Dorf auf extra eingerichteten P+R-Parkplätzem in Busse umsteigen…Preis: Spende soviel zu möchtest.

Überhaupt geht es nicht nur um ein schönes Fest, sondern auch um das Sammeln von Spenden für Kinderhospize…allerdings wird das nicht aufdringlich eingefordert, sondern ist sehr angenehm eingebettet…so das man gerne gibt.

Am Sonntagnachmittag dahin zu fahren, hatte Vorteile…es war nicht ganz so voll….aber auch Nachteile: es gab einiges nicht mehr: Grünkohl war alle – okay dann eben Erbsensuppe – die war auch fast überall ausverkauft…aber einen Stand haben wir dann doch noch gefunden..boa war die lecker…Kakao war auch fast überall ausverkauft, dafür gab es aber noch genügend Glühwein und Kinder-Punsch…und auch der Crepe-Teig am letzten Stand war verbraucht…das ist natürlich gut.

Die Veranstalter haben keine Reste, die weggeschmissen werden müssen, und wir sind dann doch statt geworden….Blöd nur, das wir Hungrigen auf der Suche nach etwas Ess-und Trinkbarem an einigen Attraktionen achtlos vorbei gelaufen sind….hahaha also sind wir später noch einmal kreuz-und quer durch den Ort gelaufen.

Mein Schwager war ohne Krücken unterwegs….was mich etwas nervös machte, durch die vielen Eis- und Schneemengen auf den teils unebenen Wegen, dazu die Kabel und Kabelbrücken überall und die provisorischen Wege durch Höfe und Vorgärten…aber alles lief glatt. Meine Schwester und ich sind meisten vorneweg und konnten auf rutschige Teilstücke oder fast unsichtbare kleine Unebenheiten aufmerksam machen…Seine Genesung läuft richtig gut…in den nächsten Tagen muss er wieder zum Arzt und dann wird hoffentlich geklärt, was mit seiner 2. Hüfte gemacht werden kann, da hat er ja schon 15 Jahre eine Künstliche, die aber nicht mehr „rund“ läuft….die neue Hüfte auf der anderen Seite sitzt perfekt, er hat überhaupt keine Schmerzen und wird wieder beweglicher.

Ziemlich durchgefroren und zufrieden, haben wir uns dann voneinander verabschiedet und ich bin zurück nach Hause gefahren…das war ein schöner, harmonischer Ausflug.

In Plön – Auf und neben dem Wasser

Mitte April einen Tagesausflug auf einem Ausflugs-Schiff anzutreten, birgt immer die Gefahr, das das Wetter nicht mitspielt. Und nach dem gestrigen sehr warmen Tag, war für heute in Plön und Umgebung kein ganz so tolles Wetter angesagt,…

Ich jedoch war mit Schwester+Schwager verabredet…Treffpunkt 11.30 Uhr am Fähranleger Plön Fegetasche zur 5-Seen-Fahrt…Der Vormittag war trübe, aber zum Glück nicht windig….wir entschieden uns trotzdem für Sitzplätze drinnen und als die meisten später in Malente an Land gingen, wechselten wir auf das offene Oberdeck…denn jetzt schien endlich auch die Sonne und es war einfach herrlich.

Nach 2 Stunden kurzweiliger Fahrt auf dem Ausflugsschiff, waren wir wieder zurück am Parkplatz. Wir hatten uns gegen einen Ausflug in Malente entschieden, da in unseren Autos Törtchen, Tee und Kaffee, sowie eine Flasche alkoholfreier Sekt auf uns wartete. Malente können wir auch ein anderes Mal besuchen.

Leider gab es keine Sitzgelegenheiten in der Nähe des Parkplatzes…wir haben uns also am Rande auf unseren Decken niedergelassen, haben vergnügt die selbstgebackenen Erdbeertörtchen meiner Schwester verputzt und uns zugeprostet….ich mag so unkonventionelle improvisierte Locoations….nur mein Schwager saß dann lieber im Auto, als auf der Graskante…das lag aber eher an seiner kaputten Hüfte

Erst danach sind wir zu einer schönen Wandertour an einem der Seen entlang aufgebrochen und nach ca. 1,5 Km hatten wir sogar einen netten Rastplatz direkt am Wasser gefunden…na gut – den brauchten wir dann nicht mehr…es war sonnig und warm und wir haben uns gut unterhalten und einfach das Draußen sein genossen.

Am späteren Nachmittag sind wir dann mit einem Auto ins Zentrum von Plön gefahren und sind dort noch durch die Stadt, zum Schloß und dann am Ufer des großen Plöner Sees entlang gelaufen….Auf dem Weg zum Ufer kamen wir am Schloßgarten vorbei…der war nicht nur öffentlich zugänglich, sondern auch das Gartencafé hatte geöffnet…das war so urig und gemütlich:

So langsam zog sich dann der Himmel auch zu und es war absolut windstill….so kurz vor einem Gewitter herrscht oft eine ganz bestimmte Atmosphäre und ein ganz eigentümliches Licht und genau zu dieser Zeit waren wir direkt am See

und nur ein paar Minuten später suchten wir Schutz unter einer Fußgänger-Brücke ….es prasselte der Regen nur so nieder und schon ein paar Minuten später war schon wieder alles vorbei.

Weiter ging es dann durch die Stadt, später noch in ein gemütliches Restaurant zum Abendessen, dann gab es noch einmal einen kleinen Spaziergang bevor wir uns dann in entgegensetzte Richtungen auf den Weg nach Hause machten…Das war ein schöner Ausflugstag.

Jetzt lasse ich den Abend noch gemütlich auf meinem geschützten Balkon ausklingen, es zwitschert so herrlich und ist absolut windstill…die schmale Sichel des Mondes steht am Himmel – das Leben ist so schön. Ich wünsche Euch eine gute Nacht

Sonnenschein – so trügerisch

Während ich gerade eben fast meditativ einen Weißkohlkopf in feine Streifen schnitt (es gibt für heute Abend Schmorkraut mit asiatischem Einschlag)… fiel mir wieder ein, das ich noch gar nichts vom letzten Wochenende geschrieben habe.

Letzten Sonntag war wieder einmal die Umstellung auf Sommerzeit…ich hoffe immer noch, das die irgendwann einmal gestoppt wird…aber bis dahin muss ich mich eben damit abfinden.

Nun gut, durch die vielen Tabletten stellt sich bei mir gerade sowieso einiges im Körper um. Der Beta-Blocker hat es doch tatsäclich geschafft meinen Ruhepuls von aktuell durchschnittlich 74 auf 64 Schläge pro Minute zu verlangsamen, jeden Tag wurde es immer 1-2 Schläge weniger…na hoffentlich pendelt der sich jetzt langsam ein…sonst falle ich bald in einen Winterschlaf.

Aber ich glaube alles zusammen wirkt schon ziemlich gut – ich bin viel ruhiger geworden, fühle mich aber trotzdem noch lebendig und auch als ich selbst als mit Freude und Ausgelassenheit (ganz anders war das, als ich damals die Anti-Babypille nahm, die hat mich tatsächlich emotional gedämpft…das war gruselig).

Ich hab es trotz der fehlenden 1 Stunde in der Nacht geschafft relativ früh aufzustehen und mich mit meinen Dänisch-Lektionen zu beschäftigen. Die Sonne strahlte verlockend draußen, aber das Thermometer und die sich bewegenden Bäume entlarvten den Blauen Himmel…es war trotzdem windig und kalt…sah aber fast nach Sommer aus.

Ich bin erst am Nachmittag in die Holmer Sandberge gefahren…und zu dieser Zeit gehen die Menschen meist schon wieder nach Hause…so das es schön ruhig und entspannend war durch diese herrliche Landschaft zu laufen:

Dabei ist der Begriff „Berge“ eher täuschend…es handelt sich um eine leicht hügelige Heidelandaschaft mit viel Sand …hahahaha aber hier im flachen Norden wird jeder Hügel zum Berg, weil er eben höher ist, als der Rest.

Ich mag diese Landschaft und die abgeschiedene Ruhe zu jeder Jahreszeit…aber seitdem ich nicht mehr direkt in Pinneberg wohne, sind das jedes mal fast 1/2 Stunde Fahrzeit mit dem Auto…aber sie lohnt sich.

Sorry für diese blöde Einblendung auf den Fotos…hab gerade erst entdeckt, das es jetzt auf jedem neuen Foto auftaucht…bei den nächsten passiert mir das nicht mehr…hab es tatsächlich selber gefunden und wieder deaktiviert :-

Auf jeden Fall war es eine herrliche kleine Wanderung von kanppen 6km…und damit ein schöner Abschluß für eine aufregende Woche.

Husum im lila Blütenmeer

Es wird endlich Frühling …und so traf ich mich an meinem 2.Urlaubstag mit Schwester+Schwager in Husum. Noch bevor das große Krokusblütenfest an diesem Wochenende startete wollten wir lieben einen Tag vorher die Blütenpracht geniessen.

Treffpunkt war, wie immer, am Wasserturm und ich hab sogar noch einen der kostenfreien Parkplätze abbekommen…ich war fast 1/2 Stunde zu früh (was bei meiner Familie im Regelfall schon fast „zu spät“ ist), musste aber auch dringend mal und bin zum Einkaufszentrum gespurtet – hach welch eine Erleichterung…die letzten Male war ich von den Autobahn-Toiletten-Anlagen derart abgeschreckt, das ich dort nicht halten wollte.

..sooo und dann kam auch schon die Nachricht: die Beiden sind auch da…also bin ich im Laufschritt zurück gespurtet.

Es war jetzt 11.30 Uhr und als erstes ging es durch den Park am Wasserturm und durch den Schlosspark Richtung Innenstadt….gut das wir einen Tag vor dem Fest gekommen waren…noch waren die Besucher überschaubar…sehr schön.

In der Sonne war es schon richtig warm….aber sobald diese verschwand war ich froh um Jacke und Schal. Die Atmosphäre im Park und auch in der Stadt war angenehm ruhig (okay – bis auf die auch hier stark vertretenen Krähen)…und sogar irgendwie etwas feierlich…

Zwischen all den lila Krokussen hat sich nur selten mal eine Weiße oder gar Gelbe verirrt.. Aber ab und an findet man sogar ein paar Schneeglöckchen oder gar Märzenbecher, aber die haben es hier schwer wahrgenommen zu werden:

Nach einem ersten Rundgang durch die Parks und die Stadt ging es zum Restaurantschiff „MS Nodertor“…mein Schwager erzählte, das dieses Schiff in den 70ern im Flensburger Hafen lag, dort auch seinen jetzigen Namen bekam und für die damals so beliebten „Butter-Fahrten“ eingesetzt wurde.

Jetzt liegt es gut verankert im alten Hafen von Husum und ist ein gemütliches Restaurant. Die Karte ist überschaubar…was verständlich ist, wenn man die kleine Küche in Mitten des Gastraumes sieht, aber das Essen dort ist richtig lecker.

Mein Schwager liebt Sauerfleisch und war schwer begeistert von den knusprigen Bratkartoffeln…und da wir Mädels uns nicht auf ein Gericht festlegen wollten, haben wir einmal „Labskaus“ und einmal „Schwarzbrot mit Krabben und Spiegeleiern“ bestellt und dann je nach der Hälfte die Teller getauscht. Auch wir waren begeistert – vor allem von dem Labskaus…..soooooo lecker.

Später sind wir dann wieder kreuz und quer durch die Stadt gelaufen und haben den schönen Tag genossen, anschließend gab es noch einen Stopp in einem italienischen Eiscafé – wieder am Hafen -jetzt saßen wir aber draußen und konnten sogar für kurze Zeit in der Sonne die Jacken ausziehen.

Für den abschließenden 2. Rundgang durch den Schloßpark ging es am Nachmittag weiter durch die Straßen Richtung Park, als mich der Anruf vom Kardiologen erreichte…ich hab mich etwas abgesondert und ca. 3-4 Minuten mit dem Arzt geredet….Danach war unsere Stimmung zwar nicht mehr ganz so locker…meine Schwester musste weinen und wollte mich sofort in den Arm nehmen.

Aber ich brauchte noch ein paar Minuten, um das Gehörte zu verdauen. Ich bin nicht der Typ Mensch, der sofort Nähe braucht wenn etwas passiert, sondern ich brauche körperlichen Abstand und möchte eine Weile in Ruhe gelassen werden….hab aber inzwischen gelernt, das es für meine Familie wichtig ist Nähe zu bekommen, bzw. zu geben…also hab ich es dann nach ein paar Minuten (sie hat wirklich vorher gefragt, ob sie mich jetzt umarmen darf – dafür bin ich ihr dankbar ) auch zugelassen.

Das war also eher Trost für sie, als für mich Aber das ist okay.. Immerhin weiß sie aus der eigenen Erfahrung der letzten 2 Monate wohin so eine Herzkatheter-Untersuchung am Ende führen kann. Wäre ich allein zuhause gewesen, hätte ich es den Beiden wahrscheinlich erst 1-2 Tage später erzählt.

Trotz des Anrufs und der Änderung meiner restlichen Urlaubstage war es ein schöner Tag…der Frühling ist endlich da.

kleiner Grenzübertritt

Samstag letzte Woche bin ich früh am Morgen zu Schwester+Schwager gefahren. Ich liebe gute Frühstücks-Cafes und Flensburg hat wirklich einige davon. Das sind dann nicht, wie bei mir hier, Bäckereien mit angeschlossenem Cafè, sondern moderne Bistros mit reichhaltiger Auswahl an diversen Frühstücken oder Frühstücks-Buffets.

Die Beiden hatten für 10 Uhr im Central Cafe einen Tisch reserviert…die bieten seit Corona ein „Tisch-Buffet“ und auch ein „Luxus-Frühstück“ das ist inclusive Sekt, O-Saft, Kaffee und Tee. Bei Beiden wird in Etageren und kleinen Schüsselchen alles serviert, was ein Frühstücksliebhaber so essen mag…Honig und Nussnougat-Creme kommen auch in kleinen Schraubgläsern, Eiersalat usw. in offenen Glasschälchen, dazu jede Menge verschiedene Aufschnitt und Käse, knusprigen Speck und Rührei, gekochte Eier, Lachs, leckere gebratene Scampis in Kräuteröl, aufgeschnittenes frisches Obst, etwas Roastbeef….dazu Brötchen, Brot und Croissants…

Und obwohl es von allem nur „Etwas“ gab, war das natürlich alles viel zu viel für 3 Personen, Eine gute Idee fand ich aber, das man die Reste direkt eingepackt bekommt und mit nach Hause nehmen kann. So wird es nicht weggeschmissen, sondern kann später noch gegessen werden und das Café spart sich die Entsorgungskosten.

Nach dem ausgiebigen und unterhaltsamen Frühstück – bei dem ich aber gar nicht so viel gegessen habe, sind wir anschließend in die Nähe von Wassersleben gefahren, Das ist eine kleine Siedlung am Rande von Flensburg, hat einen wunderschönen Sandstrand in der Bucht der Flensburger Förde und bietet einen der kleinsten Grenzübertritte Europas: die Schusterkate

Es gibt einen kleinen Pfad bis zu einer schmalen Holzbrücke über den Fluss Krusau und mitten auf der Brücke ist die Grenze zwischen Deutschland und Dänemark.Das alles sieht sehr unspektakulär aus und da zu viele Menschen auf der Brücke waren, gibt es kein Bild davon.

Es ist auch so unspektakulär, weil es keine Landesschilder gibt…man merkt es nur an der Sprache auf den Schildern…ansonsten merkt man nicht, das man von einem EU-Staat in den nächsten gewandert ist. Wir sind auf der dänischen Seite, bei insgesamt trüben Wetter, direkt am Wasser und durch den Wald gewandert. Auf dem Rückweg ging es dann noch auf der deutschen Seite die teilweise etwas höher gelegenen Wanderwege entlang…

Trotz des trüben Wetters haben wir uns noch ganz entspannt an einem Strandcafè den ersten Glühwein der Saison gegönnt…der wurde in herrlichen alten Porzellan-Bechern serviert und wir saßen warm eingepackt draußen ….es war wenig los und wunderbar ruhig

Es war heute auch eher ein gemütlicher Wohlfühltag, als ein strammer Wandertag…also war klar, es geht um Entspannung, ruhige Unterhaltungen und gutes Essen.

So war es nicht verwunderlich als ich später zum Kaffee bei den Beiden zuhause, auf einmal einen gekauften Baumkuchen aufgetischt bekam und mir vor Rührung fast die Tränen kamen. Das muss ich wohl erklären:

Wir sind, zum großen Teil, in Soest aufgewachsen, da gibt es eine Kuchenfabrik…ja wirklich ein Fabrik – also kein kleiner Handwerksbäcker, sondern eine riesengroße Industrie-Anlage, die Fertigkuchen in 80 Ländern der Welt verkauft. Jetzt bin ich ja ein Fan von selbstgemachtem Essen und auch selbstgebackenem Kuchen. Aber diese frischen Baumkuchen aus der Fabrik, das sind nicht nur schöne Kindheitserinnerungen , sondern hat mich auch sptäer immer weiter begleitet…ich hab mit meinem damaligen Mann in einem Wohngebiet gewohnt, wo der Duft der Kuchenfabrik immer zu uns rüber wehte…und wir konnten im Werksverkauf den wirklich frischen Kuchen als 2. oder 3. Wahl (also mit optischen Mängeln) für kleines Geld kaufen.

Ein Baumkuchen der quasi aus der Produktion direkt in den Werksverkauf ging, war somit manchmal nur ein paar Stunden alt…und schmeckt ganz anders, als wenn dieser ein paar Monate später beim Einzelhändler zu kaufen ist. Und jetzt hatten sie ihn hier bekommen…ja okay – also nicht so frisch – aber eben eine schöne Geste der Erinnerung….und entsprechend hat er auch geschmeckt.