Der 3. Engel !

Manchmal muss man doch auch mal Glück haben…und ich hatte im Vorfeld sooooo sehr gehofft, das mit der neuen Kollegin in unserem Team, jetzt wirklich mal alles besser wird.

Aber nach dem absoluten Glücksgriff mit Kollegin Katrin, hatte ich nicht wirklich damit gerechnet, tatsächlich noch eine weitere, zu uns passende, Kollegin zu bekommen.

Seit dem 15.08. haben wir sie nun im Team, als Ersatz für den Controller…ich nenne sie ab jetzt Cordula.

Kollegin Katrin, Kollegin Cordula und ich…da sind wir nun also 3 Damen im gestandenen Alter zwischen Mitte 40 und Ende 50, und dazu unser Teamleiter. Cordula ist mit Mitte 40 jetzt die Jüngste in unserem Team, ist verheiratet und hat 2 fast erwachsene Kinder…UND sie ist klasse.

Während Kollegin Katrin seit 1,5 Wochen bereits im Urlaub ist, kümmern sich der Teamleiter und ich uns um die neue Kollegin. Und schon nach 14 Tagen sagt Cordula unserem Chef (der schon ein paar Monate dabei ist) wie unser System funktioniert. Das sagt doch wohl alles.

Sie hat eine schnelle Auffassungsgabe, arbeitet eigenständig, scheut keine Kommunikation und übernimmt wie selbständig Verantwortung für alles was gerade so anfällt, sie schaut einfach nach wie es bisher gemacht wurde, stellt dabei auch die richtigen Fragen und menschlich verstanden wir uns auf Anhieb. Sie hat eine sehr natürliche Art, die mir gefällt – gibt ihr Wissen sofort preis, wenn es erforderlich ist…und sie kann gut mit meinen Eigenheiten umgehen.

Das ist GENAU die Art von Mensch, die wir so dringend für unseren Neustart im Team (Ohne den Controller, dafür mit Teamleitung) im Hamburger Büro brauchen. Jetzt können wir nach Vorne schauen und darauf aufbauen, so das wir zu Viert alle Firmen, die wir von hier aus betreuen, bestmöglich nach Vorne bringen…mit Schwung und Energie.

Ich hoffe das bleibt jetzt mal eine Weile so….

Veränderungen und Kommunikation im Überfluss

Da ist es endlich – dieses kleine Sommerloch, auf das ich gehofft hatte. Eine Woche in der ich endlich mal nichts Unerwartetes, Eiliges, Dringendes oder sonstwie Ungewöhnliches zu erledigen hatte….okay etwas Ungewöhnliches gab es schon, aber der Teil der mich betraf, war dann auch in ca. 2 Std. erledigt.

Nächste Woche wird es wieder vorbei sein mit dieser kleinen Pause.

Glücklicherweise war ich auch in einer extrem kommunikativen Phase, so das ich sie genutzt habe, um mich mal wieder länger mit den Kollegen Vorort zu unterhalten und es kamen durch diverse Meetings so einige Kollegen aus den unterschiedlichen Standorten nach Hamburg.

Noch wichtiger, ich habe auch den Kontakt zu unserem neuen 3. Teammitglied gesucht. Sie ist Anfang 50 und scheint echt gut zu uns zu passen…die Chemie stimmt.

Sie ist vom Wesen eher ruhig, aber sie kommuniziert gerne – stellt die richtigen Fragen, aus denen man erkennt, sie weiß wovon wir sprechen…und ich bin sehr erleichtert…es ist schon jetzt eine Interaktion zwischen uns Dreien erkennbar: wir reden miteinander, tauschen uns aus und es kommt Feedback. Genau SO soll es sein.

Ich habe sogar schon ausgelotet ob wir büro-kompatibel sind und ich wage mal ein vorsichtiges: ja – ich könnte mir vorstellen mit ihr zusammen ein Büro zu teilen….aber noch warten wir auf unseren nächsten Zuwachs Anfang September und dann werden die Karten neu gemischt…also die Büroplätze in unseren beiden 2er Büros endgültig aufgeteilt.

Lustig ist auch, das die Homeoffice-Regeln für unsere Firma neu formuliert wurden. Damit haben wir jetzt ein vertragliches Recht unsere Arbeit an einem anderen Ort (innerhalb Deutschlands), als an unserer zugewiesenen Arbeitsstätte, auszuüben, sofern es nicht die Effizienz der Arbeitserledigung oder die Team-Zusammenarbeit beeinträchtigt.

Natürlich behält sich die Geschäftsleitung das „Direktionsrecht“ vor…d.h. sie kann etwas anderes verfügen, wenn sie es für erforderlich hält.

Ich bin sehr zufrieden mit dieser neuen Regelung, auch wenn es im täglichen Arbeitsalltag eigentlich nichts für mich ändert. Durch diese neue Formulierung wird nur der betrieblichen Praxis Rechnung getragen…denn bisher galt: es gibt das Recht auf 1 Tag Homeoffice pro Woche, aber mehr sind nach Absprache mit dem Vorgesetzten möglich.

Ich bin bisher ja regulär an 2 Tagen im Homeoffice und erweitere diese Tage, je nach Bedarf, während der Abschlusszeiten.

Durch die Team-Erweiterung von 2 auf 4 Mitarbeiter, scheint der GF uns auch endlich als SEIN Team anzuerkennen…denn es sollen wohl bald monatliche Team-Meetings mit dem GF stattfinden. Dann hätten wir tatsächlich mal so etwas wie eine Führung und wir würden nicht sooft in einem luftleeren Raum hängen.

Aber natürlich bin ich Realist und weiß, das er nicht unsere Alltagsprobleme hören möchte…ich denke es geht eher um „das-Große-Ganze“…organisatorische Änderungen, Fortschritte der Migration auf das neue IT-System usw. und evtl. möchte er auch sehen, ob es im Team Probleme gibt.

Es hat ja noch einigen Ärger gegeben, weil der inzwischen ehemalige Zuarbeiter des Controller sich auf einem Firmen-Bewertungsportal derartig negativ über die gesamte Firma ausgelassen hat (noch während er zwei Wochen mit dem Controller zusammenarbeiten musste), das sich die Firma genötigt sah, dagegen vorzugehen. Seine Bewertungen waren nur boshaft und grob falsch, mit dem Ziel maximalen Schaden anzurichten. Wir waren alle überrascht und teils schockiert über seine Äußerungen, er hat die Tatsachen einfach umgedreht und sich so als Opfer dargestellt.

Dabei wollte er nicht mit uns und den anderen Kollegen kommunizieren und hat auch alle Angebote zur Weiterbildung ausgeschlagen, er hatte nie Zeitdruck oder Abgabestress wie der Controller oder ich, er brauchte nie Überstunden machen, wurde nie vom Controller kontrolliert oder gegängelt, konnte HO machen wann er wollte – also so frei muss man auf der Arbeit erst einmal sein und letztlich hat er selber gekündigt – selbst Schuld kann ich da nur sagen.

Auf jeden Fall brechen jetzt neue Zeiten an. Mit der NEUEN sind wir nun 3 gleichwertige Bilanzbuchhalter im Team und haben erstmalig die Chance unsere Arbeit so aufzuteilen, das wir uns auch gegenseitig wirklich vertreten können…ich werde ihr auf jeden Fall zwei meiner Windparks abgeben, so das sie auch diese Seite unseres Geschäfts beherrschen lernt…der Rest wird sich finden und etwas Unsicherheit bleibt ja noch wegen unseres nächsten Zuwachses, der ja Gesellschaften von den dänischen Group-Controllern übernehmen soll.

Durch die Ruhe in dieser Woche und auch durch meinen Urlaub zuvor, hab ich inzwischen wieder etwas mehr Gelassenheit und sehe nicht mehr nur die Probleme durch diese unerwartete Erweiterung von 3 auf 4 Controller. Aber nein, ich freue mich immer noch nicht auf den Team-Zuwachs – sehe es aber nicht mehr so negativ.

Mit meiner liebsten Kollegin aus Brandenburg hatte ich am Dienstag nun unser letztes Teams-Meeting…wir haben noch letzte Dinge vor ihrem Weggang geklärt und ich werde ab jetzt die Rechnungen, die sie immer, in Abstimmung mit mir, für einen Teil der Gesellschaften geschrieben hat, selber schreiben. Das sind die Alt-Projekte, die jetzt langsam zum Ende kommen.

Dann hab ich mich bei ihr für die letzten 4 Jahre, für diese tolle Zusammenarbeit auf so schön lockere und menschliche Art bedankt und natürlich flossen ein paar Tränen auf beiden Seiten des Bildschirms. Wir bleiben beruflich auch noch ein wenig verbunden, durch ein paar Uralt-Projekte, bei denen ihr Arbeitgeber noch mit unserer Firma verbunden ist….und privat wollen wir ja eh in Kontakt bleiben.

Soooo und nach all diesen Veränderungen und der vielen Kommunikation war ich gestern Abend so platt, das ich bereits um kurz nach 20 Uhr auf der Couch eingeschlafen bin, bevor ich dann irgendwann ins Bett gekrochen bin.

Veränderungen – ich bin nervös

Schon seit ein paar Tagen bin ich nervös, das steigerte sich dann bis Donnerstag. Ich bin früh ins Büro gefahren, denn heute gab es das, inzwischen wieder übliche, „Begrüßungs-Frühstück“ für die neuen Kollegen. In der Coronazeit war ich die Letzte, für die es das gab…fast 2 Jahre fand es dann nicht mehr statt….und nun, seit ein paar Monaten, dürfen wir das wieder und die Assistentin der Geschäftsleitung kümmert sich um den Einkauf und die Vorbereitung im großen Meetingraum. Na klar helfe ich dabei und andere Kollegen auch.

Es ist eine schöne Geste des Arbeitgebesr die neuen Kollegen damit zu begrüßen, sich locker und ungezwungen für ca. 1-1,5 Stunden mit allen Kollegen des Standortes zusammen zu setzen und zu plaudern – egal aus welcher Abteitung. Essen verbindet doch immer noch. Es ist kein Zwang, jeder kann – keiner muss anwesend sein….und durch Messen, Homeoffice und andere Auswärts-Termine, sind wir auch nie wirklich alle da…das würde inzwischen auch unseren „großen“ Meetingraum sprengen, der ist nur für 14-16 Personen ausgelegt. Wir stellen ja laufend immer mehr Kollegen ein und im November waren es damit 2 neue Gesichter.

Normalerweise machen mich neue Kollegen nicht nervös und auch nicht, dass ich mit einer Kollegin zusammen das Frühstück vorbereitete…aber ich war so nervös, weil einer der beiden neuen Kollegen zu uns ins Büro kommt…endlich hat der Controller seine Entlastung. Jemand der ihm die zeitraubenden Routine-Arbeiten abnimmt…damit wird aus unserem 2er Team in einem kleinen Büro, ein 3er Team.

Ich finde es toll das der Controller jetzt jemanden hat, der ihm hilft, mag die Vorstellung aber überhaupt nicht, jetzt zu Dritt in dem kleinen Büro sitzen zu müssen. Ich habs ja nicht so mit Veränderungen…und ich bin ja auch etwas speziell was Geräusche angeht und hab gerne meine Ruhe beim Arbeiten. Mit Klaustrophobie und Misophonie ist es eben nicht so einfach für mich.

Ja gut, in unserem Büro stehen schon 3 Schreibtische. Den Dritten haben wir aus Platzmangel eben immer auch so mit genutzt. Der Controller ist jetzt auch, was Ordnung angeht, das genaue Gegenteil von mir: Ich arbeite nach der „Clean-Desk-policy“ d.h. wenn ich nach Hause gehe, steht und liegt nichts herum und auch tagsüber herrscht Ordnung auf meinem Schreibtisch…alles wohl geordnet in Klarsichthüllen, auf maximal 3 Stapeln sortiert. Stifte, Stempel, Kaffeebecher und andere oft genutze Dinge haben ihren genau zugewiesenen Platz auf dem Tisch und Handy und Schlüssel müssen nicht offen herum liegen.

Beim Controller liegt alles breit gefächert auf Fensterbank, Sideboards, seinem Schreibtisch und dem 3.Schreibtisch quer durch einander. Der Laptop bleibt auch über Nacht aufgeklappt und die Bildschirme leuchten im Standby-Modus. Alles ist kreuz und quer verstreut und ich versuche nur in den gemeinsam genutzten Bereichen, sein Chaos zurück zu drängen. Damit kann ich inzwischen gut umgehen – ich hab mich daran gewöhnt.

Natürlich fragen mich die Kollegen schon seit Wochen: UND – wo wird der Kollege platziert? grrrrrr – na wo wohl – in unserem Büro. Da mich ja alle kennen, sind sie überrascht…und wie geht es Dir damit? grrrrrr – falsches Thema..ich bin hypernervös.

Wer weiß, ob der zusätzliche Kollege auch chaotisch veranlagt ist, den ganzen Tag vor sich hinmurmelt, ständig Nüsse oder Äpfel knabbert, permanent die Nase hochzieht und auch noch laut ohne Headset telefoniert .. Alles Dinge die ich nur schwer ertrage.

Sichtweisen

Wenn ich meine Situation im April letzten Jahres mit Heute vergleiche, sind das 2 ganz unterschiedliche Ausgangspunkte….soll heißen mit der nun anstehenden Veränderung verbinde ich Energie, Lust am Leben…. Neugierde.

Im letzten Jahr war die Veränderung ungleich größer und ich bin mit Erschöpfung in diesen Neustart gegangen. Meine Intention war: Ruhe und Erholung zu finden, inneren Frieden nach der Trennung vom Freund und eine geregeltere Freizeit nach meiner Kündigung im Stess-Job.

Der neue Job war nur ein Vehikel um meinen Unterhalt zu bestreiten, mir die finanzielle Sicherheit zu geben und mir die Freizeit zu ermöglichen…denn eine richtige Aufgabe oder gar eine Passion konnte ich dort nicht entwickeln.

Ich hab mich eine Weile mit dem Job arrangiert, weil mir schon nach 1 Monat klar war, das hier ist nicht der Job, wie ich ihn mir vorgestellt habe und auch nicht so, wie man mir gesagt hat.

Auch das Team schien nur am Anfang harmonisch zu sein. Es gibt mehrere Lager und wer nicht zum stärksten Lager gehört, der ist eben DRAUSSEN…das hab auch ich zu spüren bekommen. Aber selbst wer DRINNEN ist, hat es nicht automatisch gut .

Erst letzten Donnerstag brüllten sich 2 Kolleginnen ihren ganzen Frust auf die eigene Situation im Job an….Jede fühlte sich unverstanden…und auch danach waren Beide tief überzeugt, das immer nur auf den jeweils Anderen Rücksicht genommen wird….

Die Konflikte im Team sind sogar noch tiefer, als ich es bisher wahr genommen habe. Daran hat auch die Teambuilding-Maßnahme (ein paar Monate bevor ich dort angefangen habe) nichts bewirkt.

Bei 14 Personen gibt es glaube ich nur 2-3 Personen die eine gewisse Zufriedenheit ausstrahlen…die mit Job und der Kollegensituation gut auskommen. Die meisten sind unzufrieden..einige mit denen ich gut auskomme, erzählen es frei heraus…bei den Anderen ist das ewige Gemeckere nicht zu überhören.

Interessant ist allerdings die Wahrnehmung der Chefin…die bekommt es entweder wirklich nicht mit oder sie interepretiert es als „vorüber gehende Miss-Stimmung“ oder sie will es einfach nicht wahr haben, das es ein Grundsatz-Problem ist. Sollte sie es wirklich nicht wahrnehmen, fehlt ich allerdings jegliche Empathie für ihre Mitarbeiter und jegliches Gespür wie man mit schwierigen Situationen umgehen sollte.

Alles Vorbei – Aschermittwoch eben

Mal abgesehen davon, das ich in diesem Jahr von Karneval NICHTS mit bekommen habe, was ich sehr gut finde, hat mich Aschermittwoch doch sehr überrascht…oder eigentlich auch nicht…

…So gegen Mittag hat mich meine Chefin gefragt ob ich bereit sei, das „Probezeit-Endgespräch“ 2. Teil  jetzt doch vorzuziehen…na klar…

…also…mit vielen Worten hat meine Chef-Chefin erläutert, das sie über meine Aussagen schockiert sind und das sie nun begriffen haben, das es nicht nur an mir liegt und nun etwas im Team geändert werden muss ..und das es ja auch überhaupt nichts mit meiner Leistung zu tun hat…die ja sooo toll, ist und ich würde mich ja so bemühen ins Team aufgenommen zu werden….blablabla…als ob die das überhaupt beurteilen könnte….sie sieht mich ja kaum und beruflich  hab ich ja nur Handlanger-Dienste gemacht.

….ich hab sie gefragt, was sie mir da „in homöopatischen Dosen“ versuche mitzuteilen…weil sie eierte nur drum herum und ich wusste genau, was sie sagen wollte…

…ja also für mich gibt es in dem Team keine Chance mehr…und sie möchten meinen Vertrag aufkündigen, allerdings würden sie es begrüßen wenn ich kündige…lach.

Was sagen die mir da: Ich leiste gute Arbeit, es liegt nur zum Teil an mir, sie müssen im Team dringend etwas ändern, aber dafür muss ich erst einmal gehen. Na so ersparen sie sich eine Menge Ärger im Team und können alles auf mich abwälzen: Frau Wirbelwind68 geht, wegen Euch….

Die Chef-Chefin hat mir ihr Wohlwollen signalisiert, das man mich nicht freistellen kann, aber mir keine Steine in den Weg legt und ich flexibel zwischen 1-3 Monaten wählen kann, wann ich kündige…Hauptsache ich mache  in der Zwischenzeit weiter meine Arbeit. Ns klar in der nächsten Woche kommen die Wirtschaftsprüfer.

Nun ist es also raus und zum ersten Mal sind wir einer Meinung.

Sie waren überrascht das es mich so gar nicht umgehauen hat…lach…natürlich habe ich nicht gesagt, das ich bereits ein Vorstellungsgespräch hatte und am gleichen Abend noch ein Weiteres haben werde.

Es hat mich erstaunlicherweise überhaupt nicht belastet quasi auf Sicht ohne diesen Job zu sein….und ich bin sogar erleichtert das die Entscheidung schon jetzt gefallen ist…na klar ein paar Tage später wäre mir lieber gewesen, dann hätte ich von ganz alleine gekündigt…ohne Aufforderung.

 

 

Verantwortung loslassen….

Ich habe vor ein paar Tagen mit meiner ehemaligen Chefin telefoniert…es war schön mal wieder etwas von ihr zu hören….sie ist ein Gegner von WhatsApp, während  ich ja nicht so gerne telefoniere und so tauschen wir nur gelegentlich mal ein paar Infos über SMS aus.

Interessant war zu erfahren (allerdings nicht von ihr) das sie – entgegen dem was sie mir mal erzählt hatte – nicht dazu aufgefordert wurde, ihren Platz zu räumen um einem Mitglied der Inhaber-Familie den Aufstieg zu ermöglichen, sondern sie aktiv hat verlauten lassen, das sie gerne einen anderen Posten einnehmen würde….

So, damit hat sie also  genau wie ich, das Unternehmen freiwillig verlassen….nur das sie innerhalb des Konzern an einen anderen Standort gewechselt hat, während ich den Konzern verlassen habe.

Nur 2 Wochen nach meinem Weggang, hat sie sich dort ebenfalls verabschiedet. Ihre Wechselfrist war wesentlich länger, als meine Kündigungsfrist….Auf die Frage wie ihr der neue Job gefällt und ob sie nun zufriedener ist, war die Antwort erstaunlich negativ.

Ähnlich wie ich, ist sie auf einen Posten gegangen, der weniger Verantwortung und weniger Stress beinhaltet….aber auch bei ihr hat sich der neue Job bisher nicht so positiv entwickelt. Der langjährig sehr unabhängig agierende Kollege, der in Rente gehen soll…will davon auf einmal nichts mehr wissen… und stellt sich einfach quer…macht ihr das Leben schwer, unterstützt sie nicht beim Einarbeiten…und das Pendeln ist jetzt noch umständlicher, weil der Standort noch weiter weg ist…

Aber immerhin kann sie sich jetzt stressfreier um ihre Familie kümmern…wenn sie Home-Office Tage hat…laut eigener Aussage ist sie etwas ruhiger geworden. Wir haben noch mal die Erinnerungen an unsere intensivsten Zeiten hervor geholt…wie wir den ganzen Schlammassel während des Konzernumbaus gemeistert haben, wie wir all die Probleme beseitigt haben…wie wir es geschafft haben alles am Laufen zu halten, so das andere sich entspannt zurück lehnen konnten…lach…

Irgendwie ärgert es mich aber, das sie mir nicht ehrlich erzählt hat, das sie freiwillig gehen wollte…es wäre nicht notwendig gewesen mich (und andere) anzulügen. Aber wahrscheinlich brauchte sie diese Lüge, um es vor sich selbst zu rechtfertigen. Wer gibt schon gerne zu, sich dem Stress nicht mehr gewachsen zu fühlen. ICH  – ich hab es laut gesagt und entsprechend gehandelt….genau das hab ich auch in meiner Kündigung geschrieben (aber das war ja nur ein Teil meiner Entscheidung…der 2. Teil war ja meine private Situation mit der Trennung).

Etwas anderes finde ich auch etwas enttäuschend…sie hat inzwischen intensiven Kontakt zu einem meiner Mädels…aber auch das erfahre ich weder von der Einen, noch von der Anderen…sondern über Dritte.  Na klar schmeichelt es meinem ehemaligen Teammitglied, das die ehemalige Chef-Chefin sie jetzt endlich mal beachtet…was sie in fast 10 Jahren eben nicht getan hat. Das Teammitglied hat sich immer ein wenig vor ihr gefürchtet…

Meine langjährige Aufmerksamkeit in Ihre Richtung, die Förderung und Unterstützung in beruflicher Hinsicht…das für sie Einstehen und vor anderen Verteidigen…das Unterstützen in privaten Krisen und das Wieder auf die Beine bringen nach depressiven Phasen…das zählt nicht mehr…aber geschenkt…ich hab es ja nicht getan, um Dankbarkeit zu erhalten, sondern weil ich es wollte das es allen gut geht. Oft hab ich ihre schwierige Stimmungslage eher erahnt und es dann behutsam und  langsam aus ihr heraus geholt…bis der Damm dann brach.

Tja – soviel Zeit und Energie hab ich in das Wohlergehen meines Team gesteckt. Es macht mich im Nachhinein stolz, das ich es auf diese Art geschafft habe, viele Fallstricke im Team auszuräumen…aber nun muss ich mich davon endgültig  lösen…es wird Zeit…

….dieses verdammte Verantwortungsbewusstsein hält immer noch an….ich glaube mein Team hat sich besser von mir gelöst, als ich von ihm…..Grummel….aber jetzt ist es bei mir auch vorbei….man, das es mir soo schwer fällt und so lange dauert hätte ich nicht gedacht..

…na zumindest komme ich dem schon einen Schritt näher…aber solange ich es mir noch vorsagen muss, ist es noch nicht ganz vorbei…aber ich werde immer besser darin…

So gefreut…

..hab ich mich heute über eine Nachricht meiner Mädels…die drei haben heute ein Foto mit gehobenen Daumen geschickt und mir für Morgen alles gute gewünscht..lol…mit einem dieser Motivationssprüche die ich auch gerne benutze…

da musste ich gleich mal die Tränen weg wischen….seufz…

Es waren aber nur die Mädels…und ich hab nicht hinter fragt was mit dem 4.Mitglied meines Teams (Heute letztmalig MEIN Team) ist…

…kann es mir aber denken…leider gibt es schon 14 Tage nach meinem Weggang einige negative Veränderung im Verhalten unseres Neuzugangs…der hätte noch eine Weile gebraucht, sich besser innerhalb des Teams zu stabilisieren…nun kristallisiert sich heraus, das er auf Einzelkämpfer-Modus geschaltet hat….schade, seufz…

Gelungener Abend

Ich hatte am Donnerstag mein inzwischen 4köpfiges Team zu mir nach Hause eingeladen…Das wollten wir  schon im letzten Jahr gemacht haben, aber das Jahr 2018 war nja….nicht so optimal verlaufen.

Was die Vermischung von Beruflichem und Privaten angeht bin ich aus alten Zeiten ein eher gebranntes Kind…aber meine Leute sind mir echt ans Herz gewachsen…und als wir bei einem unser wöchentlichen Team-Meeting mal wieder auf darauf kamen hab ich  spontan auf meinen Balkon eingeladen…und alle waren sofort begeistert…JA das machen wir JETZT endlich mal….und ja Liebste Kollegin, es gibt auch „Schirmchen-Drinks“ also Cocktails und ja lieber Kollege ich nehme Rücksicht darauf, dass IHR alle noch mit dem Auto nach Hause fahren müsst….

(Ich weiß inzwischen, dass mein Team vor hat mich mit einer 2tägigen Weinprobe auf einem Weingut  zu verabschieden…ohhhh was für eine schöne Idee  –  eines meiner Mädels hat mich mal direkt darauf angesprochen ob mir das gefallen  würde, weil wir Beide für ein bestimmtes Weingut schwärmen… ja klar …ich bin dabei)

Also hab ich für einen mediteranen Abend auf dem Balkon bereits Mittwoch angefangen die entsprechenden Lebensmittel und Getränke einzukaufen…Ich weiß nicht wann ich das letzte Mal eine Erdbeerbowle gemacht habe…die war auf jeden Fall super-lecker mit Wein und Sekt. Und dann hab ich noch 2 alkoholfreie Cocktails vorbereitet: Coconut-Kiss  und einen Brasilian Lover (bei dem Namen hab ich mich fast schlapp gelacht)…

Coconut-Kiss: Kokosmilch, Sahne, Kirsch-Saft und Ananas-Saft und frischen Ananas-Stückchen mit Eiswürfeln

Brasilian-Lover: O-Saft, Limettensaft, Pfirsichnektar, Mineralwasser mit Limttenspalten und Minze mit Eiswürfeln

Dabei habe ich festgestellt, es ist schwierig Ananas-Saft und Kirschsaft zu bekommen. Nachdem ich die Jagd auf den Ananas-Saft gewonnen habe, musste ich auf Cranberry-Saft zurückgreifen, Kirschsaft hab ich einfach nicht bekommen…schmeckte aber auch damit.

Dann hab ich kleine panierte Schnitzel gemacht  und Partyfrikadellen, dazu Tomate-Mozzarella, Pumpernickel mit Lachs, Melone mit Schinken, selbstgebackenes Fladenbrot mit französischen Kräutern und dazu einige leckere  Frischkäse-Cremes vom türkischen Händlers und frische Oliven…alles leckere Kleinigkeiten und dazu einen Himbeer-Mascapone-Nachtisch.

Es war ein entspannter, lustiger Abend und wir haben es tatsächlich geschafft nicht über Aktuelles aus der Firma zu sprechen… Nur ab und an ein paar Anekdoten aus vergangenen Jahren (die Kolleginnen  arbeiten ja schon unterschiedlich lange mit mir zusammen (8 Jahre, 5 Jahre, 4 Jahre, 5 Monate)….so hab ich mit einigen natürlich ganz unterschiedliche Erfahrungen die mit „Weisst du noch…“ anfangen. Vor allem hat es mich gefreut, das unser männlicher Neuzugang mit dabei war und er uns jetzt stolz die Bilder seiner schwangeren Frau gezeigt hat, die bekommen gerade ihr 2. Kind. Wir Frauen sind alle schon ein Stück älter als er und trotzdem passt er sehr gut zu uns….Besonders gut versteht er sich mit einer Kollegin, die auch 2 noch jüngere Kinder hat…während der Team-Meetings sind Beiden oft wie übermütige Teenager und tuscheln über Nebensächlichkeiten, wenn es nicht um ihre Themen geht, …das ich schon mal scherzhaft gemeint habe ich würde die Beiden beim nächsten Mal auseinander setzen, da ich gerne die Aufmerksamkeit ALLER Kollegen in den Meetings habe. Lach.

Da alle ausser mir am nächsten Tag wieder arbeiten mussten, sind die Letzten um kurz nach 22 Uhr gegangen…ich hatte nicht mal damit gerechnet das es so lange gehen würde. Nun finde ich es schade das ich erst jetzt die Einladung ausgesprochen habe und nicht schon früher… Eine Kollegin besitzt eine Parzelle in einem Kleingarten-Verein….das wird der nächste Ort sein, wo wir uns treffen…das ist schon fest verabredet J