Auf Dienstreise

Auf die Dienstreise nach Brandenburg hatte ich mich schon länger gefreut…endlich mal wieder die Kollegen sehen und knuddeln, mit denen ich soo viel zu tun habe. Unser letztes Treffen ist schon ziemlich lange her.

Natürlich war es im Vorfeld ein einziges Durcheinander…weil eigentlich wollte ich alleine fahren…und hab mir dafür unser firmeneigenes Pool-Fahrzeug „gesichert“. Dann wollte eine Kollegin mit, die dann aber doch nicht konnte, zwischenzeitlich wurde ich gebeten das Pool-Fahrzeug anderen Kollegen zu überlassen, die zur gleichen Zeit in die Zentrale fahren mussten, dann hab ich versucht einen Mietwagen zu bekommen, aber mein Account bei dem Unternehmen, lies sich nicht mit unserem aktuellen Firmen-Account verknüpfen und DANN hat es sich ergeben, dass der Controller mitfahren wollte.

Ja gut – da wir ja gerade ein großes gemeinsames Thema haben, das die brandenburgischen Kollegen in unsere Hauptfirma wechseln sollen (also weg von mir, hin zu ihm) war es stimmig, das er mitkommt.

Auf meine drängendsten Fragen vor mehreren Wochen, wann und wie der Wechsel vollzogen wird, hab ich bis heute keine Rückmeldung von meinem Chef, Wir haben also keine Vorgaben….jetzt „machen“ wir einfach genau das, was wir Beide für richtig erachten…wir müssen langsam handeln, wenn der 1.1. realistisch sein soll (irgendjemand aus DK hatte sogar den 01.12. als Termin genannt – das ist schon nicht mehr zu schaffen).

Der Controller hat es dann auch gleich mal übernommen, den Mietwagen zu bestellen (bei mir hat es ja nicht geklappt)…und so ging es Dienstagmorgen ganz früh über die A24 nach Brandenburg. Es war kalt und nebelig, aber die Fahrt von West nach Ost brachte uns auf dem größten Teil der Strecke einen herrlichen Herbstmorgen mit Nebel und verhangenem Sonnenaufgang….das war ein wunderschönes Szenario über der Autobahn. Unseren persönlichen Vorlieben entsprechend ist der Controller die erste Strecke gefahren und ich hab den 2. Teil der Hinfahrt übernommen…auf der Rückreise dann umgekehrt…ich fahre immer noch nicht gerne mitten durch Hamburg, liebe dafür lange Autobahnfahrten.

Der Tag mit den Kollegen in Brandenburg war richtig toll….zuerst ging es um das Thema mit dem Personal-Transfer, anschließend um meine eigentlichen Themen: Anlagen-Inventur und Abstimmung der offenen Projektkosten für das Jahresende. Mittags wurde Pizza bestellt und wir haben vieles geklärt, viel gelacht und erzählt und trotzdem produktiv gearbeitet.

Bis auf den Controller, gefällt uns allen der Personalwechsel nicht, weil das auch einen Rattenschwanz an Veränderungen in der Verwaltung bedeutet und ich unsere unkomplizierte Zusammenarbeit genau so mag, wie sie ist…aber das liegt nicht mehr in unserer Hand….der Controller freut sich dagegen, das demnächst alles Personal in einer Firma gebündelt ist…naja….das mag organisatorisch gut sein…nicht aber für das menschliche Miteinander mit den Brandenburgern…unsere Berührungspunkte werden kleiner.

Aber, wie gesagt, der Tag war toll und auf der Rückfahrt von Ost nach West fuhren wir dann auch in einen wunderschönen Sonnenuntergang…das war auch sehr malerisch.

Nach dem Treffen hab ich wieder an meinen Chef in die Zentrale geschrieben, zusammengefasst, was wir jetzt beschlossen haben und das wir jetzt mit der Umsetzung starten, so das der Wechsel zum 01.01. stattfinden kann und um seine Zustimmung gebeten….und auch darauf habe ich keine Rückmeldung erhalten…also auch eine Woche später ist immer noch keine Antwort da…dafür hat mein Chef zwischenzeitlich meine Urlaubstage für die nächsten Wochen genehmigt – Er lebt also noch und liest Mails. Nun gut – wir machen jetzt einfach weiter.

Ich weiß dieses Stumm-bleiben durch meinen Chef ist nicht böse von ihm gemeint, er geht einfach unter, hat zu viele Themen, zu viele Änderungen, alles ist einfach zuviel an zu vielen Stellen…immerhin ist er als Finanzchef für alle Länder zuständig…und das mit wesentlich wichtigeren Themen. Und er weiß unsere Unabhängigkeit in DE sehr zu schätzen, aber manchmal brauchen wir eben auch ein OK oder wenigstens die Ahnung, was von der Zentrale gewollt ist.

Da diese Zusammenlegung aber gar nicht aus seiner Abteilung kommt und derjenige der das initiiert hat, ist noch weiter oben in der Hierarchie und der will sich nicht mit Verwaltungskram beschäftigen, aber so manches Mal wünschte ich mir doch mal einen definierten Handlungsrahmen.

Aber gut – man kann eben nicht alles haben…somachen wir einfach das, was wir am Besten können: einfach mal machen…

„Mobiles Arbeiten“ versus „Home-Office“

Doch auch das längere Gespräch mit der Service-Hotline hat ja letztendlich ein Problem gelöst und so läuft dieser Tag unter dem Oberbegriff: Ein erfolgreicher und schöner Tag.

Jeder Anruf, jede Mail, war heute ein Schritt vorwärts und jedes Mal ein Haken mehr auf meiner To-Do-Liste.

Mein Chef ist aus dem Urlaub zurück und so hab ich mir meinen Urlaub im August gleich mal genehmigen lassen…und im 2er Teams-Meeting mit ihm am Nachmittag gab es dann gleich noch weitere Punkte die ich von meiner Liste streichen konnte.

So wie ich heute auch noch von einem deutschen Teamleiter aus einem anderen Bereich erfahren habe, werden wohl nach und nach Vereinbarungen mit den Mitarbeitern getroffen, in denen jedem Mitarbeiter einen Tag in der Woche „mobiles Arbeiten“ zusteht…..und jeder Teamleiter kann darüber hinaus den Mitgliedern seines Teams weitere mobile Arbeitstage genehmigen, solange das Arbeiten auf diese Art funktioniert. Einen Anspruch hat der Mitarbeiter jedoch nur auf den einen Tag.

Das sind richtig gute Neuigkeiten…denn da sehe ich in meiner Abteilung wenig Probleme. Meinem Chef in DK ist es egal, ob er mich im Büro oder im Home-Office anruft…..hahahaha und unsere Meetings finden sowieso im virtuellen Raum statt. Im Gegensatz zu meinem Controller-Kollegen, hab ich meine Arbeit auch schon überwiegend auf digitale Bearbeitung umgestellt. Damit sollte es zukünftig möglich sein, weiterhin 2x in der Woche im Homeoffice zu arbeiten. was mein erklärtes Ziel ist.

Nur heißt es dann eben offiziell nicht „Home-Office“, sondern „mobiles Arbeiten“. Da die Bezeichnung „mobiles Arbeiten“ ein niedrigschwelliger Anreiz für den Arbeitgeber ist, dieses den Mitarbeitern zu ermöglichen.

Beim klassischen Homeoffice ist der Arbeitgeber verpflichtet einen komplett den Arbeitsschutz-Regeln entsprechenden Arbeitsplatz beim Arbeitnehmer Zuhause einzurichten. Während der Arbeitgeber beim „mobilen Arbeiten“ nur die mobilen Endgeräte und den Zugang zur Verfügung stellt….mehr nicht.. Mobiles Arbeiten muss daher nicht zwingend in den eigenen 4 Wänden stattfinden, sondern theoretisch ginge es überall, wo man eine Internet-Verbindung nutzen kann.

und in genau 14 Tagen starte ich meinen Sommer-Urlaub – FREU

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