Treffen im Stadtpark

Die Verabredung mit Milosz zu einem Spaziergang im Stadtpark von Hamburg war gegen 18 Uhr….den ganzen Tag schon war es schwül und immer wieder regnete es teils sehr stark.

Ich war am Ende meiner Bürozeit müde und schlapp….einen Tag zuvor die Blutspende, dann der aufregende Arbeitstag, das Wetter draussen…..ich wollte eigentlich lieber direkt nach Hause…unter die Dusche und ab auf die Couch.

Das Gefühl, mich dann doch gar nicht treffen zu wollen, habe ich IMMER. Es ist mein natürlicher Reflex, mich lieber fern von anderen Menschen zu halten, bin eben ein Eigenbrödler…..aber ich war auch wirklich müde und kaputt….aber nun hatte ich zugesagt.

Ich musste die Zeit bis zum Treffen jetzt noch für 1,5 Stunden überbrücken, immerhin hatte ich bereits um 6.45Uhr angefangen zu Arbeiten. Nach Hause zu fahren war auch keine Option, zwischen meinem Wohnort und dem Starkpark liegt halb Hamburg und das zur besten Feierabend-Zeit.

Ich hab also das gemacht, was ich früher sehr oft gemacht habe…bin mit dem Auto zum Park gefahren, hab mir einen schattigen Parkplatz gesucht und blieb direkt im Auto ….zum Ausruhen. Bin auch kurz eingeschlafen (dafür verriegele ich das Auto immer von Innen) ..hab mich dann etwas frisch gemacht, soweit es bei der Schwüle möglich war.

Pünktlich um 18 Uhr haben wir uns getroffen und sind dann kreuz und quer durch den Park gelaufen. Für den Regen hatte ich eine dünne Regenjacke und einen Regenhut…und doch brachte der Regen zuerst kaum Abkühlung…die kam dann erst mit einem sehr heftigen Regenschauer.

Es war ein nettes unkompliziertes Treffen….mit entspannter und lockerer Unterhaltung über alles Mögliche…es hat Spaß gemacht und war auch in keinster Weise komisch oder anrüchig, was ich sehr beruhigend finde. Der Kollege hat auch signalisiert, das sein Freundeskreis eher älter ist.

Das mit dem Essen gehen, haben wir dann aber doch gelassen….für Draußen war es einfach zu nass und unbeständig und für Drinnen hätten wir einen Corona-Test benötigt….und ich war dann auch froh, wie ich um 20.30 Uhr wieder Zuhause war…endlich duschen und auf die Couch zum Entspannen.

Und trotzdem bleibt jedes private Treffen eine Herausforderung für mich….egal mit wem….vielleicht gar nicht verkehrt, es jetzt mal wieder etwas mehr unter Leute zu kommen.

Leicht und unbeschwert

Ich war ja auf dem Weihnachtsmarkt zum Grünkohlessen verabredet. Hier im Norden gibt es das scheinbar überall auf den Märkten. In NRW oder Hessen ist mir das bisher nicht begegnet…sondern kenne es  sonst nur von Zuhause…als gute Hausmannskost. Aber echt lecker…

Das Treffen mit meinem Kollegen auf dem Weihnachtsmarkt war echt schön… locker und unbeschwert…wir haben uns stundenlang gut unterhalten, sind noch ein wenig durch die Stadt geschlendert…aber dann war es wohl doch etwas zuviel Bewegung für den Tag, mein Rücken forderte umgehende Entlastung…manno dachte ich wäre diese blöden Rückenschmerzen endlich ganz  los. So hab ich den Rest des Abends  zuerst mit Rückenübungen und dann mit heißem Tee, warmer Moorkompresse und gemütlichem Kerzenlicht auf der Couch verbracht.

Die beiden Treffen an diesem Wochenende haben mir gut getan. Ich fühle mich auch heute leicht und unbeschwert…so, als ob eine Mauer durchbrochen ist…ich fühle mich ein Stück weit lebendiger….dabei weiß ich gar nicht, ob es das richtige Wort dafür ist…vielleicht meine ich ja auch, das ich mich gerade etwas  normaler fühle?  Oder etwas mehr wie früher? …hmmm – darüber muss ich noch mal bei meiner heutigen Walking-Runde nachdenken.

Ein Stück weit kommt meine gute Laune auch daher, weil es heute im Job,  durch die Abwesenheit einiger Kollegen, ein angenehmes Arbeiten war. Wenn So einige der „lauten“ Kollegen nicht da sind, macht sich das gleich positiv bemerkbar… und so haben mir die Mehrstunden heute nichts ausgemacht…ich bin ganz gut voran gekommen. Der Jahres-Countdown läuft.

Ach ja – und da Weihnachten jedes Jahr so plötzlich und unerwartet kommt…noch mal zur Erinnerung: Morgen in einer Woche ist Heiligbend…hab heute endlich meine Weihnachtspost geschrieben und das letzte Päckchen an einen guten alten  Freund verschickt…

 

 

 

 

 

 

 

 

Treffen auf dem Weihnachtsmarkt

Treffen auf dem Weihnachtsmarkt

Hmmm – Unwohl hab ich mich vor dem Treffen mit meiner Kollegin gefühlt.  Ich bin ja im Grunde meines Wesens ein eher schüchterner Mensch…lasse Menschen nicht so leicht an mich heran und schließe noch schlechter  Freundschaften. Ist das eine gute Idee sich mit einer Kollegin zu verabreden?  – Zu spät darüber nach zu denken.

Ganz ehrlich: wenn sie abgesagt hätte…es wäre für mich eine Erleichterung gewesen. Hat sie aber nicht…und so haben  wir uns getroffen.

Sie kam und alles war ganz locker und unkompliziert…und bei einem Gang über den realtiv kleinen Weihnachtsmarkt und  mit Glühwein und Eierpunsch an einem überdachten offenen Feuer haben wir uns mehr als 3 Stunden unterhalten. Es hat Spaß gemacht und wir haben viel gelacht.

Sie ist nur ein Jahr jünger  als ich, geschieden vom Mann, getrennt vom Freund, lebt jetzt alleine…hat einen erwachsenen Sohn und ist gerade Oma geworden. Sie ist direkt in ihrer Art, unternehmungslustig und trägt das Herz auf der Zunge. Wir haben ähnliche Interessen und haben so manche Gemeinsamkeit.

Dadurch hab ich auch ein paar Einblicke in die Firma erhalten, die mir sonst so gar nicht bewusst geworden wären.

Das Treffen mit ihr hat mir mal wieder gezeigt, das es richtig ist, sich auch mal wieder zu öffnen und langsam neue Menschen in meinem Leben zuzulassen. Man muss ja nicht gleich das Prädikat: BESTE  FREUNDE aufstempeln…erst einmal einfach Bekanntschaften schließen.

Als wir uns voneinander verabschiedet haben, war der Weihnachtsmarkt schon offiziell geschlossen….hahaha aber überall waren noch Menschen mit Glühwein und ich hab sogar noch einen Burgunderbraten (MIT Kruste) im Brötchen bekommen… bin dann noch eine Weile durch die Stadt gelaufen…immerhin fehlte mir heute der Gang durch die Natur….