Und alles nur wegen Trump

Ich hätte niemals geglaubt, das ich mal sage der Amerikanische Präsident hat einen unmittelbaren Einfluss auf meine Arbeit….tztztz

Aber leider ist es so…durch das Verhalten von Trump ist es nun leider sehr wahrscheinlich geworden, das ich (in einem Deutschen Unternehmen in Deutschland) einen zusätzlichen Jahresabschluss machen muss….das wäre dann schon der 3. Jahresabschluss innerhalb von 7 Monaten…

Ich war bislang noch nie gut auf Trump zu sprechen, aber sein Verhalten im Haushaltsstreit und dem längsten Shutdown in der US-Geschichte schlägt dem Fass nun endgültig den Boden aus….und jetzt kommt`s:

Durch den anhaltenden Shutdown verzögert sich das gesamte Projekt mit den USA weil notwendige Genehmigungen NICHT rechtzeitig erteilt wurden….und so verzögert sich weiterhin die Umstrukturierung unseres Konzern. Zuerst haben die amerikanischen Kartellbehörden sich unendlich viel Zeit gelassen, so das der Finanzabschluss zum 31.08. schon vergeblich war…der Abschluss zum 31.12. ist auch noch nicht ganz überstanden und schon heißt es Ääääätsch….auch vergeblich.

Also ALLE Aktionen seit Juli 2018, mit 2x Jahresabschluss, mit einer Kaufpreis-Bewertung, einer Offenlegung stiller Reserven, mit Restriktionen in Cash-Ausgaben und mit hastigen Ausgaben für kleinere Investitionen um noch alles zu sichern, mit jede Menge Daten die wir zur Verfügung stellen mussten, Fragen beantworten, Meetings mit Wirtschaftsprüfern und das alles zusätzlich zur normalen Arbeit, war vergeblich und nun waren wir FAST am Ziel…Ende Januar war der nun anvisierte endgültige Termin…nun wurde WIEDER alles nach hinten verschoben…und wieder geht alles von vorne los.

Also vielen Dank in die USA…ich lebe nicht mehr, sondern arbeite permanent 12-14 Stunden am Tag…und habe das Gefühl in einer Parallel-Welt zu existieren…also normal ist das nicht und Spaß macht es schon lange keinen mehr.

Eine Ärztin in der Kardiologie hat mich dann auch gefragt: „MÜSSEN Sie da arbeiten?“ -ja gute Frage

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So geht es mir heute

Leider geht es mir nicht so gut…nachdem ich mich 2 Monate nur um das Nötigste Im Job gekümmert habe, nur sehr wenig Überstunden gemacht und mich um den Nachlass meines Vaters gekümmert habe, bin ich nun wieder in der Realität meines eigenen Lebens angekommen.

Das Ergebnis: ich bin kurz davor alles hinzuwerfen, weil ich mich überfordert fühle. Da arbeite ich mal 2 Monate lang nicht mit 150% Arbeitseinsatz und schon schiebe ich soo eine Bugwelle vor mir her, das mir schlecht davon wird…und jeden Tag kommen  neue zusätzliche berufliche Dinge auf meinen Arbeitsalltag hinzu….immer mehr….und immer mehr neue Arbeit mit vielen Aufgaben die zusätzlich zu bewältigen sind.

Ich bin kurz davor durch zu drehen….und hab mich jetzt für 14 Tage in den Sommerurlaub gerettet….nicht ohne vorher mitten im Monatsabschluss für alle  mehr oder weniger sichtbar durchzudrehen…

Soll ich mir das tatsächlich noch 15 Jahre lang antun? Oder sollte ich mir nicht doch etwas anderes suchen, was weniger stressig ist- aber auch weniger Gehalt bedeutet? Finanzielle  Sicherheit ist mir sehr wichtig, aber nicht  wenn ich daran kaputt gehe.

Meine Hoffnung ist jetzt, das der Urlaub mich wieder etwas zurück ins Gleichgewicht bringt…ich hab darüber auch schon mit unser HR-Kollegin gesprochen, sie meinte ich solle mich im Anschluss zum Arzt gehen und mich krankschreiben lassen, damit es mal gesehen wird. Nein – das kann ich nicht.

Bevor ich vor meiner Chefin in Tränen ausbrach hab ich ihr bereits eine Woche vorher gesagt: Sorry- so geht es nicht weiter….es geht nicht NOCH MEHR…und sie meinte ja dann suchen wir eben noch einen neuen Mitarbeiter….ruderte aber bereits etwas später zurück, weil kein Platz mehr bei uns frei ist…ja prim.

Sie denkt tatsächlich immer noch alles lässt sich regeln und ich schaffe das dann schon….irgendwie.

Okay, ich weiß es nicht aber  – jetzt versuche ich erst einmal wieder emotional ins Gleichgewicht zu kommen und die letzten Monate aufzuarbeiten…deshalb schreibe ich mir mal wieder alles von der Seele und versuche dann mich wieder zu positionieren….allein die Logik sagt mir, das es nicht funktionieren wird….es geht ja jetzt schon nicht ohne permanente Überstunden.

Ich weiß das ich eine Tendenz zum Burnout-Syndrom habe….und ich versuche es abzubiegen…fühle mich aber gleichzeitig als Versager, weil ich es offensichtlich nicht mehr schaffe. Mit meinem tränenreichen Auftritt vor meiner Chefin hab  ich meiner Chefin aber signalisiert das es wirklich nicht mehr geht und ich glaube sie macht sich wirklich Sorgen….DAS zumindest wäre ein Fortschritt – auch wenn ich weiß das die Sorgen nicht meine Person gelten – sondern meiner Leistungsfähigkeit als Fach-und Führungskraft…lach….sorry aber so realistisch bin ich nun einmal.

Das Problem ist, mit jeder neuen Eskalationsstufe bin ich eher bereit mich von dieser Firma zu lösen, zumal die Zukunftsaussichten für uns auch nicht so rosig aussehen…falls wir tatsächlich vor einer  Fusion mit einem zum Verkauf stehenden Teilkonzern stehen, dann werden wir als der kleinere Standort davon negativ betroffen sein….Ich werde also doch einmal anfangen nach soooo vielen Jahren in dieser Gesellschaft meine Bewerbungsunterlagen zu aktualisieren….auch wenn das überhaupt nicht meine Intention war…..

12 Stunden Familie am Stück?

Wir sind bei meiner Familie eingeladen. So kurz der Satz auch ist, in ihm stecken gleich 2 Fallstricke.

Wir meint erst mal meinen Schatz und mich. Der erste Fallstrick ist „meine Familie“ in diesem Fall meine Schwester und mein Schwager. Der zweite Fallstrick bezieht sich auf „eingeladen“ .

Meine Schwester und mein Schwager werden Beide 50 Jahre alt…und direkt an ihrem Geburtstag sind wir nun eingeladen. Das ist ein Samstag Anfang Juni.

Bei einer Anreise von 700km ist klar, wir müssen bereits am Freitag anreisen und Sonntagmittag spätestens wieder zurück. Die 1400 km sind damit eh schon anstrengend genug. Zu allem Übel hat meine Schwester nun den Samstag also komplett durch getaktet.

  • 10 Uhr Sektempfang im Café
  • Danach Frühstück im gleichen Café
  • Bleiben bis zum Kaffee am Nachmittag immer noch in demselben Café
  • Dann werden alle Gäste verabschiedet, nur mein Schatz und ich nicht.
  • Dann Nachmittagsprogramm zu viert mit Stadtbummel und Hafenspaziergang
  • Abends Essen gehen bis ca. 22-23 Uhr

 

Ahhhhrrrrr…das heißt meine Schwester möchte meinen Schatz und mich volle ZWÖLF Stunden an einem Stück um sich haben. Also das ist definitiv zu viel und führt direkt in eine Katastrophe. Damit bin ich komplett überfodert..zusätzlich muss ich ja auch auf die Bedürfnisse meines Freundes acht geben.

Im Normalfall bekomme ich bei meiner Schwester, meinem Vater oder meiner Quasi-Schwiegermutter bereits nach 2-3 Stunden akute Fluchtgedanken. Dazu habe ich meine Schwester jetzt fast 6 Jahre nicht gesehen und mein Schatz kennt die Beiden noch überhaupt nicht.

Damit ich den Besuch nicht schon im Vorfeld bereue und um die Erwartungshaltung zu zügeln hatte ich bereits per Telefon um Verständnis gebeten, das 10 Uhr am Samstag dann doch etwas früh ist, wenn wir erst Freitagabend anreisen. Aber mehr als 15 Minuten Abweichung von diesem Plan hat sie gar nicht erst zugelassen.

Also hab ich jetzt erst mal eine Mail geschrieben und meine Bedenken geäußert und dabei einen eigenen Plan aufgestellt: Wir kommen gegen 11 Uhr bleiben bis zum Kaffee, dann gehen wir allein auf Shopping- und Sightseeing-Tour und gehen abends zusammen essen. Sooo….und nun bin ich mal gespannt was kommt.

Die Kommunikation per Mail ist nicht einfach. Ich muss an meinen Schwager schreiben, der druckt die Mail dann für sie aus, die liest und schreibt mir dann einen Brief per POST…. Gut das der Termin erst im Juni ist ….