Überstunden-Eklat

Ich hatte ja schon vor 2-3 Monaten darum gebeten, das ein Teil meiner Überstunden aus dem Jahr 2024-2025 (der Migrationsphase) ausgezahlt werden. Das ist bei uns eigentlich vertraglich ausgeschlossen.

Aber ich hatte ja inzwischen so viele Überstunden angehäuft, das ich diese niemals hätte abbummeln können. Ich hatte dafür eine ausführliche Begründung geschrieben, weil eben auch in der Zentrale allen Verantwortlichen klar war, das wir diese Systemumstellung ZUSÄTZLICH zur normalen Arbeit machen mussten und keine zusätzlichen Mitarbeiter bekommen haben und trotzdem in ein enges zeitliches Korsett gezwungen wurden . Mein Chef hatte bei dem Deutschen GF die Auszahlung befürwortet und letztlich hat sie dieser auch genehmigt.

Nun hat jedoch unsere HR-Mangerin Vorort einen Aufstand gemacht und wollte das partout nicht an die Firma weitergeben, die unsere Gehälter bearbeitet…aber unser GF hatte ja entschieden, das es so sein soll. Da konnte sie sich noch so sehr weigern.

Nachdem nun also die Arbeits-Stunden eines durchschnittlichen Monats abgezogen wurden, blieben aber immer noch genügend Stunden übrig.

Ich wurde daher von unser HR-Managerin aufgefordert, für die „restlichen Überstunden“ Ausgleichstage in unserem System zu beantragen.

Hast Du mal auf den Kalender geschaut? Es ist Dezember und damit die Zeit, in der wir IMMER Überstunden machen müssen, um den geforderten „Fast close“ Anfang Januar durchführen zu können. Also nein – Überstunden dürfe ich nun nicht mehr machen. Das ist doch lächerlich – wie soll das denn gehen. DOCH – der GF hätte das so verfügt. Ich dürfe keine Überstunden mehr machen. Das ist doch Quatsch, das kann ich nicht versprechen und ich glaube auch nicht, das der GF das so gemeint hat. DOCH hätte er.

Nach einer Weile hat sie sich dann soweit beruhigt, das ich ihr sagen konnte: ich denke der GF hat gemeint, ich dürfe keine Überstunden mehr anhäufen, was ich durchaus verstehen kann und auch befürworte. Aber gar keine Überstunden mehr zu machen, funktioniert in meinem Job eben nicht.

Darauf konnten wir uns einigen und auch darauf, das ich sofort, für die nächsten 2-3 Monate z.B. jeden Freitag 1/2Tag Ausgleich beantrage und ich meine Überstunden ansonsten stark reduziere. Das habe ich also getan und diesen Freitagmittag startete mein „Zwangs-Urlaub“. Normalerweise fahre ich freitags gerne ins Büro…aber nicht für 4 Stunden Arbeit und mein Chef ist damit einverstanden, das ich an diesen Tagen dann auch im Homeoffice bin.

Puhhhh – da komme ich mir wie ein Verbrecher vor, weil ich für die Firma denke und gewillt bin, die Deadlines einzuhalten. Das ich um Überstunden quasi betteln muss, ist mir auch noch nie passiert. Bisher waren immer Alle froh, wenn ich die Arbeit trotz hoher Belastung, immer noch mache. Immerhin erlaubt das Arbeitsrecht 48 Stunden in der Woche…also 8 Überstunden…warum will mir das unsere HR-Mitarbeite alle Übersunden verbieten?

Ich meine, ich hab es mir nicht ausgesucht mit der Systemumstellung und auch nicht mit dem Fast close und das der Controller dann ja auch noch gekündigt hat und die neuen Kollegen und der neue Chef sich ja auch erst einarbeiten mussten.

Mein Chef ist auch ziemlich fassungslos bei solch theoretischen Aussagen von ihr: dann lass die Arbeit doch einfach liegen, dann geh doch nach Hause. Das geht in unserem Job eben nicht so einfach.

Letztlich hat es dazu geführt, das ich im Dezember Überstunden gemacht habe, ohne diese einzutragen. Jaaaa ich weiß, das ist keine Dauerlösung. Jetzt im Januar schreibe ich mir die Stunden wieder auf.

Mein Vorsatz für dieses Jahr: ich werde mein Engagement noch weiter zurück fahren, mich auf meine Firmen konzentrieren und die Kollegen in DK, die um Hilfe bitten, an die entsprechenden Vorgesetzten verweisen. Ich stehe für Sonderarbeiten nicht mehr zur Verfügung – auch wenn es mir schwer fällt.

Aber es ist auch in meinem eigenen Interesse, meine Arbeit in der vorgegebenen Zeit zu schaffen…und wenn das nicht geht, dann muss ich eben ein paar Firmen abgeben…das wiederum, will auch keiner aus der Zentrale….Ja was denn nun?

Einmal Loben bitte

(Achtung – nur langweiliges Arbeitszeugs !!)

Und schwuuups sind schon wieder 14 Tage herum…krass wie die Zeit bei mir momentan rennt.

Die Woche nach Pfingsten war richtig gut im Job…auch wenn mich ein paar Sonderaufgaben wieder mal so richtig auf Tab hielten. Der externe Investor in einer Firma wollte die Jahre 2023-2024 erklärt haben…was war diese Zahlung, was war jene Zahlung. Wie setzen sich die Erlöse zusammen…können wir beweisen, das die Erlöse richtig sind…wie wird das kontrolliert, wer kontrolliert und wie sind die internen Abläufe geregelt.

Das war in einer der beiden Gesellschaften, die ich erst im Februar 2025 übernommen habe …und die vorherige Controllerin in DK hatte keine Zeit dafür. Ich dagegen habe keinen Zugriff auf das alte dänische System…zum Glück konnte ich das Jahr 2024 anhand von Ordnern und Excel-Files und den Übernahmedaten im neuen System nachvollziehen und konnte alles haarklein aufschlüsseln und erläutern. Lob auch einmal an meine Kollegin in DK …sie hat die Daten alle richtig erfasst…nur eben nicht so dokumentiert, wie wir es eigentlich müssen….ich stand also eine ganze Weile am Scanner, um für jeden Monat des Jahres, alles einzeln nachzuweisen.

Für das Jahr 2023 hab ich die Kollegin in DK gedrängt mir wenigstens die „Roh-Daten“ zu liefern…immerhin hat sie – entgegen unserer Regeln – diese NICHT gescannt und archiviert. Da musste sie jetzt ran. Den Rest hab ich dann wieder erledigt, alles zusammen gestellt und wieder erklärt.

Für all diese Zusatzarbeiten habe ich von dem Investor ein schönes Lob und Dankeschön zurück bekommen…er lobt mich jetzt überall bei den Kollegen und Chefs für meine „herausragende Arbeit“…das ist natürlich auch schön und tut meinem Selbstbewusstsein mal wieder gut. Bin aber auch froh, das es jetzt erledigt ist.

Und ich muss mich auch mal selber loben: Meine „144-Challenge“ ging letzte Woche in den Endspurt…die letzten Rechnungen zogen sich, weil die IT noch ein paar Fehler im System ausmerzen, neue Kunden anlegen, bestehende Kunden anpassen und mir mitteilen musste das ich in einem Fall einfach mal in der „Saleorder“ einen bestimmten „Dropdown-Button“ anklicken sollte, um mein Feld „Drucker auswählen“ wieder zu finden…seufz….da war ich irgendwie zu blind das vorher zu sehen…aber letztlich kann ich sagen: Mission accomplished !

Letztlich sind aus den 144 Rechnungen aktuell 136 geworden und ich bin damit auf dem aktuellsten Stand und im nächsten Jahr wird das viel schneller gehen, weil nun immerhin für die 136 Gesellschaften die Vertragsdaten bereits im System angelegt sind. Also wieder ist ein großes Thema, welche durch die Migration auf die neue Software entstanden ist, bewältigt.

Und so konnte ich mich der nächsten Herausforderung stellen, endlich mal wieder für einen Quartalsabschluss „vor die Arbeit“ zu kommen und nicht weiter hinterher zu hinken. Und tatsächlich konnte ich bereits 6 Gesellschaften für den Konzernabschluss fertig hochladen.

Das war so früh, das der Leiter vom Konzern-Controlling vorsichtshalber nachfragte, ob ich tatsächlich schon alle Daten dafür verarbeitet habe. Juuup habe ich – ich habe sogar für jede dieser Gesellschaften eine Komplett-Abstimmung gemacht…weil ich sicher sein wollte, das nun tatsächlich alles auf den richtigen Konten verbucht ist.

Die nächsten 4 Konzern-Gesellschaften sind schon vorbereitet (also gebucht+abgestimmt, aber ich muss noch auf die letzten Kontoauszüge, Rechnungen und die Zinsberechnungen warten) und dann folgt noch der Teil der Windparks, der ebenfalls mit in den Konzern-Abschluss gehört…das sind bei mir aktuell 6 Gesellschaften. Mit den restlichen 10 Gesellschaften, kann ich mir dann etwas mehr Zeit lassen.

Die komplett-Abstimmung mache ich aktuell bei Allen, denn es gab da, seit der Umstellung, noch ein paar Unstimmigkeiten mit dem Verbuchen der Vorsteuer…das System reagiert manchmal seltsam und ich musste ein paar Korrekturen in den Buchungen vornehmen, um das wieder gerade zu ziehen. Erfahrung ist das, was man aus Fehlern lernt.

Mittlerweile weiß ich, das ich ein paar liebgewonnene, altbewährte Methoden bei der Erfassung von Buchungen, lieber nicht mehr machen, sie also „anders“ eingeben sollte, damit das System korrekt buchen kann. Einer dieser Grundsätze lautete bisher z.B. Wir buchen: Soll an Haben! Diese Zeiten sind mit dieser Software jetzt eindeutig vorbei.

Jaja ich kenne noch Zeiten, da wurden die Systeme an unsere Arbeit angepasst….heute müssen wir unsere Arbeitsweise an die Systeme anpassen. Aber die neue Methode schont auf jeden Fall meine Nerven und senkt die Fehlerquote beim Abstimmen der Umsatz-und Vorsteuer. Weniger Fehler = weniger Zeitaufwand. Ich muss mich bloss immer wieder daran erinnern, die Eingabe jetzt „anders“ zu machen.

Na egal…jetzt ist es einfach so. Na klar hab ich für diese Arbeitsweise mal wieder mehr gearbeitet, als ich eigentlich sollte…aber ich merke schon die Verbesserung, auch bei der Wochenarbeitszeit…ich mache schon nicht mehr so viele Überstunden und ich sehe inzwischen auch schon, das ich bald keine Überstunden mehr brauche oder zumindest rapide weniger….WENN alles mal so bleiben würde…was ich in dieser Firma aber noch nie erlebt habe …

Wenn sich gute Tage schlecht anfühlen

(Achtung – nur langweiliges Arbeitszeugs !!)

Man sollte doch eigentlich meinen, das nach mehr als 2 Monaten mit dem neuen System, so etwas wie Normalität in meine Arbeitstage kommen – also ansatzweise kann man es erahnen, wie diese Normalität aussehen könnte, wenn denn mal alles laufen würde – Das tut es aber leider noch nicht.

Aber wir machen Fortschritte….kleine Schritte zwar – aber immerhin. An manchen Tagen brauche ich nicht mal die IT oder unser Change-Team….Meistens dann, wenn ich die Probleme mal für EINEN Tag einfach ignoriere hahaha.

Ich schaffe es immer wieder mich an den kleinen Fortschritten zu erfreuen…habe aber auch noch andere Baustellen im Tagesgeschäft, die gerade größer werden…da sind z.B. die beiden neuen Firmen, die ich übernommen habe und so langsam merke ich, warum es den dänischen Kollegen so wichtig war, das diese von Deutschland aus betreut werden.

Na danke liebe Kollegen, jetzt darf ich mich mit einigen Landeigentümern auseinandersetzen, die seit 2 Jahren darauf warten, das sie ordentliche Abrechnungen und entsprechende Nachweise erhalten. Das darf ich jetzt natürlich rückwirkend erledigen. Die Kollegen hatten sich hinter der Sprachbarriere verschanzt, haben die Gelder ausbezahlt und sich ansonsten quasi tot gestellt.

Mit einem der Landeigentümer hatte ich gestern ein erstes Telefonat und ich habe ihn gebeten noch ein wenig Geduld zu haben, denn in die Aufschlüsselungen der alten Jahre muss ich mich erst einmal selber reinfuchsen…aber dafür fehlt mir jetzt einfach die Zeit.

Ich habe es aber hinbekommen die Abrechnungen für das letzte Jahr fertig zu stellen, so das ich wenigstens schon mal die offenen Beträge auszahlen kann – die Abrechnungen sind raus (das Formular war so unmöglich dargestellt, das musste ich komplett neu aufbauen. Die Nachweise werde ich später nachliefern. So wie ich die Daten überflogen habe, wird es schwierig werden…hoffentlich stimmen wenigstens die errechneten Zahlen, auf die muss ich mich nun erst einmal verlassen.

Und so sind meine Tage mal gut und mal schlecht…mal geht es aufwärts, dann wieder rapide abwärts…die reinste Achterbahn.

Und dann gibt es eben diese Tage, die doch eigentlich gut waren, sich aber so gar nicht danach anfühlen, weil ich am Ende des Tages zwar einige Aufgaben/Probleme lösen und abarbeiten konnte, dafür aber mehr Neue hinzugekommen sind….

Aber auch diese Aufgaben werde ich lösen…eine nach der Anderen…und irgendwann kommen auch wieder besser Zeiten…

Plauschtag im Büro

So langsam trudeln die einen und anderen Kollegen doch mal wieder im Büro ein…und so war mein Tag heute eher ein launiger Plauschtag. Die heute anwesenden Kollegen hab ich zum Teil schon seit mehreren Wochen nicht mehr gesehen….dann gibt es noch seit Anfang der Woche eine neue Kollegin und wir haben ein paar berufliche Berührungspunkte, also haben wir uns über einiges ausgetauscht und schon mal den Weg geebnet, das ich einen Teil meiner freiwilligen Zusatzarbeiten bald abgeben kann…..dann war ich heute noch mit den beiden jungen Kollegen Kim und Milosz zum Mittagessen auswärts….das Restaurant war zwar nur um die Ecke, aber wir haben uns relativ lange dort aufgehalten. Ich hatte eine mehr als interessante Pizza: Mit Entenfleisch, BBQ-Sauce, Zwiebeln und viel Parmesan. Der Pizzateig war mehr ein dünner und ziemlich fester Flammkuchenteig – ohne Hefe, sehr fest und kaum mit dem Messer zu schneiden – aber insgesamt sehr lecker.

Zusätzlich hat mich der für unsere neue Rechnungssoftware verantwortliche dänische Kollege um Mithilfe bei einem Problem gebeten, das mich eigentlich nicht betrifft…aber ich war verfügbar und habe Zugriff auf unser deutsches ERP-System…na klar helfe ich, wenn ich kann….ich hab also immer mal wieder kleinere Tests gemacht und versucht die auftretenden Fehlermeldungen zumindest ins Englische zu übersetzen….bis ich Feierabend gemacht habe, war der Fehler für diese Gesellschaft aber immer noch nicht behoben…

Irgendwann gegen Mittag hab ich dann gemerkt, das ich noch gar nicht wirklich viel von MEINER Arbeit erledigt habe…und dann kam noch in einer lapidar unaufgeregten Mail eine weitere interne Deadline…wir müssen jetzt tatsächlich auf für einige Gesellschaften per 31.12.21 einen Quartalsabschluss abgeben, obwohl wir gleichzeitig am Jahresabschluss 31.12.21 arbeiten.

Das führt zu der paradoxen Situation, das ich am 31.01. Quartalsabschlüsse abgeben MUSS (mit geschätzten Umsätzen usw.), nur um dann 2-3 Wochen später für dieselben Firmen einen Jahresabschluss mit den RICHTIGEN Zahlen abzugeben. Aufregen hilft ja nichts….da muss ich durch und diese zusätzlichen Abschlüsse bleiben uns ab jetzt erhalten.

Da hat der Controller mal so richtig Glück gehabt. Die beiden Gesellschaften, die ich erst vor kurzem von ihm übernommen habe, gehören ausgerechnet zu dieser Gruppe. Er hat damit mit seinen restlichen Firmen keine zusätzlichen Abschlüsse….aber dafür ganz andere Probleme zu lösen…also da mache ich lieber zusätzliche Quartalsabschlüsse….hahaha.

Aber ich liege sehr gut in der Zeit…hab bisher noch keine einzige Überstunde !!! im neuen Jahr gemacht….arbeite alles zügig und konsequent sofort ab, so das ich gar nicht erst in einen Rückstand gerate….na gut, nur heute eben nicht. Das kann ich Montag und Dienstag im Homeoffice wieder locker reinholen.

Saison-Finale – im Büro

So langsam nähert sich die jährliche Abschluss-Saison dem Ende…das große Finale steht bevor….hahaha ich muss noch EINE einzige Gesellschaft für die Wirtschaftsprüfer vorbereiten und hab dafür noch eine ganze Woche Zeit….ich liege super in der Zeit.

Die Rückmeldungen der Wirtschaftsprüfer für die bereits fertigen Gesellschaften, trudeln auch nach und nach ein ….und so langsam kapiere ich durch das „try and error“-Prinzip auch die restlichen Besonderheiten unser Software bei den Jahresend-Buchungen…(ich glaub ich hab schon mehrfach erwähnt, das ich SAP doch seeeeehr vermisse).

Die anfänglichen Herausforderungen in dieser Firma gehen mir inzwischen routiniert von der Hand…so das ich zeitlich nicht hinterher hinke…

Ich hab auch meinen Prozess-Ablaufplan rechtzeitig ausgearbeitet, in dieser Woche die verschiedensten Themen per Telefon und Teams-Meetings geklärt, mit der Zentrale in DK einige Themen (freundlich) ausgefochten …und ich hab meine restlichen Urlaubstage aus 2020 verplant und beantragt….jetzt warte ich noch auf die Genehmigung.

Sooo wenn jetzt alles gut geht, ist mein Saison-Finale der 30.03. ….danach hab ich Oster-Urlaub.

Wenn ich jetzt mal die Abschluss-Methodik vergleiche zwischen meinem „alten“ und dem jetzigen Job ,dann ist das schon ein gewaltiger Unterschied.

Die Fast-Close-Methode in Hessen hat mich jedes Jahr an den Rand des Zumutbaren getrieben, wenn am 7.oder 8. Werktag im Januar bereits die Wirtschaftsprüfer meine Gesellschaften prüfen wollten, während ich gleichzeitig noch an den Daten gebastelt habe, ich bereits im November mit Überstunden begonnen habe, um für diese 4 sehr komplexen großen Kapital-Gesellschaften anständige und korrekte Zahlen in der richtigen Form zu liefern. Das ging nur, weil ich an Feiertagen und Wochenenden auch arbeiten war. Und das alles nur, weil die Konzernzentrale kein Pardon kannte. Am 6. Werktag MUSSTEN die fertigen Zahlen gemeldet werden. Ein jährlich wiederkehrendes Wettrennen, welches ich jedes Jahr zwar gemeistert habe….aber mich selber hab ich dabei langsam kaputt gemacht.

Die normale Methode, also der zeitlich nachgelagerte Abschluss (i.d.R. innerhalb der ersten 4 Monate des Folgejahres) ist dagegen wesentlich entspannter.

Hier ist die einzige große Herausforderung keine der aktuell 25 Gesellschaften zu vergessen….hahaha und natürlich zu wissen, wie die Software funktioniert….und da jede Gesellschaft, für sich genommen, eher klein ist und dann auch noch Personenhandels-Gesellschaften sind, ist es von den Sachthemen her wesentlich simpler und daher schneller zu bearbeiten.

Also der zeitlich nachgelagerte Abschluss lässt mich weiterhin Mensch-sein….und genau DAS war mein Ziel mit dem Arbeitgeber-Wechsel….Ich bin sehr zufrieden und freue mich jetzt aufs Wochenende…

Nachtrag: Ehrlichweise muss ich aber auch sagen, das ein Teil der Entspannung auch dadurch kommt, das ich jetzt keine Personalverantwortung mehr habe und nicht mehr für alles selber eine Lösung suchen muss…wenn ich einen Zweifelsfall habe, gibt es jetzt höher-gestellte Abteilungen, die die Antworten geben müssen….grins….

Arbeit – in geordneten Bahnen

So gaaaaanz langsam kommen die Jahresabschlüsse 2020 in geordnetes Fahrwasser…also ist gut unter Kontrolle.

Bereits 14 Stück sind jetzt in den unterschiedlichen Stadien von Vorprüfung/ Vorprüfungs-Genehmigung / Nachbuchungen / Entwurf / Entwurf-Genehmigung / endgültiger Abschluss-Bericht/ Unterschrift einholen / Archivierung …es bleiben zwar immer noch 11 Gesellschaften übrig, aber davon haben nur 2 eine wirklich relevante Größe…der Rest sind Nebenbei-Gesellschaften….sie sind einfach da, aber es passiert nicht so viel…reine Fleißarbeit ohne Herausforderung und für diese restlichen Abschlüsse hab ich auch einen lockeren Zeitplan bekommen.

Für die größte und für mich ungewöhnlichste Gesellschaft, hab ich zum Glück noch einen ganzen Monat Zeit…die kommt erst ganz zum Schluss im Zeitplan, weil noch sooo vieles ungeklärt ist….Aktuell warte ich noch auf die jetzt zugesagten Einigungen aus der Zentrale, sonst kann ich gar nicht weiter abrechnen…hahaha.

Unausweichliche UST-Termine sind auch für ALLE Gesellschaften erledigt, dazu auch noch alle anderen offiziellen Meldepflichten wie: ZM-Meldung / Z4-Meldung / Z5-Meldungen (Wem das nichts sagt…keine Sorge das brauchen die meisten Menschen auch gar nicht zu kennen).

Die letzten Wochen waren also sehr geschäftig und nun freue ich mich wieder darauf, ab jetzt wieder etwas mehr Freizeit zu haben. Also hab ich heute schon damit angefangen keine Überstunden mehr zu machen…und ab Morgen werde ich diese wieder abbauen…d.h. ich könnte z.B. in den nächsten Monaten jeden Tag eine Stunde weniger arbeiten….also könnte ich….naja…oder ich nehme mir mal den einen oder anderen Gleittag….mal sehen…..aktuell brauche ich keine zusätzlichen freien Tage…aber im Sommer wäre das noch eine Option.

Wichtig ist mir nur, das ich diesen Wendepunkt jetzt einläute. Das Arbeitspensum für alle Gesellschaften kann ich nun wesentlich besser einschätzen…jetzt wo ich in dieser Firma fast ein komplettes Buchhaltungs-Jahr hinter mir habe…man das ist krass am 1.April wird mein ersten Jahr hier in Hamburg schon rum sein. Und der vorherigen Firma hier im Norden, wo ich nur 1/2 Jahr war….also der trauere ich keine Träne nach….

Kraftvolle Tage

Nun also hab ich meine Kräfte wieder…Montag Abend war ich noch relativ müde nach der Arbeit…aber gestern bin ich direkt nach Feierabend ins Fitnessstudio gegangen und hab später zuhause noch meine Kammer aufgeräumt und dies und das erledigt.

Und heute merke ich wie meine Energie-Depots wieder aufgeladen sind…wunderbar….mit Schwung und Elan hab ich auch diesen Arbeitstag überstanden. Wieder waren es 10 Stunden.

Aber ab jetzt muss ich die Stundenzahl wieder reduzieren…wir wurden heute noch einmal aufgefordert nur die priorisierten Aufgaben zu erledigen…alles andere soll warten. Die Überstunden müssen ab sofort wieder drastisch zurück gefahren werden…Uns wurde sogar angeraten lieber Minus-Stunden zu machen..bei steigendem Arbeitsaufkommen. Hahahha –  Also die Quadratur des Kreises…verrückt – aber nicht zu ändern. So zu arbeiten ist weder effizient, noch befriedigend…und es birgt auf Dauer auch eine Gefahr…Gerade bei unserer Arbeit gibt es viele kleine Dinge,  die man auf den ersten Blick nicht sieht, die sich irgendwann aber so aufhäufen, das man es überhaupt nicht mehr bewältigt bekommt….ich hab es selber erlebt.., aber wenn es so sein soll… dann ist es eben so.

Ich habe überhaupt nichts dagegen wieder mehr Freizeit zu haben. Allerdings wurde uns schon angekündigt, das es noch ein paar Sonderprojekte in diesem Jahr gibt….hahahha – ja klar …. das macht Sinn…. hahahahah – gut das es für mich nur noch ein Job ist und  keine Lebensaufgabe.

So meine Kraft hab ich dann heute lieber in der Mittagspause in ein paar Erledigungen gesteckt, war .nach Feierabend  zuerst einkaufen und hab Essen gemacht.

Nun wartet die Bügelwäsche auf mich…. und später mache ich noch eine große Walking-Runde…und  und….hab so viele Dinge die ich machen möchte…

 

 

Mit Schwung und Elan

…gerade noch rechtzeitig zum Jahres-Endspurt, komme ich auch beruflich wieder in Schwung.

2,5 Monate der Probezeit sind  ja inzwischen schon herum und während ich bisher die Arbeit eben einfach erledigt habe ohne so richtig Spaß daran zu entwicklen, ist es seit  dieser Woche anders…

Es sind Jahresabschluss-Vorbereitungen zu erledigen…und ich komme in Schwung…endlich mal wieder so  RICHTIGE Arbeit…lach…so mit Sinn und Verstand …und prompt laufe ich wieder rund… es geht zack, zack…zügig – aber ohne zu hetzen.

Der Tiefpunkt meiner Verantwortung hat mich heute zum Lachen gebracht…ich musste tatsächlich das Kleingeld aus der Kasse zur Bank bringen…das hab ich das letzte Mal während meiner Ausbildung vor 33 Jahren machen müssen. Hahahha  – aber das stört mich nicht mal.

Gestern Mittag war ich mit meinem Personalvermittler zum Mittagessen verabredet und ich hab vorher lange überlegt ob ich ihn darum bitte mir einen anderen Job zu suchen…ich hab ihm so ein paar Dinge erzählt….aber auch gesagt: das ich aktuell doch erst mal hier bleiben werde…jetzt fange ich gerade erst an mich tatsächlich mit den Gegebenheiten zu arrangieren…dieses Gefühl des inneren Widerstandes ist weg.

Mal sehen ob es mir jetzt gelingt mich bei dieser  Arbeit und mit diesen  Kollegen  wohl zu fühlen…zum ersten Mal hab ich den Eindruck…es könnte klappen….und wenn nicht – etwas anderes suchen kann ich mir immer noch….

Bin mal gespannt wie lange es dieses Mal dauert, bis ich wieder extrem frustriert über einen weiteren Job- Wechsel nachdenke…

Das Gute in dieser Firma  ist, ich habe jetzt die Einwilligung für ein Kontingent an Überstunden im Dezember bekommen…und die bekomme ich sogar ausgezahlt…ohhh prima … die Anzahl an zusätzlichen Stunden hab ich schon fast erreicht…aber es sind ja eh nur noch 4 Tage in diesem Jahr zu arbeiten.

Zum 1. Mal seit vielen Jahren freue ich mich auf Weihnachten. Es  kann also wirklich das entspannteste Weihnachten seit Beginn meiner beruflichen Laufbahn werden… ich bin sehr gespannt.

 

Schönes Leben

Meine Arbeitswoche war durchwachsen…der Job ist immer noch merkwürdig aufgebaut. Wenn aber immer alles gleichbleibend merkwürdig ist, ist es irgendwann normal…daran arbeite ich aktuell.

Ich habe auch ein paar Stunden länger gearbeitet, da wir Monatsschluss haben (auch so eine merkwürdige Regelung: Monatsabschluss ist immer am 4. Sonntag im Monat….außer zu den Quartalsenden, und so hatten wir gestern bereits das Firmen- Monatsende).Aber Monatsschluss heißt jetzt das wir noch 2 weitere Tage Zeit haben die Abschlussbuchungen durch zu führen und dann noch einmal 2 Tage für das Reporting an die Muttergesellschaft.

Mein Überstundenkonto liegt jetzt bei 12 Stunden in knapp 2 Monaten, also einen Gleittag kann ich nehmen  und ich habe noch 2 frei verfügbare  Urlaubstage die ich bis Ende des Jahres nehmen muss…GRINS.  Also ich kann mich nicht beschweren und werde in der nächsten Woche gleich mal einen der Urlaubstage nehmen…Freitag ist doch ein schöner Tag….Das ist unmittelbar nach dem Reporting-Schluss…prima.

Heute ist es leider zu windig um auf dem Balkon meinen Kaffee zu trinken…das ist schade…aber auf der Couch ist es ja auch gemütlich.

Wenn ich noch einmal an meine Zeit in der alten  Firma denke (und auch an meine gescheitere Beziehung)  und an meine Unterhaltungen  mit dem überlasteten Kollegen und anderen Kollegen dort  und an mein langes Telefonat gestern mit einem meiner Mädels…Mich dann hier in meiner Wohnung umschaue und über mein aktuelles Leben nachdenke: Ich hab die richtigen Entscheidungen getroffen.

Ich habe ein schönes Leben.

Eigentlich wollte ich diese Aussage unkommentiert stehen lassen…habe aber im Laufe der letzten Monate  gelernt, das so ein einfacher klarer Satz durchaus missverständlich interpretiert werden kann…

  • es ist ein Satz aus der Tiefe meines Herzens
  • denn ich meine es im friedlicher und zufriedener Grundstimmung
  • nein, es ist keine trotzige Aussage um eine „falsche“ Entscheidung trotzdem als „richtig“ hinzustellen
  • nein, es ist kein Selbstbetrug
  • und nein, es war keine Flucht vor mir selbst

So wenn gleich die erste Waschmaschine durchgelaufen ist, ziehe ich mich wetterfest an und gehe einkaufen, mache dazu auch einen kurzen Abstecher nach Hamburg, später fahre ich noch Richtung  Wedel zum Schwimmen und in die Sauna  und für Morgen habe ich wieder einen Ausflug in Planung: Es geht nach Plön am Rande der Holsteinischen Schweiz, ob Schloss und Stadt oder an den Plöner See oder von Seedorf aus in den Wald…mal sehen worauf ich Morgen Lust habe.

Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende – wenn möglich: macht Dinge die Euch Spaß machen…

 

 

 

 

 

 

 

Entspannt ins Wochenende

Die letzte Nacht habe ich schlecht geschlafen…das passiert leider öfter rund um den Vollmond…und so hab ich heute ab kurz vor  3 Uhr nachts wach gelegen…es gab keinen Grund dafür…also ich hab mir keine Sorgen gemacht…so wie früher oft. Aber mit dem Einschlafen wollte es nicht so recht klappen.

Also hab ich kurzerhand das Hörbuch laufen lassen, den Timer auf 30 Minuten eingestellt und habe meinen  spannenden Krimi weiter gehört.

Damit habe ich meinen Kopf abgelenkt…nichts ist schlimmer als im 2 Minuten-Takt zu denken: Du musst so langsam mal wieder einschlafen…lach…und es hat auch nicht lange gedauert und ich war wieder im Schlummerland.

Der Arbeitstag heute war wirklich schön…ich hab viel neues gelernt, mich mit Kollegen und auch mit meiner Chefin nett unterhalten und  habe ein paar der Entscheidungsträger kennen gelernt…ich kenne inzwischen die Namen und Gesichter meiner direkten Kollegen, und nach und nach kehren auch die Namen und Funktionalitäten aus anderen Abteilungen immer wieder.

Ich trage zwar immer noch das Namensschild, welches mich für alle Anderen  als Neuling kennzeichnet…lach…aber langsam gehöre ich dazu… meine Chefin  fragte mich wie es mir jetzt in der Firma geht: Danke mir geht es gut. Sie meinte dazu:  die Firma hätte jetzt so lange auf mich warten müssen, da möchte sie sicher stellen, das ich nicht gleich wieder abhaue. Nein – mit dem Gedanken spiele ich nicht.

Gestern hatte ich einen selbstgebackenen Kuchen mit gebracht…nur so, nicht zum Einstand…es sind ja noch viele Kollegen in den Herbstferien. Das kam gut an.

Und ich hab heute etwas früher Feierabend gemacht… Ich muss ja auf mein Stundenkonto achten. Bei jedem Arbeitszeit-Stempeln werden  die Über-oder Unterstunden angezeigt…und da  läppern sich die täglichen 15-30 Minuten  mehr pro Tag schon schnell zu ein paar Stunden zusammen. Da das Überstunden-Guthaben limitiert ist, muss ich darauf achten das es nicht unnötig anwächst….

MAN-O-MAN…das sind ja echte Luxus-Probleme….ZEIT-Luxus-Probleme….hahahaha. Ich bin schon einmal in dieser Woche darauf aufmerksam gemacht worden, das ich mein Zeitkonto im Auge behalte…und ich muss jetzt schon so schnell wie möglich meinen Urlaub für dieses Jahr einplanen. Es ist tatsächlich nicht erlaubt Urlaubstage mit ins Folgejahr zu nehmen.

Aber auch hier gilt wegen des Jahresabschlusses : Kein Urlaub im Dezember….höchstens einen einzelnen Tag je Mitarbeiter. Also kann ich jetzt über 7 Urlaubstage frei verfügen.