Kraftvolle Tage

Nun also hab ich meine Kräfte wieder…Montag Abend war ich noch relativ müde nach der Arbeit…aber gestern bin ich direkt nach Feierabend ins Fitnessstudio gegangen und hab später zuhause noch meine Kammer aufgeräumt und dies und das erledigt.

Und heute merke ich wie meine Energie-Depots wieder aufgeladen sind…wunderbar….mit Schwung und Elan hab ich auch diesen Arbeitstag überstanden. Wieder waren es 10 Stunden.

Aber ab jetzt muss ich die Stundenzahl wieder reduzieren…wir wurden heute noch einmal aufgefordert nur die priorisierten Aufgaben zu erledigen…alles andere soll warten. Die Überstunden müssen ab sofort wieder drastisch zurück gefahren werden…Uns wurde sogar angeraten lieber Minus-Stunden zu machen..bei steigendem Arbeitsaufkommen. Hahahha –  Also die Quadratur des Kreises…verrückt – aber nicht zu ändern. So zu arbeiten ist weder effizient, noch befriedigend…und es birgt auf Dauer auch eine Gefahr…Gerade bei unserer Arbeit gibt es viele kleine Dinge,  die man auf den ersten Blick nicht sieht, die sich irgendwann aber so aufhäufen, das man es überhaupt nicht mehr bewältigt bekommt….ich hab es selber erlebt.., aber wenn es so sein soll… dann ist es eben so.

Ich habe überhaupt nichts dagegen wieder mehr Freizeit zu haben. Allerdings wurde uns schon angekündigt, das es noch ein paar Sonderprojekte in diesem Jahr gibt….hahahha – ja klar …. das macht Sinn…. hahahahah – gut das es für mich nur noch ein Job ist und  keine Lebensaufgabe.

So meine Kraft hab ich dann heute lieber in der Mittagspause in ein paar Erledigungen gesteckt, war .nach Feierabend  zuerst einkaufen und hab Essen gemacht.

Nun wartet die Bügelwäsche auf mich…. und später mache ich noch eine große Walking-Runde…und  und….hab so viele Dinge die ich machen möchte…

 

 

Mit Schwung und Elan

…gerade noch rechtzeitig zum Jahres-Endspurt, komme ich auch beruflich wieder in Schwung.

2,5 Monate der Probezeit sind  ja inzwischen schon herum und während ich bisher die Arbeit eben einfach erledigt habe ohne so richtig Spaß daran zu entwicklen, ist es seit  dieser Woche anders…

Es sind Jahresabschluss-Vorbereitungen zu erledigen…und ich komme in Schwung…endlich mal wieder so  RICHTIGE Arbeit…lach…so mit Sinn und Verstand …und prompt laufe ich wieder rund… es geht zack, zack…zügig – aber ohne zu hetzen.

Der Tiefpunkt meiner Verantwortung hat mich heute zum Lachen gebracht…ich musste tatsächlich das Kleingeld aus der Kasse zur Bank bringen…das hab ich das letzte Mal während meiner Ausbildung vor 33 Jahren machen müssen. Hahahha  – aber das stört mich nicht mal.

Gestern Mittag war ich mit meinem Personalvermittler zum Mittagessen verabredet und ich hab vorher lange überlegt ob ich ihn darum bitte mir einen anderen Job zu suchen…ich hab ihm so ein paar Dinge erzählt….aber auch gesagt: das ich aktuell doch erst mal hier bleiben werde…jetzt fange ich gerade erst an mich tatsächlich mit den Gegebenheiten zu arrangieren…dieses Gefühl des inneren Widerstandes ist weg.

Mal sehen ob es mir jetzt gelingt mich bei dieser  Arbeit und mit diesen  Kollegen  wohl zu fühlen…zum ersten Mal hab ich den Eindruck…es könnte klappen….und wenn nicht – etwas anderes suchen kann ich mir immer noch….

Bin mal gespannt wie lange es dieses Mal dauert, bis ich wieder extrem frustriert über einen weiteren Job- Wechsel nachdenke…

Das Gute in dieser Firma  ist, ich habe jetzt die Einwilligung für ein Kontingent an Überstunden im Dezember bekommen…und die bekomme ich sogar ausgezahlt…ohhh prima … die Anzahl an zusätzlichen Stunden hab ich schon fast erreicht…aber es sind ja eh nur noch 4 Tage in diesem Jahr zu arbeiten.

Zum 1. Mal seit vielen Jahren freue ich mich auf Weihnachten. Es  kann also wirklich das entspannteste Weihnachten seit Beginn meiner beruflichen Laufbahn werden… ich bin sehr gespannt.

 

Schönes Leben

Meine Arbeitswoche war durchwachsen…der Job ist immer noch merkwürdig aufgebaut. Wenn aber immer alles gleichbleibend merkwürdig ist, ist es irgendwann normal…daran arbeite ich aktuell.

Ich habe auch ein paar Stunden länger gearbeitet, da wir Monatsschluss haben (auch so eine merkwürdige Regelung: Monatsabschluss ist immer am 4. Sonntag im Monat….außer zu den Quartalsenden, und so hatten wir gestern bereits das Firmen- Monatsende).Aber Monatsschluss heißt jetzt das wir noch 2 weitere Tage Zeit haben die Abschlussbuchungen durch zu führen und dann noch einmal 2 Tage für das Reporting an die Muttergesellschaft.

Mein Überstundenkonto liegt jetzt bei 12 Stunden in knapp 2 Monaten, also einen Gleittag kann ich nehmen  und ich habe noch 2 frei verfügbare  Urlaubstage die ich bis Ende des Jahres nehmen muss…GRINS.  Also ich kann mich nicht beschweren und werde in der nächsten Woche gleich mal einen der Urlaubstage nehmen…Freitag ist doch ein schöner Tag….Das ist unmittelbar nach dem Reporting-Schluss…prima.

Heute ist es leider zu windig um auf dem Balkon meinen Kaffee zu trinken…das ist schade…aber auf der Couch ist es ja auch gemütlich.

Wenn ich noch einmal an meine Zeit in der alten  Firma denke (und auch an meine gescheitere Beziehung)  und an meine Unterhaltungen  mit dem überlasteten Kollegen und anderen Kollegen dort  und an mein langes Telefonat gestern mit einem meiner Mädels…Mich dann hier in meiner Wohnung umschaue und über mein aktuelles Leben nachdenke: Ich hab die richtigen Entscheidungen getroffen.

Ich habe ein schönes Leben.

Eigentlich wollte ich diese Aussage unkommentiert stehen lassen…habe aber im Laufe der letzten Monate  gelernt, das so ein einfacher klarer Satz durchaus missverständlich interpretiert werden kann…

  • es ist ein Satz aus der Tiefe meines Herzens
  • denn ich meine es im friedlicher und zufriedener Grundstimmung
  • nein, es ist keine trotzige Aussage um eine „falsche“ Entscheidung trotzdem als „richtig“ hinzustellen
  • nein, es ist kein Selbstbetrug
  • und nein, es war keine Flucht vor mir selbst

So wenn gleich die erste Waschmaschine durchgelaufen ist, ziehe ich mich wetterfest an und gehe einkaufen, mache dazu auch einen kurzen Abstecher nach Hamburg, später fahre ich noch Richtung  Wedel zum Schwimmen und in die Sauna  und für Morgen habe ich wieder einen Ausflug in Planung: Es geht nach Plön am Rande der Holsteinischen Schweiz, ob Schloss und Stadt oder an den Plöner See oder von Seedorf aus in den Wald…mal sehen worauf ich Morgen Lust habe.

Ich wünsche Euch ein schönes Wochenende – wenn möglich: macht Dinge die Euch Spaß machen…

 

 

 

 

 

 

 

Entspannt ins Wochenende

Die letzte Nacht habe ich schlecht geschlafen…das passiert leider öfter rund um den Vollmond…und so hab ich heute ab kurz vor  3 Uhr nachts wach gelegen…es gab keinen Grund dafür…also ich hab mir keine Sorgen gemacht…so wie früher oft. Aber mit dem Einschlafen wollte es nicht so recht klappen.

Also hab ich kurzerhand das Hörbuch laufen lassen, den Timer auf 30 Minuten eingestellt und habe meinen  spannenden Krimi weiter gehört.

Damit habe ich meinen Kopf abgelenkt…nichts ist schlimmer als im 2 Minuten-Takt zu denken: Du musst so langsam mal wieder einschlafen…lach…und es hat auch nicht lange gedauert und ich war wieder im Schlummerland.

Der Arbeitstag heute war wirklich schön…ich hab viel neues gelernt, mich mit Kollegen und auch mit meiner Chefin nett unterhalten und  habe ein paar der Entscheidungsträger kennen gelernt…ich kenne inzwischen die Namen und Gesichter meiner direkten Kollegen, und nach und nach kehren auch die Namen und Funktionalitäten aus anderen Abteilungen immer wieder.

Ich trage zwar immer noch das Namensschild, welches mich für alle Anderen  als Neuling kennzeichnet…lach…aber langsam gehöre ich dazu… meine Chefin  fragte mich wie es mir jetzt in der Firma geht: Danke mir geht es gut. Sie meinte dazu:  die Firma hätte jetzt so lange auf mich warten müssen, da möchte sie sicher stellen, das ich nicht gleich wieder abhaue. Nein – mit dem Gedanken spiele ich nicht.

Gestern hatte ich einen selbstgebackenen Kuchen mit gebracht…nur so, nicht zum Einstand…es sind ja noch viele Kollegen in den Herbstferien. Das kam gut an.

Und ich hab heute etwas früher Feierabend gemacht… Ich muss ja auf mein Stundenkonto achten. Bei jedem Arbeitszeit-Stempeln werden  die Über-oder Unterstunden angezeigt…und da  läppern sich die täglichen 15-30 Minuten  mehr pro Tag schon schnell zu ein paar Stunden zusammen. Da das Überstunden-Guthaben limitiert ist, muss ich darauf achten das es nicht unnötig anwächst….

MAN-O-MAN…das sind ja echte Luxus-Probleme….ZEIT-Luxus-Probleme….hahahaha. Ich bin schon einmal in dieser Woche darauf aufmerksam gemacht worden, das ich mein Zeitkonto im Auge behalte…und ich muss jetzt schon so schnell wie möglich meinen Urlaub für dieses Jahr einplanen. Es ist tatsächlich nicht erlaubt Urlaubstage mit ins Folgejahr zu nehmen.

Aber auch hier gilt wegen des Jahresabschlusses : Kein Urlaub im Dezember….höchstens einen einzelnen Tag je Mitarbeiter. Also kann ich jetzt über 7 Urlaubstage frei verfügen.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Und alles nur wegen Trump

Ich hätte niemals geglaubt, das ich mal sage der Amerikanische Präsident hat einen unmittelbaren Einfluss auf meine Arbeit….tztztz

Aber leider ist es so…durch das Verhalten von Trump ist es nun leider sehr wahrscheinlich geworden, das ich (in einem Deutschen Unternehmen in Deutschland) einen zusätzlichen Jahresabschluss machen muss….das wäre dann schon der 3. Jahresabschluss innerhalb von 7 Monaten…

Ich war bislang noch nie gut auf Trump zu sprechen, aber sein Verhalten im Haushaltsstreit und dem längsten Shutdown in der US-Geschichte schlägt dem Fass nun endgültig den Boden aus….und jetzt kommt`s:

Durch den anhaltenden Shutdown verzögert sich das gesamte Projekt mit den USA weil notwendige Genehmigungen NICHT rechtzeitig erteilt wurden….und so verzögert sich weiterhin die Umstrukturierung unseres Konzern. Zuerst haben die amerikanischen Kartellbehörden sich unendlich viel Zeit gelassen, so das der Finanzabschluss zum 31.08. schon vergeblich war…der Abschluss zum 31.12. ist auch noch nicht ganz überstanden und schon heißt es Ääääätsch….auch vergeblich.

Also ALLE Aktionen seit Juli 2018, mit 2x Jahresabschluss, mit einer Kaufpreis-Bewertung, einer Offenlegung stiller Reserven, mit Restriktionen in Cash-Ausgaben und mit hastigen Ausgaben für kleinere Investitionen um noch alles zu sichern, mit jede Menge Daten die wir zur Verfügung stellen mussten, Fragen beantworten, Meetings mit Wirtschaftsprüfern und das alles zusätzlich zur normalen Arbeit, war vergeblich und nun waren wir FAST am Ziel…Ende Januar war der nun anvisierte endgültige Termin…nun wurde WIEDER alles nach hinten verschoben…und wieder geht alles von vorne los.

Also vielen Dank in die USA…ich lebe nicht mehr, sondern arbeite permanent 12-14 Stunden am Tag…und habe das Gefühl in einer Parallel-Welt zu existieren…also normal ist das nicht und Spaß macht es schon lange keinen mehr.

Eine Ärztin in der Kardiologie hat mich dann auch gefragt: „MÜSSEN Sie da arbeiten?“ -ja gute Frage

Arbeiten für Umsonst und gute Worte

Da sitze ich nun hier und überlege was ich eigentlich schreiben möchte….zu schreiben gäbe es eigentlich genügend…aber über einige Themen möchte ich mir einfach keine Gedanken machen…

…ich bin heute früh am Nachmittag in den Feierabend gegangen….trotz meiner 130 Überstunden der letzten Monate (nicht mit gerechnet die mehreren Hundert die ich im Laufe der letzten Jahre gemacht habe und nie auch nur ansatzweise abfeiern konnte) hatte ich mal wieder ein schlechtes Gewissen, weil ich früh gegangen bin.

Warum eigentlich?

Vertrauensarbeitszeit ist selten zum Vorteil der Arbeitnehmer, auch wenn es erst einmal gut klingt zu sagen: es gibt keine Zeiterfassung. Und obwohl ich genügend Arbeit habe, gehe ich heute früher als die Anderen, denn die Zeit kann ich mir ja selber einteilen, wann ich das erledige, Hauptsache die ist fertig, wenn sie fertig sein muss.

Schon muss ich mich wieder rechtfertigen warum ich neue Projekte ablehne oder nicht noch andere Aufgaben übernehme….ich muss ja Zeit haben, sonst würde ich nicht früher gehen. Das ich aber i.d.R.  täglich mehr Stunden arbeite, als ich eigentlich muss und dazu noch zusätzliche Überstunden während der Abschlüsse mache, das sieht kaum einer….

Das ist doch ein blödes Gefühl sich immer schuldig zu fühlen….so ganz ohne Grund…na klar kann ich mir alles selber einteilen, aber die Blicke und so manche Äußerung der Kollegen zeigen ein anderes Bild…Und es macht ja überhaupt keinen Sinn ständig bei den Kollegen zu sagen: ich habe genügend Überstunden…lach….

Und dann meine eigenen Gedanken: also eigentlich könntest Du Dich jetzt damit und damit und damit beschäftigen…aber das reicht auch bis Ende der Woche,  Ende nächster Woche oder Ende des Monats…also nichts ist dringend…..aber alles ist wichtig.

Meine Chefin hat erst letzte Woche gefragt ob ich noch ein Projekt zusätzlich in diesem Jahr übernehmen kann…. NEIN – kann ich nicht….und dann der kritische Blick wenn ich sage ich gehe früher…. Lach….da wäre mir eine überprüfbare Zeiterfassung, die jederzeit von den Chefs eingesehen werden kann, fast lieber….denn dann würden Überstunden auch mal  sichtbar und vor allem auch ausbezahlt werden können…so arbeite ich quasi für „umsonst und gute Worte“.

 

Überstunden und das Gesetz

Mitten in meiner Arbeitshauptsaison, während meiner 11-12Std. “Schichten“ ohne Wochenend-Frei, kommt ein Kollege, baut sich vor mir auf und lamentiert über die vielen Überstunden in seiner Abteilung und das das laut Arbeitszeitgesetz in Deutschland gar nicht erlaubt ist.

Na danke…da bist du bei mir ja gerade an der richtigen Stelle…ich hab bereits 62 Überstunden in diesem MONAT….lach….und Morgen  kommen noch ein paar hinzu.

Was soll ich dazu sagen…er hat ja Recht. Ich bin nur erstaunt das er, als technischer Mitarbeiter, den gesamten Inhalt des Gesetzes kennt…er hat sich damit wohl schon eine Weile beschäftigt.

Ich hab ihm geraten

  1. Mit seinem Vorgesetzten darüber zu reden
  2. Dienst nach Vorschrift zu machen
  3. Sich nicht aufzuregen, er hat es in der Hand es zu ändern
  4. Da er ohnehin nicht ganz gesund ist, doch zum Arzt zu gehen

Für mich ist das seit 30Jahren normal so zu arbeiten…dafür kommen auch wieder ruhigere Zeiten und ja es macht mir im Moment sogar richtig Spaß.

Überstunden und mehr

Überstunden in dieser Woche: 21 Std.

Das Ergebnis ist: ich bin innerlich derartig unruhig, das ich weder still sitzen, noch entspannen kann. Und ich bin zu kaputt zum Einschlafen. Ein beschi….nes Gefühl ist das.

Mein Freund ist zu allem Überfluss auch noch mit triefender Nase  und Schulterproblemen aus dem Zug gestiegen und so war das geplante faule Wochenende mit meinen Verspannungen, Übermüdung und Unruhe am Ende doch eher eine aktive Krankenstation.

Gerettet hat mich am Samstagabend dann ein Entspannungsbad….DAS tat mir ja sooooo gut und danach hatte ich auch genügend Ruhe um endlich ein wenig zu schlafen. Ins Bett bin ich dann bereits um 22:30 Uhr gegangen…an einem Samstagabend….na egal, das zumindest hat wirklich gut getan….

Mein Schatz wollte keine Wärmekompresse für seine Schulter….die hab ich ihm jedoch einfach untergejubelt als er so halbwegs schlief…und ins Erkältungsbad ist er erst heute Nachmittag gegangen…ja das hat auch ihm geholfen….trotzdem ist diese Schniefnase heute Abend wieder in den Zug gestiegen…. Seufz.

Ich werde Morgenfrüh dafür bereits um 6 Uhr im Büro sein, ich versuche es zumindest….so hab ich dann noch etwas Zeit bevor ich die Zahlen fertig haben muss…Diese und nächste Woche wird noch einmal hart werden……ich hoffe bloß ich hab mich bei meiner Schniefnase nicht angesteckt.

Belastbar? – aber na klar

Im Job haben mich mal wieder zwei Kollegen mit den Daten hängen lassen und meine Chefin  hat mich in der jährlichen Beurteilung beim Punkt „Belastbarkeit“ schlechter bewertet, als ich gedacht hätte. Habe beim Gespräch Einspruch erhoben…es ist immer noch ein „GUT“, aber mal ehrlich….ich reisse  mir den Allerwertesten auf, um allen gerecht zu werden. Zeige immer viel Einsatz und Engagement und bekomme doch nur ein „GUT“?  Ihre Begründung: ich würde im Monatsabschluss hektisch wirken.

????? Na das bringt die Deadline eben so mit sich….und den meisten Stress bei mir verursacht sie.

Sie mailt mir ein paar Zahlen aus denen ich  Buchungen machen soll  und fragt Minuten später ob das erledigt ist….Ähmm….ich bin noch dabei….melde mich, sobald ich fertig bin…und dann sagt sie…okay lass Dir Zeit. Und gleichzeitig wird klar, sie wartet  nur darauf das ich fertig werde… Und wenn dann in der Zeit jemand kommt, dann sage ich eben…sorry geht grad nicht…muss noch etwas für die Chefin fertig machen…und das ist dann schlecht? SIE hat doch gesagt, ich soll den Kollegen ruhig sagen, wenn es zeitlich mal nicht passt.

Und wenn ich dann erzähle ich bin seit 6 Uhr im Büro, damit sie die Daten bis 11 Uhr fertig vorbereitet bekommt, dann heißt es: keine Eile wir haben doch Zeit. Bin ich aber nicht fertig, dann fragt sie und WANN kann ich jetzt  die Daten haben…sie muss aber um 15 Uhr gehen…aber mir erzählen wir haben den ganzen Tag noch Zeit und ich solle mich nicht so sklavisch an die Deadline (17 Uhr) halten. Man die weiß echt nicht, WAS sie mir gerade verklickern möchte.

Sie hatte nämlich letzte Woche spöttisch gemeint meine Zuarbeiterin hätte für 3 Belege 1 Std. gebraucht…ganz ehrlich ich hab das noch nie unter dem Zeitaspekt  betrachtet, fühle mich aber jetzt unter zeitlicher Erpressung schneller zu sein. Aber wie lange brauche ich  für einen Beleg? Da es um qualitativ hochwertige Entscheidungen geht, dauert das Auswählen schon etwas Zeit…

Und dabei bin  ich  schon schnell…..und super vorbereitet…..heute hab ich mal die Zeit gestoppt, durchschnittlich  4 Minuten für einen Beleg: Aus der Mail die Daten entnehmen, dafür einen Beleg erzeugen mit der richtigen Vorlage, den  richtigen Konten/Kostenstellen/Gegenkonten/Aufträgen, Den Beleg drucken…zum Drucker rennen (mehrere Büros entfernt) zurück, den  Beleg buchen und dabei kontrollieren,  beschriften, in die Rückstellungsliste eintragen, Ergebnis abgleichen und in die Ablage legen….und dabei bündel ich schon  einiges…renne nicht wegen jeder Buchung zum Drucker.

Aufgetaucht

Aufgetaucht aus den Tiefen meiner Arbeit, hole ich gerade mal wieder Luft….und wundere mich, das sich auch in diesem Jahr die Welt weiter gedreht hat.

Die gesamt Weihnachtszeit, Neujahr und dann bis zum 10. Februar war ich fast ununterbrochen mit meinem Job beschäftigt. Jedes Jahr ist das die Zeit, in der ich unzählige Überstunden anhäufe und mich körperlich verausgabe….fehlende Pausen sind dabei das größte Problem.

Aber auch in diesem Jahr war klar, ich schaffe das. Und in diesem Jahr war alles wesentlich leichter, als in den Vorjahren. Immerhin hab ich ½ Arbeitskraft mehr und es gab KEINE unvorhergesehenen Schwierigkeiten. Alles war schon einmal da und damit waren die Abläufe auch bekannt…. Das Schlimmste war eigentlich das meine Chefin immer noch im Mutterschutz war….

Soooooo, das ist also geschafft und ich bin zufrieden so wie es gelaufen ist.