Eigenes Wert-System

Eigenes Wert-System

Zu meinem Tagesausflug gestern hatte ich mich erst relativ spät entschieden: immerhin liegt Jever gute 230km entfernt und das Wetter ist immer noch mit Regen und viel Wind beschäftigt…..aber gut – nur noch länge zuhause zubleiben, war ja nicht mein Plan.

Mit dem Blick auf die Wetter-Prognosen stand die Wahrscheinlichkeit das es in Jever auch mal aufhört mit dem Regen und evtl. sogar Sonnenschein geben könnte, nicht schlecht.

Also bin ich am Vormittag aufgebrochen….erst einmal durch den Elbtunnel, an Bremen vorbei, Richtung Oldenburg und dann weiter Richtung Küste. Es war zwar relativ voll auf den Straßen, aber immerhin floss der Verkehr ohne Probleme.

Während meiner Autofahrt reifte in mir ein kleiner Plan, den Ausflug zu verlängern, um auch der Fahr-Strecke gerecht zu werden, indem ich eine spontane Übernachtung ins Auge fasste….das hätte mir die Möglichkeit gegeben auch Wittmund, Leer oder Wilhelmshaven zu besuchen. (Wechselklamotten hatte ich eh eingepackt, wegen des Regens…dazu hatte ich die Reisezahnbürste und Tabletten in der Tasche)

Aber es scheiterte letztlich an einer preislich vernünftigen Übernachtungsmöglichkeit in und um meine Zielgebiete herum…wie schon vorher geschrieben, werden diese Orte an den Küsten und in relativer Küstennähe aktuell überrannt.

Jeder hat für sich sein eigenes inneres Wert-System.

Das ist das, was man bereit ist für eine Sache an Geld auszugeben. Dieses Wert-System ist für jeden anders…hängt ab vom eigenen Anspruch, den eigenen finanziellen Möglichkeiten und der Wertstellung der Dinge innerhalb des eigenen Lebens.

Wenn ich nicht gerade einen Wellness-Aufenthalt buche, hat eine Übernachtung im Hotel / Landgasthof / Ferienzimmer für mich keinen so großen Stellenwert…also bin ich auch nicht bereit, sehr viel Geld dafür auszugeben. Meine Wertstellung für die Möglichkeit einer reinen Übernachtung mit sauberem Bett und Dusche liegt daher zwischen 50-70 EUR für ein Einzelzimmer im ländlichen Bereich…..bis 80 EUR in einer Stadt.

Und dann hab ich gesehen, was aktuell im Bereich der Nordsee für Preise aufgerufen werden….Wenn denn überhaupt noch freie Zimmer zur Verfügung standen, lagen die meisten Zimmer bei 90 – 300 EUR pro Nacht….und es ging noch weiter rauf….oder wenn es mal ein Angebot innerhalb meiner Wert-Vorstellung gab, dann war es gleich grottig bewertet.

Angebot und Nachfrage….juuup – schon klar: die Nachfrage ist hoch – das Angebot bleibt überschaubar….ich verstehe, das die Preise steigen müssen, damit auch die Hoteliers und die Angestellten „überleben“ können….aber diese Preise passten einfach nicht in mein Wert-System.

Ich hab den frühen Abend dann noch in Hooksiel verbracht…bin schön durch das Örtchen und am alten Hafen entlang gelaufen und dann tatsächlich noch am gleichen Abend wieder nach Hause gefahren.

Leer, Emden, Wittmund und Wilhelmshaven besuche ich dann mal zu einem anderen Zeitpunkt….plane dann im Voraus auch die Übernachtungen….im Herbst ist bestimmt auch weniger los.

In Hooksiel gab es auch so schöne und ruhige Plätze wie diesen hier:

Auf der Bank rechts saß ich dann noch ein Weile und genoss die Ruhe … genauso wie die Enten ,die sich dort am Uferrand niederließen…die Köpfe unter dem Federkleid versteckend…

…bis eine Mutter mit kleinem Kind auf dem Arm, vorbeikam und, nur um das Kind zu belustigen, mit lauten Gejuchze zu und durch die ruhende Entengruppe lief, so das diese laut schnatternd aufgeschreckt das Weite in dem Kanal suchten…..das fand ich auch unpassend….um nicht zu sagen – unmöglich.

Ist das Urlaub?

Um das gleich mal zu beantworten…JA, es ist Urlaub.

Obwohl ich Urlaub normalerweise als eine Zeit ohne Termine, also mit freier Zeiteinteilung definiere.

Ich habe jedoch in den letzten Tagen und auch heute, Verabredungen…die mir in den Zeiten dazwischen nicht soviel Spielraum lassen… will ja nicht verschwitzt oder abgehetzt mit Freunden oder ehem. Kollegen zusammen treffen…

Meine bisherigen Treffen waren einfach toll….und haben mir sehr gut getan…mein liebster Freund und ehemaliger Tanzpartner hat mir eines der schönsten Komplimente gemacht: ich würde ihm gut tun, weil ich so (innerlich) ruhig bin…während wir uns über Stunden angeregt unterhalten haben …er würde jetzt mal zur Ruhe kommen ….haaaach wie schön…

Sightseeing durchs alte Leben

Die letzten 2 Arbeitstage bis zum Urlaub waren schon nervig….aber ab heute hab ich Urlaub – Endlich.

Aufgestanden bin ich um 4.30 Uhr…..Abfahrbereit war ich um 6 Uhr…..Das Fahrrad hatte ich schon gestern (während des großen Regens) ins Auto verfrachtet, ebenso die Reisetasche gepackt.

An meinem 1. Urlaubstag ging es dann tatsächlich um 6 Uhr Morgens los….zurück in die Vergangenheit.

Es sind ziemlich genau 2 Jahre die ich jetzt bereits fort bin aus Frankfurt / Bad Soden und Schnöselhausen….Freitag den 13. September 2019 hatte ich meinen letzten Arbeitstag in Bad Soden und bin direkt nach dem letzten Arbeitstag ins Auto gestiegen und nach Schleswig-Holstein gefahren…meine Möbel waren ja schon fast zwei Monate vorher umgezogen.

Soooo und nach 2 Jahren mache ich nun den 1. Besuch in dieser alten Heimat, in der ich immerhin fast 16 Jahre gelebt habe.

Ich hab in der Nähe von Frankfurt ein Hotelzimmer reserviert….es hat zum Glück eine Klimaanlage auf dem Zimmer und Außenjalousien…..den ausgerechnet ab heute soll es hier wieder richtig warm werden…also gegen ein paar Grad weniger, hätte ich auch nichts einzuwenden gehabt.

Die Fahrt mit mehr als 500km war entspannt….und das, obwohl die ersten 260km fast durchgängig von Baustellen und Geschwindigkeitsbegrenzungen begleitet wurden….also auch mit einer Geschwindigkeitsbegrenzung von 130kmH wäre ich schneller hier gewesen…..hahahah….dann wäre ich nämlich richtig schnell unterwegs gewesen….aber ich hatte ja eh Zeit genug…..und war auch so nach 5,5 Stunden am Ziel angekommen…..nur mit 2 kurzen Pinkelpausen.

Ich bin aber nicht bis nach Frankfurt gefahren, sondern schon kurz vorher bei Bad Homburg v.d.H. von der A5 abgefahren…..bin nach Schnöselhausen gefahren (meinem letzten Wohnort in Hessen) ….wollte dort aber nur sehen, ob das komische Bauprojekt am Bahnhof inzwischen fertig ist…war es aber nicht…..Halt machen wollte ich hier nicht….

Von dort bin ich dann nach Bad Soden a.T. gefahren…quasi meinen alten Weg zur Arbeit …..einmal durch den Ort und an meinem alten Arbeitgeber vorbei….

…dann im nächsten angrenzenden Ort ab ins riesige Einkaufszentrum, in dem ich früher oft war….einmal eine Runde schlendern. Interessant: trotz Corona, sind fast alle Geschäfte noch genau so da, wie früher…egal ob groß oder klein (außer dem Karstadt…aber das war ja schon vorher klar)….

…dann ging die Sightseeing-Tour weiter, kurz über die Autobahn in die nächste Ortschaft…..hier war früher der riesige REAL-Markt, in dem ich immer die Lebensmittel eingekauft habe…..der inzwischen aber abgerissen wurde…..alles andere sieht noch so aus, wie früher….

…und dann ging es nach Frankfurt-Rödelheim…dort hab ich 10 Jahre gewohnt…und hab sogar einen Parkplatz an der Hauptstraße bekommen…..bin durch das Viertel gelaufen, hab ein Eis an der Eisdiele geholt (die haben umgebaut….hmmm…gefällt mir so zwar nicht – aber das Eis ist immer noch lecker)….bin meinen alten Schleichweg an der Nidda entlang spaziert….an dem Biergarten vorbei (hmmm…..schade, jetzt ist es ein China-Restaurant)…..und an dem Haus vorbei wo ich gewohnt habe (hmmm – alle Namen ungekannt)….

….Dann ging es weiter …..aber jetzt wieder raus auf Frankfurt, zumindest für heute….ab zum Hotel.

Inzwischen war es schon Nachmittag und ich wollte mich jetzt erst einmal etwas von der Fahrt ausruhen und frisch machen….Für den Abend hatte ich dann ja schon die 1. Verabredung….

Letzter Tag im Urlaub

An meinem 3 .Tag im Urlaub an der Mecklenburgischen-Seenplatte habe dann lieber das Weite gesucht und bin nach Mirow gefahren….Mirow wirbt damit kleiner und beschaulicher zu sein, als Waren.

Auf dem Weg dorthin hab ich in Klink halt gemacht…die haben einen wunderschönen Strand mit flachem Wasser und das läd schon sehr zum Verweilen ein….ich bin eine Weile dort geblieben mit dem Füssen im Wasser…..herrlich.

in Mirow hab ich mir dann das Rad geschnappt und bin wieder einmal kreuz und quer gefahren…außer einem Schlenker zum Schloss hab ich den eigentlichen Ort gemieden….auch hier waren wieder einmal zu viele Menschen.

Das war auch der Grund, warum ich mich dann doch gegen das Paddeln entscheiden habe, zu viel Trubel.

Stattdessen bin ich mit dem Rad ein paar sehr schöne Strecken über Land gefahren…Mein Mittagessen bestand aus einem Fischteller in einer Fischräucherei (reichlich und lecker) und später am Nachmittag hab ich Brötchen und Fleischwurst für das Abendessen gekauft. Ich hatte zu dem Zeitpunkt beschlossen nicht noch einen weiteren Versuch mit den Restaurants vor Ort zu unternehmen.

Es war ein schöner, aber unspektakulärer Tag…Am späteren Abend bin ich dann doch noch einmal in Ruhe und mit der Kühle des Abends durch Waren gelaufen….jetzt konnte ich mir endlich einiges in Ruhe ansehen…..

Soooo und am nächsten Tag ging es dann ja wieder nach Hause…

Resümee: ich werde es im nächsten Jahre noch einmal wagen dort Urlaub zu machen…evtl. zu einer anderen Jahreszeit….vielleicht sind dann weniger Mücken dort, evtl. auch weniger Menschen…ich hatte mir eindeutig mehr von diesem Urlaub versprochen….meine Erwartungshaltung war wahrscheinlich einfach zu hoch..,,,

Enttäuschung: das Ende einer Täuschung…. oder auch: Enttäuschungen sind nicht erfüllte Erwartungen…

Wieder Zuhause

Heute Morgen war mein 1. Gedanke: Ich darf wieder nach Hause fahren. Und das nach 3 Übernachtungen in einem Hotel in Deutschland, also nicht in einem Slum der Welt oder fernab der Zivilisation.

Ich weiß ja, das ich zu den Menschen gehöre, die nicht so gerne lange von Zuhause weg sind. Dabei hab ich mich auf den Urlaub gefreut….mal ein paar Tage raus zu kommen, war auch gut….trotzdem bin ich froh jetzt wieder hier zu sein.

Mein Rückzugsort, meine Trutzburg….hier fühle ich mich wohl und hab alles was ich brauche… hier trampelt Niemand bis fast 24.00 Uhr über mir herum…hier kann ich die Fenster öffnen ohne das „Terror“-Mücken mir das Leben schwer machen…ich kann die Stille auf dem Balkon geniessen und werde nicht zerstochen….

An meinem 1. Abend im Urlaub hab ich einen Anruf von einem guten Freund erhalten und wir haben eine Weile geplaudert. Er lebt auch alleine und hat mich gefragt, warum ich eigentlich in Urlaub fahre (gerade jetzt während der Corona-Zeit) wenn ich ja auch im Urlaub alleine bin…da könnte ich ja auch Zuhause bleiben…..

Bei solchen Sonnenuntergängen frage ich mich das auch:

Hmmm da mein Leben hier im Norden Deutschlands in manchen Teilen inzwischen meinem Ideal eines Urlaubs entspricht (Ruhe / Erholung / Wandern / Radfahren / Wasser und Strand) sollte ich mir tatsächlich überlegen, wie ich zukünftige Urlaube anders gestalten kann, damit sie sich noch mehr von meinem normalen Leben unterscheiden…. meine Wochenend-Ausflüge ähneln ja schon sehr diesem „Urlaub“, nur das ich Abends wieder in meinem eigenen Bett schlafen kann.

3-Gänge Menü im Garten

3-Gänge Menü im Garten

Es ist immer schwer wenn Andere versuchen ihre Vorstellungen für mich durch zusetzen….

Das Hotel in einem alten kleinen Schloss mit einem romantisch anmutenden Garten ist wirklich nett…und ich habe mich für das 3-Gänge-Menü entschieden, welches hier Abends angeboten wird…das klingt gut und ich könnte mich auch draußen hinsetzen.

Ich bin natürlich vom Garten ausgegangen, aber nein….es sollte auf der sehr engen Terrasse statt finden und der bemüht freundliche Kellner reagierte etwas ungehalten, als ich fragte ob es möglich wäre mich in den Garten zu setzen. Dort saßen ja noch mehr Gäste und trotzdem waren bestimmt 10-15 Tische unbesetzt. Aber da wären ja keine weißen Tischdecken….also ich nehme auch die rose-Tischdecken die dort auf den Tischen liegen…brauche keine Weißen

Da ich mich nur sehr ungern auf so eine enge Terrasse mit einigen anderen Paaren und Familien quetschen mag….selbst ohne Corona, war es mir lieber mich am Rande des Gartens nieder zulassen.

Okay…witzigerweise wurde der Kellner erst wirklich freundlicher als ich anfing den Computer raus zu holen…hahaha er denkt wohl ich schreibe eine Rezension über das Hotel…

Jetzt wo ich meinen Wein und das Wasser am Tisch habe und auf das Essen warte, ich gemütlich hier sitzen kann, ist die Atmosphäre einfach phantastisch…im Garten umgeben von alten Bäumen durch die der Wind etwas weht…aaach geht es mir gut.

Jetzt hoffe ich nur, das das Essen dem Ganzen hier auch gerecht wird. Also so kann Urlaub gerne sein.

….

Leider war das Essen dann nicht so gut, wie ich gehofft hatte. Krustenbraten ohne Kruste, Möhren aus den Glas und Herzoginnen-Kartoffeln aus dem Tiefkühler… die Industrie lässt grüßen….

Vor einem Jahr….ein Vergleich

Wie unterschiedlich sich uns das Leben präsentiert…VOR Corona und jetzt mittendrin.

Heute vor einem Jahr war ich in Italien in Urlaub…in Verona…bei strömendem Regen und kaltem Wind war ich mit meiner Winterjacke unterwegs, hatte  in einem kleinen feinen Restaurant ein hochwertiges  ausgiebiges Essen genossen …war am Ende des Tages durchnässt, verfroren und sehr zufrieden, obwohl es für einen Wein auf dem Balkon im Hotelzimmer am Abend einfach zu ungemütlich war.

Heute nun waren es bei strahlendem Sonnenschein fast 24 Grad in Hamburg. Ich bin nach der Arbeit im Volkspark gewesen, habe Sonne und Wärme ohne Jacke genossen und später einfach nur den Backofen-Grill angeworfen…..jetzt sitze ich auf dem Balkon bei ca. 22 Grad und extrem trockenem Wetter, bei einem Glas Wein…es ist nahezu windstill.

Das Leben hat sich schon sehr verändert… das soll auch gar nicht so negativ rüber kommen..es ist einfach der Vergleich des gleichen Tages Heute und Vor einem Jahr.

Ich wünsche Euch einen schönen Abend.

 

 

Warten….

Wie immer brauchte ich bei Änderungen ein paar Tage bis ich damit gut umgehen kann….so hab ich zwar in dieser Woche viel Freizeit, aber eben wenig geschrieben.

Mir geht es gut und ich bin entspannt….alle Parameter stehen auf Erholung…und doch hab ich eine leichte innere Unruhe, weil ich nicht genau abschätzen kann, wie es weiter geht.

Also anstatt voll in meinen Urlaub zuhause einzutauchen, hab ich eine innere On-hold Haltung…aber ich warte ja eigentlich auf Nichts.

Aber insgeheim warte ich doch:

1. auf eine Mail von meinem neuen Arbeitgeber, das sie mir noch vor Arbeitsantritt am 1.4. den Vertrag kündigen…

2. das die Corona-Pandemie noch wesentlich schlimmer wird (die ich übrigens unterschätzt habe, da ich nicht davon ausgegangen bin, das es sich zu einer Pandemie entwickelt)

3. das irgendetwas sonst noch passiert…

Dabei mache ich mir keine Sorgen, das ich persönlich krank werden könnte….keine Ahnung warum. Ich weiß das keiner immun ist, aber ich empfinde mein Ansteckungspotential als sehr gering….das soll nicht überheblich oder so klingen, aber in meinem Landkreis sind es offiziell per heute 155 infizierte Personen bei ca. 296.000 Einwohnern, noch!

Aber es macht mir inzwischen Sorgen, was da noch alles an Fallzahlen auf die Welt zukommt und was für Auswirkungen es mittelfristig auf unsere Wirtschaft hat und was es langfristig mit unserer Gesellschaft macht.

Urlaub in Zeiten von Corona

Seit Montag hab ich ja Urlaub…und natürlich beschäftige ich mich damit wie ich meinem Urlaub bestmöglich verbringe.

Touristische Reisen sind verboten, es gibt eine Kontaktsperre für mehr als 2 Personen und viele Geschäfte und Freizeitaktivitäten haben geschlossen. Es gibt für Singles im Urlaub eine faktische Selbst-Quarantäne.

Da ich ins Besondere dazu neige, mich permanent (also in Dauerschleife) mit Daten und Fakten über Fernsehen, Internet und Smartphone zu beschäftigen, schaffe ich mir eigene Regeln, um dem Tag etwas mehr Struktur zu geben.

Morgens nach dem Aufwachen mache ich zwischen 15-20 Minuten Frühsport und höre die neuesten Nachrichten. Danach Duschen, anziehen und Kaffee trinken…immer noch mit Nachrichten.

Danach gilt für die nächsten 1,5 Stunden ein striktes Nachrichten-Verbot…also auch das Smartphone wird auf „nicht stören“ gestellt …es ist nämlich Zeit für meine nun wieder täglich stattfindende Englisch-Lesson über Babbel.

Ich hatte vor einem Jahr wieder damit angefangen mein Englisch aufzufrischen, aber dann durch Trennung, Kündigung, Umzug und Neustart, irgendwie tatsächlich vergessen, das ich ja ein Jahres-Abo habe. Das kostet NUR 33,00 EUR im JAHR für eine Sprache…und ich kann mir die Kurse selber so aussuchen, wie ich es möchte…meinem Sprachlevel entsprechend…das ist wirklich für jedes Level empfehlenswert. Zusätzlich lasse ich mich, vor allem Abends über CNBC, Sky und CNN auch in Englisch mit Nachrichten füllen.

Danach ist erst einmal Zeit fürs Frühstücken und mit Blick auf das anhaltend strahlende Wetter, sitze ich anschließend mit Laptop und Handy auf den Balkon für ein Sonnenbad, warm eingepackt mit Jacke und Decke, dazu eine weitere Tasse Kaffee oder heißen Tee.

Jetzt ist die Zeit Mails zu lesen, WhatsApp-Nachrichten zu beantworten, die Finanzmärkte zu beobachten und meine Anlage-Strategien täglich neu mit den aktuellen Zahlen zu bewerten und die Ziele, wenn nötig, neu zu justieren…

Gegen Mittag gibt es dann die Reste vom Vortag oder eine schnell zuzubereitende Mahlzeit und der Nachmittag ist dann ein paar Stunden unverplant ….also entweder einkaufen, putzen, lesen, Sudoku lösen, einen kleinen Spaziergang unternehmen, Blumen auf dem Balkon richten, Wäsche waschen, bügeln oder Aufräumen….manchmal telefoniere ich auch…aber die Meisten haben im Moment mit sich und ihren Familien genug am Hut.

Gegen 18 Uhr schaue ich eine der Krimi-Serien, danach ist wieder Nachrichten-Zeit auch mit nachfolgenden Sondersendungen….meistens hab ich dabei Kopfhörer auf und koche das Abendessen und auf Vorrat (mein Gefrierschrank ist aktuell fast leer gegessen)… Wenn andere dann ab 20.15 Uhr vor dem Fernseher sitzen um Filme anzuschauen, schnüre ich meine Schuhe und mache meinen Walking-Runde am Abend für 1-2 Stunden je nach Lust und Laune….es sind dann extrem wenig Menschen unterwegs.

Alle Aktivitäten die ich sonst gerne mache, gehen ja aktuell nicht…also mache ich das Beste daraus. Singles wie ich, haben im Moment eine doppelte Herausforderung.

Da ich ja schon Zuhause alleine bin und es im Moment nur wenig mit Kollegen und Freunden kompensieren kann, muss ich aufpassen das ich mich nicht zu sehr zurück ziehe. Also so richtig Urlaub ist das natürlich nicht, weil mir die Unbeschwertheit fehlt…aber was soll ich sagen: mir geht es ja sehr gut und da will ich mich überhaupt nicht darüber beschweren….andere haben es da definitiv schwerer.

Passt auf Euch auf und bleibt gesund ☘

Urlaub in Sicht

Nächste Woche hab ich Urlaub…und wie sollte es auch anders sein, ich freue mich darauf und kann es kaum noch abwarten.

Erst gestern ist mir wieder eingefallen, das ich ja jetzt doch verreisen kann….Jetzt – wo ich den neuen Vertrag unterschrieben habe….

Mein Plan war ja, nach London zu fahren…Aber die Zugfahrt ist immer noch fast doppelt so teuer wie der Flug…hmmm aber durch die aktuelle Situation mit dem Corona-Virus möchte ich eigentlich nicht fliegen….nicht das ich Angst vor dem Virus hab und auch nicht vor dem Fliegen….

…ich hab nur keine Lust auf einmal an einem der Flughäfen festzusitzen….also verschiebe ich London doch noch einmal und suche mir lieber in Ziel das ich gut mit dem Auto erreichen kann….

Ostsee? klingt gut….. irgendwo an der Schlei? klingt prima.. und dann höre ich auf einmal Wismar  –  ja klar….da wollte ich auch schon immer mal hin…

….und Minuten später hab ich ein Hotelzimmer gebucht…ich bleibe nur 3 Tage….aber in der Regel reicht das für mich….dann freue ich mich schon wieder auf mein eigenes Bett…und hab dann immer noch ein paar Tage Zuhause Erholungsurlaub.

Hmmm eigentlich hatte ich schon für diese Woche  mein Auto für eine Reparatur angemeldet….aber die können nicht garantieren, das ich den Wagen auch tatsächlich bis Samstag wieder zurück bekomme…so verschiebe ich den Termin doch noch einmal….

Mein Auto hat seit letztem Jahr immer mal wieder Probleme mit dem Gaspedal…aber bisher wurde der Fehler nicht gefunden (Da der Fehlerspeicher nichts anzeigt, gibt es den Fehler also nicht ….AHA …komisch nur, das das Problem trotzdem immer wieder auftritt.) Nun gut …. das Problem ist inzwischen schon mehr als 8 Monate  da…da kommt es jetzt auf ein paar Tage hoffentlich auch nicht mehr an….

Und auf langen Strecken ist das Problem eher marginal….bei Kurzstrecken macht es sich öfter bemerkbar….

In Vorbereitung auf den Reparatur-Termin hab ich mein Wägelchen auch schon mal vom Winter-Dreck befreit…Innen und Außen…jetzt strahlt es wieder….nur an einer der hinteren Türen ist eine kleine, aber tiefe Delle…also im Herbst war die noch nicht da…gut das ich in solchen Fällen gelassen bin… mein Auto ist eben ein Gebrauchsgegenstand ….nicht mehr und nicht weniger…eine Delle löst in mir kein Groll aus. Ist eben so….na und mein Auto fährt trotzdem…

….und es fährt mich in den Urlaub….HURRA….2 Tage noch arbeiten, dann 1 Woche Urlaub.

Dann arbeite ich noch einmal 2 Wochen…und dann hab ich noch 4 Tage Resturlaub incl.  der Überstunden…und dann ist diese Firma Vergangenheit für mich.