Letzter Tag im Urlaub

An meinem 3 .Tag im Urlaub an der Mecklenburgischen-Seenplatte habe dann lieber das Weite gesucht und bin nach Mirow gefahren….Mirow wirbt damit kleiner und beschaulicher zu sein, als Waren.

Auf dem Weg dorthin hab ich in Klink halt gemacht…die haben einen wunderschönen Strand mit flachem Wasser und das läd schon sehr zum Verweilen ein….ich bin eine Weile dort geblieben mit dem Füssen im Wasser…..herrlich.

in Mirow hab ich mir dann das Rad geschnappt und bin wieder einmal kreuz und quer gefahren…außer einem Schlenker zum Schloss hab ich den eigentlichen Ort gemieden….auch hier waren wieder einmal zu viele Menschen.

Das war auch der Grund, warum ich mich dann doch gegen das Paddeln entscheiden habe, zu viel Trubel.

Stattdessen bin ich mit dem Rad ein paar sehr schöne Strecken über Land gefahren…Mein Mittagessen bestand aus einem Fischteller in einer Fischräucherei (reichlich und lecker) und später am Nachmittag hab ich Brötchen und Fleischwurst für das Abendessen gekauft. Ich hatte zu dem Zeitpunkt beschlossen nicht noch einen weiteren Versuch mit den Restaurants vor Ort zu unternehmen.

Es war ein schöner, aber unspektakulärer Tag…Am späteren Abend bin ich dann doch noch einmal in Ruhe und mit der Kühle des Abends durch Waren gelaufen….jetzt konnte ich mir endlich einiges in Ruhe ansehen…..

Soooo und am nächsten Tag ging es dann ja wieder nach Hause…

Resümee: ich werde es im nächsten Jahre noch einmal wagen dort Urlaub zu machen…evtl. zu einer anderen Jahreszeit….vielleicht sind dann weniger Mücken dort, evtl. auch weniger Menschen…ich hatte mir eindeutig mehr von diesem Urlaub versprochen….meine Erwartungshaltung war wahrscheinlich einfach zu hoch..,,,

Enttäuschung: das Ende einer Täuschung…. oder auch: Enttäuschungen sind nicht erfüllte Erwartungen…

Wieder Zuhause

Heute Morgen war mein 1. Gedanke: Ich darf wieder nach Hause fahren. Und das nach 3 Übernachtungen in einem Hotel in Deutschland, also nicht in einem Slum der Welt oder fernab der Zivilisation.

Ich weiß ja, das ich zu den Menschen gehöre, die nicht so gerne lange von Zuhause weg sind. Dabei hab ich mich auf den Urlaub gefreut….mal ein paar Tage raus zu kommen, war auch gut….trotzdem bin ich froh jetzt wieder hier zu sein.

Mein Rückzugsort, meine Trutzburg….hier fühle ich mich wohl und hab alles was ich brauche… hier trampelt Niemand bis fast 24.00 Uhr über mir herum…hier kann ich die Fenster öffnen ohne das „Terror“-Mücken mir das Leben schwer machen…ich kann die Stille auf dem Balkon geniessen und werde nicht zerstochen….

An meinem 1. Abend im Urlaub hab ich einen Anruf von einem guten Freund erhalten und wir haben eine Weile geplaudert. Er lebt auch alleine und hat mich gefragt, warum ich eigentlich in Urlaub fahre (gerade jetzt während der Corona-Zeit) wenn ich ja auch im Urlaub alleine bin…da könnte ich ja auch Zuhause bleiben…..

Bei solchen Sonnenuntergängen frage ich mich das auch:

Hmmm da mein Leben hier im Norden Deutschlands in manchen Teilen inzwischen meinem Ideal eines Urlaubs entspricht (Ruhe / Erholung / Wandern / Radfahren / Wasser und Strand) sollte ich mir tatsächlich überlegen, wie ich zukünftige Urlaube anders gestalten kann, damit sie sich noch mehr von meinem normalen Leben unterscheiden…. meine Wochenend-Ausflüge ähneln ja schon sehr diesem „Urlaub“, nur das ich Abends wieder in meinem eigenen Bett schlafen kann.

3-Gänge Menü im Garten

3-Gänge Menü im Garten

Es ist immer schwer wenn Andere versuchen ihre Vorstellungen für mich durch zusetzen….

Das Hotel in einem alten kleinen Schloss mit einem romantisch anmutenden Garten ist wirklich nett…und ich habe mich für das 3-Gänge-Menü entschieden, welches hier Abends angeboten wird…das klingt gut und ich könnte mich auch draußen hinsetzen.

Ich bin natürlich vom Garten ausgegangen, aber nein….es sollte auf der sehr engen Terrasse statt finden und der bemüht freundliche Kellner reagierte etwas ungehalten, als ich fragte ob es möglich wäre mich in den Garten zu setzen. Dort saßen ja noch mehr Gäste und trotzdem waren bestimmt 10-15 Tische unbesetzt. Aber da wären ja keine weißen Tischdecken….also ich nehme auch die rose-Tischdecken die dort auf den Tischen liegen…brauche keine Weißen

Da ich mich nur sehr ungern auf so eine enge Terrasse mit einigen anderen Paaren und Familien quetschen mag….selbst ohne Corona, war es mir lieber mich am Rande des Gartens nieder zulassen.

Okay…witzigerweise wurde der Kellner erst wirklich freundlicher als ich anfing den Computer raus zu holen…hahaha er denkt wohl ich schreibe eine Rezension über das Hotel…

Jetzt wo ich meinen Wein und das Wasser am Tisch habe und auf das Essen warte, ich gemütlich hier sitzen kann, ist die Atmosphäre einfach phantastisch…im Garten umgeben von alten Bäumen durch die der Wind etwas weht…aaach geht es mir gut.

Jetzt hoffe ich nur, das das Essen dem Ganzen hier auch gerecht wird. Also so kann Urlaub gerne sein.

….

Leider war das Essen dann nicht so gut, wie ich gehofft hatte. Krustenbraten ohne Kruste, Möhren aus den Glas und Herzoginnen-Kartoffeln aus dem Tiefkühler… die Industrie lässt grüßen….

Vor einem Jahr….ein Vergleich

Wie unterschiedlich sich uns das Leben präsentiert…VOR Corona und jetzt mittendrin.

Heute vor einem Jahr war ich in Italien in Urlaub…in Verona…bei strömendem Regen und kaltem Wind war ich mit meiner Winterjacke unterwegs, hatte  in einem kleinen feinen Restaurant ein hochwertiges  ausgiebiges Essen genossen …war am Ende des Tages durchnässt, verfroren und sehr zufrieden, obwohl es für einen Wein auf dem Balkon im Hotelzimmer am Abend einfach zu ungemütlich war.

Heute nun waren es bei strahlendem Sonnenschein fast 24 Grad in Hamburg. Ich bin nach der Arbeit im Volkspark gewesen, habe Sonne und Wärme ohne Jacke genossen und später einfach nur den Backofen-Grill angeworfen…..jetzt sitze ich auf dem Balkon bei ca. 22 Grad und extrem trockenem Wetter, bei einem Glas Wein…es ist nahezu windstill.

Das Leben hat sich schon sehr verändert… das soll auch gar nicht so negativ rüber kommen..es ist einfach der Vergleich des gleichen Tages Heute und Vor einem Jahr.

Ich wünsche Euch einen schönen Abend.

 

 

Warten….

Wie immer brauchte ich bei Änderungen ein paar Tage bis ich damit gut umgehen kann….so hab ich zwar in dieser Woche viel Freizeit, aber eben wenig geschrieben.

Mir geht es gut und ich bin entspannt….alle Parameter stehen auf Erholung…und doch hab ich eine leichte innere Unruhe, weil ich nicht genau abschätzen kann, wie es weiter geht.

Also anstatt voll in meinen Urlaub zuhause einzutauchen, hab ich eine innere On-hold Haltung…aber ich warte ja eigentlich auf Nichts.

Aber insgeheim warte ich doch:

1. auf eine Mail von meinem neuen Arbeitgeber, das sie mir noch vor Arbeitsantritt am 1.4. den Vertrag kündigen…

2. das die Corona-Pandemie noch wesentlich schlimmer wird (die ich übrigens unterschätzt habe, da ich nicht davon ausgegangen bin, das es sich zu einer Pandemie entwickelt)

3. das irgendetwas sonst noch passiert…

Dabei mache ich mir keine Sorgen, das ich persönlich krank werden könnte….keine Ahnung warum. Ich weiß das keiner immun ist, aber ich empfinde mein Ansteckungspotential als sehr gering….das soll nicht überheblich oder so klingen, aber in meinem Landkreis sind es offiziell per heute 155 infizierte Personen bei ca. 296.000 Einwohnern, noch!

Aber es macht mir inzwischen Sorgen, was da noch alles an Fallzahlen auf die Welt zukommt und was für Auswirkungen es mittelfristig auf unsere Wirtschaft hat und was es langfristig mit unserer Gesellschaft macht.

Urlaub in Zeiten von Corona

Seit Montag hab ich ja Urlaub…und natürlich beschäftige ich mich damit wie ich meinem Urlaub bestmöglich verbringe.

Touristische Reisen sind verboten, es gibt eine Kontaktsperre für mehr als 2 Personen und viele Geschäfte und Freizeitaktivitäten haben geschlossen. Es gibt für Singles im Urlaub eine faktische Selbst-Quarantäne.

Da ich ins Besondere dazu neige, mich permanent (also in Dauerschleife) mit Daten und Fakten über Fernsehen, Internet und Smartphone zu beschäftigen, schaffe ich mir eigene Regeln, um dem Tag etwas mehr Struktur zu geben.

Morgens nach dem Aufwachen mache ich zwischen 15-20 Minuten Frühsport und höre die neuesten Nachrichten. Danach Duschen, anziehen und Kaffee trinken…immer noch mit Nachrichten.

Danach gilt für die nächsten 1,5 Stunden ein striktes Nachrichten-Verbot…also auch das Smartphone wird auf „nicht stören“ gestellt …es ist nämlich Zeit für meine nun wieder täglich stattfindende Englisch-Lesson über Babbel.

Ich hatte vor einem Jahr wieder damit angefangen mein Englisch aufzufrischen, aber dann durch Trennung, Kündigung, Umzug und Neustart, irgendwie tatsächlich vergessen, das ich ja ein Jahres-Abo habe. Das kostet NUR 33,00 EUR im JAHR für eine Sprache…und ich kann mir die Kurse selber so aussuchen, wie ich es möchte…meinem Sprachlevel entsprechend…das ist wirklich für jedes Level empfehlenswert. Zusätzlich lasse ich mich, vor allem Abends über CNBC, Sky und CNN auch in Englisch mit Nachrichten füllen.

Danach ist erst einmal Zeit fürs Frühstücken und mit Blick auf das anhaltend strahlende Wetter, sitze ich anschließend mit Laptop und Handy auf den Balkon für ein Sonnenbad, warm eingepackt mit Jacke und Decke, dazu eine weitere Tasse Kaffee oder heißen Tee.

Jetzt ist die Zeit Mails zu lesen, WhatsApp-Nachrichten zu beantworten, die Finanzmärkte zu beobachten und meine Anlage-Strategien täglich neu mit den aktuellen Zahlen zu bewerten und die Ziele, wenn nötig, neu zu justieren…

Gegen Mittag gibt es dann die Reste vom Vortag oder eine schnell zuzubereitende Mahlzeit und der Nachmittag ist dann ein paar Stunden unverplant ….also entweder einkaufen, putzen, lesen, Sudoku lösen, einen kleinen Spaziergang unternehmen, Blumen auf dem Balkon richten, Wäsche waschen, bügeln oder Aufräumen….manchmal telefoniere ich auch…aber die Meisten haben im Moment mit sich und ihren Familien genug am Hut.

Gegen 18 Uhr schaue ich eine der Krimi-Serien, danach ist wieder Nachrichten-Zeit auch mit nachfolgenden Sondersendungen….meistens hab ich dabei Kopfhörer auf und koche das Abendessen und auf Vorrat (mein Gefrierschrank ist aktuell fast leer gegessen)… Wenn andere dann ab 20.15 Uhr vor dem Fernseher sitzen um Filme anzuschauen, schnüre ich meine Schuhe und mache meinen Walking-Runde am Abend für 1-2 Stunden je nach Lust und Laune….es sind dann extrem wenig Menschen unterwegs.

Alle Aktivitäten die ich sonst gerne mache, gehen ja aktuell nicht…also mache ich das Beste daraus. Singles wie ich, haben im Moment eine doppelte Herausforderung.

Da ich ja schon Zuhause alleine bin und es im Moment nur wenig mit Kollegen und Freunden kompensieren kann, muss ich aufpassen das ich mich nicht zu sehr zurück ziehe. Also so richtig Urlaub ist das natürlich nicht, weil mir die Unbeschwertheit fehlt…aber was soll ich sagen: mir geht es ja sehr gut und da will ich mich überhaupt nicht darüber beschweren….andere haben es da definitiv schwerer.

Passt auf Euch auf und bleibt gesund ☘

Urlaub in Sicht

Nächste Woche hab ich Urlaub…und wie sollte es auch anders sein, ich freue mich darauf und kann es kaum noch abwarten.

Erst gestern ist mir wieder eingefallen, das ich ja jetzt doch verreisen kann….Jetzt – wo ich den neuen Vertrag unterschrieben habe….

Mein Plan war ja, nach London zu fahren…Aber die Zugfahrt ist immer noch fast doppelt so teuer wie der Flug…hmmm aber durch die aktuelle Situation mit dem Corona-Virus möchte ich eigentlich nicht fliegen….nicht das ich Angst vor dem Virus hab und auch nicht vor dem Fliegen….

…ich hab nur keine Lust auf einmal an einem der Flughäfen festzusitzen….also verschiebe ich London doch noch einmal und suche mir lieber in Ziel das ich gut mit dem Auto erreichen kann….

Ostsee? klingt gut….. irgendwo an der Schlei? klingt prima.. und dann höre ich auf einmal Wismar  –  ja klar….da wollte ich auch schon immer mal hin…

….und Minuten später hab ich ein Hotelzimmer gebucht…ich bleibe nur 3 Tage….aber in der Regel reicht das für mich….dann freue ich mich schon wieder auf mein eigenes Bett…und hab dann immer noch ein paar Tage Zuhause Erholungsurlaub.

Hmmm eigentlich hatte ich schon für diese Woche  mein Auto für eine Reparatur angemeldet….aber die können nicht garantieren, das ich den Wagen auch tatsächlich bis Samstag wieder zurück bekomme…so verschiebe ich den Termin doch noch einmal….

Mein Auto hat seit letztem Jahr immer mal wieder Probleme mit dem Gaspedal…aber bisher wurde der Fehler nicht gefunden (Da der Fehlerspeicher nichts anzeigt, gibt es den Fehler also nicht ….AHA …komisch nur, das das Problem trotzdem immer wieder auftritt.) Nun gut …. das Problem ist inzwischen schon mehr als 8 Monate  da…da kommt es jetzt auf ein paar Tage hoffentlich auch nicht mehr an….

Und auf langen Strecken ist das Problem eher marginal….bei Kurzstrecken macht es sich öfter bemerkbar….

In Vorbereitung auf den Reparatur-Termin hab ich mein Wägelchen auch schon mal vom Winter-Dreck befreit…Innen und Außen…jetzt strahlt es wieder….nur an einer der hinteren Türen ist eine kleine, aber tiefe Delle…also im Herbst war die noch nicht da…gut das ich in solchen Fällen gelassen bin… mein Auto ist eben ein Gebrauchsgegenstand ….nicht mehr und nicht weniger…eine Delle löst in mir kein Groll aus. Ist eben so….na und mein Auto fährt trotzdem…

….und es fährt mich in den Urlaub….HURRA….2 Tage noch arbeiten, dann 1 Woche Urlaub.

Dann arbeite ich noch einmal 2 Wochen…und dann hab ich noch 4 Tage Resturlaub incl.  der Überstunden…und dann ist diese Firma Vergangenheit für mich.

 

Auf nach Lübeck

Nach dem gestrigen Tag mit so einigen Wehwehchen war ich beim Schlafen gehen skeptisch ob das jetzt so weiter geht… und was soll ich sagen:

Mir geht es heute blendend. Keine Schmerzen mehr irgendwo…ich gehe zufrieden durch die Wohnung und genieße die Ordnung, die mir wiederum einen inneren Frieden gibt… Dazu scheint die Sonne und laut Wetterbericht sollen es heute bis zu 8 Sonnenstunden bei maximal 7 Grad werden.

Optimales Wetter für die angekündigte Fahrt nach Lübeck. Ich freue mich drauf. Meine letzten Erinnerungen an Lübeck stammen noch aus einer Zeit als unsere Eltern uns durch die Städte geschleift haben und wir Kinder höchstens Lust auf ein Eis oder einen Tierpark-Besuch hatten…lach.

Als Erwachsener kenne ich Lübeck nur aus dem Fernseh-Krimi  und durch das Lübecker Mazipan…letzteres dafür intensiv…also ähmm es geht ja auf die Weihnachtszeit zu…und so ein bischen Marzipan…zum kosten…also…ja – so OHNE Marzipan kann ich natürlich nicht wieder weg fahren…also mindestens einen Cafè-Besuch muss einfach sein und der Werksverkauf … Jaja….

Also auf nach Lübeck …

MIST – es regnet

Regen der auf Bäume trifft, das hat etwas Beruhigendes. Ein schönes gleichmäßiges ruhiges Geräusch.

Obwohl für viele Menschen Regen als etwas Negatives gesehen wird, hat es doch so viel Positives. Ist Lebensspender. Unsere Wasserspeicher sind durch den extrem trockenen Sommer im letzten Jahr IMMER noch nicht wieder ausgeglichen…In einem Bericht über das Baumwohl wurde noch einmal darauf hingewiesen, die Schäden an den Bäumen sind massiv und noch so ein trockener Sommer und gerade junge Bäume oder nicht so tief verwurzelte Bäume könnten das kaum überleben.

Ich weiß, das klingt schon sehr nach den düsteren Prophezeiungen Ende der 70er Jahre mit dem Waldsterben durch Sauren Regen. Aber nur, weil kaum noch jemand darüber redet heißt es nicht, das es das nicht mehr gibt. Nur „…aus der akuten Erkrankung ist inzwischen eine chronische Vergiftung geworden“ (Zitat aus: www.Fortpraxis.de)

Wir Menschen sind Meister darin, unangenehme Dinge zu verdrängen, einfach auszublenden oder sie uns schön-zu-Reden. Das ist in vielen Dingen sehr gut und nützlich, wie sonst könnte man nach Schicksalsschlägen einfach weiter leben?

Dieses: Weiter-so, was uns so zu eigen ist, führt aber in den letzten 100 Jahren dazu das wir wider besseren Wissens Dinge machen, die uns und unserem Planeten nicht gut tun. Und was machen wir? …einfach weiter wie bisher.

Ich will hier auf keinen Fall der Moral-Apostel sein, denn ich mache ja auch mit. Ich finde es nur äußerst spannend wie wir Menschen „ticken“.

Um bei dem Beispiel mit dem Regen zu bleiben: Wir WISSEN wie dringend nötig wir den Regen  brauchen…und trotzdem jammern die Meisten darüber, wenn es denn tatsächlich mal regnet.

Der Mensch ist ambivalent. Regen bedeutet Leben in einer puren Form.  Wasser brauchen wir alle: Felder und Bäume, und die Tiere und auch der Mensch. Die Sonne ist ein ebenso wichtiger Bestandteil des Lebens, steht bei dem normalen Bürger aber meistens für Freizeit, Entspannung, Lebensfreude und für eine angenehme Zeit in netter Atmosphäre. Obwohl der Mensch also BEIDES braucht, beschränkt sich die Sehnsucht der Menschen auf die Sonne…Und Wasser höchstens im Glas oder im Schwimmbecken des Freibades.

Ich sitze mal wieder auf meinem Balkon und lausche dem Regen der auf die Bäume fällt…und es ist ein schönes Geräusch….und auch ich wünschte die Sonne würde scheinen…ich wollte heute nach Kassel fahren um dort mit dem Rad durch den Volkspark zu fahren, wollte an der Orangerie anhalten und in dem Café  eine Pause einlegen…wollte zum Bergpark fahren und dort vom Schloß Wilhelmshöhe aus bis zur Herkules-Statue laufen  um den Ausblick zu genießen… jaja…auch ich wünsche gerade für heute die Sonne herbei …ich habe immerhin Urlaub und Urlaub ist nun einmal auch Sonnenschein.

Der Verstand und eigenes Wohlbefinden gehen oft getrennte Wege.

kurzweilige Irrfahrt in den Süden

Über das Oster-Wochenende hab ich mich dann mal aus dem Staub gemacht….gut vorbereitet bin ich In der Nacht zum Samstag mit dem Auto los gefahren…Das Fahrrad passte tatsächlich komplett in meinen Wagen, dazu Koffer, Proviantkorb und Wanderrucksack.

Lange 800km Richtung Süden….und ab Karlsruhe hatte ich nicht mehr überprüft ob die Route im Navi, dieselbe Route ist, wie beim ADAC geplant…und das war ein Fehler…

Um mir die lange Fahrzeit alleine im Auto etwas unterhaltsamer zu gestalten, hab ich mich mit ein paar Hörbüchern ausgestattet…und war soooo gefesselt von einer Geschichte von Charlotte Link, das ich einfach dem Navi gefolgt bin… und auf einmal stand da Kehl am Rhein. Momentmal – das kenn ich doch….da hab ich mein Auto gekauft.

Ähmmm BITTE? D.h. ich bin gleich an der Grenze zu Frankreich…aber meine Route sollte über Österreich (Innsbruck) und dem Brenner nach Italien gehen….hmmm so ein Mist…da hab ich mir 1,5 Stunden zusätzliche  Fahrzeit aufgehalst…lach…zuerst dachte ich, es wäre eine kluge Idee zurück bis Karlsruhe zu fahren, aber nein, das wäre echte Zeitverschwendung gewesen….dann hab ich mich jedoch entschieden, ich fahre einfach „quer rüber“…durch die Schweiz, unterhalb vom Bodensee bis nach Österreich/Innsbruck, um wieder auf meine Route zu treffen.

Lach…gut das ich es überhaupt nicht eilig hatte ….und so hab ich insgesamt für die Strecke bis zum Gardasee (DAS war mein Ziel am Gardasee: Torri del Benaco)  knappe 10,5 Std. gebraucht… um 15:03 Uhr war ich da….und was soll ich sagen:  ich war weder müde, noch ausgelaugt, mir tat auch nicht der Rücken weh und ich hatte schon den Eindruck meine Erholung hat während der Fahrt begonnen.

Das lag bestimmt an den wirklich leeren Straßen, dem Tempomat im Auto und daran das in der Schweiz, Österreich und Italien starke Geschwindigkeits-Beschränkungen  herrschen. Und  natürlich an dem spannenden Hörbuch…

Kleine Bemerkung am Rande: Obwohl die Grenze zur Schweiz, ja eigentlich eine Außengrenze zur EU ist, brauchte kein Auto anzuhalten, es wurden keine Pässe kontrolliert, weder bei der Einreise von DE nach CH, noch bei der Ausreise von CH nach AT.  Die Schweiz gehört nämlich ebenfalls zum Schengen-Raum.