Wo sind die Staubsaugerbeutel…?

Die Ordnung in meinen Schränken funktioniert ganz gut…eigentlich!

Alles hat seinen Platz und ich halte mich auch daran…eigentlich!

Denn immerhin brauche ich diese Ordnung in der Wohnung, um mich richtig wohlzufühlen.

In der letzten Zeit kam es jedoch öfter mal vor, das ich WUSSTE es ist noch etwas da und trotzdem hab ich es nicht gefunden. Als alleiniges Haushaltsmitglied kann es ja nur an mir liegen…also entweder ich hab ein sehr schlechtes Gefühl für das, was noch da sein sollte oder wieviel ich verbraucht habe oder aber, ich hab etwas woanders hin geräumt und kann mich nicht mehr daran erinnern.

Es wurde also echt mal wieder Zeit für eine kleine private Inventur….also alle Lebensmittel, Putzmittel und Drogerieartikel raus aus den Schränken….gleich mal die Schränke mit auswischen und dann erst einmal einen neuen Überblick verschaffen.

Ich habe mir dafür echt Zeit gelassen…hatte eine sehr gut gemachte neue 3teilige Dokumentation über Tschernobyl auf die Ohren gezogen und dann ging es los mit dem Sortieren: Gleiches zu Gleichem, was bei mir in Vorratsdosen lagert neu Befüllen und Beschriften, und dann neu in die Schränke einsortieren.

Und tatsächlich hab ich die „vermissten“ Staubsaugerbeutel wiedergefunden, genauso wie die „verschwundenen“ Pfefferkörner für die Mühle….na also mein Gedächtnis funktioniert doch – wie heißt es so schön: Haus verliert nichts.

Erfreut konnte ich feststellen, das ich zum Glück nichts Überlagertes in den Schränken hatte, bis auf je ein Packung Tortenguss und Gelatine. Aber ich backe in den letzten Jahren auch echt wenig wo ich das hätte gebrauchen können. Dafür hatte ich aber tatsächlich 2x das gleiche Gewürz neu gekauft….okay…das hatte ich tatsächlich vergessen…

Das Problem war bei mir nur die Menge an Vorräten, die ich in der Küche und im Vorratsschrank im Flur aufbewahrte…normalerweise bringe ich die langfristigen Vorräte nach dem Einkaufen direkt in den Keller…aber dazu war ich in den letzten Monaten oft zu faul. Hab zwar Vorräte aus dem Keller hoch geholt…aber die Neuen nicht runter gebracht….gestern hab ich Regal dort wieder gefüllt….auch hier mit schnellem Blick gesehen, das alles noch langfristig haltbar ist. Passt!

Ich mag die Gewissheit, das ich mich auch einige Zeit versorgen kann, ohne einkaufen zu müssen…außerdem kann ich so Angebote nutzen für Lebensmittel, die ich quasi täglich brauche wie z.B. Kaffee und Dosentomaten einer guten Marke….und weil ich immer einen Grundstock davon im Vorrat habe, brauche ich auch keine Hamsterkäufe zu machen…es reicht einfach, immer wieder etwas davon nachzukaufen.

Vorrat: Was fehlt noch?

Vorrat: Was fehlt noch?

Schnell noch etwas einkaufen, bevor die meisten Läden dicht machen? Nein…eigentlich nicht.

Immerhin haben alle Lebensmittelgeschäfte weiterhin auf, ebenso Drogerien und Apotheken…also hatte ich nicht das Bedürfnis nun noch einmal vor dem Shutdown einkaufen gehen zu müssen….

ABER dann…dann musste ich doch tatsächlich feststellen, das ich überhaupt keinen Vorrat mehr an Kerzen habe…ein paar Teelichter, ja…aber keine Ersatzkerzen für das Adventsgesteck…keine Kerzen für meine Dekoschalen…keine großen Stumpen-Kerzen für den Boden-Kerzenständer…

Weihnachten ohne Geschenke: Geht okay Weihnachten ohne Tannenbaum: wäre möglich (ich hab aber schon einen Kleinen für den Balkon) Weihnachten ohne Kirche: Geht klar …..aber die restliche Adventszeit und Weihnachten ohne Kerzen : NEIN…das geht nun einmal gar nicht.

Also hab ich mich gestern, entgegen meiner inneren Überzeugung, doch noch auf den Weg zum Dänischen Bettenlager gemacht. Da hatte ich diese schönen geriffelten Kerzen für meinen Adventskranz besorgt…also hab ich den Nachschub auch genau dort besorgt.

Zum Glück musste ich dazu nicht in die Innenstadt fahren….und so hab ich mir einen ausreichenden Kerzen-Vorrat angelegt….also der reicht auf jeden Fall bis zum Ende der Weihnachtszeit und ganz bestimmt auch bis zum Ende des Winters.

Kochen auf Vorrat

Und weil vor ein paar Tagen von Gulasch die Rede war und ich auch noch meinen letzten Vorrat in dieser Woche verspeist habe, gibt es an diesem Wochenende gute alt-bewährte Hausmannskost: es wird Gulasch gekocht.

Nach dem ausgiebigen Spaziergang durch das Billetal hatte ich jetzt für den Rest des Tages nichts weiter vor.

Also hab ich haufenweise Zwiebeln, Paprika, Pilze und Fleisch geschnitten und alles nacheinander in einem großen Bräter auf dem Herd angebraten….dann mit Wasser und meiner Gemüsebrühe aufgegefüllt ganz klassisch leicht schwarf gewürzt und knappe 2 Stunden später brauchte die Soße nur noch gebunden zu werden. Fertig.

So langsam kommt jedoch mein halbhoher Gefrierschrank an seine Kapazitätsgrenzen….und da ich ihn ja nun doch noch eine Weile behalten muss (das Neue Teil ist wegen Corona immer noch nicht lieferbar)….musste ich ihn doch endlich einmal abtauen…immer in Sorge das er danach nicht mehr funktioniert. Das wäre an einem Samstag Abend sehr ungünstig.

Aber es hat alles geklappt, das Abtauen lief unproblematisch, danach noch die Schubladen sauber machen und vor allem neu sortieren…soooo, jetzt passen auch noch die Gulasch-Portionen hinein…perfekt.

Nein – ich bin kein Prepper…aber

Meine Schwester hat meine Vorratskammer gesehen und meint ich wäre ein „Prepper“…so weit würde ich nicht gehen, da es sich bei mir nur um  Dinge des alltäglichen Gebrauchs handelt…und nicht um die Vorbereitung auf ein Überleben im Kampfmodus.

Ich mag das sichere Gefühl ich könnte für 1-2 Wochen leben ohne einkaufen gehen zu müssen. Nachdem die Finanzkrise 2011 dazu geführt hat, das die Banken kein Bargeld mehr auszahlen konnten und ein Teil der Geschäfte geschlossen blieb, hab ich gesehen wie wichtig ich es für mich finde ein paar Tage autark zu sein.

Erschwerend kommt noch hinzu das ich das Buch „Blackout“ von Marc Elsberg gelesen habe…seitdem hab ich tatsächlich zusätzlich ein paar Liter mehr an Wasser zu Hause..grins.

Ausserdem kann ich so einige  Vorräte dann einkaufen, wenn sie gerade günstig sind.

Gestern haben wir telefoniert und auf einmal fand sie es gar nicht mehr so abwegig…weil niemand weiß wann und wer evtl. in den nächsten Wochen unter Haus-Quarantäne gestellt werden könnte…da kann es nicht schaden ein paar Nudeln , Reis und  Mehl im Haus zu haben…