Mai – endlich (fast) vorbei

Noch nie war ich so froh, das ein Mai zu Ende geht, wie in diesem Jahr.

Pünktlich am 1. Mai wurde ich krank und erst seit gestern fühle ich mich wieder richtig gesund. Ich bin wieder da – die Kraft kommt zurück, der Kopf funktioniert wieder gut (also zumindest so wie vorher), ich kann tief einatmen und muss nicht mehr Husten….der Körper funktioniert ohne Schmerzen…nur manchmal hab ich kurz ein leichtes Gleichgewichts-Problem, das aber immer wieder schnell verschwindet (scheinbar ein Überbleibsel vom Hörsturz im April).

Es war genau richtig ein paar Tage weg zu fahren….so lag mein Fokus mehr auf der fremden schönen Umgebung, als auf meinen aktuellen körperlichen Unzulänglichkeiten….die Ablenkung tat richtig gut. Da ich mich die Wochen vorher gut geschont hatte, hat sich der Körper gut erholen können.

Beim Aufstehen am Freitag war ich frisch und munter, hatte wieder Kraft und Energie und im Büro (die meisten anderen Kollegen hatten einen Brückentag genommen) lief ich wieder wie ein Flummi zwischen Büro und Druckerraum hin- und her.

Der Arbeitstag hat mir richtig Spaß gemacht…hab mich durch die vielen Mails nicht stressen lassen….sondern ruhig nach und nach alles wieder auf den aktuellen Stand gebracht und neue Anfragen und Anforderungen auf die nächste Woche geschoben – das kann warten.

Am Abend bin ich dann auch zum ersten Mal wieder eine meiner normalen Walking-Runden gelaufen. Noch im Urlaub hab ich mich zu einer gemächlicheren Schrittart gezwungen…aber jetzt fühlte es sich richtig an, mit zügigen großen Schritten, durch die beginnende Dunkelheit, außerhalb des Ortes, zu gehen: knappe 6km in 1 Stunde mit einer mittleren Herzfrequenz – perfekt.

Vom Walking und (Ver-)Laufen

Ich mag geregelte Abläufe und liebe Strukturen….aber in dieser Woche hab ich es bisher nicht geschafft, diese in meine gewohnten Tagesabläufe umzusetzen.

Montag-Homeofficetag:

  1. Anstatt direkt nach dem Aufstehen meine normale Walkingrunde zu machen, blieb es bei einer kleinen Runde von ca. 3km, dafür war ich aber zügig unterwegs….irgendwie hatte ich keine Ruhe…die Arbeit stapelte sich auf meinem Tisch.
  2. Anstatt dann Mittags eine ordentliche Pause zu machen, von der ich ja weiß, wie wichtig die ist….blieb ich mit einem schnellen Butterbrot und einer Tasse Tee direkt am Schreibtisch sitzen
  3. Der Feierabend war dann um Punkt 17 Uhr….Computer aus, Schuhe und Jacke an….und jetzt wollte ich noch eine KLEINE schnelle Walkingrunde machen…so das ich auf meine mindestens 10.000 Schritte komme….

Direkt vor der Haustür ging es los, es war ja sogar noch hell….geplant waren so ca. 45-60 Minuten….Laufrichtung: das Himmelmoor….und dann bin ich schnellen Schrittes losgegangen….und bin gelaufen…und gelaufen…Als ich am Himmelmoor ankam, waren es schon 3,7km….und es war schon ziemlich dunkel…gut das ich die Taschenlampe in der Jackentasche hatte…

und dann kam ich auf die super Idee, doch bei dieser Gelegenheit mal diesen einen kleinen Weg zu nehmen…in dem Glauben das dieser schon irgendwann wieder zurück nach Quickborn führen wird….wie der Weg auf der anderen Seite ja auch….

….also bin ich im diesem dunklen Weg gefolgt….und es schien als führte der Weg in einem Bogen tatsächlich wieder in meine Heimat-Richtung…nur um Mittendrin immer weiter nach Rechts abzudriften….(mein Zielpunkt lag eindeutig weiter links)…..und dann bog der Weg noch weiter nach Rechts ab….es gab aber auch nur diesen Einen…keine Abzweigung nach links…zumindest keine, die ich wahrgenommen habe.

Irgendwann kam der Zeitpunkt, wo ich darüber nachdachte, ob es nicht besser wäre umzukehren…aber da fühlte ich mich schon etwas schlapp (immerhin war mein Sonntagsausflug auch schon lang …also für meine Verhältnisse). Also hab ich den Gedanken umzukehren verworfen, das wäre bestimmt länger als wenn ich dem jetzigen Weg weiter folge….dachte ich …also jetzt will ich aber auch wissen wo der Weg tatsächlich hinführt.

Hmmmm…..tja und weiter ging es durch die dunkle Nacht…ab und an mal ein Haus….dann sogar mal eine schwache Straßenlaterne….und immer, wenn ich glaubte bald muss ich doch mal auf die große Landstraße stoßen….kam eine nächste Biegung und dann irgendwann sogar mal eine die links herum ging….

….Wo um alles in der Welt komme ich nur wieder auf die Hauptstraße….irgendwann kam ein Ortseingangsschild: Ortsteil Renzel…..boa ….sooooo weit weg…

….von da sind es noch mal 4km bis nach Hause.

Ich war müde und schlapp, hatte nichts zu trinken mit und hatte einen riesigen Hunger….und jetzt musste ich auch noch an der Landstraße die restlichen 4km entlang laufen, zum Glück auf einem extra Fußgänger-/Fahrradweg. Aber die Autos blendeten….und so ging es dann weiter, einen Schritt vor den Nächsten…nur nicht darüber nachdenken…immerhin wusste ich jetzt wo ich bin und wann ich ungefähr Zuhause ankommen werde.

Am Ende waren es 11,2km und ich war mehr als 2 Stunden unterwegs….sooo war das aber nicht geplant. Der Mensch wächst an den Herausforderungen….und gut getan hat es ja auch.

Dienstag bin ich dann überhaupt nicht draußen gewesen…ich hatte überhaupt keine Lust und

Mittwoch hatte ich ja den 3. Homeoffice-Tag…da blieb es auch bei einer eher kleinen Morgen-Runde….

Einsilbigkeit in Erklärungen oder einfach nur „hygge“?

Obwohl ich bereits so einige kleinere Walkingrunden in der Umgebung meines neuen Zuhauses erkundet habe, war heute Morgen Premiere für mein Homeoffice-Ritual….und die Runde die ich mir dazu gesucht habe, ist mit 2,6 km zwar eher das, was ich als „kleine Runde“ bezeichne…aber ich hab noch ein paar Wege gesehen, um daraus eine Standard-Größe von 4-5km werden kzu lassen…das probiere ich gleich Morgen früh.

Es sind kleinen Wege abseits…mit Bäumen und Laub, kleinere Parkabschnitte, nur grob befestigte Zwischenwege….keine großen Straßen…ich starte ja solche Tage gerne inmitten der Natur….Okay also 1 große Straße muss ich dann doch noch überqueren….aber es gibt ja noch weitere Möglichkeiten…ich muss sie nur weiter erkunden.

Mein Homeoffice-Tag heute war danach richtig gut…sehr zufriedenstellend, da ich nach den ganzen Bankenwechsel endlich das Gefühl habe, wieder den Überblick über die Konten zu haben – puhh…gerade noch rechtzeitig zum Monatswechsel…..aber einfacher wird es vor allem mit den ausländischen Banken nicht….um nicht zu sagen: es ist mühselig.

Das dänische Wort „hygge“ beschreibt eine entspannte, herzliche und gemütliche Lebensweise….mir fehlt aber manchmal etwas mehr an „forklaringer“ = Erklärung wie etwas funktioniert oder funktionieren soll.

Es wird generell wenig bis gar nichts erklärt…und wenn man bei uns eine Erklärung bekommt, besteht diese meist aus einem kurzen Satz, der kaum kaum verständlich erläutert, was derjenige tatsächlich möchte. Es werden nicht viele Worte gemacht – und dadurch bleibt vieles im Dunkeln, was dann später dazu führt, das man noch einmal Nacharbeiten muss, weil irgendeinem Entscheidungsträger bewusst wird, das es soooo dann doch nicht geht.

Jede neue Aktion sollte erst einmal mit Nachdenken beginnen: Was soll am Ende für eine Information rauskommen? Welche Informationen habe ich bereits? Wo bekomme ich die restlichen Infos her? und wie bereite ich die Daten schließlich so auf, das ALLE Kollegen die gleichen Infos auf die gleiche Weise liefern.

Bei uns in der Firma läuft es anders: Es wird etwas beschlossen und mit einem Satz bekannt gegeben: Das macht Ihr jetzt so. Daraus versteht jeder Kollege (auch je nach Land, Ausbildungsgrad und Sprachfertigkeit) etwas anderes und bereitet die Daten irgendwie auf.

Dann geben wir diese Daten ab und nach 1-3 Monaten wird beschlossen: das Wirrwarr geht so nicht – und es wird ein Template entworfen und gleich so eingeschränkt, das es wieder nicht von allen genutzt werden kann, weil jetzt die Restriktionen im Template nicht die landesspezifischen oder gesellschaftsspezifischen Sonderformen berücksichtigt.

Also fängt man wieder an zu schreiben, das es so nicht funktioniert…und bekommt als Antwort….. NICHTS…..nun gut…also wurschtelt man so lange herum, bis das Formblatt irgendwie aufgeht….aber natürlich stimmen jetzt die Einzelheiten nicht mehr…man musste ja etwas tricksen. HAHAHAHA – das kenne ich noch sehr gut aus meiner Zeit in Hessen, wo ich einmal im Quartal eine Steuerformblatt ausfüllen musste….das war so schräg konstruiert, das ich 10 Jahre keine Ahnung hatte, wie ich es richtig füllen soll…es konnte mir einfach keiner erklären…hab immer so lange daran rumgebastelt, bis alle Querchecks aufgingen ….diese Zeiten wähnte ich eigentlich hinter mir….jetzt hab ich wieder so etwas Ähnliches.

Aber ich hab eine für mich gangbare Lösung gefunden und warte jetzt nur noch auf den allgemeinen Aufschrei, das es es so nicht geht.

Egal….trotzdem bin ich mit der Gesamtleistung meines Tages sehr zufrieden …und jetzt ist Feierabend….

Herbst-Typ

Aber der beginnende Herbst, bringt mich nicht nur wieder mehr an den Herd, sondern vor allem wieder viel mehr Morgens und Abends nach Draußen…zum Walken / Wandern / Spazieren gehen.

Ich komme wieder besser aus dem Bett obwohl es um 5 Uhr noch dunkel ist, hab mehr Energien und ich mag es, wenn es Morgens noch kühl ist…oder abends schon wieder kühl wird.

Ich bin auf jeden Fall eher ein Frühling-/Herbst-Typ…als ein Sommer-Mensch. Der Sommer macht mich träge und die Hitze vertrage ich nicht mehr so, wie früher.

So bin ich nicht nur gestern Morgen eine große Runde (knappe 6km) vor dem Homeoffice-Start gelaufen, sondern auch gleich noch, nach dem Einkauf, in die Holmer Sandberge gefahren…für noch einmal 3,5 km.

Schon von Weitem leuchteten diese schönen (und giftigen) Fliegenpilze….

und schon eine halbe Stunde später war die Sonne für diesen Tag hinter den Bäumen verschwunden und die Umgebung wurde in ein beruhigendes Dämmerlicht getaucht, während es im Wald selber schon sehr dunkel war.

Da ich für diesen spontanen Ausflug gar keine Vorkehrungen getroffen hatte, war ich also auch ohne Taschenlampe unterwegs und hab mich deshalb auf den Wegen am Rande gehalten…schön war es trotzdem.

Meinem Blutdruck bekommen diese Ausflüge richtig gut…endlich hab ich wieder für mich „normale“ Werte….ich bin also gerade einmal wieder auch innerlich entspannt…und auch meine Allergie hat sich wieder verzogen…. puhhh – ein Glück.

Heute Morgen ging es dann gleich mal weiter….mit einer Morgenrunde durch trübes Wetter bei 8 Grad….aber diese kühle Luft einzuatmen, fühlte sich richtig gut an.

Und natürlich war ich in den letzten Tagen auch sehr fleißig….hab, nach der Arbeit, schon viele Sachen in Kisten und Kartons verpackt, Metallregale aus der Vorratskammer abgebaut, hab Sachen aussortiert und neu-sortiert…..also auch hier läuft es….die Umzugsvorbereitungen sind angelaufen….

Alles wird gut – im Herbst

Der meteorologische Herbst hat begonnen und so fing der Montagmorgen auch so an: 6:40 Uhr und die Welt sieht am Stadtrand aus, als ob es niemals wieder hell werden möchte….Die Atmosphäre ist phantastisch, während ich meine Morgenrunde starte….

Aber bereits eine halbe Stunde später hat sich der Nebel verzogen und während mir der Morgentau so langsam aus den Haarspitzen tropft , komme ich an ein Feld, wo die Spinnennetze durch den Tau überhaupt erst sichtbar werden…und wie wunderschön die sich zeigen:

Der anschließende Tag im Homeoffice verläuft danach sehr ruhig und am Mittag war dann noch der Termin um den Mietvertrag zu unterschreiben.

Termin 12 Uhr – High-Noon im Büro der Maklerin….alles geht zügig und so sind nach wenigen Minuten alle Formalitäten erledigt…..die Maklerin hatte es eilig….und wir waren uns ja alle schon vorher einig.

Die Schlüsselübergabe erfolgt in der kommenden Woche….erst wird noch der Backofen ausgetauscht…und DANN kann ich in die Wohnung….und danach beruhigte sich auch mein Blutdruck endlich…..

Jetzt wird alles gut ….

Wie ein Kreuzgang – aus Bäumen

Wie ein Kreuzgang – aus Bäumen

Die ersten beiden Tage in dieser Woche war ich wieder im Homeoffice….und bin am Morgen NICHT vorher meine Runde gelaufen…das war dann richtig komisch.

Ich hab mich so daran gewöhnt den fehlenden Arbeitsweg mit einer Walkingrunde zu kompensieren und erst dann den Computer anzuwerfen, das ich tatsächlich Schwierigkeiten hatte in diesen Arbeitstag hineinzufinden.

Montag Morgen bin ich etwas zu spät aufgestanden, es regnete dazu ziemlich dolle und ich war nervös wegen des Mitarbeitergesprächs am Mittag…also hab ich diesen Teil der Morgenroutine weggelassen und war erst spät am Abend so nach 21.30 Uhr knappe 6 km draussen.

Dienstag Morgen bin ich zwar gut aus dem Bett gekommen, aber es regnete derartig heftig, mir war kalt und ich war müde…und irgendwie konnte ich mich überhaupt nicht motivieren einen Schritt vor die Tür zu setzen…war stattdessen aber in der Mittagspause auf dem Trampolin….na immerhin etwas.

Den Altonaer Volkspark hab ich dann am Mittwoch erklommen hahaha…..na gut….so steil ist es nicht, aber je weiter man rein geht in diesen „Wald-Park“ umso höher kommt man…und weiter oben ist dann auch noch eine kleine Anhöhe mit einem Baum-Gang.

Dieser Baum-Gang geht einmal komplett um die Anhöhe herum und bildet eine komplett geschlossene kleine Baumallee. Ich liebe dieses an einen Kreuzgang anmutende Baumgewölbe…

Es stahlt für mich einfach eine beruhigende und beschützende Stille aus…ich könnte stundenlang im Kreis laufen hahaha…..hab ich aber doch nicht getan…sondern bin noch weiter rein in den Park….der an vielen Stellen mehr Wald, als Park ist….

Es war eine spontane Entscheidung hier zu laufen, da ich täglich zur und von der Arbeit daran vorbei komme….aber ich hatte mich bei meinem Outfit an diesem Tag, für weiße Turnschuhe entschieden….so konnte ich ein paar der Wege leider nicht gehen….(immerhin hatte es die Tage zuvor geregnet).

Trotzdem war es wunderschön….leicht kühl, und nur wenig Menschen …eine schöne Erholung.

Schöner Morgen

Seit längerem ist es mir mal wieder gelungen wirklich um kurz nach 5 Uhr aufzustehen….also so schwer wie in diesem Jahr ist mir die Zeit-Umstellung echt noch nie gefallen….meine natürliche Aufstehzeit ist schon seit Jahren so ca. 5 Uhr Morgens, allerdings WINTER-Zeit.

So früh aufzustehen hatte den Vorteil, das ich auch früh genug los konnte, um im nahen Stadtforst meine Morgenrunde zu drehen….Eine Stunde im Wald….noch vor den Joggern oder Hundegassi-Gehern….2 Radfahrer sind mir begegnet…sonst Niemand….Mir ist im Laufe der letzten Monate aufgefallen, das es nur sehr wenige Menschen gibt, die wie ich unterwegs sind….also zügig gehend, ohne Hund und ohne zu joggen…ich bin also ein Exot, zumindest am frühen Morgen oder späten Abend.

Es war weder trübe noch sonnig, einfach ein normaler Durchschnitts-Morgen….und doch ist es morgens im Wald besonders schön….leicht kühl, still auf eine besondere Art, trotz der vielstimmigen Vogelgesänge….Die Heu-Ernte hat auch schon begonnen….also zumindest sind die Wiesen drumherum schon gemäht …hmmm dachte immer, die findet Ende des Sommers statt….aber es gibt wohl unterschiedliche Felder.

Es dufte auf jeden Fall nach dem geschnittenen Gras.

Wieder Zuhause ging es erst einmal unter die Dusche, und mit einem legeren Sommer-Outfit und mit dem ersten Kaffee des Tages ging es zum Schreibtisch….2. Homeoffice-Tag für diese Woche…ab Morgen geht es für den Rest der Woche wieder ins Büro.

Nach Feierabend zog es mich direkt auf den Balkon….auf den Liegestuhl und unter das Sonnendach und … … schon war ich eingeschlafen…aber nur für knappe 15 Minuten…danach hab ich fast eine Stunde den wenigen Wolken am Himmel beim langsamen Vorbeiziehen zugeschaut….und war komplett zufrieden mit dem Tag.

Samstags Dies-und-Das

Mittags hab ich vor dem Haus einen längeren Plausch mit der erwachsenen Tochter von Familie Nett (die wohnen nebenan) gehalten. Ich hab sie sehr lange nicht gesehen und wenn, dann immer nur recht kurz von Weitem. Ich hatte gerade eine hilfsbedürftige Büropflanze aus dem Auto geholt und sie kam nach Hause.

Sie erzählte, das sich die Familie alle 3 zu Weihnachten das Corona-Virus eingefangen hatten….und ihr Vater sogar kurzzeitig ins Krankenhaus musste. Das erklärt warum Frau Nett Anfang des Jahres beim Schnee-Schippen so übervorsichtig mit der Maske war. Sie wissen nicht wo sie sich angesteckt haben, weil sie eigentlich sehr zurück gezogen leben….es muss, ihrer Meinung nach, wohl beim Einkaufen passiert sein, sonst könnten sie es sich nicht weiter erklären. Allen geht es jetzt wieder gut – zum Glück.

Ich hab am Vormittag meine hochglanz-sauber geputzte Küche wieder einmal komplett dreckig gemacht, da ich mich um diverse Pflanzen gekümmert habe….zuerst um besagte Büropflanze….es liegt wohl echt am dunklen Standort im Büro….und durch den weiter hochwachsenden Neubau vor unseren Büro-Fenstern wird das auch nicht mehr besser werden.

Dann hab ich mich um die Zimmerpflanzen gekümmert und am Ende schon mal zum Teil um die Balkonpflanzen. Das pendeln zwischen Küche und Balkon, Küche und Wohnzimmer brachte viel Erde, nasse Blätter und Dreck zurück in die Wohnung…Am Ende war aber alles schnell wieder sauber.

Den Balkon hab ich jetzt aber noch nicht wirklich schön gestaltet…es ging nur darum Vertrocknetes und Verblühtes von den Pflanzen zu befreien und die verblühten Frühlingsblumen mit ihren Zwiebeln auszugraben…die müssen jetzt erst einmal trocknen.

Und auch meine 2wöchige „Kehr-Pflicht“ im Treppenhaus hab ich erledigt…ich renne eh alle paar Tage mit Handfeger und Schaufel durch das Treppenhaus, eben weil ich sooft bei Regen und Matsch unterwegs bin…und auch wenn ich die Schuhe dann schon vor der Haustür ausziehe, landet immer noch genügend Erde auf Treppe und Teppichfliesen. Das merke ich spätestens wenn ich spät abends barfuß runter gehe, um meiner täglichen „Schließ-Pflicht“ für den zusätzlichen Sicherheitsriegel nach zu kommen….doppelt abgeschlossen werden muss ja sowieso schon bei JEDEM Rein-oder Rausgehen….

Den Nachmittag hab ich dann zur Entspannung auf dem Balkon verbracht und gegen Abend war ich kurz zum Einkaufen und erst nach 20 Uhr bin ich auf die andere Seite der Stadt gefahren, um dort den Pinnau-Wanderweg entlang zu laufen…wie sollte es auch anders sein, kurz bevor ich dort ankam, fing der Regen an…..hahaha….

Aber so hatte ich den Weg ganz für mich allein und der Regen war auch nicht unangenehm….es blieb mit 12 Grad ja noch eine Weile mild und es gab keinen Wind….meine Walkingrunde blieb mit etwas mehr als 5 km auch im üblichen Rahmen.

Natürlich bin ich bei der Erstmöglichen Gelegenheit gleich mal einem schmalen kaum sichtbaren Seitenweg gefolgt….das war schön, führte er mich doch zu einen noch schmaleren Seitenarm der Pinnau, wo ich ein paar Rehe in der Abenddämmerung beobachten konnte…..doch schon nach ein paar Minuten bekam ich nasse Füße….hatte ich mich doch für ein paar Schuhe mit Mash-Einsatz entschieden….hahaha und das kam bei dem nassen und matschigen Untergrund dann doch nicht so gut. Aber immerhin sind das ein paar Sneaker aus dem vorigen Jahr, an die sich meine Füße gerade gewöhnen.

Leider störten auf dem gesamten Rundweg die Geräusche der nahen Autobahn….das ist sehr schade, weil die Gegend schön ist. Der Geräuschpegel ist jetzt nicht sooo hoch, aber dafür beständig…das ist wahrscheinlich der Grund warum ich hier schon eine Weile nicht mehr zum Laufen war.

Zum Glück waren um diese Uhrzeit nicht mehr ganz so viele Autos auf der Autobahn, so konnte ich die Geräuschkulisse teilweise ausblenden, bis auf das kleine Stück, das mich parallel entlang führte….hier gibt es eine Menge kleine Gartenparzellen…eigentlich denke ich öfter darüber nach, mich so einem Gartenverein anzuschließen…hätte gerne einen kleinen Garten…aber die Parzellen sind mir meistens zu groß und diese hier sind zwar kleiner, dafür direkt an der Autobahn….das finde ich dann nicht idyllisch.

Und auf der Fahrt nach Hause hab ich gemerkt, das ich Hunger habe…und sah, das das kleine indische Restaurant das so ein leckeres Lamp-Tikka-Masala anbietet, noch geöffnet hat. Auch an einem Samstagabend ist das hier in der Kleinstadt nicht selbstverständlich….und schon gar nicht in Pandemiezeiten. Wer in einer Großstadt lebt oder gelebt hat, kann sich das wahrscheinlich nur schwer vorstellen.

Also hab ich kurz angerufen und ja, sie nehmen um 21.30 Uhr noch Bestellungen zur Selbstabholung auf….aber sie können jetzt nur noch Bargeld entgegen nehmen…die Kasse wäre schon abgerechnet und EC-Gerät wäre schon für heute abgemeldet (??? – okay).

Also ziemlich durchnässt wie ich ja bereits war, bin ich dann noch zur Bank gelaufen, habe Bargeld geholt und danach hab ich mein Essen in Empfang nehmen können. Einen offiziellen gedruckten Kassenbon hab ich aber trotzdem erhalten…also alles legal 😎.

Schritt um Schritt

Montag Morgen – Homeofficetag….also mache ich gleich nach dem Aufstehen eine Walkingrunde.

Es ist kalt und düster…aber noch ist das Wetter okay…KAUM stehe ich in wetterfester Kleidung an der Tür höre ich schon den Regen auf die Dachfenster prasseln…..mir ist sowieso schon kalt….grrrrr….aber ich denke nicht weiter nach, und gehe los….

Eine gute Entscheidung, denn schon ein paar Minuten später teilt sich der Himmel: eine Seite wird sonnig, auf der anderen Seite ist es trübe und regnet noch und ich halte Ausschau….er MUSS da sein…..

…und da ist er auch, der Regenbogen…nicht so kräftig und nicht so schön…aber er ist da …na klar, auf die Physik ist Verlass…

Mit viel Schwung, großen Schritten und guter Laune bin ich die knapp 5km Strecke zügig gegangen….ich habe bewusst große Schritte gemacht…weit ausholend…hab ich doch vor kurzem im Internet gesehen, das Menschen mit zunehmendem Alter immer kleinere Schritte machen, weil sich Muskeln und Sehnen verkürzen und Faszien verkleben, weil die Menschen es versäumen, ihre Muskeln richtig zu fordern und dadurch verkürzen und verkümmern.

Früher hab ich mit langen Beinen und hohen Absätzen immer sehr große, raumgreifende Schritte gemacht. Durch die Fußprobleme und nur noch mit flachen Schuhen unterwegs, sind diese mit der Zeit immer kürzer geworden…das ist mir gar nicht so aufgefallen. Also lege ich jetzt bewusst Tage ein, an denen ich darauf achte die Schritte wieder größer zu setzen.

Das Gute ist: je größer der Schritt, umso mehr nimmt man die Hüfte in der Bewegung mit….und Hüftbewegung ist auch gut für die Rumpfmuskulatur….und anschließend das Dehnen nicht vergessen.

Wald und neue Wege

Sonntag war ich dann lieber wieder in meinen optimalen Wanderschuhen in meinem inzwischen lieb-gewonnenen Forst „Klövensteen“ zu einer Walkingrunde unterwegs…die großen und kleinen Wege kenne ich inzwischen sehr gut….auch so manch verborgene Pfade…

….also war es mal Zeit, weitere Anschluss-Wege zu erforschen…und hab dadurch einen größeren Kreis gezogen….das Wetter zeigte schon eine Weile, das es bald regnen würde…aber ersteinmal blieb es trocken.

Eine mit Regenschirmen gut ausgestattete Familie hab ich beim ersten Zusammentreffen überholt und beim 2.mal haben sich unsere Wege gekreuzt….und beide Male sind wir kurz ins plaudern gekommen…die waren nett.

Zwischen beiden Treffen kam der Regen und verschwand auch schnell wieder…..zum Glück war es noch windstill (das Sturmtief „Eugen“ mit starkem Wind und noch mehr Regen kam ja erst später).

Während jetzt der Wald endlich wieder von braun auf grün umstellt, konnte ich einen Tag zuvor schon die ersten Rapsfelder sehen, die langsam anfangen gelb zu werden.

Ja der Frühling tut sich etwas schwer in diesem Jahr…aber es ist auch gut, das es immer wieder mal regnet…..die Wälder waren tatsächlich schon wieder viel zu trocken….das ist erschreckend, so kurz nach dem Winter.

Mein neuer Rundweg ist mit knappen 9km etwas länger, also meine bisherigen in diesem Gebiet. Das Ziel wird sein, den Regionalpark Wedeler Aue immer weiter zu Fuß (und bei schönem Wetter auch mit dem Rad) zu erkunden….immerhin geht dieser Zusammenschluss mehrerer Gemeinden zwischen Pinneberg und Hamburg bis an die Elbe und ein großer Teil lässt sich über Wald- und Feldwege und ruhige Straßen zusammenhängend erfahren.

Den Rest des Sonntags hab ich dann mit einigen Aufräum-Putz-und Kocharbeiten verbracht und noch ein paar sportlichen Übungen.

Und einen kleinen Kaffeezeit-Kuchen hab ich noch gebacken: So einen einfachen schnellen Rührteig mit weniger Zucker als normal, trotzdem lecker….perfekt zu einer Tasse Kaffee oder Tee: