…kleben am Fliegenfänger…

…wir warten immer noch.

Jetzt sind inzwischen schon 2 Wochen vergangen und der Controller hat sich immer noch nicht entschieden ob er bleibt oder geht.

Das nervt, weil wir im Moment mit unserem neuen Teamleiter KEINE wirklichen Entscheidungen, über unsere zukünftige Aufgabenverteilung innerhalb des Teams, treffen können.

Wir werden quasi ausgebremst – gelähmt. Hier ein Beispiel: Soll ich dem Teamleiter jetzt wirklich eine meiner Firmen komplett übergeben – also ganz offiziell, mit allen Änderungen, die dann vorgenommen werden müssen?….Hmmm nein, also lieber nur „halb“. Er übernimmt die Firma jetzt, aber unter meinem Namen…quasi wie eine Vertretung. Zumindest vorläufig. Das ist für uns Beide nicht befriedigend – aber notwendig.

Denn wenn der Controller geht – dann wird der Teamleiter keine Zeit mehr dafür haben…weil dann haben wir ganz andere Probleme und ich müsste die Firma dann wieder zurück nehmen usw. usw.

Inzwischen ist wohl herausgekommen, das der Controller (zumindest bis Anfang dieser Woche) noch gar keinen neuen Abeitsvertrag vorliegen hatte…da verzögert sich wohl etwas. Eine andere Variante wäre: er hat einfach versucht mehr Geld von unserem Arbeitgeber zu bekommen….Keine Ahnung – ist natürlich alles Spekulation. Angeblich will er sich jetzt DIESES Wochenende entscheiden.

Nun es gibt da ein Indiz, das sich da eine Entscheidung anbahnt….aber nur ein ganz kleines.

Der Controller hat nur ein einziges Smartphone, welches er beruflich und privat nutzt. Das war früher in der Firma so üblich, wird mittlerweile aber nicht mehr so gerne gesehen…die meisten von uns besitzen also 2 Mobiltelefone: ein Privates und ein Berufliches. Der Controller ist bei dem Einen geblieben.

Mit meinem Privathandy hab ich über Whatsapp Kontakt zum Controller, genauso wie zu anderen Kollegen. Soweit nichts besonderes.

Aber Whatsapp hat mich heute Morgen informiert, das der Controller eine neue Handynummer hat, ob ich die Nummer speichern möchte. Das war eher zufällig, das ich das gesehen habe.

Ich weiß, das sich seine berufliche Mobilfunk-Nummer nicht geändert hat, also hat er jetzt mit der zweiten Nummer auch ein privates Smartphone.

Warum die Änderung gerade jetzt? Nun – das ist dieses kleine Indiz – kein Beweis – aber ein Indiz, das er tatsächlich gewillt sein könnte, die Firma zu wechseln. Denn dann würde diese kleine Änderung einen Sinn ergeben.

Es kann natürlich auch ganz anders sein….es ist und bleibt Spekulation…ich hoffe, das wir bald endlich wissen, woran wir sind..

Egal ob gehen oder bleiben: wir brauchen die Entscheidung, damit nicht jede Diskussion wie Fliegen am Fliegenfänger kleben bleibt und dort verendet. So kommen wir keinen Schritt voran.

Warten auf die Entscheidung

(Achtung – nur langweiliges Arbeitszeugs !!)

Und schon seit Wochen traktiert uns der Controller wieder mit seinen Abwanderungsplänen…er hatte also ein 1.Gespräch, ein 2.Gespräch und die letzten Einzelheiten wurden lt. seiner Aussage auch geklärt, der Vertrag liegt vor und anstatt jetzt (endlich) einfach zu unterschreiben und bei uns zu kündigen, hüllt er sich in eine Art komatöses Schweigen.

Einzig unseren neuen Teamleiter hat er auf den gleichen Stand gebracht…also ob er nun kündigt oder nicht und das er sich jetzt entscheiden will.

Letzten Freitag, nachdem alle gegangen waren, hatte ich noch ein Gespräch mit dem Controller…er solle sich gut überlegen was er nun macht, ob er die Sicherheit hier, gegen etwas Neues dort eintauschen möchte. Er möchte einen Neuanfang…denn kann er aber bei uns nicht auf die Weise bekommen, wie er es gerne hätte. Er wollte am Wochenende gründlich darüber nachdenken und sich entscheiden.

Montag war er dann kurzfristig im Homeoffice und keiner hat etwas zu dem Thema von ihm gehört…Dienstag war er mit den anderen Beiden im Büro = und wieder nichts.

Mittwoch nun hatten wir ein Teammeeting Vorort….also jetzt muss er doch mal mit einer Entscheidung kommen…aber nein – wir saßen fast 2 Stunden zu Viert im Meetingraum und er hat NICHTS dazu gesagt.

Das ist unfair uns allen Gegenüber…dann hätte er auch im Vorfeld die Klappe halten können, so hat er uns alle in Aufruhr gebracht…nun warten da zwei Kollegen und ein Teamleiter auf seine Entscheidung….und er sagt einfach nichts.

Katrin und ich hatten schon am Montag beschlossen: also WIR fragen ihn jetzt nicht danach…da muss er schon auf uns zukommen.

Mittwochnachmittag ist mir dann allerdings der Kragen geplatzt und ich hab unseren Teamleiter direkt angesprochen, ob sich der Controller jetzt mal bei Ihm festgelegt hat, so von wegen Kündigung oder nicht.

Unser Teamleiter war ehrlich entsetzt, das auch ICH schon im Vorfeld davon wusste…und hat anschließend auch so ein bisschen aus dem Nähkästchen geplaudert, was er mit der Firmenzentrale so zu dem Thema gehört, bzw. besprochen hat….das geht mich ja eigentlich nichts an…aber Fakt ist: auch ihm Gegenüber hat sich der Controller noch nicht erklärt.

Eine Aussage war dann aber auch, finanziell wird sich die Firma „nicht erpressen“ lassen, dafür hat sich der Controller bei einigen Leuten in den letzten Monaten zu unbeliebt gemacht…und beim letzten Mal als er ja auch einen unterschriebenen Vertrag vorgelegt hat, hat man ihm mit einem Zuschlag beim Gehalt, halten können.

Das ist dieses Mal gar nicht mehr das Ziel, in zu halten. Wenn er gehen will, dann soll er gehen. Das wäre evtl. für alle Seiten das Beste, auch wenn die Firma dadurch eine Menge Spezialwissen verlieren würde…es gibt bestimmte, sehr spezielle Regelungen in unser deutschen Hauptfirma, mit denen ich nie etwas zu tun hatte…das ist schon ein sehr spezielles Geschäftsmodell, das mit der Zentrale in DK stark verwoben und eher undurchsichtig erscheint.

Da könnte ich also gar nicht helfen. Ich habe dafür mir dafür, durch meinen Firmen, anderes Sonderwissen angeeignet und ich kenne von uns Vieren die neue Buchhaltungs-Software aus dem Tagesgeschäft am Besten. Hier könnte ich ebenso helfen, wie bei organisatorischen Dingen…und Katrin hat ja auch einen großen Teil schon bei der Migrationsarbeit übernommen, was eigentlich der Controller hätte machen sollen. Sie hat schon mal einen 3/4 Überblick über die Hauptfirma – bis auf diese interne Verrechnungslogiken.

Wir sitzen also wie auf heißen Kohlen. Denn bei unseren kurzen Kündigungsfristen muss dann natürlich schnell für einen Ersatz gesorgt werden…und der Teamleiter ist auch schon mit dem HR dabei eine Stellenanzeige online zu stellen. Für gute Leute muss man eben frühzeitig suchen oder eben evtl. lange auf Jemanden warten…also wird schon mal vorsorglich mit der Suche gestartet. Absagen kann man dann das Ganze immer noch.

Inzwischen ist das bereits das 3x das der Controller auf dem Absprung ist…ich hoffe für ihn (und uns) das er es dieses Mal schafft.

Ich habe das bisher nur einmal gemacht…und ich habe mich dann, sogar noch vor der Zusage, gegen einen Firmenwechsel entschieden. Die Zusage kam dann einen Tag später…aber da hatte ich mich ja bereits entschieden: ich bleibe wo ich bin. Das heißt aber auch, ich muss mich mit den Gegebenheiten abfinden und ich lerne tatsächlich täglich mehr, damit umzugehen.

Mein Stresslevel sinkt trotz allem weiter…in dieser Woche habe ich mit dem Chance-Team, die Migrations-Daten für das letzte Modul interhalb der Software fertiggestellt…die Daten stehen zum Testen bereit…nur ich komme nicht auf unser Testsystem…seufz….jaja es läuft immer noch nicht alles rund. Jeden Tag ist irgendetwas was nicht oder nicht mehr funktioniert…die reinste Wundertüte.

Außerdem habe ich jetzt angefangen für die letzten Gesellschaften die „Adjustments“ im neuen System nachzubuchen…und in den nächsten Tagen gebe ich eine Gesellschaft an den Teamleiter ab, damit er auch diesen Teil der Arbeit in der Praxis erlernen kann. Bei mir geht es also in die richtige Richtung.

Aber ich habe genügend andere Sorgen, denn die beiden Gesellschaften, die ich von den dänischen Kolleginnen übernehmen musste, die machen viel Arbeit und noch mehr Sorgen…da werde ich noch Monate brauchen, um den alten Kram aufzuarbeiten und diese Firmen auf ordentliche Füße zu stellen.

Und zwei meiner bisherigen Gesellschaften, die bisher ohne nennenswerten Geschäftszweck, so vor sich hin dümpelten, wurden nunmehr neue Projekte zugewiesen…d.h. hier ist jetzt auf einmal auch mehr zu tun, weil z.B. ein Projekt eingekauft wurde.

Also muss wieder alles angepasst werden….wieder rennt man hinter Firmenänderungen, neuen Bankkonten, Unterschriften und Verantwortlichen her und hofft immer, das alles irgendwie doch gut geht – wie bisher auch hahaha…so läuft das bei uns: einfach mal machen und dann sehen wir, wie weit wir damit kommen.

Verlasse Dich nicht auf andere…mach einfach selbst. Das ist zwar eigentlich gar nicht meine Arbeit…aber als „Project-Controller“ bleibt einem nichts anderes übrig. Wir alle wissen, das ist genau der Bereich in dem es immer noch keinen funktionierenden Workflow gibt…es gibt zu viele Abteilungen und zu wenig Kommunikation und wir Controller sind da die einzige Schnittstelle, wo ja alles zusammenlaufen muss.

Also bleibt uns gar nichts anderes übrig, als selbst aktiv zu werden um einiges ans Laufen zu bekommen…denn bald schon schreien die ersten Projektplaner nach der Bezahlung erster Rechnungen.

Vom Legal hab ich bereits eine Rechnung über einen sehr hohen Betrag erhalten….dafür müssen aber erst einmal die Voraussetzungen in unserem System geschaffen werden…und all das, was da nötig ist darf ich gar nicht mehr selber anlegen, sondern das machen verschiedene Abteilungen in der Zentrale. Ein Hoch auf die Dezentralisierung einzelner Arbeitsschritte (eine der Kröten die ich schlucken musste).

Und das war ich tatsächlich anlegen dürfte…das kann ich gar nicht…das hat man mir vor 8 Monaten in der Schulung am Ersten Tag einmal gezeigt….das weiß ich doch jetzt nicht mehr….hihihi…aber die Kollegin aus der Zentrale, hat es mir auf die Schnelle eingerichtet ….puh – eine Sorge weniger.

Jetzt heißt es: Daumen drücken

Ich hatte in dieser Woche weitere 4 Bewerbungsgespräche online. Eines davon war richtig klasse und die Firma würde mit ihren Anforderungen so richtig gut zu mir passen….also so richtig richtig gut.

Das Gespräch mit dem schwedischen Finance Manager (in English) war klasse und ich hab ihm am Ende des 1/2 Kennlern-Gesprächs auch gesagt, das ich es mir sehr gut vorstellen könnte, für die Firma zu arbeiten.

Da er gerade in Hamburg ist, wollte er dann kurzfristig mit dem deutschen GF und der deutschen Finanz-Managerin einen Vorort-Termin arrangieren und das hat dann auch, nach einigem Hin-und-her mit dem Termin, auch geklappt.

Ich bin also zu der Firma hingefahren und wir hatten dann zu viert ein Gespräch, wo wir uns intensiv, aber locker und lustig, mit meinem Lebenslauf beschäftigt haben und was momentan in der Firma so abläuft und demnächst laufen soll usw. Also viele Infos haben wir ausgetauscht und das in einer angenehmen Atmosphäre. Ich konnte mir das gesamte Büro und die Sitzplatz-Situation für den Buchhalter anschauen…jaaa passt.

Am Ende habe ich noch einmal bekräftigt, das ich sehr gerne für die Firma arbeiten wollen würde. Da ich aber nicht die einzige Bewerberin bin, gibt es noch weitere Gespräche…aber bis Mitte nächster Woche soll ich wohl eine Rückmeldung erhalten. Der Recuriter, über den ich hier gegangen bin, wird sich auch noch einmal bei der Firma melden, um das Feedback von deren Seite zu erhalten.

Soooo – jetzt heißt es Abwarten und Daumen drücken..

Nach den gesamten Gesprächen in der letzten und dieser Woche und auch was ich den Stellenbeschreibungen der Recruiter lese, sind die meisten Firmen in schwierigen Phasen: Entweder sie haben schon angefangen mit der Digitalisierung und stecken mitten in Systemumstellungen oder die Systemumstellungen stehen jetzt an oder sie denken zumindest darüber nach bald damit anzufangen. Überall ist zu lesen: wir haben vieles vor oder auch: große Herausforderungen warten auf den neuen Stelleninhaber oder auch beliebt: Neue Strukturen müssen geschaffen werden – Sie können sich aktiv einbringen in der Projektplanung und -Ausführung….damit die Prozesse optimiert werden.

Mit anderen Worten, die meisten haben in den letzten Jahren nichts oder nur wenig gemacht, um die Buchhaltungen rechtzeitig ins 21.Jahrhundert zu katapultieren.

Ab 2025 gibt es ein neues Gesetz (mit teils längeren Übergangsfristen) für die Rechnungsstellung im B2B-Bereich (also von Firma an Firma) und die Firmen fangen jetzt erst an, sich damit auseinander zu setzen. Ich bin ehrlich erschüttert.

Eigentlich suche ich einen Job als Bilanzbuchhalter – aber die Firmen suchen eher einen Projektmanager für die Buchhaltung der beides macht: Projekt-Betreuung für die Umstellung der Software und Buchhaltung. Das ist frustrierend und ganz ehrlich – dann kann ich auch da bleiben, wo ich gerade bin….hier kenne ich zumindest die internen Prozesse und die alte Software.

Naja – es hat keiner gesagt, das so eine Jobsuche einfach ist….ich muss halt ganz genau hinhören und viel selektieren. Man darf sich einfach nicht von den vielen Angeboten täuschen lassen…irgendwo gibt es auch das Passende für mich. – Vielleicht klappt es ja mit der Firma von der ich oben berichtet habe.

Ich wünsche Euch einen schönen Samstag 🥀😉

Ich hole nachher meine Schwester aus der REHA ab und wir fahren nach Lüneburg auf den Weihnachtsmarkt…da freue ich mich drauf…

Das zehrt an den Nerven

Diese Woche ist mein Nervenkostüm sehr angegriffen. Das Krankenhaus hatte auf einmal den OP-Termin für meine Schwester vorverlegt…aber so schnell ging es dann doch nicht.

Anstatt Donnerstag, sollte sie schon Dienstag kommen…aber das ging dann nicht, denn für die Voruntersuchungen musste sie die Tabletten bereits einen Tag vorher absetzen…also ging es am Mittwoch nach Kiel ins Krankenhaus. Den ganzen Tag gab es Voruntersuchungen und Checks und vor allem jede Menge Aufklärungsgespräche, was bei so einer Bypass-OP alles passieren kann.

Mein Schwager war geschockt, weil ihm erst jetzt richtig klar wurde, das er am nächsten Tag seine Frau für immer verlieren könnte…ich war nicht dabei, aber wir haben später telefoniert und da war er immer noch sehr mitgenommen. Nach einem kurzen Telefonat mit meiner Schwester hab ich mich mit ihrer selbstgewählten „Henkersmahlzeit“: SUSHI, nach Feierabend auf den Weg ins Krankenhaus gemacht.

Unten in der Halle haben wir das Sushi gegessen und sind dann noch zusammen draußen spazieren gegangen…wir haben geredet und Beides zusammen tat ihr einfach gut…und mir auch…ich wurde ruhiger und das Krankenhaus macht einen sehr guten Eindruck: alles ruhig und gelassen, keine Hektik, keine Unruhe und alle sind bisher sehr freundlich.

Mir ist schon seit ein paar Monaten aufgefallen das meine große Schwester immer kleiner wird…sie war schon immer ein paar Zentimeter kleiner als ich…aber so langsam schrumpft sie (mit knappen 57 Jahren) immer weiter und ist mittlerweile fast einen Kopf kleiner..also ob das noch 1,60m sind? Sie wirkt dadurch sehr zierlich und zerbrechlich und doch ist sie körperlich stark und vor allem sehr Willensstark….DAS liegt in unserer Familie: unglaubliche Willensstärke – naja man kann es auch Sturheit nennen – da sind wir Beide ganz groß drin.

Auf der Rückfahrt war ich also beruhigt – und dann begann das Warten…und wie wir gewartet haben…Donnerstagmittag in etwa sollte die OP stattfinden. Das Handy und alle anderen Sachen waren bereits im Krankenhaus weggeschlossen worden, so gab es also keinen direkten Kontakt und wir (Schwager in Flensburg, ich in Quickborn) hörten nichts. GAR nichts.

Es wurde Nachmittag und später Nachmittag und wir hörten nichts. Die OP hätte so ca. 13 Uhr anfangen und zwischen 3-5 Stunden dauern sollen…mein Schwager wollte erst um 19 Uhr anrufen…das hab ich nicht ausgehalten und hab bereits um 17 Uhr angerufen. So haben wir immerhin erfahren, das die OP erst um 16.30 Uhr angefangen hat….also vor 22 Uhr brauchen wir gar nicht anzurufen und besuchen durfte ich sie ohnehin erst am nächsten Tag.

JA das wusste ich inzwischen schon…die haben ganz klar geregelte Besuchszeiten ab 15 Uhr Nachmittags…ich war nämlich bereits mittags ins Krankenhaus gefahren und als ich nachfragte wo ich den warten könne, haben die mich sehr freundlich aber auch sehr bestimmt wieder weg geschickt…das würde doch noch Stunden dauern, ich würde ihr damit nicht helfen wenn ich hier bliebe und nach der OP würde sie erst noch eine Weile im „Koma“ sein, bevor sie sie langsam aufwachen lassen usw….also bin ich wieder nach Hause gefahren und habe gewartet….hmmm etwas unrühmlich diese Aktion…ich hätte mich vorher informieren sollen, dann hätte ich mir die insgesamt 160km (hin und zurück) sparen können.

Okay – also wieder hab ich es nicht ausgehalten bis 22 Uhr zu warten, sondern hab schon um 21.30 Uhr angerufen…das war sie minutenvorher gerade auf der Intensivstation angekommen. Die OP wäre gut verlaufen und jetzt würde es noch ca. 2-3 Stunden dauern bis sie wach wird.

Nach dem Telefonat hab ich unmittelbar meinen Schwager angerufen: Sie lebt – alles wird gut. Wir waren beide sehr Erleichtert.

JETZT erst löste sich meine Anspannung. Mein ganzer Körper zitterte und bebte, ich schluchzte und heulte – alles vor Erleichterung….ich konnte mich lange Zeit gar nicht beruhigen, ich musste mich bewegen, zog meine Wanderschuhe an und hab noch meine 5km Walkingstrecke gelaufen: sie lebt – alles wird gut.

Erst am nächsten Tag haben wir dann erfahren, das sie keinen 3fach-Bypass bekommen hat, sondern gleichen einen 4fachen…na gut – auf einen mehr, kommt es jetzt auch nicht mehr an…Hauptsache sie kann damit gut weiter leben und uns auch noch die nächsten 30 Jahre im Besten Sinne: auf die Nerven fallen

Warten

Und weil Freitag vor einer Woche eh schon viel los war bei mir, hätte ich fast eine private Mail übersehen…

Seit dem letzten Herbst warte ich darauf, das sich der Kajak-Verein noch einmal meldet…ich hatte mich im Herbst per Mail bei einem Verein zu einem Grundkurs für das Jahr 2022 angemeldet…aber es war zu früh und ich sollte mich „im Frühjahr“ noch einmal melden.

Im Februar hab ich mich also noch einmal bei dem Verein gemeldet und wurde „vorgemerkt“…und wie es nun mal ist, melden sich immer mehr Interessierte, als freie Plätze da sind…und jetzt am Freitag kam eine Mail vom Verein, das nun die Termine feststehen und man sich in einer Liste eintragen soll, an welchen Terminen man könnte. Das war die Mail ich ich fast übersehen hätte….

Soooo jetzt stehe ich also schon einmal in der Liste der aktiv Interessierten, nun heißt es warten…denn erst in knappen 2 Wochen wird mitgeteilt, wer nun an den Grundkursen teilnehmen kann.

Warten mag ich ja überhaupt nicht….warten lähmt mich, zumindest wenn ich etwas wirklich möchte….und ich möchte unbedingt den Grundkurs besuchen und nach Bestehen der Prüfung würde ich dann sehr gerne auch in den Verein eintreten….das wäre genau das Richtige für mich.

…..warten ….. warten ….. warten …..

Ich muss auch zugeben, ich hab mich bei keinem anderen Verein gemeldet, weil mir dieser hier von seiner Art her sehr gut gefällt…

Warten auf den IT-Support

Obwohl es mir ja im Moment sehr schwer fällt beim Wecker-klingeln zügig aus dem Bett zu kommen, ging es heute Morgen….naja gezwungenermaßen… ich „musste mal“.

…und weil ich ja schon mal aufgestanden war, blieb ich es auch. So war ich bereits um kurz nach 6 Uhr mit allem fertig und schon auf der Autobahn in Richtung Büro…Sooo früh wollte ich aber noch gar nicht arbeiten und hab kurzerhand noch in Hamburg eine kleine Walkingrunde eingelegt…prima, so kann der Tag doch eigentlich nur gut werden.

WENN, ja, wenn ich heute nicht gleich mehrere Computer-Probleme gehabt hätte…so zog sich der Arbeitstag zwischen IT-Support, lockere Unterhaltungen mit den Kollegen, eifriges Arbeiten um den Zeitverlust durch fehlenden Zugriff auf die Programme wieder auszugleichen und dann das Ganze wieder abwechselnd von vorne, elendig hin…zäh wie Kaugummi.

Eigentlich genügend Frustpotential…immerhin hab ich immer noch nicht meine ersten Abschlüsse abgeben können. Aber ich hab die Chefs ja informiert und schon vor ein paar Tagen das okay erhalten….Was sollen sie auch sonst antworten…wir warten eben alle auf den IT-Support.

Aktuelle Antwort aus dem Helpdesk von heute: Sie arbeiten daran…

Für mich ist jetzt erst einmal Wochenende…und trotz allem bin ich doch zufrieden mit dem Tag und mit den Dingen die ich heute stattdessen fertig bekommen habe. Jetzt freue ich mich auf einen entspannten Abend zuhause…..

Euch allen ein schönes Wochenende!

Stau…

Aktuell stehe ich seit ca. 30 Minuten im Stau auf der Autobahn…. ich bin noch 16km vom Ziel entfernt ….

Jetzt sind gerade zwei Abschleppwagen durch die vorbildliche Rettungsgasse gebrausst…es wir also noch ein paar Minuten dauern, bis es weiter gehen kann.

Dadurch das ich gestern nichts für meine heutige Fahrradtour vorbereitet hatte, bin ich etwas später los gefahren als geplant….

Ich stelle mich immer noch auf Selbstversorgung ein…also verhungern und verdursten werde ich in diesem Stau definitiv nicht hahaha

Sooo jetzt kommt noch eine Spezialfirma für die Reinigung der Fahrbahn..irgend etwas ist wohl bei dem Unfall vorne aufgelaufen….

Zeitprotokoll – Recyclinghof

Diese unsägliche Aktion mit der Mikrowelle bringt mich in Zugzwang…WOHIN jetzt mit dem alten Teil…solange das Ding noch in der Wohnung steht, erinnert mich der Geruch daran, das sie unbedingt weg muss.

Meine Schwester hat mich darum beneidet, das hier der Recycling-Hof noch geöffnet hat… aber nur von 8 – 13 Uhr….also habe ich heute Morgen mein Auto mit einigen Dingen bepackt, die ich eh weg bringen wollte….

Der Neid hielt sich allerdings in Grenzen, als ich ihr eine Art Zeitprotokoll per WhatsApp geschickt habe:

8:44 Ankunft an der Links-Abbiegespur von der Landstraße auf die Straße an der am Ende der Recyclinghof liegt. 4 Autos vor mir. Aus der Gegenrichtung so ca. 20 Autos die ebenfalls auf diese Straße abbiegen wollen., Abbiegen nicht möglich, wegen Autoschlange bis zur Landstraße. Entfernung zum Zielpunkt: ca. 1 km

9:05 ich stehe immer noch auf der Linksabbieger-Spur, es sind nur noch 2 Autos vor mir auf dieser Spur….gefühlte 100 aus der Gegenrichtung. Die Dame im Auto vor mir kommt zu mir und erklärt ihr Auto springt nicht mehr an…sie ruft ihren Mann an. Ich überlege die Aktion doch abzubrechen…bleibe aber. Entfernung zum Zielpunkt: ca. 1 km

9:43 Ich bin um das liegengebliebene Auto herum gefahren und ein netter Bulli-Fahrer aus der Gegenrichtung hat mich abbiegen lassen. Inzwischen riecht mein Auto auch schon nach verkohltem Brötchen….Dann bewegt sich erst einmal NICHTS weiter…..Entfernung zum Zielpunkt: ca. 900 m

10:56 Ich hab mir die Zeit mit Online-Zeitung lesen vertrieben. Ich hab Hunger (gut das ich meine Reserve-Snacks im Auto habe) und Durst (Wasser ist auch genügend da)…allerdings muss ich auch mal auf die Toi….. Mache mir langsam Sorgen ob das bis 13 Uhr noch klappt. Entfernung zum Zielpunkt: ca. 300 m

11:24 Ich hab einen kleinen Begleiter bekommen Der kleine Freund hat mich so ca. 10 Minuten begleitet, er hat immer wieder mit dem Schnabel gegen den Außenspiegel und gegen das Fenster geklopft…süß nicht? Entfernung vom Zielpunkt: ca. 260 m

11:50 Das Tor ist in Sicht, es sind noch 2 Fahrzeuge vor mir…ich MUSS immer noch…aber auf keinen Fall gebe ich jetzt auf. Entfernung zum Zielpunkt: ca. 20 m.

12:02 Ich bin drin…das Abladen und in die verschiedenen Container sortieren hat nur ein paar unwesentliche Minuten gedauert.

12:13 Ich fahre an einer laaaaaangen Autoschlage zurück bis zur Landstraße….die Armen….die immer noch warten.

3,5 Stunden hat es gedauert…aber egal, Hauptsache das Thema Mikrowelle ist erledigt….die genauen Zeitangaben stammen übrigens von der WhatsApp-Konversation mit meiner Schwester …

Warten….

Wie immer brauchte ich bei Änderungen ein paar Tage bis ich damit gut umgehen kann….so hab ich zwar in dieser Woche viel Freizeit, aber eben wenig geschrieben.

Mir geht es gut und ich bin entspannt….alle Parameter stehen auf Erholung…und doch hab ich eine leichte innere Unruhe, weil ich nicht genau abschätzen kann, wie es weiter geht.

Also anstatt voll in meinen Urlaub zuhause einzutauchen, hab ich eine innere On-hold Haltung…aber ich warte ja eigentlich auf Nichts.

Aber insgeheim warte ich doch:

1. auf eine Mail von meinem neuen Arbeitgeber, das sie mir noch vor Arbeitsantritt am 1.4. den Vertrag kündigen…

2. das die Corona-Pandemie noch wesentlich schlimmer wird (die ich übrigens unterschätzt habe, da ich nicht davon ausgegangen bin, das es sich zu einer Pandemie entwickelt)

3. das irgendetwas sonst noch passiert…

Dabei mache ich mir keine Sorgen, das ich persönlich krank werden könnte….keine Ahnung warum. Ich weiß das keiner immun ist, aber ich empfinde mein Ansteckungspotential als sehr gering….das soll nicht überheblich oder so klingen, aber in meinem Landkreis sind es offiziell per heute 155 infizierte Personen bei ca. 296.000 Einwohnern, noch!

Aber es macht mir inzwischen Sorgen, was da noch alles an Fallzahlen auf die Welt zukommt und was für Auswirkungen es mittelfristig auf unsere Wirtschaft hat und was es langfristig mit unserer Gesellschaft macht.

vom Hund lernen…

Gestern gab  es eine Reportage über Hannelore Kohl, die Frau des ehemaligen Bundeskanzlers die sich  2001 selbst das Leben nahm.

Und obwohl ich diese  Reportage bereits kannte, hat mich eine Aussage sehr berührt. Ich hab gleich mal im Internet (das Netz vergisst ja bekanntlich nichts) danach gesucht. Im Spiegel bin ich fündig geworden:

Zitat aus dem „Spiegel  09.07.2001

„Man müsse „vor allem warten können“, gestand sie 1992 der ZDF-Reporterin Barbara Friedrichs. Aber nach „vier, fünf Stunden echten Wartens“ könne man nur noch von einem Hund verlangen, dass er sich immer noch freut. Bitter fügte sie hinzu: „Ich habe von unserem Hund gelernt.“

Eine Frau sie sich nach außen nie etwas hat anmerken lassen  wie schlecht es ihr ging und wie sehr ihr Leben nicht so verläuft, wie sie es sich vermutlich gewünscht hätte… Viele haben sie falsch eingeschätzt.

Sie wirkte immer perfekt…und doch gab es bereits 1992 diesen …ja fast schon Gefühlsausbruch…der offenbart das hier etwas ganz und gar nicht richtig läuft.

Ich weiß nicht wieso, aber als sie die Worte oben  in der Reportage aussprach, schauderte es mich…