Ferien und „Feier“-Tage

In Hessen haben die Schulferien begonnen und das hat Auswirkungen auf mein persönliches Wohlbefinden. Nein – ich bin kein Lehrer und noch viel weniger Schüler…aber mit dem Start der Ferien kann ich meine Freizeit auf dem Balkon noch mehr genießen.

In den Ferien bleibt es in der Schule nebenan ruhig, auch im Kindergarten nebenan ist es ruhiger, die Vereine die in der Kirche nebenan proben sind ebenfalls nicht da,  also keine Chorproben, kein Bläserchor…

Was  für eine Wohltat für meine Seele…

Ich hab übrigens mal geschaut, wie sich die Feiertage in Schleswig-Holstein im Verhältnis zu Hessen verteilen…ich hab immer noch im Kopf das es im Süden Deutschlands viel mehr gesetzliche Feiertage gibt, als im Norden oder Osten des Landes.

Früher hab ich nicht darüber nachgedacht das es in den einzelnen Bundesländern unterschiedlich geregelt ist, aber als ich von NRW nach Hessen zog hätte ich beinahe einen Arbeitstag verpasst…lach….weil der 1.November in Hessen eben KEIN Feiertag ist, in NRW aber schon.

In Hessen gibt es jährlich 10 gesetzliche Feiertage…und 10 sind es auch in Schleswig-Holstein. Irgendwie beruhigt es mich, das ich nicht noch einen Feiertag „verliere“…was aber nur daran liegt, das erst vor 2 Jahren ein neuer Feiertag für dieses Bundesland eingeführt wurde: 31.10. – Reformationstag.  In 2017 war es für ALLE Bundesbürger ein zusätzlicher Feiertag…seitdem sind es 9 Bundesländer (im Norden und Osten Deutschlands) die den Reformationstag als jährlich wiederkehrenden Feiertag verankert haben.

In Bayern sind es übrigens 13 gesetzliche Feiertage  !! pro  Jahr.

Das liegt daran das die süddeutschen Regionen immer schon sehr katholisch geprägt waren, in der Mitte Deutschlands ist es eher gemischt (katholisch und evangelisch) und im Nord-und Ostdeutschen-Raum war es schon immer mehr evangelisch geprägt.

Unsere Feiertage haben ja zum größten Teil einen religiösen Hintergrund (weltliche Feiertage sind nur: 1. Januar, 1.Mai und 3.Oktober)….von daher ist es nicht verwunderlich das es diese Unterschiede gibt. Es ist eigentlich eher erstaunlich, das es diese religiösen Feiertage überhaupt noch als gesetzliche Feiertage gibt.

Jeder Feiertag ist damit ein zusätzliches Geschenk des Staates an uns Bürger….und sollte entsprechend gewürdigt werden, als das was sie sind „Feier“-Tage im besten Sinne.

2 Gedanken zu “Ferien und „Feier“-Tage

  1. Ich bin übrigens für die Einführung gesetzlicher Feiertage als Ersatz für die kirchlichen, die dann Bundesweit gelten Ostern, Weihnachten und Pfingsten könnte man ja stehen lassen. Und ansonsten andere schaffen: Rosenmontag z.B. und die Tage an denen die Weltkriege geändert haben.

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    1. Ich finde die kirchlichen Feiertag sollten schon bleiben, auch wenn nur noch ein Teil der Deutschen diese Feiertage (außer Ostern und Weihnachten) so verbringt, wie die Kirche es vorgibt…das ist für mich „Brauchtum“ und gehört zu unserer Kultur dazu :-).
      Rosenmontag als Feiertag? = kein Schlechter Gedanke ..ist ja auch Brauchtum

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