Eigentlich könnte ich langsam aufatmen

Der letzte Teil des Konzernumbaus wurde für uns abgesagt….HURRA !!!!!  so laut hab ich schon lange nicht mehr gejubelt…Es gab zu viele Probleme bei der Umsetzung, so das von oben entschieden wurde, das nur auf Konzernebene zu berücksichtigen, nicht bei den Einzelgesellschaften.  Wieviel Stunden ich im letzten Jahr genau für diesen Teil aufgewendet habe….grrrrrr…aber egal. Es ist vorbei.

Die Einarbeitung meines Nachfolgers ist abgeschlossen,…was jetzt nicht bedeutet das er alles weiß oder gar alles kann…aber die Zeit ist abgelaufen, denn jetzt ist er erst mal in Urlaub….und wenn er wieder kommt bin ich bereits weg. Aber na klar kann man  nach 5 Wochen bereits 2 Wochen Urlaub machen….

Ich hab die Zwischenzeugnisse für mein Team in Zusammenarbeit mit unserer HR-Abteilung  fertig…puh…auch eine Aufgabe die ich nicht so einfach aus dem Ärmel schüttele…aber  die Zeugnisse sind gut geworden und ich stehe hinter den Formulierungen….Chefin und ich haben unterschrieben….und sie hatte auch keine Einwände….die Zeugnisse habe ich einzeln an meine Teammitglieder übergeben….

Meine Chefin hat mein Zeugnis jetzt auch fertig …auch das ist immer etwas Unangenehmes , aber ich muss sagen… WOW – ich hab ein wirklich gutes und individuell formuliertes Zeugnis erhalten, das genau meine Stärken hervorhebt…ich bin sehr zufrieden damit.

Ich bin jetzt seit einer Woche in meiner letzten Wohnungslos-Etappe in der ich bis zum Ende meiner Zeit hier bleiben werde…das ist leider nicht so der Hit und war auch komplett  anders geplant…..aber was soll ich mich jetzt aufregen….ist halt so …

Wie gesagt eigentlich könnte ich jetzt anfangen aufzuatmen…aber der schlimmste Teil steht mir noch bevor…meine „offizielle“ Verabschiedung….boooa wenn ich das überlebt habe, DANN kann ich wirklich aufatmen.

Die Vorbereitungen sind abgeschlossen….jetzt geht es nur noch darum alle Vorspeisen entsprechend zusammen zu stellen und anzurichten, die Pizzen müssen rechtzeitig kommen und die Ansprache der Chefin muss schnell vorbei sein….DANN und erst DANN kann ich aufatmen…wenn auch dieser Tag überstanden ist…

Fast vergessener Abschied

Die vergangene Woche hatte es mal wieder in sich…Endspurt im Monatsabschluss und Endspurt in der Einarbeitung …ab der kommenden Woche ist mein Nachfolger erst mal in Urlaub…na prima…aber ich bin ja da.

In meinem ganzen Trubel geht es ein wenig unter, das ich ja nicht die Einzige bin, die die Firma verlässt. Meine Chefin geht ja auch Ende des Monats….und am Mittwoch hat sie uns Teamleiter die zur Verwaltung gehören, zum Essen eingeladen.

Das ist das erste Mal in all den Jahren das sie uns in dieser Konstellation zum Essen eingeladen hat. Ja klar hat sie mich schon mal eingeladen und wir waren auch ein paar Mal zusammen Sushi Essen….aber zu viert waren wir noch nie.

Das Wetter bot an, sich bei knappen 20 Grad noch einmal nach draußen in den Garten eines italienischen Restaurants zu setzen. Meine Chefin hat überraschenderweise gegen all unsere Firmen-Regeln verstoßen und so haben wir mit einem Glas Prosecco auf die gute Zusammenarbeit der letzten Jahre angestoßen…und auf ihre Zukunft.

Der Mittag verlief erstaunlich locker, auch wenn man gemerkt hat wie sehr noch viele Dinge im Job an ihr nagen…und sie merkt selber das es für sie schwierig sich dem zu entziehen…ich glaube ein wenig „beneidet“ sie mich das ich die Firma komplett hinter mir lasse, während sie nur den Standort wechselt…aber innerhalb des Konzern bleibt.

Wir waren fast 1,5 Stunden in der Mittagspause….warum ich jedoch am Ende der Pause eine Whatsapp-Nachricht meines Exfreundes bekommen musste, in dem stand „Guten Appetit“ und die italienische Flagge abgebildet war, ist mir schleierhaft…

Darauf hätte ich dann doch ganz gerne verzichtet….lässt es doch 2 Interpretationen zu, die ich beide nicht angenehm finde…..aber egal.

Was war das denn?

Kennt Ihr das, alle Voraussetzungen für einen schönen Abend und eine gute Nacht sind gegeben…und doch kommt alles anders.
Der Samstag war heiß…und ich hab meine Sachen gepackt um für eine einzelne Nacht in ein Hotel zu Tag ziehen…. Frankfurt-Höchst Altstadt…direkt am Main.
Das Zimmer ist toll mit direktem Blick auf den Main und zwei riesigen Fenstern…aber es ist heiß…sehr heiß ……ich checke ein und erledige in einem weiter entfernten Einkaufszentrum noch ein paar notwendige Einkäufe…viele Geschäfte, viele Parkplätze ….aber das gesamte Gebiet kannte keinen Schatten…so wurde es heiß und heißer …und zusätzlich bekam ich Hitzewallungen in 15-20 Minuten Abständen…Hitze von Innen UND Außen…ich war durchnässt …und bedient…und so langsam begannen die Kopfschmerzen.
Wieder im Hotel ging ich das 2. Mal an diesem Tag unter die Dusche…dann ab aufs Fahrrad am Mainufer entlang, in der Hoffnung das die Kopfschmerzen bald vergehen …später hab ich am Höchster Schloss draußen zu Abend gegessen. Heiß war es immer noch…aber das Essen war gut…in meinem Mispelchen schwamm ein kleiner Wurm, NEIN der gehört nicht da rein….lach…kein Problem – hab ein neues Glas bekommen.
Hitze, Hitzewallungen und Kopfschmerzen nahmen kein Ende…also bin ich bereits um 21 Uhr ins Hotelzimmer….die Fenster weit auf, den Ventilator an…während die Hitze von außen langsam nach lies war es innen immer noch viel zu warm.
Irgendwann bin ich eingeschlafen…und dann ständig wieder aufgewacht…mit noch stärkeren Kopfschmerzen….irgendwie hab ich versucht meinen Kopf so zu betten das er nicht schmerzt…den Rest der Nacht hab ich in einer Art Dämmerzustand verbracht…zwischen Erschöpfung, leichtem Schlaf, Kopfschmerzen, Übelkeit und dem Versuch mich anders hin zu legen, Ablenkung mit einem Hörbuch…nein es war keine erholsame Nacht …es war irgendwie surreal…unwirklich.