Der Stachel…

Der Stachel…

Neben dieser Leichtigkeit mit der mein Leben gerade verläuft, bleibt immer auch der Gedanke das es eine temporäre Leichtigkeit ist. Ich bin mir sehr bewusst das ich bisher viel Glück gehabt habe, jetzt ein so unbeschwertes Leben haben zu dürfen.

Meine körperliche Konstitution, meine Gene und meine Lebensweise mit jahrelangem Sport und einigermaßen gesunder Ernährung und einer gehörigen Portion Glück haben es mir ermöglicht, nur leicht beschädigt über 50 Jahre alt zu werden.

Mit Fleiß und Disziplin und auch hier mit einer guten Portion Glück an den richtigen Stellen und auch mit einigem Mut hab mich im Laufe von 30 Jahren beruflich so etabliert, das ich relativ gut verdiene und mich  auch durch Corona nicht einschränken muss.

Wäre da nicht der Krebs bei meinem Ex-Freund auf so hinterhältige Art erneut ausgebrochen, könnte ich mein Leben tatsächlich komplett unbeschwert geniessen…

… so aber ist es wie ein Stachel, der immer mal wieder piekst….so ein beständiges kleines unangenehmes Erinnern, wie fragil doch unsere Leben sind. Wie schnell sich alles ändern kann…wie ungerecht die Welt ist…und doch vergesse ich es immer wieder und dann ist da dieser kleine Stachel…der mich wieder daran erinnert…unangenehm erinnert…

…und ich atme tief ein und spüre das Leben….bin dankbar und versuche alles andere zu verdrängen…bis es wieder unvermittelt da ist…das miese kleine pieksen …dieser kleine Stachel mit Widerhaken…

 

 

Der Gang durch die Woche…

Der Gang durch die Woche…

…war heiter und entspannt.

Die beiden Abgabetermine habe ich ohne Probleme einhalten können…auch wenn ich mir dabei selber einen Streich gespielt habe.

Meine laufenden Aufgaben habe ich locker erledigt und dazu noch die laufenden Aufgaben meines urlaubenden Kollegen, insoweit wie wir das abgesprochen hatten..

Also hatte ich mich ab Mittwoch mit den 1/2 Jahresabschlussarbeiten beschäftigt ,die ich Donnerstag und Freitag abgeben musste. Die beiden Firmen haben fast identische Firmennamen und erst als ich Donnerstag Vormittag die 1.Gesellschaft abgeben wollte hab ich gemerkt, das DIESE erst Morgen fertig werden soll und die ANDERE, die ich noch nicht fertig hatte, HEUTE fällig war….hahaha.

Aber kein Problem…jetzt konnte ich die 1.Gesellschaft als Schablone nehmen und so ging die 2. dann auch recht zügig. Freitag hab ich mich dann gleich an die nächsten 3 Gesellschaften gemacht, die sind erst Ende nächster Woche fällig…aber jetzt bin ich gerade so schön im Fluss.

Und da auch alles andere wunderbar funktionierte, hab ich tatsächlich immer früh Feierabend gemacht. Meine Kollegen aus der Projektplanung langweilen sich und können sich auch selber kaum motivieren…selbst die Baustelle nebenan ist ruhig….irgendwie fand ich das am Dienstag sogar selbst langweilig…weil so gar nichts von Außen zu uns durch drang…

Dienstag hab ich am frühen Nachmittag einen Großeinkauf gemacht und den Rest des Tages mehr oder weniger vertrödelt und verschlafen. Okay, also ich hab mal wieder sehr leckere Brötchen gebacken …also meine selbstgemachten Brötchen vertrage ich super, Die bestehen ja auch nur aus Mehl, Hefe, Salz und Wasser….also eine Mehlunverträglichkeit kann ich damit ausschließen….wahrscheinlich sind es die Zusatzstoffe bei gekauften Broten und Brötchen, die es meinem Magen so schwer machen.

Mittwoch bin ich am Abend mit dem Fahrrad eine Runde über Land gefahren und hab einem herrlichen Sonnenuntergang zugeschaut…das waren locker leichte 20km…nicht so viel, aber genug. Seit meiner Tour mit über 80km sind schon 2 Wochen vergangen und bisher hatte ich mich noch nicht wieder aufs Rad gesetzt…jetzt kann ich das gar nicht mehr verstehen…es hat wieder Spaß gemacht, ..wenn auch leicht kühl – aber so ist es genau richtig gewesen.

Donnerstag hab ich nach meinem frühen Feierabend das Auto einfach stehen lassen und bin Zufuss durch Altona und Ottensen geschlendert…hab mal wieder so richtig Leben getankt…es war viel los auf den Straßen, Restaurants und Cafés. Ich hab mich in Altona in den Außenbereich eines asiatischen Restaurants gesetzt und zum 1. Mal eine „Bowl“ bestellt…mit Reis, viel frischem Gemüse und Rohkost und obenauf gebratenes Rindfleisch….sehr sehr lecker. Zuerst sah es gar nicht nach so viel aus…aber eine Schüssel breitet seine Schätze nicht nebeneinander aus, sondern übereinander …hahaha.

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Das waren dann mal so knappe 8km die ich durch Hamburg geschlendert bin.. So richtig WARMES Sommerwetter war eigentlich nicht und ich war froh meine Jacke dabei zu haben. Allerdings sind mir sehr viele Menschen begegnet die mit kurzen Hosen/Hotpants und T-Shirts ..teilweise sogar nur im Top und mit FlipFlops unterwegs waren…. also mir wäre das eindeutig zu kalt…Aber okay: es ist Sommer laut Kalender, also muss man sich sommerlich anziehen…

Freitag Mittag hab ich meine Mittagspause mit dem Gang die Post abzuholen miteinander verknüpft und bin noch einmal im Restaurant „Atlas“ gewesen…Dieses mal alleine und ich hab draußen gesessen…endlich war die Sonne auch schön warm….Den Feierabend hab ich auch heute früh eingeläutet und hab den Abend mit bügeln und aufräumen verbracht….

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Der Stille zuhören – und dem Herzschlag

Der Stille zuhören – und dem Herzschlag

Der Start in die neue Woche war gaaaaanz entspannt. Der Kollege ist in nun endlich  Urlaub und ICH erhol mich….hahahaha.

Es waren heute aber auch extrem wenig Kollegen im Büro… die Urlaubszeit schlägt auch bei uns gut durch.

So blieb es heute von Außen  himmlisch ruhig….und ich hab mich mit den vier verbliebenen Kollegen heute lange und gut unterhalten und trotzdem viel geschafft.

Jetzt sitze ich auf dem Balkon und schaue der Sonne hinter den Wolken beim Untergehen zu. Ich hätte jetzt gerne ein Glas Wein…allerdings verkneife ich es mir in der letzten Zeit immer öfter…seufz.

Blutdruck und Ruhepuls sind in den vergangenen Wochen wieder viel zu hoch. Ich spüre dabei jeden Herzschlag fast unangenehm laut und jedes Mal wenn ich ein Glas Wein getrunken habe, stieg der Ruhepuls noch weiter an und blieb dann ein paar Tage so hoch.

Das ist Mist und gefällt mir überhaupt nicht,…heute ist er mal wieder auf relativem Normal-Niveau…das will ich nicht gleich wieder gefährden. Also sitze ich hier mit einem Glas Tee und einem Becher Wasser….immerhin kann ich wählen.

Es herrscht Draußen um kurz vor 21 Uhr himmlische Stille…Niemand scheint sich mehr in den Gärten oder auf den Terrassen drumherum aufzuhalten und neben den Vögeln und einigen Autogeräuschen in der Ferne, ist das Klappern meiner Tastatur bei Weitem das lauteste Geräusch.

Ich könnte tagelang hier sitzen und der Stille lauschen…und ich lausche auf meinen Herzschlag den ich immer noch als zu laut und zu deutlich wahrnehme…aber er ist gerade so an der Grenze, das es nicht unangenehm ist….darauf ein Zum Wohl  – mit Früchtetee.

 

 

 

Sonntags-Ausflug und unfreundliche Menschen

Sonntags-Ausflug und unfreundliche Menschen

Obwohl das Wetter hier im Norden immer noch nicht der Hit ist, hab ich mich für eine Sonntagstour in Schleswig entschieden. Wandern oder Fahrrad fahren?…ich war mir eigentlich sicher das ich das Rad mit nehmen werde….aber irgendwie hab ich dann doch die Wanderschuhe angezogen ….

Also ging es mit dem Auto erst einmal 120km bis zum Gottorfer Schloss in Schleswig…. Das Wetter sah permanent nach Regen aus….Nun gut, also solange es noch nicht regnet werde ich durch den Schlosspark und dem angrenzenden Wald laufen … sollte es später doch noch regnen, kann ich immer noch ins Museum….die Moorleichen wollte ich mir immer schon mal anschauen.wp-15945626091745143457294816815907.jpg

Sonntag Vormittag bei trübem Wetter und es war einfach herrlich…nach einer großen Runde um das Schloss herum, bin ich dann direkt weiter  entlang am Ostseefjord Schlei  bis zum Hafen gelaufen, hab dort in einem der kleinen Imbiss-Restaurants halt gemacht….aber irgendwie waren die Mitarbeiter hinter dem Tresen sehr unwirsch…und auch später in einem kleinen kuscheligen Kaffee wo ich freundlich und entspannt eine Frage gestellt habe, war die Antwort ziemlich unfreundlich…schade – das hat mir den Spaß genommen, mich dort nieder zu lassen… Der Dame im Café hab ich es aber beim bezahlen gesagt, ob sie nicht mal etwas freundlicher sein kann und ob sie die Worte Danke und Bitte beherrscht…Also sooo gewinnt man keine Kunden. Als ich dann zur Toilette ging hab ich hören können, wie Sie sich über mich aufgeregt hat.

Na egal….ich bin dann nach nur sehr kurzem Aufenthalt (es gab noch viele freie Plätze  ..das Cafe auf der gegenüberliegenden Seite, dagegen war sehr gut besucht…da hatte  ich mich wohl für die falsche Seite entschieden) weiter gewandert und nach etwas mehr als 12km wieder am Schloss angekommen.

Hmmm…jetzt noch in das Museum? Irgendwie hatte ich jetzt aber gar keine Lust mehr und hab den Heimweg angetreten.  HIer scheint jetzt die Sonne und ich sitze gut beschirmt auf meinem Balkon und lasse den Tag in Ruhe ausklingen.

 

Berufliches – Auf und Ab

Neben dem Thema, das im Moment meine innere Ruhe aufgelöst hat, lief meine berufliche Woche sehr zufriedenstellend…das war unerwartet. Eigentlich hatte ich mit mehr Stress gerechnet.

Aber genau das wird es gewesen sein… ich war innerlich gewappnet… es lief zwar einiges nicht rund, aber letztlich hab ich meine Abgabetermine einhalten können. Das war nicht einfach, zumal mein direkter Kollege immer wieder über seine Stressthemen reden wollte…so das ich zwischendurch schon mal erwidert habe, das ich mich so langsam mal mit meinen Themen beschäftigen muss. Jedes Mal kam eine kurze patzige Antwort zurück…die ich aber nur mit Kopfschütteln und einem spöttischen Lachen zur Kenntnis genommen habe….aber dann war immerhin mal  wieder eine Weile Ruhe im Büro….(ich nehme es ihm nicht krumm ).

Zum Glück ist der Kollege nun ab jetzt 2 Wochen in Urlaub. Nachdem wir tatsächlich am Dienstag ein großes Thema erledigen konnten, sind wir Mittags mit einigen anderen Kollegen ins „Atlas“ gegangen. Dienstag ist dort Schnitzel-Tag….Das war lustig und hat Spaß gemacht. Mir gefällt das rustikale, aber leicht gehobene Ambiente und der Kellner wen wir hatten war super nett…das war mal eine nette Abwechslung in der Mittagspause.

Danach ging es weiter von Problem zu Problemchen….das tollste was mein Kollege sich geleistet hat:

auf meine Frage woher er eine bestimmte Berechnung bekommt:  von einer Kollegin aus DK: okay – leider wusste die Kollegin NICHT worum es ging, auch andere Kollegen in DK wussten es nicht…als es langsam zeitlich für mich eng wurde, ich brauchte DRINGEND diese Berechnung, hab ich ihn noch einmal gefragt und er wollte die E-Mail vom letzten Jahr heraus suchen…und er hat gesucht…und gesucht….bis ihm dann nach einiger Zeit endlich einfiel, diese Berechnung macht er selbst….hahahaha ich hab fast unter dem Schreibtisch gelegen vor Lachen….okay, er hat mir die Excel-Berechnungsdatei gegeben und ich hab es danach selber machen können…anfangs hat er noch gezweifelt ob ich das schaffe….na hör mal – das war eine sehr simple Excel-Datei ohne Schnörkel…da kenn ich ganz andere….

Ich will nicht unfair sein, er selber hat in dieser Woche mit einem Reisekosten-Abrechnungsprogramm gekämpft, für das er nur eine  rudimentäre Einweisung erhalten hat…und es hat vieles nicht geklappt. Der Support aus DK ist schon in Urlaub…da hab ich ihm zumindest zugehört und moralische Unterstützung geben können….mich hätte das auch an den Rand des Wahnsinns getrieben, wenn zwischendurch immer wieder alle gerade gemachten Einstellungen wieder weg sind…

Ich bin in dieser Woche öfter wieder Abends meine Runden gelaufen…dazu hab ich mehrfach freiwillig mittags im Regen die Post geholt…ich hab mich also gut bewegt und fühlte mich am Freitag daher auch nicht ausgepowert….Ich bin oft schon sehr früh schlafen gegangen…allerdings schlafe ich aktuell nicht durch, werde öfter wach und grüble über das Leben, den Tod und meine Ex-Beziehung….dann schalte ich nachts mein Hörbuch an und wenn ich es schaffe mich darauf zu konzentrieren, schlafe ich auch wieder ein…

Trotzdem war ich froh, als ich Freitag Nachmittag ins Wochenende gehen konnte.

 

 

 

ein plüschiger Gruß

Während meiner letzten Beziehung war es oft nicht einfach..um nicht zu sagen es war lange Zeit sehr schwer…dann wurde es besser, wurde unbeschwerter und war sogar über eine länger Zeit richtig schön leicht…und dann drehte es sich irgendwann wieder….

In den Jahren hab ich die Beziehung zwischendurch mal „angehalten“…wollte alleine sein, hab nach elementarer Ruhe gesucht, die es in dieser Beziehung für mich meistens nicht gab. Wollte ein friedliches Leben, keinen Streit, keinen Kampf…manchmal dauerte so ein Rückzug 1-2 Tage, manchmal eine Woche und dann sogar mal mehr als 1 Monat (das war sogar über Weihnachten und Silvester).

Ich hab es eigentlich nicht als On-OFF-Beziehung betrachtet, aber eigentlich war es das….zumindest war ich mehr als einmal dazu entschlossen diese Beziehung dauerhaft zu beenden. Hab es aber nicht geschafft. Immerhin war es ja auch schön…ich wurde geliebt…und ich hab ihn geliebt…also bin ich wieder und wieder geblieben…dann ging es eine Weile wieder gut…und dann wurde es wieder schlimmer.

Wenn ich das so schreibe, bin ich fast erschrocken.

Während einer dieser Phasen in der ich mich verletzt gefühlt und eine längere Auszeit genommen  habe, bekam ich einen kleines Kuscheltier-Bärchen von ihm geschenkt, so ein kleines plüschiges anschmiegsames  – mit einer kleinen Nachricht, damit ich wenigstens etwas zum Ankuscheln habe und nicht alleine bin.

Im Laufe der Beziehung wurde daraus vier kleine Kuschel-Bärchen… Zum Aufmuntern, zum Anlehnen, als Entschuldigung oder als Bitte ihn wieder lieb-zu-haben…. Ich habe noch alle vier.

Gestern nun hab ich eines ausgesucht (das 2. was er mir geschenkt hat…am 1. hänge ich zu sehr) und werde es zusammen mit ein paar  Süßigkeiten zu einem Päckchen packen ….Mein Ex-Freund liegt aktuell wieder in der Uni-Klinik.

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Ganz Corona-konform  liegt das Kerlchen jetzt seit gestern in der Gefriertruhe und wird nach einer leichten Desinfektionsdusche in einem Plastikbeutel in das Päckchen wandern…. möchte ja kein Risiko eingehen.

Jetzt muss ich nur noch entscheiden wohin ich das Päckchen schicke. Das Krankenhaus (hab dort angerufen) möchte nicht, das ich es dorthin schicke.  Bleiben noch seine Mutter oder sein bester Freund.

Bei seiner Mutter bin ich nicht sicher ob sie das auch tatsächlich weiterleitet…bei dem Freund nicht sicher ob er ihn überhaupt besuchen darf…. das werde ich mal abklären…

 

Kein Licht am Horizont

Kein Licht am Horizont

… … … … …

nach einem Monat hab ich per Whatsapp eine Antwort von meinen Ex-Freund erhalten. Ehrlicherweise muss ich sagen, das ich mit einer Antwort überhaupt nicht gerechnet habe.

Aber nun weiß ich etwas genauer was los ist: der Krebs hat sich im verborgenen weiter verbreitet und gestreut: „überall – leider, auch im Kopf“… und scheinbar auch in der Leber.

Ich weiß gar nicht was ich sagen soll. Ich bin schockiert und unendlich traurig. Dieses Mal fühle ich mich zwar nicht schuldig….aber ich kann mein Mitgefühl kaum mehr bewältigen…Eine Immuntherapie wurde sofort begonnen…aber selbst damit liegen die guten Prognosen bei 23 Monaten (nach meiner Recherche im Internet – muss ja nichts heißen trotzdem ist das beklemmend)…das klingt nach Lebensverlängerung…aber nicht nach Heilung. Lebensverlängerung ist natürlich gut…keine Frage…ich würde mir aber für ihn wünschen das er seine Träume und Wünsche noch lange ausleben kann.

Das hier ist nicht abstrakt – sondern real… Ein Mensch den ich mal unendlich geliebt habe, kämpft ums Überleben.

„Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ (Autor: John Green) ist der Titel eines Buch das ich mal gelesen habe… und immer  ist es im Leben anders als man denkt….

 

 

 

Wandern im Regen

Wandern im Regen

Heute Nacht hab ich wirklich gut geschlafen…mein langer Spaziergang durch Hamburg hat mich absolut entspannt.

So sollte es heute gleich weiter gehen…dieses Mal aber wieder im Wald. Mein Tagesziel: Duvenstedter Brook am Rand von Hamburg.

Ja es gab eine Unwetterwarnung…aber irgendwie schien es nicht so schlimm zu werden…der Wind war erträglich und für den Regen gibt es die richtige Kleidung.

Die Fahrt mit dem Auto hat fast 40 Minuten gedauert…und der Regen war heftig….Ausgestattet mit Sporthose und -Shirt, dünner Sportjacke und einer Regenjacke (im Gepäck für den Notfall noch das Regencape)…..und vor allem meinen Lieblingswanderschuhen (gestern war ich in Sneaker unterwegs) ging es in das Naturschutzgebiet Duvenstedter Brook…aber dieses Mal kam ich nicht wirklich hinein…an vielen Stellen waren die Wege gesperrt…Brutzeit für die Tiere…also ging es dieses Mal nur Außenherum…und ich bin im Wohldorfer Wald gelandet (schon witzig: das Letzte Mal war es genau anders herum)…auf den ersten Km hab ich tatsächlich mein Regen-Cape benötigt…erst später wurde es dann wärmer und trocken…aber auch sehr stürmisch.

Hamburgs Hafen-City

Hamburgs Hafen-City

Samstag Morgen bin ich ins Büro gefahren um kurz ein paar Dinge in RUHE erledigen zu können…und kurze Zeit später kam auch mein Kollege…war aber friedlich.

Um die Mittagszeit bin ich dann von Altona aus in Richtung Elbe gelaufen…irgendwann dann aber doch in eine S-Bahn gestiegen…hmm die Schuhe waren vielleicht doch keine so gute Idee für das Laufen auf Asphalt….aber es ging irgendwie und ich bin dann nur bis zur Station „Dammtor“ gefahren….von dort aus an der Binnenalster entlang immer in Richtung Strandkai und Hafen-City…drum herum…

Gerade im Bereich der alten Häuser von Hamburg lohnt sich ein Blick nach oben…wie das Schiff  im Bild oben.  Und erst jetzt erlebe ich  meine Geburts-Stadt  mit seiner  faszinierenden Architektur…jetzt wo ich zu Fuß und in aller Ruhe die Stadt erkunden kann.

Viel gelaufen bin ich…hin und her….weit ausladend  bis zu  einem schmucken Cafe/Restaurant mit dem Namen „Catch of the Day“ :

Highlight des Tages: eine Frische Waffel mit Erdbeeren und  (nein keine Sahne) sondern: festes leckeres Soft-Eis….grandios lecker

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Mein Fuß machte zwar immer wieder Schwierigkeiten…Grummel…aber mit kleineren Pausen ging das Laufen dann doch ganz gut… zurück ging es dann in Richtung Jungfernstieg, Mönckebergstraße …noch ein wenig shoppen in einem Sportladen….und dann mit der S-Bahn zurück nach Altona…dann noch mal Laufen bis zum Auto…..so alles zusammen waren es knappe 13km….

Das war ein schöner Samstag….ich hab viel gesehen und vor allem war es RUHIG und absolut entspannend….

 

 

Baustelle im Job und vor dem Fenster

Baustelle im Job und vor dem Fenster

Die gesamte Woche war….schwierig.

Während mein direkter Kollege sich im Dauer-Kampfmodus befand (noch 1 Woche – dann hat er endlich Urlaub) und er mehr als einmal, laut darüber nachgedacht hat, einfach alles hinzu werfen…hat direkt vor unserem Fenster eine Großbaustelle begonnen.

Schon seit Wochen konnten wir erahnen, das es bald los gehen wird…und in dieser Woche war es dann auch soweit…ein riesiger…ja was ist das eigentlich…haushoher Bohrer, der Löcher in den Boden gräbt, um dann später an gleicher Stelle riesige Platten, die wie Spundwände aussehen, im Boden zu versenken. Na egal…auf jeden Fall macht das Ding einen heiden Lärm.

Also haben wir die Wahl: Entweder frische Luft und irrsinnige Lautstärke oder aber relative Ruhe, dafür bei der Schwüle in der Stadt im eigenen Saft schmoren (es gibt tatsächlich keine interne Belüftung oder Klimaanlage). Wir sind da unterschiedlicher Auffassung….ich bin ja für die frische Luft.

Dazu bin ich jetzt unvermittelt in den firmeninternen Kampf um Informationen zwischen Dänemark und Deutschland geraten…Da das Hamburger Büro ja nur eine kleine Exklave ist, kommen die Informationen aus der Zentrale nicht immer bei uns an…und wenn, dann viel zu spät und das heißt: jetzt brennt es…und in meinem speziellen Fall in dieser Woche, hab ich erst nachmittags mitbekommen, das ich für eine der Gesellschaften am gleichen Tag einen vorgezogenen geschätzten 1/2-Jahres-Abschluss abgeben sollte. Ein kleiner Satz in einer weitergeleiten E-Mail…

Zum Glück war einer der Inhaber aus DK vor Ort und als er mich am Abend fragte, warum ich eigentlich immer noch da sei, ich wäre ja schon vor ihm im Büro gewesen hab ich es erklärt…und dann hat er mich ganz schnell nach Hause geschickt…die DK-Kollegen hätten ihm bereits am Vormittag so einen Abschluss präsentiert…da hätte wohl jemand vergessen, mich zu informieren. So manches Mal kann ich meinen Kollegen also verstehen, wenn er sich ärgert…

Während mein direkter Kollege dabei immer wieder über Zeitmangel klagt, kann und will er sich aber auch nicht auf das Wesentliche konzentrieren…sondern verliert sich im Klein-Klein der Arbeit. Ich hab vorsichtig versucht ihm zu vermitteln, das ich seinen Ärger verstehen kann, es aber aktuell besser wäre, wenn er diesen Kleinkrieg um Nichtigkeiten nicht jetzt führen würde, und er sich stattdessen lieber auf die großen wichtigen Dinge konzentriert, die jetzt zeitlich im Vordergrund stehen… stehen müssen….

Lach…KEINE gute Idee…. auf die Tirade die dann folgte, wusste ich dann auch nichts mehr dazu zu sagen…und hab einfach die Klappe gehalten….Aber auch das ich Rücksicht nehme, wollte er dann nicht klaglos hinnehmen…und war beleidigt als eine Kollegin mich nach etwas Grundsätzlichem fragte und wir in den Besprechungsraum gegangen sind…das war ihm dann auch nicht Recht…so hat er ja nicht mit bekommen, was sie mich gefragt hat… Das Gute ist, der Kollege meint mit dem Motzen nicht MICH…ist jeden Abend und Morgen freundlich und nett zu mir und dann können wir uns auch gut unterhalten…ich bin gleichbleibend freundlich …. aber zum Quatschen bin ich in dieser Woche lieber zu den anderen Kollegen gegangen…

Am Freitag hat er dann den Vogel abgeschossen….als wir über die MWST-Senkung und die notwendigen Anpassungen im System gesprochen haben, wollte er unbedingt das ich ihm das Thema Innergemeinschaftliche Erwerbe / Lieferungen und den Unterschied zu den innergemeinschaftlichen sonstigen Leistungen im Reverse Charge-Verfahren nach 13b USTG erkläre…. und dann wollte er unbedingt alles JETZT sofort im System ändern….

Wieder so eine Sache, die nicht unbedingt JETZT sofort geändert werden muss….es reicht doch, wenn wir erst einmal die 16%/ 5% in unserem System anlegen…die anderen Änderungen aufgrund eines falschen Verständnisses für das Thema, laufen schon so lange bei ihm unter den falschen Begrifflichkeiten, das können wir noch später ändern…Aber nein…

…es kam wie es kommen musste, nach seinen Änderungen hat es bei ihm im System nicht mehr funktioniert …und auf seine fast panische Überreaktion, kam die Frage ob ich ihm wohl helfen kann… (zur Erinnerung er arbeitet seit 8 Jahren mit dem ERP-System…ich seit 3 Monaten)….

..und ja ich hab den Fehler gefunden. Grins – das ist eine meiner Stärken: wenn jemand ungeduldig wird, weil ein Programm nicht funktioniert, dann werde ich noch ruhiger und suche in den Grundeinstellungen… hier merkt man wieder, wie hilfreich meine Erfahrungen als langjähriger Key-User eines SAP-vorgelagerten Sytems sind…wenn Kollegen bei der Bedienung eines Programms Probleme hatten, riefen sie bei mir an…und erst wenn ich normale User-Fehler ausgeschlossen hatte, hab ich das Problem an die IT weiter gereicht.

Ich dagegen werde ungeduldig und laut und kann sogar ausrasten wenn die Hardware nicht funktioniert…die Berechtigungen nicht klappen, die Zugangsdaten nicht stimmen…wenn integrierte Systeme nicht laufen oder ich es nicht schaffe ,die verschiedenen Teile an eine Dockingstation zusammen zu schließen…das überfordert mich ..lach…

Nun gut…die Woche war also in vielerlei Hinsicht anstrengend…und an den Abenden war ich dann entsprechend platt. Während ich es am Montag noch geschafft habe, abends meine große Runde zu walken, hab ich an den anderen Tagen mittags eine kleine Runde in der Mittagspause gedreht…und mich abends auf die Couch gefreut.