Entscheidungs-Kompetenz

Es gibt Menschen, die hinterlassen bei Gesprächen mit ihnen, ein ungutes Gefühl.

Gute Vorgesetzte sorgen eigentlich dafür, das möglichst jedes Gespräch klar und eindeutig in der Aussage ist, Entscheidungen getroffen werden, jeder weiß was nun wie gemacht wird…..so das eine positive Botschaft vermittelt wird ….und man danach denkt…super…jetzt haben wir einen Weg oder toll der Chef unterstützt uns.

Ich hatte in einem zweier Gespräch mit so einem Menschen einen Vorschlag zu Gunsten eines Kollegen gemacht, da durch den plötzlichen Weggang des Teamleiters, in meinem Arbeitsablauf eine Lücke entstanden ist und wir dafür eine Lösung brauchen und da es um Bankvollmachten geht, darf ich das nicht entscheiden.

Ich hab also auf die Lücke hingewiesen und einen Vorschlag präsentiert und auch begründet, warum ich das für sinnvoll halte….und dann startete das Kreuzverhör….ich war irritiert, weil die Fragen die ich abbekam, eigentlich nur wenig mit mir, meiner Arbeit und meinem Vorschlag zu tun hatten…

….und erneut musste ich feststellen, das dieser Vorgesetzte sich nur ungern klar positioniert…er versucht immer von ihm geforderte Entscheidungen auf andere abzuwälzen…Schade, dafür das er so taff rüberkommen möchte und eigentlich eine harte Linie fahren will, ist seine Entscheidungs-Kompetenz sehr verhalten, ausweichend und zögerlich.

Das Ergebnis war eben so ein ungutes Gefühl. Ich fühlte mich weder ernst genommen, noch gut unterstützt…Das Ergebnis: ich soll den Vorschlag an eine andere Stelle geben und er hat mich gefragt, an wen ich das denn geben würde….eine irritierende Frage – an IHN natürlich….was ich ja getan habe. Aber er wollte es nicht entscheiden….

Letztendlich hab ich dann eine Mail mit meinem Vorschlag an zwei meiner 3,5 dänischen Vorgesetzten adressiert und am nächsten Tag war die Rückmeldung da, das mein Vorschlag angenommen wurde und ich mich um die Umsetzung kümmern kann und wen ich für Unterstützung zu dem Thema ansprechen kann.

Es ist doch gut, das ich aus einigen Personen auswählen kann…und für zukünftige Entscheidungs-Themen weiß ich schon jetzt, wen ich nicht mehr fragen werde.

Auch heute, das stundenlange Online-Meeting aller deutschen Kollegen war geprägt von: “ das müsste man mal verfolgen“, „da sollte sich man mal drum kümmern“, „da könnte man mal was aufbauen“.

Das meiste blieb schwammig an der Oberfläche….und für meinen Bereich gab es nicht ein einziges Thema….So hab ich 1,5 Stunden in die Kamera gelächelt und gleichzeitig DIN-A4 Blätter vollgekrickelt ….und mit Kollegen ein paar Nachrichten ausgetauscht….Leider sollen wir die Kamera bei diesen Meetings anhaben, sonst hätte ich ja heimlich weiter arbeiten können….hahaha

Ja, der Führungsstil in der Firma hat heute einen großen Schritt in eine andere Richtung genommen…mal sehen ob wir den Kurs in die richtige Richtung bald wiederfinden…

Ein Gedanke zu “Entscheidungs-Kompetenz

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