Die Farbe macht das Zuhause

Das richtige Gefühl für ein neues Zuhause zu entwickeln, fängt bei mir nicht mit dem Putzen an….obwohl das auch sehr wichtig für mich ist….

..nein, es fängt an, wenn ich mit Wandfarbe anfange zu Streichen….dabei kommt es nicht unbedingt darauf an, das diese Farbe anders ist, als die zu Überstreichende. Es geht um die Tätigkeit zuerst mit Sorgfalt alles dafür vorzubereiten und dann tatsächlich den Pinsel und die Rolle in die Farbe zu tauchen und auf die Wand zu bringen.

So hab ich gestern im Bad und im Flur alles zum Streichen der Wände vorbereitet….Das Bad hat jetzt nicht soviel streich-notwendige Wände…aber das Vorbereiten mit Abkleben der Kanten und Abdecken von Badewanne, Dusche, Toilette, Waschbecken und aller Böden, nahm schon etwas Zeit in Anspruch.

Für das Bad hab ich eine besondere weiße Farbe für Nassräume genommen und auch die Decke gestrichen. Die Decke ist tapeziert und scheint nicht mehr durchgängig mit der Decke verbunden zu sein….dem Thema widme ich mich aber erst später….nach dem Umzug.

Anschließend hab ich den größten Teil des Tages damit zugebracht im Flur alles fürs Streichen vorzubreiten…und das war eine Menge. Der erste Eindruck beim Reinkommen in den Flur vermittelte bis jetzt abgenutzte und nicht gut gepflegte Fußleisten und Türzargen. Beim genaueren Hinsehen und vor allem durch den Einsatz von Putzlappen und Reinigungsmitteln wurde aber schnell klar…so schlimm ist das gar nicht. Im Gegensatz zum Wohnzimmer sind hier die Fußleisten durchaus gut erhalten.

Und das die Türzargen so ungepflegt und abgenutzt aussahen, lag auch daran das sich die verschiedenen Farbschichten ungleichmässig bis auf die Zargen verteilten, anstatt kurz davor zu enden.

Ich hab also mit einem kleinen flachen Spatel nach und nach auf der Flurseite alle Türzargen von den Farbschichten befreit, die Zargen gesäubert…das gleiche bei den Fußleisten, dann ordentlich mit Malerkrepp alle Leisten und Zargen abgeklebt und mit einer wirklich gut deckenden weißen Farbe, das dunkle „Steingrau“ von den Wänden verschwinden lassen. Obwohl ich grau als Farbe mag, ist es doch für einen Flur mit vielen dunkel gebeizten Holztüren keine gute Farbwahl.

Das hat viel Zeit gekostet und ich bin noch nicht ganz fertig, aber die Arbeit hat sich gelohnt…obwohl der Flur noch nicht komplett fertig ist, wirkt er jetzt hell und freundlich und vor allem ordentlich und sauber.

Und als ich ziemlich ermattet am Abend auf mein Tageswerk geblickt hab, hab ich zum ersten Mal dieses Zuhause-Gefühl gehabt. Bisher war es nur meine „neue Wohnung“….jetzt fühlt es sich nach meinem „neuen Zuhause“ an.

Die Handgelenke taten mir weh vom vielen Putzen und Streichen, die Knie vom vielen auf dem Boden herumrutschen, der Rücken vom vielen runter beugen und hoch strecken….aber es ist ein total befriedigendes Gefühl.

Bei solchen Arbeiten sieht man am Ende des Tages genau, was man geschafft hat….und dafür lohnt sich der Aufwand…und Fitness ist es auch noch.

6 Gedanken zu “Die Farbe macht das Zuhause

  1. Ich finde übrigens das frisch gestrichene Räume angenehm sauber riechen.
    Aber ich habe ja auch etliche Jahre meines Lebens in einem Gebäude gearbeitet, in denen das Zeug produziert wurde 😉
    🌈😘😎

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    1. hahahaha….ich verstehe deine Assoziation, mir ging es immer so mit gedruckten Zeitungen…ich liebe den Geruch von frisch gedruckten Zeitungen hahahaha, hab fast 20 Jahre lang für eine Zeitung gearbeitet, die im gleichen Haus auch die Rotationsmaschine hatte….Gerüche sind ein unglaubliches Erinnerungs-Vehikel…🌼🤩
      Bei Wänden die man selber gestrichen hat, weiß man eben auch das sie mit der Farbe wirklich sauber sind ….und das ist ein schönes GEfühl

      Gefällt mir

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