Noch nicht bereit – für den Wechsel

Ich bin zufrieden mit diesem letzten Urlaubstag….hab ich doch heute all das geschafft, was ich mir vorgenommen habe UND hab sogar noch einmal einen Winzer-Glühwein trinken können.

Erst jetzt, nach einer Woche, fühle ich mich wieder RICHTIG entspannt…das sagt auch mein Blutdruck und die Herzfrequenz. Ich reagiere echt empfindlich auf solche Aktionen, wie mit dem Drachen und vor allem brauche ich lange, um sie wirklich zu verdauen.

Zumal in den letzten Tagen auch die Arbeits-Situation meiner Schwester mal wieder Anlass zur erneuten Sorge gab….die neue Pflege-Dienstleitung, die jetzt kurzfristig erst einmal in Teilzeit übernommen hatte, um etwas Ordnung in das Chaos der Vorgänger zu bringen, hat schon wieder gekündigt….und wieder machen sich alle Mitarbeiter Sorgen, das der ambulante Pflegedienst wegen fehlender PDL aufgelöst werden muss.

Wenn von Fachkräfte-Mangel in der Pflege die Rede ist, hört man zu, nickt – jawohl es muss etwas getan werden und schiebt es zur Seite….Ich übrigens auch. Das fühlt sich ja weit weg an.

Ja…bis jetzt…denn jetzt ist das Thema auch für mich ganz nah – es sind tatsächlich Arbeitsplätze bedroht und damit auch der Job meiner Schwester: gibt es keine PDL – gibt es ab Januar keine Abrechnung mehr mit den Krankenkassen – dann gibt es kein Geld für die geleistete Arbeit – und dann ist der Pflegedienst weg vom Fenster.

Der Chef versucht alles, um das Thema „fehlende Führungskräfte“ zu entzerren….aber genau dieses ist schon länger das Kern-Problem….und konnte auch innerhalb eines Jahres nicht wirklich dauerhaft gelöst werden….denn ein „Aufstieg“ bedeutet hier nicht unbedingt wirklich mehr Geld, dafür aber mehr Stress und das im Büro…und nicht in der Pflege selber. Und selbst wenn sich jetzt eine Kollegin dazu entscheidet, dauert es eine Weile bis die Weiterbildung abgeschlossen ist – mindestens 9 Monate bis zu 3 Jahren…da erkennt man die Versäumnisse, die dort schon vor langer Zeit gemacht wurden. Das passiert wenn es immer ein „weiter so“ gibt und ein „irgendwie wird es schon gehen“.

Na klar, meine Schwester hat eine mündliche Zusage, dann eben in einer der stationären Abteilungen des Trägers arbeiten zu können…trotzdem hat auch sie Angst….liebt sie doch ihren Job in der mobilen Krankenpflege, die Unabhängigkeit und ihre „alten Leute“ und selbst aller Stress und all die Zusatzschichten kann sie verknusen, wenn es nur weiter geht. DAS nenne ich mal Engagement…ich hätte schon längst in diesem Job hingeschmissen…schlechte Bezahlung, schlechte Arbeitszeiten im Schicht-Dienst, wenig Anerkennung.

Ihre Bewerbungsunterlagen haben wir nun komplett vorbereitet, aber innerlich ist sie noch nicht bereit für einen Wechsel….aber wenn es notwendig wird, dann kann sie sofort loslegen.

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