Ostersonntag – Familientreffen

Nach einer Woche mit bewusst noch weiter zurückgezogener und damit geräusch-reduzierter Lebensweise, hab ich mich vor dem Oster-Sonntag ein wenig unwohl gefühlt…und ehrlichweise hatte ich auch überhaupt keine Lust zu Schwester+Schwager zu fahren….innerlich fühlte ich mich schon bei dem Gedanken, an die Lebendigkeit und Lautstärke bei den Beiden, gestresst.

Natürlich weiß ich, das dieses Einigeln zwar gut für mein Ohr ist, nicht aber für mein seelisches Wohlbefinden…..also war es gut, das ich die Einladung schon vor längerem angenommen hatte.

Samstag hab ich ein Gartencenter gestürmt, eine große runde Pflanzschale und Pflanzen dafür gekauft und hab für die Beiden eine üppige Balkonbepflanzung zusammengestellt….etwas Deko dazu….besser und haltbarer als jeder gebundene Blumenstrauß, bei denen, in meinen Augen, aktuell Mondpreise aufgerufen werden. Für einen einigermaßen schönen Blumenstrauß braucht man heute unter 50 EUR gar nicht hinzugucken….selbst kleine einfache Blumensträuße ohne SchnickSchnack kosten mindestens 35 EUR und sehen aus wie 15 EUR….und meine Schwester liebt ihren Balkon genauso, wie ich den meinen.

Hier hab ich jetzt eine ganze Schale voll Frühlings-/Früh-Sommerblumen, die erst noch richtig anfangen zu Blühen und dann noch 1-2 Monate glücklich machen können…Alles in hellem Flieder, Rosa und Weiß…hab leider vergessen ein Foto davon zu machen: Oleander, doppelfarbige Margeriten, Schneeflocken-Blümchen, Glockenblume, „Pink-Kisses“-Nelken, Blumenerde hab ich ja eh zuhause ….und die Deko liegt bei mir auch in den Kisten herum.

Um 9 Uhr Morgens waren zwar doch viele Autos auf der Autobahn Richtung Norden unterwegs….aber die Fahrt lief unproblematisch, weil staufrei. Aber ich fühlte mich immer noch unwohl bei dem Gedanken den ganzen Tag ununterbrochenem Reden ausgesetzt zu sein…das hat mich letztlich derartig gestresst, das mein kompletter Magen-Darmtrakt unangenehm aus den Fugen geriet.

Eine Schwester, die oft selber krank ist und alles mit den Errungenschaften der modernen Pharmaindustrie bekämpft, hat immer eine gut sortierte Hausapotheke …und als gelernte Krankenschwester immer auch genügend Durchsetzungskraft und Überzeugungswillen auch andere damit zu therapieren.

Meinen Dickschädel brauchte sie dieses mal gar nicht erst zu knacken…schon nach kurzem Widerstand war ich bereit und hab mir eine Tablette (also eine rezeptfreie) geben lassen…und tatsächlich ging es mir schon nach ein paar Minuten wesentlich besser.

Und ich war wirklich überrascht, wie sich Beide bemüht haben, bewusst leiser als sonst zu sprechen…Beide waren aber auch ausgeglichen und friedlich…es gab nicht dies oft so überbordende Mitteilungs-Bedürfnis, wo einer den anderen übertönen möchte. Gegen Abend hab mir allerdings öfter das gepeinigte Ohr zuhalten müssen….aber das war auch okay. Ich war dankbar über die überhaupt gezeigte Rücksichtnahme.

So war es dann doch ein echt schöööner Ostersonntag mit leckerem Essen (das ich nach der Tablette, dann auch geniessen konnte) und einem wunderschönen Ausflug ins Habernisser Moor. Letztlich bin ich bis 19.30 Uhr geblieben, bis ich mich auf den Heimweg gemacht habe.

Und obwohl ich eigentlich schon am Vormittag unser locker geplantes Treffen für das nächste Wochenende (Geburtstag) absagen wollte, weil wir uns ja an diesem Wochenende (Ostern) treffen….hab ich dann doch zugestimmt…wir treffen uns nächsten Samstag an der Nordsee für einen gemeinsamen Tagesausflug…..jaaaa – ist ja doch meine engste Familie….und ich hab die letzten Jahre ja meinen Geburtstag zwar immer besonders, aber eben bewusst alleine verbracht…und als ich das auch für dieses Jahr schon mal andeutete, war ihr die Enttäuschung anzusehen. Also gut.

3 Gedanken zu “Ostersonntag – Familientreffen

  1. Schön das dein Ostersonntag so harmonisch verlaufen ist.
    Das mit den Blumen ist mir auch schon aufgefallen. Von der Pflanzschale hat deine Schwester wirklich mehr.

    Ich wünsche dir einen schönen Ostermontag.
    Liebe Grüße
    Trude

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  2. Ich mag zwar blumen, aber ich mag es immer nicht so gerne, einen geschenkten Strauß wegschmeißen zu müssen, wenn er verwelkt. Da sind doch Pflanzen die richtig wachsen können, eine tausendmal bessere Idee 🙂

    Ruhe ist immer gut, passt zwar nicht zu meiner lautstark klackenden mechanischen Tastatur und meiner Angewohnheit laute Musik zu hören, aber wenns mir zu viel wird meditiere ich und nehme dann meine Umgebung ganz anders dar 🙂

    Gefällt 1 Person

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