Die problematische Mitte

In Erwartung eines sehr warmen Samstag hatte ich mich bereits um kurz nach 6 Uhr Morgens auf den Balkon gesetzt und den noch kühlen ruhigen Morgen genossen….alle Räume dann auch gleichzeitig quer-gelüftet…

Als dann die Nachbarn rundherum so hab 8.30 Uhr aktiv wurden und die Temperatur 22 Grad anzeigte, hab ich überall die Vorhänge zugezogen und die Fenster gekippt.

Schon beim Aufstehen war da die Idee, endlich mal wieder ins Fitness-Studio zu gehen. Ich hatte gut geschlafen, fühlte mich auch nicht mehr so zerschlagen wie die ganze letzte Woche und weiß auf der anderen Seite auch, das moderates Krafttraining nicht nur gut für die Stärkung der Muskeln ist, sondern mir auch insgesamt mehr Power gibt.

Ich bin dann einfach insgesamt wacher und leistungsstärker und genau das fehlt mir ja im Moment. Das letzte Mal war ich an dem Tag dort, an dem ich dann abends meine „Grippe“ bekam und damit den gesamten Mai für mich lahmlegte. Was nicht an dem Training lag. Nun ist mein Immunsystem aber wieder fit und der Körper muss nachziehen.

Also hab ich die Sportsachen gleich mal angezogen und in die Sportasche die frischen Klamotten gepackt. Für den Weg ins Fitness-Studio brauche ich das Auto….denn es liegt ziemlich nah an der Autobahn in einem Industriegebiet in Hamburg und da fährt keine Bahn….schon aus dem Grund werde ich kein ständiger Bahnfahrer….denn so komme ich mit dem Auto nach Feierabend direkt am Fitness-Studio vorbei….

Ich wollte es langsam angehen lassen…nur nicht übertreiben….aber es lief prima: anstatt 3.000m auf dem Rudergerät, hab ich locker die 5.000m geschafft. Bei der Beinpresse hab ich im 3.Satz auch erstmalig seit Monaten mal wieder die 100kg geschafft…die Kurzhanteln fürs Oberkörpertraining hab ich auch von 4 auf 5kg pro Seite steigern können…Alles kein Problem, ich hatte in den letzten Wochen schon Zuhause öfter mal meine Kurzhanteln benutzt und da lief es auch schon gut. Die Gleichgewichtsübungen konnte ich sogar mit den Kurzhanteln absolvieren: klappte auch besser, als erwartet.

Was mir aber an mir aktuell nicht so gefällt und wo mir die Übungen echt schwer gefallen sind, ist meine körperliche Mitte. Mein Körper hat beschlossen die Zwangsruhepause im Mai dafür zu nutzen, meine Mitte aufzuweichen. Noch zeigt sich meine Taille und passt im Verhältnis zum Bauch gerade noch so, aber am Bauch hab ich zugenommen…jetzt nicht dramatisch…aber sichtbar.

Wie wohl viele Frauen in den Wechseljahren, tritt die Problemzone: BAUCH, in den Mittelpunkt. Dem möchte ich jetzt gerne begegnen. Nein es gibt keine Diät, keine Wunderpillen und keine Übungen die gezielt das Bauchfett bekämpfen…so einfach macht es uns die Natur nicht, auch wenn es immer wieder solche „Heils-Versprechen“ der Industrie gibt.

Hier hilft einfach nur den Körper als Gesamtwerk zu betrachten und ihn entsprechend zu fordern, indem er weniger Nahrung erhält, als benötigt, mehr Ausdauer- und Krafttraining in allen Bereichen bekommt.

Der Körper nimmt von oben nach unten ab….deshalb bleiben uns Bauch-und Hüftspeck länger erhalten und gelten landläufig als Fett-Reserve für schlechte Zeiten.

Dagegen hilft kein kurzfristiges Engagement, sondern ein langer Atem. In jungen Jahren ist das anders, da kann man schnell mal abnehmen….aber der Körper verändert sich im Laufe seines Lebens….das Bindegewebe lässt nach, die Muskulatur verschwindet ziemlich schnell und der Stoffwechsel verlangsamt sich.

Also auf geht`s aber die Bauchübungen machen mir aktuell einfach keinen Spaß….und ja nicht die Rückenübungen dazu vergessen….nur wenn Rücken- und Bauchmuskeln im gleichen Verhältnis gemeinsam trainiert werden, kann die körperliche Mitte wieder die Stabilität bekommen, die für eine gesunde Mitte notwendig sind….das „Powerhouse“ eben.

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