(Achtung – nur langweiliges Arbeitszeugs)
Diese Woche war sowieso schon herausfordernd, um ALLE 1/2-Jahres-Abschlüsse bis zum 05.07. fertig zu bekommen. Da hätte es die weiteren Neuigkeiten gar nicht bedurft, um mich aus der Spur zu bringen.
Also erst einmal: na klar hab ich die Deadline geschafft….dafür habe ich ja wochenlang vorgearbeitet und mich in dieser Woche auch für 4 Tage ins HO zurückgezogen. Trotzdem war es zum Schluss dann doch extrem unruhig, weil auf einmal soviel unerwartete Anfragen bei mir ankamen…aber ich hab die Arbeiten priorisiert und bin meinem Ordnungsprinzip : „vom Eiligsten zum Wichtigsten“ gefolgt und es hat funktioniert und ich war Freitagnachmittag stolz und froh, das es doch so gut geklappt hat – trotz der Unruhe.
Und dann kamen in der Woche noch die nächsten Änderungen: zum 1.Juli wurde unser Online-Rechnungs-Freigabeprozess auf eine komplett neue Freigabe-Matrix umgestellt …das wurde uns 2 Tage vorher in einer kurzen Online-Präsentation mitgeteilt und kurz erläutert. Mehr nicht.
Die Umstellung gilt für den gesamten Konzern, ALLE gleichzeitig und das mitten in der stressigsten Woche. Die Anfragen der Kollegen, kommen jetzt natürlich bei mir an, weil eben einiges anders läuft. Ich hatte zwar eine Rundmail geschrieben und auf die Änderungen hingewiesen, wusste aber ja selber nur wenig über das ,was uns jetzt im Hintergrund das Denken abnehmen soll…noch so etwas wo wir Controller und auch alle Anderen nicht mehr denken sollen…einfach alles so lassen….immerhin ist es Voreingestellt.
Aber manches ist eben nicht logisch und manches sogar faktisch falsch. Aber das soll angeblich genau so gewollt sein. Aber unser Konzern hat eben an manchen Stellen keine klaren und eindeutigen Strukturen und das führt bei dieser eindimensionalen Logik nun einmal nicht zum eigentlich anvisierten logischem Ergebnis.
Denn schon nach den ersten Minuten der Präsentation war klar, das kann für mich gar nicht funktionieren…und ich habe gefragt, ob es für Controller die wie ich unterschiedliche Typen von Gesellschaften betreuen, eine gesonderte Lösung gibt, da diese sehr eindimensionale Vorgehensweise bei mir zu Fehlern führen würde…doch der Kollege meinte das würde sich dann finden….wir gehen jetzt live und schauen was passiert.
Natürlich kam es wie es kommen musste..es funktionierte bei mir so eben nicht und seine anvisierte Lösung auch nicht…aber immerhin hab ich jetzt eine manuelle Zwischenlösung genannt bekommen und der Kollege aus der Zentrale klärt das mit dem Software-Hersteller.
Es ist schon erstaunlich, das erlebe ich jetzt bereits seit 4 Jahren: Anstatt die Software an unsere Bedürfnisse anzupassen, sollen wir unsere Arbeitsweise (und die der Lieferanten und Kunden auch) eben an das IT-System Anpassen. Das finde ich vermessen.
Die nächste Neuerung war dann, das unser Archivierungssystem bereits zum 31.12.2024 abgeschaltet wird und das Neue funktioniert eben nicht mehr mit Ordnern und Unterordner…sondern „anders“. Echt jetzt? Am Ende des Jahres, wenn wir (falls sich nichts ändert) auch auf das neue ERP-System umstellen sollen UND im Jahresabschluss stecken werden….super – ich freue mich….immerhin ist das ein von uns täglich genutztes Tool auf dem unsere wichtigsten Arbeitsdateien liegen.
Den Knaller hat dann mein jetziger Vorgesetzter (noch sage ich nicht Chef…das Attribut muss er sich erst noch verdienen ) gebracht. Als GF hatte er das endgültige Recht zu entscheiden, wer denn nun von den Bewerbern als Drittes Teammitglied zum Controller und mir kommen soll: und hat uns einfach mal, kurzerhand ZWEI davon als „total tolle Buchhalter“ für unser Team ausgesucht.
Ohne mit uns vorher darüber zu sprechen werden es jetzt also 2 und nicht 1..und nicht etwa, weil er uns etwas Gutes tun wollte…nein, weil er mit einer der dänischen Controller-Kollegin so seine Probleme hat…und nicht das er das mit der Teamleiterin der Kollegin oder dem Abteilungsleiter vor Ort vorher geklärt hätte…NEIN er hat sich entschieden diese eine spezielle Gesellschaft von der Kollegin von DK weg zu nehmen und nach DE zu holen und geht gleich bis ganz oben in der Hierarchie, um eine weitere Stelle genehmigt zu bekommen und es hat wohl mittels eines Telefonats kurzfristig gefruchtet und Beide sollten am 01.08. anfangen und der Controller geht im August noch für 2 Wochen in Urlaub. Okay inzwischen fängt einer jetzt zum Glück erst am 01.09. an.
So – das hat gesessen!
Wir sollen also mitten in der Umstellung auf ein neues ERP-System, eine Gesellschaft aus einem alten Sytstem in DK in ein noch älteres System in DE übernehmen (dabei müssen alle Konten neu definiert und umgestellt und die Gesellschaft manuell eingerichtet werden…um dann gleichzeitig diese Gesellschaft aus unserem Uralt-System für die Übertragung in das neue System vorzubereiten, welches Wiederum einen ganz anderen Kontenplan hat. DAS macht mich sprachlos und auch wütend.
Es ist jetzt echt nicht der richtige Zeitpunkt für so einen Wechsel…Vor allem weil der neue Kollege, ja auch erst einmal das Geschäftsmodell und unsere bisherigen Anforderungen verstehen und lernen muss…und soll dann gleich eine bisher komplett in dänisch geführte Fima übernehmen. Unsere deutschen Gesellschaften führen wir in Deutsch und Englisch…aber wenn eine Firma komplett von der Zentrale ausgeführt wird, wird alles komplett in Dänisch gemacht.
Außerdem reicht ja eine Firma dieser Größe gar nicht aus, um den Arbeitstag auszufüllen…und der wird dann auch noch zu mir ins Büro kommen…na ok – damit hab ich mich ja schon letzte Woche beschäftigt…das ist okay. Geklärt war mit dem Controller vorher das ich ein paar meiner Gesellschaften an den 3. Controller abgebe, sobald dieser eingearbeitet ist, damit wir als 3er Team uns auch gegenseitig vertreten können…nun müssen wir neu denken.
Ich bin mir noch nicht sicher ob mir diese Änderungen alle gefallen….und ich habe beschlossen zumindest schon mal meine Bewerbungsunterlagen auf einen neuen Stand zu bringen…das hab ich auch bereits erledigt..es fehlt nur noch ein neues Foto.
Ich brauche jetzt erst einmal den Urlaub und dann schaue ich, wie es weiter geht…ob ich mich mit all dem anfreunden kann oder ob ich mich doch mal auf dem aktuellen Arbeitsmarkt umschaue….ich weiß es noch nicht…denn eigentlich mag ich meine Arbeit…und zwar genau so, wie sie jetzt ist….nur das drumherum ist echt nervig geworden.
Bloß so wie sie jetzt ist, wird deine Arbeit ja nicht bleiben …
Du must nichts überstürzen, aber eine Option ist es schon, zumindest nach einem anderen Job die Fühler auszustrecken.
Auf jeden Fall wird es mit Sicherheit stressig, eine Urlaubsvertretung zu machen und gleichzeitig einen neuen Kollegen einzuarbeiten.
Ganz abgesehen von der euch bevorstehenden Systemumstellung.
Ich drücke dir die Daumen, das alles für dich positiv abläuft.
Trude
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Danke schön…ja genauso sehe ich das auch: ich bereit mich vor, schaue mich mal etwas um…nichts muss – alles kann.
Wie wir ja schon festgestellt haben, haben wir da die gleiche berufliche Anforderung: Systemumstellung und Einarbeitung…jetzt mit ein paar Tagen Abstand hoffe ich einfach, das ich nach meinem Urlaub mental fit dafür bin DANKE schön fürs Daumen drücken…🙃🥀🤗
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Vielleicht wird es sich als Vorteil erweisen, dass es Zwei sind, wenn Einer wieder abspringt, wenn sich rausstellt, dass er dänische Kontenunterlagen verstehen soll.
Irre ist das Alles!
Liebe Grüße
Coreli
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jaaa – da könntest Du Recht haben…mich hat das Thema aber so unerwartet mitten im großen Stress erreicht, das ich in dem Moment überfordert gefühlt habe ….mit etwas Abstand werde ich dann auch die Vorteile sehen können…ich bin einfach urlaubsreif 😂…noch 3 Tage arbeiten
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