Saison-Finale – im Büro

So langsam nähert sich die jährliche Abschluss-Saison dem Ende…das große Finale steht bevor….hahaha ich muss noch EINE einzige Gesellschaft für die Wirtschaftsprüfer vorbereiten und hab dafür noch eine ganze Woche Zeit….ich liege super in der Zeit.

Die Rückmeldungen der Wirtschaftsprüfer für die bereits fertigen Gesellschaften, trudeln auch nach und nach ein ….und so langsam kapiere ich durch das „try and error“-Prinzip auch die restlichen Besonderheiten unser Software bei den Jahresend-Buchungen…(ich glaub ich hab schon mehrfach erwähnt, das ich SAP doch seeeeehr vermisse).

Die anfänglichen Herausforderungen in dieser Firma gehen mir inzwischen routiniert von der Hand…so das ich zeitlich nicht hinterher hinke…

Ich hab auch meinen Prozess-Ablaufplan rechtzeitig ausgearbeitet, in dieser Woche die verschiedensten Themen per Telefon und Teams-Meetings geklärt, mit der Zentrale in DK einige Themen (freundlich) ausgefochten …und ich hab meine restlichen Urlaubstage aus 2020 verplant und beantragt….jetzt warte ich noch auf die Genehmigung.

Sooo wenn jetzt alles gut geht, ist mein Saison-Finale der 30.03. ….danach hab ich Oster-Urlaub.

Wenn ich jetzt mal die Abschluss-Methodik vergleiche zwischen meinem „alten“ und dem jetzigen Job ,dann ist das schon ein gewaltiger Unterschied.

Die Fast-Close-Methode in Hessen hat mich jedes Jahr an den Rand des Zumutbaren getrieben, wenn am 7.oder 8. Werktag im Januar bereits die Wirtschaftsprüfer meine Gesellschaften prüfen wollten, während ich gleichzeitig noch an den Daten gebastelt habe, ich bereits im November mit Überstunden begonnen habe, um für diese 4 sehr komplexen großen Kapital-Gesellschaften anständige und korrekte Zahlen in der richtigen Form zu liefern. Das ging nur, weil ich an Feiertagen und Wochenenden auch arbeiten war. Und das alles nur, weil die Konzernzentrale kein Pardon kannte. Am 6. Werktag MUSSTEN die fertigen Zahlen gemeldet werden. Ein jährlich wiederkehrendes Wettrennen, welches ich jedes Jahr zwar gemeistert habe….aber mich selber hab ich dabei langsam kaputt gemacht.

Die normale Methode, also der zeitlich nachgelagerte Abschluss (i.d.R. innerhalb der ersten 4 Monate des Folgejahres) ist dagegen wesentlich entspannter.

Hier ist die einzige große Herausforderung keine der aktuell 25 Gesellschaften zu vergessen….hahaha und natürlich zu wissen, wie die Software funktioniert….und da jede Gesellschaft, für sich genommen, eher klein ist und dann auch noch Personenhandels-Gesellschaften sind, ist es von den Sachthemen her wesentlich simpler und daher schneller zu bearbeiten.

Also der zeitlich nachgelagerte Abschluss lässt mich weiterhin Mensch-sein….und genau DAS war mein Ziel mit dem Arbeitgeber-Wechsel….Ich bin sehr zufrieden und freue mich jetzt aufs Wochenende…

Nachtrag: Ehrlichweise muss ich aber auch sagen, das ein Teil der Entspannung auch dadurch kommt, das ich jetzt keine Personalverantwortung mehr habe und nicht mehr für alles selber eine Lösung suchen muss…wenn ich einen Zweifelsfall habe, gibt es jetzt höher-gestellte Abteilungen, die die Antworten geben müssen….grins….

Berufliches – Auf und Ab

Neben dem Thema, das im Moment meine innere Ruhe aufgelöst hat, lief meine berufliche Woche sehr zufriedenstellend…das war unerwartet. Eigentlich hatte ich mit mehr Stress gerechnet.

Aber genau das wird es gewesen sein… ich war innerlich gewappnet… es lief zwar einiges nicht rund, aber letztlich hab ich meine Abgabetermine einhalten können. Das war nicht einfach, zumal mein direkter Kollege immer wieder über seine Stressthemen reden wollte…so das ich zwischendurch schon mal erwidert habe, das ich mich so langsam mal mit meinen Themen beschäftigen muss. Jedes Mal kam eine kurze patzige Antwort zurück…die ich aber nur mit Kopfschütteln und einem spöttischen Lachen zur Kenntnis genommen habe….aber dann war immerhin mal  wieder eine Weile Ruhe im Büro….(ich nehme es ihm nicht krumm ).

Zum Glück ist der Kollege nun ab jetzt 2 Wochen in Urlaub. Nachdem wir tatsächlich am Dienstag ein großes Thema erledigen konnten, sind wir Mittags mit einigen anderen Kollegen ins „Atlas“ gegangen. Dienstag ist dort Schnitzel-Tag….Das war lustig und hat Spaß gemacht. Mir gefällt das rustikale, aber leicht gehobene Ambiente und der Kellner wen wir hatten war super nett…das war mal eine nette Abwechslung in der Mittagspause.

Danach ging es weiter von Problem zu Problemchen….das tollste was mein Kollege sich geleistet hat:

auf meine Frage woher er eine bestimmte Berechnung bekommt:  von einer Kollegin aus DK: okay – leider wusste die Kollegin NICHT worum es ging, auch andere Kollegen in DK wussten es nicht…als es langsam zeitlich für mich eng wurde, ich brauchte DRINGEND diese Berechnung, hab ich ihn noch einmal gefragt und er wollte die E-Mail vom letzten Jahr heraus suchen…und er hat gesucht…und gesucht….bis ihm dann nach einiger Zeit endlich einfiel, diese Berechnung macht er selbst….hahahaha ich hab fast unter dem Schreibtisch gelegen vor Lachen….okay, er hat mir die Excel-Berechnungsdatei gegeben und ich hab es danach selber machen können…anfangs hat er noch gezweifelt ob ich das schaffe….na hör mal – das war eine sehr simple Excel-Datei ohne Schnörkel…da kenn ich ganz andere….

Ich will nicht unfair sein, er selber hat in dieser Woche mit einem Reisekosten-Abrechnungsprogramm gekämpft, für das er nur eine  rudimentäre Einweisung erhalten hat…und es hat vieles nicht geklappt. Der Support aus DK ist schon in Urlaub…da hab ich ihm zumindest zugehört und moralische Unterstützung geben können….mich hätte das auch an den Rand des Wahnsinns getrieben, wenn zwischendurch immer wieder alle gerade gemachten Einstellungen wieder weg sind…

Ich bin in dieser Woche öfter wieder Abends meine Runden gelaufen…dazu hab ich mehrfach freiwillig mittags im Regen die Post geholt…ich hab mich also gut bewegt und fühlte mich am Freitag daher auch nicht ausgepowert….Ich bin oft schon sehr früh schlafen gegangen…allerdings schlafe ich aktuell nicht durch, werde öfter wach und grüble über das Leben, den Tod und meine Ex-Beziehung….dann schalte ich nachts mein Hörbuch an und wenn ich es schaffe mich darauf zu konzentrieren, schlafe ich auch wieder ein…

Trotzdem war ich froh, als ich Freitag Nachmittag ins Wochenende gehen konnte.

 

 

 

unentspannter Kollege

Ja auch die schönste und entspannteste Zeit macht mal Pause…diese Woche verlässt mich zum ersten Mal meine inzwischen schon fast gewohnheits-mässig vorhandene gute Laune.

Diese Woche ist beruflich herausfordernd….anstrengend. Was zum einen an dem Präsenz-Meeting am Dienstag lag und an der schlechten Laune meines Kollegen.

Dem Kollegen fällt es zunehmend schwer ruhig und gelassen auf die Fragen und Anforderungen der wieder vermehrt ins Büro kommenden andern Kollegen zu reagieren….es läuft einfach nicht rund und er hadert mit  Gegebenheiten, die er ohnehin nicht ändern kann..

…ich versuche weiterhin so wenig wie möglich zu fragen und mache meine Aufgaben ohne weitere Hilfestellungen alleine…wurschtel mich bei manchen Dingen einfach mal so durch….und meistens finde ich auch eine Lösung, damit  das Programm  das macht, was ich möchte….hahaha! Ja eine richtige Einarbeitung an dem Programm hab ich nicht bekommen…und das rudimentäre Wissen von früher hilft mir dabei auch nicht wirklich…also „learning by mistake“.

Nach dem Meeting  Dienstag bin ich am Mittwoch wie geplant ins Home-Office gegangen…zum Glück….doch bereits nach dem Mittag, mit Erledigung des Tagesziels mit Abgabedatum war bei mir die Luft raus., ich war platt…ich hab mich dann mit so ein paar Routinearbeiten noch beschäftigt, aber bereits kurz nach 15 Uhr konnte ich mich zu nichts mehr motivieren….na gut das ich  bereits um 6.30 Uhr  am „Heimarbeits-Schreibtisch“ angefangen habe …also FEIERABEND.

Den heutigen Bürotag hab ich fast stumm erledigt und wir sind Beide gut voran gekommen, aber auch heute war der Wurm bei ihm drin und mit seinem Lamentieren hat er mich immer wieder aus der Konzentration geholt, hab zugehört und bin darauf eingegangen… Mittags hab ich dann eine Runde um den Block gemacht, am Nachmittag noch den „Gang“  zum Postholen, das sind immer so 15-20 Minuten….lach….doch auch danach war der Kollege immer noch nicht wirklich gut gelaunt…und ich hab  halbwegs stumm weiter gearbeitet…

Irgendwann hatte er sein Tief überwunden und dann hab ich ihn auch schnell in das lange Wochenende verabschiedet….Morgen ist er im Homeoffice und ich im Büro.

Nach so einem Tag freue ich mich auf meine Wohnung. Tür zu, Schuhe aus, ab auf den Balkon und erst einmal durchatmen.

Soooo jetzt hab ich noch genau 4 Tage (incl. des Feiertags am Montag) um meine Datenübernahme zu beenden…. und ich hab nicht vor das ganze Wochenende damit zu verbringen….

…ich brauche noch ca. 1,5 – 2 Arbeitstage ….das sollte ich also hin bekommen. Durch das Meeting am Dienstag sind viele Ungereimtheiten weg gefallen….dafür sind neue Hinzu gekommen. Aber egal…ich habe jetzt für mich entschieden, wie ich es machen werde….sollte es im Nachhinein noch notwendig sein etwas zu korrigieren, dann mache ich das später….JETZT möchte ich mit dem aktuellen  Wissensstand zu den Projekten die Daten  FERTIG in unser System übertragen haben.

Dienstag ist der 2. Juni: Ende der Datenübernahme, RAPPORT nach DK und dann wird es hoffentlich wieder entspannter bei mir… und hoffentlich auch bei dem Kollegen.

 

 

Was treibt uns an?

Warum entscheiden wir uns für oder gegen einen Job, eine Karriere?

Ich habe heute mit einer ehemaligen Kollegin telefoniert…sie ist Abteilungsleiterin und zusammen mit den Anderen die dort etwas zu sagen haben, ist sie eine Getriebene. Aber Spaß macht es ihr nicht und zufrieden ist sie auch seit Jahren nicht mehr..und die Freizeit? Naja….ist eben knapp…der Beruf nimmt viel Raum ein.

Diese Leiterin in einer Verwaltungseinheit, dann der Leiter einer technischen Abteilung, dann der Leiter einer Produktionseinheit…dann noch ein anderer Leiter einer anderen technischen Einheit…und meine bisherige Chefin in der Verwaltung…dann der Teamleiter Controlling und zu guter Letzt auch ich als Teamleiter…wir alle stecken oder steckten fest in einem Korsett aus Pflichterfüllung und Hamsterrad. Immer weiter…immer schneller….immer mehr…

Mein ganzes Leben ist geprägt von ausgeprägtem Pflichtgefühl und Disziplin, in dem Bewusstsein erfolgreich sein zu müssen…DAS hab ich als Kind eingebläut bekommen…Ich muss besser sein… immer und überall…es gab nur den Wettkampfmodus. Liebevolle Zuwendung gab es nur, wenn man seine Leistung gebracht hat, seine Aufgaben erfüllt hat. Ich brachte bessere Leistungen, also wurde ich mehr geliebt….brachte ich diese Leistung nicht ständig…war ich eine Enttäuschung und bekam es zu spüren.

Irgendwie zieht sich das mit dem Pflichtbewusstsein durch mein ganzes Leben. Ich weiß bis heute nicht ob mein Ehrgeiz anerzogen ist oder meinem Naturell entspricht…

Bis vor ein paar Monaten gehörte ich jedenfalls auch zu den Getriebenen, immer FÜR die Firma, immer das Beste geben…immer hart an der Leistungsgrenze und darüber hinaus…und es hat mir jahrelang auch richtig Spaß gemacht…irgendwie hab ich es nicht gemerkt – das Hamsterrad.

Ja klar – immer wieder hab ich schon wahr genommen, das kann doch nicht sein, jeder kennt mich nur unter Zeitdruck…im Laufschritt…immer im Stress. Ich hab mich manchmal über meine ständig gleichen Aussprüche über den Stress lustig gemacht…aber es nie als Bedrohung wahr genommen.

Das hat sich dann in 2017 rapide geändert und mit fast 51 Jahren (davon bereits 33 Jahre im Berufsleben) hab ich das Hamsterrad im letzten Jahr angehalten und bin ausgestiegen.

Für die Anderen dreht es sich allerdings weiter…und irritiert nehme ich zur Kenntnis, das ich schockiert bin, wie die Anderen sich zerreiben und es herunterspielen…für sich selber immer wieder Argumente finden, das es doch eigentlich gar nicht so schlimm ist.

Warum tun wir uns das an? Was treibt uns dazu immer weiter zu machen: Gewohnheit?, Sicherheit in dem Wissen gebraucht zu werden? Anerkennung? – neee die gibt es in der Regel nicht. Privilegien? Geld? ja – das ist schon wichtig…wer verzichtet gerade in der heutigen Zeit schon gerne auf Erreichtes.

Fakt ist: es war bisher meine beste Entscheidung mein Leben auf neue Füße zu stellen… so entspannt und friedvoll ist mein Leben geworden…das merke ich immer wieder wenn ich mich mit den ehemaligen Kollegen austausche… Ich bin bei mir selbst angekommen.

Eigentlich war es für mich immer die Befriedigung meine Arbeit bestmöglich zu machen. Für Probleme Lösungen zu finden und umzusetzen…so zu arbeiten, das alles reibungslos läuft.

Meine ehemalige Chefin hat mir heute geschrieben der Jahresabschluss sei ohne uns Beide „katastrophal“ gelaufen. Ja – das hab ich mir gedacht…wäre es nur einigermaßen gut gelaufen, hätten sie meinen Nachfolger ja nicht entlassen.

Mit Schwung und Elan

…gerade noch rechtzeitig zum Jahres-Endspurt, komme ich auch beruflich wieder in Schwung.

2,5 Monate der Probezeit sind  ja inzwischen schon herum und während ich bisher die Arbeit eben einfach erledigt habe ohne so richtig Spaß daran zu entwicklen, ist es seit  dieser Woche anders…

Es sind Jahresabschluss-Vorbereitungen zu erledigen…und ich komme in Schwung…endlich mal wieder so  RICHTIGE Arbeit…lach…so mit Sinn und Verstand …und prompt laufe ich wieder rund… es geht zack, zack…zügig – aber ohne zu hetzen.

Der Tiefpunkt meiner Verantwortung hat mich heute zum Lachen gebracht…ich musste tatsächlich das Kleingeld aus der Kasse zur Bank bringen…das hab ich das letzte Mal während meiner Ausbildung vor 33 Jahren machen müssen. Hahahha  – aber das stört mich nicht mal.

Gestern Mittag war ich mit meinem Personalvermittler zum Mittagessen verabredet und ich hab vorher lange überlegt ob ich ihn darum bitte mir einen anderen Job zu suchen…ich hab ihm so ein paar Dinge erzählt….aber auch gesagt: das ich aktuell doch erst mal hier bleiben werde…jetzt fange ich gerade erst an mich tatsächlich mit den Gegebenheiten zu arrangieren…dieses Gefühl des inneren Widerstandes ist weg.

Mal sehen ob es mir jetzt gelingt mich bei dieser  Arbeit und mit diesen  Kollegen  wohl zu fühlen…zum ersten Mal hab ich den Eindruck…es könnte klappen….und wenn nicht – etwas anderes suchen kann ich mir immer noch….

Bin mal gespannt wie lange es dieses Mal dauert, bis ich wieder extrem frustriert über einen weiteren Job- Wechsel nachdenke…

Das Gute in dieser Firma  ist, ich habe jetzt die Einwilligung für ein Kontingent an Überstunden im Dezember bekommen…und die bekomme ich sogar ausgezahlt…ohhh prima … die Anzahl an zusätzlichen Stunden hab ich schon fast erreicht…aber es sind ja eh nur noch 4 Tage in diesem Jahr zu arbeiten.

Zum 1. Mal seit vielen Jahren freue ich mich auf Weihnachten. Es  kann also wirklich das entspannteste Weihnachten seit Beginn meiner beruflichen Laufbahn werden… ich bin sehr gespannt.

 

keine guten Neuigkeiten…

…aus meiner alten Firma:

Ein Kollege aus dem technischen Bereich hat wegen Krankheit den Job gekündigt….ohhhha, das ist zwar keine tödlich verlaufende Krankheit…aber sie ist nicht heilbar und wie ich gelesen habe, auch sehr schmerzhaft: Morbus Bechterew bedeutet „versteifende Wirbelsäulenerkrankung“ und ist eine besondere Form von entzündlichem Rheuma,  vornehmlich im Lendenwirbelbereich.

Wir reden hier von einem Mann in den 30er Jahren, der einen großen Teil seiner Arbeitszeit im Auto verbringt.. Da der Kollege erst seid ein paar Monaten für diese Firma arbeitet hatte ich kaum Gelegenheit den Kollegen kennen zu lernen…kenne also sein persönliches Umfeld nicht…aber wenn er schon den Job kündigen muss, weil er die seine Arbeit nicht nicht ausführen kann (er muss viel im Auto durch Deutschland fahren und dann auch noch sehr oft  körperlich bei Wind und Wetter  draußen arbeiten), dann ist das ein dramatischer Einschnitt in seinem Leben.

Und diese Abteilung ist eh ständig unterbesetzt…und der Chef der Abteilung ist extrem frustriert…um nicht zu sagen deprimiert, die Abteilung steht ständig kurz vor dem Kollaps durch die Arbeitsüberlastung…(also ähnlich wie meine bisherige Abteilung) …hoffe das es für den kranken Kollegen nicht zu schlimm wird und die Abteilung schnell einen Ersatz findet…was in diesem technischen Bereich  gar nicht so leicht ist.

 

 

 

Diese Woche schafft mich..

…in meinem Job herrschen  leicht chaotische Zustände kurz vor dem Halbjahres-Abschluss… ich weiß nicht wieso, aber Teile meines Teams sind im Moment nicht so richtig bei der Sache…die geänderten Aufgaben, die geänderte Aufgabenverteilung und die immer noch andauernde Einarbeitung des neuen Kollegen führen zu kollektiven Konzentrationsproblemen…

Das wiederum hat massive Auswirkungen auf das Arbeitsergebnis und ich rede nicht von einem Fehler hier oder da, sondern von ganzen Fehler-Serien wo man denkt: Sagt mal wie kommt ihr denn darauf…das  ist seit Jahren immer so gelaufen, das hat sich nicht geändert und urplötzlich erinnert ihr euch nicht mehr an die normalsten Dinge?

Es hilft ja nichts…ich muss also ständig erklären, korrigieren, ermahnen und auf Dinge hinweisen, beschwichtigen usw.  Ich hoffe diese Negativ-Serie ist bald überwunden.

So wie es jetzt läuft, mache ich mir echte Sorgen um die nahe Zukunft, wenn ich dann ab Mitte September nicht mehr da sein werde…ob mein Team es tatsächlich schafft  mit den geänderten Anforderungen UND bald mit einem neuen Teamleiter ihre Aufgaben korrekt durchzuführen und sich dabei selbst zu kontrollieren.

Der neue Teamleiter wird das am Anfang erst mal überhaupt nicht überblicken können wo die Fehlerschwerpunkte der Einzelnen Aufgaben liegen, der wird genug damit zu  tun haben meine Aufgaben zu bewältigen, nach so kurzer Einarbeitung.

Ich bin in dieser Woche innerlich sehr unruhig, ständig pocht mein Herz bis zum Hals – mein Blutdruck rast und ich muss immer wieder bewusste Auszeiten nehmen, um nicht durch zu drehen…Zusätzlich reagiert meine Haut wieder mehr auf…???  Ja auf was? Also Hausstaub kann es nicht sein, wenn ich NOCH MEHR putze werde ich zum Putz-Neurotiker…lach…. Aber irgendetwas lässt meine Augenlider jucken und anschwellen wenn ich draussen bin, im Park oder in der Stadt…weniger im Wald….seufz…

Und eines muss ich auch mal loswerden: was mich auch sehr unter Stress setzt, sind die Momente in denen mein Ex-Freund sich bei mir meldet…immer wenn ich aufatme und denke super, es sind ein paar Wochen ganz ruhig vergangen….jetzt ist es endlich überstanden, kommt wieder eine Nachricht L Es setzt mich unter Stress das er mir immer noch zu verstehen gibt, wie wenig er mit der Situation umgehen kann…er schafft es nicht nach vorne zu blicken und selber für sein Leben eine  eigene Art von Zufriedenheit zu erlagen, ja das ist auch Arbeit für sein eigenes Glück selber verantwortlich zu sein ….aber das ist sein Problem, nicht meines –

…und im Gegensatz  zu ihm fand ich meinen ersten Single-Urlaub einfach toll und entspannend…ich hab nichts vermisst und habe mich die 14 Tage wunderbar erholt (okay – die Erholung hat nur kurze Zeit angehalten) , mich frei und unbekümmert gefühlt, viele Dinge unternommen, hab spontane Ausflüge gemacht oder eben auch spontan umdisponiert… genau so hab ich mir meinen Urlaub vorgestellt…ich liebe meine wieder gewonnene Unabhängigkeit und genieße mein privates Leben…

…und das mit diesem  nervenaufreibenden Job ist ja auch bald überwunden…

Abend bin ich platt und schlafe schnell ein…aber gestern hab ich mich dann doch noch zum Pilates aufgerafft…das tat gut.

Probleme und Lösungsstrategien

Die beiden Arbeitstage in dieser Woche waren anstrengend…ich bin emotional nicht so entspannt und weiß eigentlich gar nicht richtig warum. Nach fast 2 Wochen krank/Urlaub hab ich gedacht, das es mir wesentlich besser geht.

Aktuell hab ich auch keine Hitzewallungen….trotzdem bin ich unentspannt…nicht nur das ich schnell müde werde, ich bin auch sehr leicht genervt.

Wenn doch nur alle mal ihre Arbeit machen würden….ich bin umzingelt von Kollegen die bei Problemen gleich zu mir kommen und einen großen Teil verbringe ich damit ihnen zu erklären, dass es nicht mein Job ist ihre Probleme zu lösen und ihnen dann doch Vorschläge mache, wie ich es machen würde. Dazu kommen dann noch die Probleme meiner Mitarbeiter denen ich versuche beizubringen, wie man an die Lösung von Problemen herangeht….und die es dann doch nicht schaffen….Selbst wenn sie die 1. Hürde nehmen, bleiben sie bei den weiteren Schritten hängen…und dann muss ich es doch machen…weil wir einfach keine Zeit mehr haben auf ihre Lösungen zu warten.

Zugegebenermaßen mache ich mir gerade keine Freunde….aber das ist auch nicht mein Ziel…Ich hatte mal eine Kollegin der hatte ich verboten mich bei jedem Problem sofort anzusprechen…zuerst sollte sie 5-15 Minuten selber überlegen wie man es lösen kann….lach….ein guter Plan, der aber auch nicht gefruchtet hat. Sie saß neben mir und bei jeder  Kleinigkeit hat sie mich sofort ohne nachzudenken gefragt.

Ich bin doch erstaunt wie wenig Lösungsstrategien manche Menschen besitzen….Es gibt ein Problem: also mache ich den Mund auf und frage sofort…ohne mir selber mal Gedanken zu machen.. Ich dachte ich kann das ändern. Also quasi Hilfe zur Selbsthilfe….lach…weit gefehlt.

Also hab ich in den zwei Tagen so einige „Feuerwehr-Einsätze“  erledigt…das kostet meine Zeit…

Für meinen neuen Teamleiter-Kollegen (Controlling) sollte ICH Daten auswerten….die er als Controller eigentlich machen sollte…er wusste wohl nicht wie …. Und hat mich gefragt ob ich ihm die Daten zur Verfügung stellen kann… Dazu bin ich aber nicht gekommen…..und am späten Nachmittag hab ich eine weitere Mail bekommen, das er es doch geschafft hat.

PRIMA – da hab ich mal nicht sofort reagiert und prompt brauchte ich es nicht mehr zu machen…das muss ich mir merken. Andererseits hätte ich mich auch schwer gewundert….jemand der Vorgesetzter-Controller sein will (und der einen Batzen mehr Geld verdient als ich) der muss doch in der Lage sein selber nach Lösungen zu suchen…na ein Glück.

Gute Nachrichten – endlich

Es gibt aber auch erfreuliche Nachrichten…Ich hab meine Entscheidung getroffen und führe meine Beziehung weiter – aber im Moment nehme ich mir viel Zeit für mich selbst, verbringe viel Zeit  ohne meinen Freund  und schlafe alleine….

Ich muss mich erst langsam wieder annähern…so essen wir zusammen, treffen uns beim Sport…und schauen auch mal zusammen etwas im Fernsehen.

Die eigentliche  gute Nachricht ist aber: heute hat mein Freund endlich einen Vertrag unterschrieben, der ihm eine Anstellung zumindest für ½ Jahr sichert….bei einer Bank….aber nicht in dem Bereich den er gerne hätte…egal…. Es ist zwar ein Job über Zeitarbeit, aber das ist scheinbar der neue Standard…kaum ein Job in diesem Teil-Bereich wird direkt vermittelt…Die Banken wollen sich einfach nicht langfristig festlegen….das Fußvolk muss schnell wieder abzustoßen sein… das ist traurig das es in einem Land wie Deutschland diese Form der Beschäftigung gibt, die es den Menschen nicht erlaubt für die Zukunft planen zu könenn…immer mehr Menschen haben nur noch Zeitverträge. Das hat Auswirkungen: Diese Menschen haben Schwierigkeiten bei der Suche nach Wohnungen, bei der Finanzierung von Eigentum und bei der Aufnahme von Darlehn im Allgemeinen.

So ist es jetzt zwar kein Aufatmen für die nächsten Jahre, aber immerhin für das  Hier und Jetzt und nach 4 Monaten  bin ich erst einmal erleichtert.

Resümee einer Woche

So langsam schaffen wir es wieder eine gewisse Struktur in unseren Alltag zu bekommen…nach 2 Jahren Fernbeziehung ist es schon etwas anderes wenn man jetzt wieder jeden Tag zusammen ist. Und da er jetzt auch noch den ganzen Tag zuhause ist, ist auch das erst einmal ungewohnt für uns Beide.

Ich gehe wie jeden Tag ganz normal zur Arbeit, kann also nicht später als 24.00 Uhr ins Bett gehen, wenn mein Wecker um 5.40 Uhr klingelt…. Während mein Schatz als Nachteule wieder nicht ins Bett findet. Auch hier ist es gut das wir in getrennten Wohnungen wohnen, so kann er auch noch wenn ich bereits schlafe noch in seiner Wohnung weiter ausmisten und aufräumen…das ist gerade seine Haupttätigkeit…und ich bin froh das so manches (in meinen Augen) Überflüssige nun doch noch den Weg in die Mülltonne findet.

Hmmm – das er vieles davon schon vor Jahren hätte entsorgen können brauche ich eigentlich nicht mehr zu erwähnen oder?…auf mich wollte er ja nicht hören, gesagt hab ich es oft genug…lach…aber umso mehr freut es mich jetzt , das er von alleine darauf kommt und die Zeit auch wirklich dafür nutzt.

Meine Arbeitstage werden jetzt wieder länger….aber alles läuft gerade zufriedenstellend…ich habe genügend Zeit mich durch viele Kontrollaufgaben und Vorbereitungen ausreichende auf den Jahreswechsel vorzubereiten. Meine Chefin ist jetzt für einen Monat noch einmal in Elternzeit…das bedeutet evtl. auch mehr ungewohnte Aufgaben…aber noch ist alles Bestens. Noch hab ich alles voll im Griff und freue mich schon auf die nächste Woche  im Büro (das hab ich auch nicht mehr so oft, das ich mich wirklich auf die Arbeit freue).