Nach dem Besuch auf dem Markusplatz gestern früh und einem ausgedehnten Spaziergang durch San Marco, ging es wieder zurück zum Hotel…zum Frühstücken.


Das Frühstück war okay…es war alles da, was man so an normalem kontinentalen Frühstück erwarten konnte. Für die Dauer es Urlaubs habe ich mich entschlossen, mein Intervallfasten auszusetzen… meine Esenszeiten sind eh etwas durcheinander geraten.

Der Frühstücksraum war nett und ich konnte mich sogar in einen weiteren Raum verziehen, es war noch früh und die meisten Gäste lagen wohl noch im Bett.
Später bin ich dann von San Marco in Richtung San Polo über die Rialto-Brücke gelaufen..Na klar war es dort voll….sehr voll sogar.

okay es ist Sonntag..Zeit für Familienausflüge. Ich bin immer weiter gelaufen. War auch auf einem kleinen Markt, aber es hatten nur wenige Stände offen..ich habe getrockneten Knoblauch gekauft.
Der Regen war ständiger Begleiter des Tages…aber noch war er moderat…wurde im Laufe des Tages aber beständiger…und damit kamen dann auch die gefühlt 100.000 Regenschirme zum Vorschein.
Das war gar nicht gut für mich. Bei den schmalen Wegen zwischen den Häusern hindurch, die oft weniger als 1,5m breit sind, fühlen sich Regenschirme für mich wie Waffen an.
Die meisten Regenschirme waren für mich auf Augenhöhe…ich war also ständig dabei mich gegen die spitzen Enden der Regenschirme zu wehren. Dann dauerte es auch nicht mehr lange und ich merkte wie (zum Glück ganz langsam) erst Unmut , dann Anspannung und ganz allmählich Panik in mir hochstieg…da war sie wieder im Anmarsch – meine Klaustrophobie.
Zum Glück konnte ich mir schnell etwas abseits gelegene Wege suchen und bin dabei auf diesen Vogel gestossen der mich nur kurz ansah..sich aber nicht stören liess hahaha

und ich machte mich auf den Weg zurück zum Hotel.
Um 18 Uhr fand dann die Mystery-Tour statt…eine auf English geführte Tour….doch leider hatte sich meine seelische Verfassung noch nicht wieder eingependelt und schon wieder war ich den vielen Regenschirmen ausgesetzt…entsprechend schrecklich fand ich die Tour.
Leider haben mich die Geschichten weder inhaltlich gefesselt, noch von dem drumherum ablenken können. Ich habe mit Mühe die 1 1/2 Stunden durchgehalten – war aber froh, als es vorbei war.
Ehrlicherweise war ich überrascht, über die vollen Gassen, Geschäfte und Restaurants….in einem fast leeren Restaurant habe ich dann eine Pizza gegessen.
Aber die Bedienungen waren komisch…erst waren sie übertrieben höflich, aber nachdem ich weder einen Nachtisch, noch einem Espresso wollte, haben sie mich ignoriert und lange auf die Rechnung warten lassen.
Und kaum hatte ich bezahlt (mit Trinkgeld) drehten sie mir demonstrativ den Rücken zu und sagen nicht einmal „ciao“ oder etwas ähnliches. Das sah schwer danach aus, also ob ich sie beleidigt hätte…womit auch immer.
Egal – ist nicht mein Problem..ich hatte meine Eigenen. Denn jetzt began das, was ich schon kenne: ich wollte nach Hause..ich meine richtig nach Hause…das ging ja nicht..aber dann wenigstens ins Hotel.
Dem Impuls habe ich jedoch widerstanden und bin aus dem Trubel heraus in eine ruhigere Gegend gelaufen…sooo und jetzt erst einmal tief Luftholen und durchatmen.
Für den nächsten Tag standen dann auf meinem Plan: mit dem Wasserbus herum fahren und Neues entdecken. Außerdem wollte ich noch in den Dogenpalast und den Markusdom…
Die 2. Nacht in Venedig habe ich auch wieder richtig gut geschlafen…das zumindest funktioniert hier richtig gut.
Obwohl es nicht mein bester Tag war…ich finde Venedig immer noch faszinierend und bin voll im Hier und jetzt…es tut mir gut (also bis auf die Sache mit den Regenschirmen).
Wer in der Enge einen Regenschirm benutzt ist für mich asozial 😡
😘😎
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