„Reparatur“ mit dem Hammer

Schon seit dem letzten Jahr weiß ich, das in der Küche entweder das Thermostat oder das Ventil an der Heizung nicht mehr ordenltich funktioniert. Ich heize normalerweise nicht in der Küche, aber immer wieder war die Heizung warm bis heiss…obwohl ich das Thermostat auf 0 stehen hatte.

Dumm ist nur das ich das oft erst spät gemerkt habe, denn die Heizung ist zwar unter dem Fenster, aber drüber ist die Arbeitsplatte und davor ein mobiler Küchenwagen. Gemerkt habe ich es oft erst, wenn ich direkt davor stand und die unnatürliche Wärme spürte.

Jaaa das ist Energieverschwendung und das mag ich gar nicht…immerhin steht bei mir sehr oft das Fenster auf Kipp…ich koche ja sehr viel.

Nun gestern also – beim Rund-um-Schlag in der Wohnung – habe ich den Küchenwagen weggestellt, mich mit Kniekissen, Taschenlampe und Rohrzange unter die Arbeitsfläche begeben und habe mir das Thermostat angeschaut. Es ist noch ein sehr altes Thermostat (die Wohnung ist aus den 80er Jahren) – hat keine moderne Verriegelung, die man ohne Werkzeug abziehen kann, deshalb die Rohrzange.

Genau nach Anleitung aus dem Internet: das Thermostat voll aufgedreht, die dicke Schraube am Ende des Thermostats entgegen dem Uhrzeigersinn losgedreht, bis ich es abziehen konnte. Inzwischen strömte ganz viel Wärme in die kleine Heizung und mir wurde sofort unangenehm warm in diesem engen Raum unter der Arbeitsfläche.

Nun habe ich versucht mit einem Handtuch (zum Schutz meiner Hand vor der Hitze) das Ventil händisch reinzudrücken…aber es bewegte sich nicht….jaaa das hatte ich befürchtet…aber wozu gibt es die Hammer-Methode….ich habe also mit der flachen Seite der Rohrzange (für den Hammer hätte ich erst einmal wieder hervorkrabbeln müssen) mehrere Schläge auf das Ventil gegeben, bis es sich tatsächlich etwas bewegte…dann noch etwas Balistol-Öl draufsprühen und schon nach kurzer Zeit liess sich das Ventil auch mit der Hand gut bewegen.

Puh Glück gehabt….jetzt habe ich erst einmal das alte Thermostat wieder angeschraubt und siehe da -jetzt schließt es wieder ordentlich. Wenn ich es jetzt auf 0 stehen habe ist weder die Heizung warm, noch das Zuleitungsrohr…soooo das war ja mal eine einfache „Reparatur“.

Ich stelle den mobilen Küchenwagen aber noch ein paar Tage nicht zurück, so kann ich jederzeit prüfen, ob die Heizung weiterhin kalt bleibt.

…im heimischenWoll-Chaos und „Unter Strickerinnen“

Ich habe ja schon mal erwähnt das ich wieder mit dem Stricken angefangen habe und inzwischen habe ich schon einen Stapel unterschiedlichster Mützen und schmalen Schals / Loops angehäuft.

Ich habe tolle Wollsorten und Woll-Marken kennengelernt und in einer Ecke meines Wohnzimmers ist so ein Woll-Vorrat entstanden. Neue Wollknäule und Wollreste in und um einen großen Korb herum, verschiedenste Stricknadeln, Fertige Mützen, Schals und Loops – bereits gewaschen, gespannt und getrocknet – aber zu schön um sie einfach in die nächste Schublade zu packen.. Ich brauche dringend Ordnung in meiner Wollecke…das Thema werde ich in den nächsten Wochen angehen.

Zuerst habe ich hauptsächlich Farbverlaufswolle gekauft, inzwischen aber auch uni-farbige Knäule. Die einfachen Muster sind inzwischen komplexeren Mustern gewichen und ich teste verschiedene Strickarten (z.b. einen Dreickschal von der Spitze aus zunehmend stricken oder von einer Seite aus oder von der Gesamtbreite aus abnehmend stricken…hat alles Vor- und Nachteile wegen Farbverlauf und Muster-Ausrichtung) und inzwischen habe ich auch aus dem Internet einige Tutorials mit interessanten Mustern gefunden.

Lustigerweise hat meine Suche im Internet dazu geführt, das die Zeitschrift „Für Sie“-Online Werbung für das „Knitting-Festival in Hamburg“ gemacht hat und dazu auch Eintrittskarten verlost hat. Ich habe bei der Verlosung mitgemacht und 2 Eintrittskarten gewonnen….hahahaa – das kam unerwartet.

Da ich Niemanden in meiner direkten Umgebung habe, der sich fürs Stricken interessiert, bin ich tatsächlich Samstagnachmittag (letzte Woche) alleine auf das Gut Karlshöhe gefahren.

Was sollte geboten werden: einige Wollhersteller mit Zubehör haben ausgestellt, dazu wurden ein paar Workshops angeboten und Kaffeee und Kuchen sowie 2 Foodtrucks und jede Menge Platz um sich gemeinsam zum Stricken draussen nieder zu lassen.

Mir war von Anfang an klar, das ist eigentlich so gar nichts für mich….aber ich wollte mal nach Wolle schauen und mich über die Weiterentwicklung von Stricknadeln schlau machen…..da hat sich seit den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts tatsächlich einiges getan…also bei den Rundstricknadeln und den „Nadelspielen“.

Das Wetter war regnerisch und es war – wie zu erwarten – sehr voll. Die Anbieter von Wolle und Zubehör waren auf engem Raum zusammengepfercht und fast jede 2.Frau hatte einen prall-gefüllten Rucksack auf dem Rücken…nahm also Platz für 2 Personen ein. Mir wurde es sehr schnell zu viel…denn ich bin kaum durchgekommen, habe nichts in Ruhe und gemütlich anschauen können…

….ich habe mich schnell für ein modernes Nadelspiel (3er und gebogen, anstatt der bisherigen 5 geraden Nadeln) entschieden, noch ein paar Takte über die Erfahrungen dazu mit ein paar Frauen unterhalten und mich schleunigst wieder aus der Halle verzogen. Das angebotene Essen reizte mich nicht, auf Kuchen hatte ich keine Lust und die Workshops naja…die waren schon ein paar Tage vorher ausgebucht.

Sooo – also wenn ich den Eintritt für das Gelände hätte selber bezahlen müssen, hätte ich mich geärgert…aber so war es okay…ich war nach 1,5 Stunden (inklusive Rundgang draussen durch das schöne Gelände) fertig.

Da es keine bzw. nur wenige Parkplätze auf dem Gelände gab, sollten alle Gäste in den umliegenden Wohngebieten nach Parkplätzen suchen…na die Anwohner tun mir auch leid.

Ich habe gelernt:

  • Die meiste Wolle die dort angeboten wurde, war extrem teuer, weil handgefärbt und selbst-gesponnen…also das ist nicht mein Preissegment…da kaufe ich lieber in den Wollgeschäften oder im Internet direkt bei den Wollherstellern oder deren Vertriebspartnern
  • In den Wollläden kann man in Ruhe Wolle aussuchen, wird beraten, wenn man möchte und das Zubehör verkaufen die auch
  • Die Tutorials im Internet bieten ein Fülle an Hilfestellungen zu Techniken und Mustern
  • große Rucksäcke, prall gefüllt verdoppeln nahezu das Volumen einer einzelnen Person – was bei so vielen Menschen gleichzeitig in einem Raum NICHTs für mich ist

Aber immerhin war das eine Erfahrung….und ach ja – das Geschnatter war unbeschreiblich laut in den Hallen und Räumen…und durch das schlechte Wetter fanden sich auch nur sehr wenige die sich zum gemeinsamen stricken draußen zusammen fanden…aber da wollte ich eh nicht mitmachen – ist nicht meine Art, mich irgendwo einfach dazu zu setzen.

Durch die Woche …

….und genau so zogen sich die nächsten Wochen…ich fühlte mich nicht ganz wohl in meiner Haut: Nase schniefen, Nase zu, Hustenreiz, schnell schlapp und müde)…nicht wirklich krank, aber auch irgendwie nicht ganz gesund.

Ich habe mich viel öfter als sonst, abends auf die Couch gelegt und mich ausgeruht…konnte mich kaum aufraffen Essen zu kochen (gut das mein Gefrierschrank gut gefüllt ist).

Auf der Arbeit lief es ruhig und der Monatsabschluss bis zum 07.09. lief reibungslos und sooo ruhig, das war schon fast unheimlich.

Okay, am Freitag, den 04.09. bekamen wir auch noch hohen Besuch aus der Zentrale, unsere neue Interim-Finanzchefin wollte uns kennen lernen und hören wie es uns mit der Software und mit den neuen Strukturen so geht.

Ich hatte mir fest vorgenommen, nicht allzu viel Kritik zu äußern, immerhin wurde, für alle überraschend, ein sehr engagierter und guter Teamleiter einer anderen Abteilung Knall-auf-Fall entlassen. Wir saßen auf der gleichen Etage und ich habe mich öfter mit ihm unterhalten…auch über seinen Frust über unsere Strukturen. Leider konnte ich mich nicht mehr von ihm verabschieden – ich war an dem Tag im HO und die offizielle Mitteilung über die Freistellung des Kollegen kam erst, nachdem er das Haus bereits verlassen hatte. Daran hatte ich schon ein paar Tage zu knabbern…er war jung, sehr engagiert, sehr KI affin (was bei uns ja gefördert wird) und hat sich immer bemüht das Beste für seine Abteilung zu tun….Puhhh sehr schade – das er jetzt gehen musste.

Aber es kam natürlich bei dem Besuch ganz anders…natürlich habe ich mehr als nur eine Sache angesprochen, die nicht gut läuft und die neue Chefin hat zugehört und sich auch einiges notiert…nicht nur von mir, aber ich war die Erste die geredet hat…immerhin kommen mir die Themen, auch in Englisch locker über die Lippen…so konnten die Kolleginnen ihre Scheu vor dem Reden schneller abbauen…und dann kam auch noch unser deutscher GF hinzu, der dann auch noch einen großen Teil mitbekommen hat…ich habe also bei seinen Erklärungen auch noch ein paar Dinge mit in den Ring geworfen.

Ja prima – also unsichtbar werden geht echt anders….aber ich stehe zu meinen Aussagen. Sie hat sich später auch für unsere offene Kommunikation und konstruktiven Kritiken und Vorschläge bedankt…na mal sehen was daraus wird.

An dem Abend und auch an dem Samstag blieb ich  bis mittags kraftlos zu Hause. Habe nur das Nötigste erledigt…so langsam nervt das mit dem ausgelaugt fühlen…ich habe also mit VitaminD und Eisentabletten einfach mal supplementiert und siehe da…die Schlappheit lässt nach.

An dem Sonntagmorgen bin ich, noch vor Sonnenaufgang aufgestanden und habe mich auf den Weg nach Heist gemacht…ins „Tävsmoor“

Bei Sonnenaufgang kam ich an und es waren himmlische 6,5 km …ich bin langsam gegangen und das hat so gut getan…also nicht im Sportmodus, wie sonst immer. Die Atmosphäre war unbeschreiblich

Den Rest des Tages habe ich wieder nicht allzu viel gemacht…etwas Kochen, etwas die Wohnung aufräumen…die Bügelwäsche stapelt sich langsam, auf dem Balkon muss ich dringend einiges erledigen und das Putzen der Wohnung wäre auch mal wieder notwendig…….okay mache ich in der kommenden Woche….tja und gemacht habe ich es erst an diesem Wochenende – aber dafür gründlich

Müde im Moor

An meinem letzten Urlaubstrag (21.08. – also schon etwas länger her) ….bin ich späten Nahcmittag ins Brenner Moor (bei Bad Oldesloe) gefahren. Das war eine zähe Fahrt, sehr viel Verkehr…kein Wunder – es war ja Freitag – wo quasi jeder auf dem Weg ins Wochenende ist.

Und kurz bevor ich ankam, war ich unglaublich müde….und wäre am liebsten wieder umgedreht. Immerhin war ich einen Abend zuvor zum Schwimmen ins Arriba-Bad gefahren…das hatte ich ja schon lange mal vor: Abends schwimmen zu gehen und es hat mir Spaß gemacht, blieb aber mit 1,2 km im unteren Bereich meiner Leistungsfähigkeit.

Ich kämpfe schon seit einigen Wochen mit einer Art leichten „Sommer-Grippe“ gemischt mit Allergien…die Nase läuft und ist ständig zu und ich habe einen oft anhaltenden Hustenreiz…es wird nicht wirklich besser und ich habe immer noch das Gefühl als würde eine Decke auf meinen Bronchien liegen…auch mit Hilfe von Schleimlösern klappt es aber nicht, mit dem Abhusten. Vielleicht kommt da auch meine vermehrte Müdigkeit her.

Aber kaum hatte ich mein Auto auf dem kleinen Parkplatz, in der Nähe der Grünen Brücke, abgestellt, kamen meine Lebensgeister zurück…das Wetter war kühl-nass-durchwachsen…also genau richtig für einen Besuch im Moor.

Es war himmlisch und schon nach wenigen Metern habe ich tief eingeatmet (ohne gleich einen Hustenreiz zu bekommen) und die Luft, die Stille und die Bewegung genossen…die Müdigkeit war erst einmal wieder weg.

Die einfache Runde im Brenner Moor ist so ca. 4,5 km lang…und ich habe es auch dabei belassen…das reichte mir für den Tag

…und das es die richtige Idee war, konnte ich schon Minuten später feststellen…es regnete auf einmal in Strömen….hahahaa zum Glück war ich da nur noch ca 200m vom Auto entfernt und natürlich hatte ich eine leichte Regenjacke an..

Später zuhause konnte ich mich nicht mehr zu irgendetwas aufraffen…hahahaaa bin quasi auf der Couch eingeschlafen….und das ist mir in den folgenden Wochen noch öfter zu ergangen.